Andere buddhistische Foren in Deutschland,
in denen wir aktiv sind:
Tibet. Zentrum Hamburg forum.tibet.de
Buddhaland - Ein Portal für Buddhismus

Buddhistische Gruppe in meiner Gegend

Erfahrungen, Erlebnisse und Begegnungen

Re: Buddhistische Gruppe in meiner Gegend

Beitragvon Samten » 7. August 2014 19:10

take care hat geschrieben:RaterZ (ich will immer rather schreiben) meint im Zusammenhang vermute ich die Besonderheit der selbst vorhergesagten Reinkarnationen / tulku - Wiedergeburten bei den kagyues = karmapas.

Dafür - gibt es noch woanders als bei den nyingmas diese Mischung aus familiärer Linie und spiritueller Linie? (Ok, von shambhala abgesehen, das ist so eine Sache dort ...)


...was für'ne sache dort, wie meinste das?
"mögen die Früchte meiner Meditation zum Wohl aller fühlenden Wesen sein"
Samten
Sehr aktiv
Sehr aktiv
Beiträge: 437
 
Buddh. Richtung: Shambhala
Gender: Männlich
Wohnort: Alpenblick

Re: Buddhistische Gruppe in meiner Gegend

Beitragvon take care » 7. August 2014 21:44

Hallo samten,

die Frage verstehe ich nicht so ganz, denn Du kennst dich doch sehr gut bei der shambhala Linie aus. :namaste:


Ich fragte, ob es noch woanders als bei den nyingmapas diese Mischung von familiärer und spiritueller Linie gibt.

...und mir fiel dann selber noch einschränkend ein, dass es diese in der shambhala Linie gibt, die ja nicht rein nyingma ist, sondern eher ein eigener Weg (oder wie würdest du die Linie beschreiben?).

Mehr wollte ich nicht ausdrücken.

Gar nicht so leicht mit der Verständigung, manchmal... :cry:
Liebste Grüße und take care ...
Benutzeravatar
take care
Inaktiv
Inaktiv
Beiträge: 277
 
Buddh. Richtung: Kagyü und Nyingma

Re: Buddhistische Gruppe in meiner Gegend

Beitragvon Tobias » 7. August 2014 21:57

ich habe die Frage zunächst auch nicht so verstanden.

Bei den Sakyas finde ich den Zusammenhang von Familie und Linie auch extrem. Die höchsten Ämter sind meines Wissens alle aus einer Familie und werden auch entsprechend vererbt.

Liebe Grüße
Tobias
Wir sind das, was wir denken. Alles was wir sind, entsteht mit unseren Gedanken. Mit unseren Gedanken erschaffen wir die Welt. Sprich und handle mit reiner Gesinnung Und Glück wird dir folgen, wie dein unteilbarer Schatten.
Buddha Gautama


Labyrinth - Mehrgenerationenwohnen Transreligiöses Spirituelles Gemeinschaftswohnen
Benutzeravatar
Tobias
Admin AD
Admin AD
Beiträge: 1503
 
Buddh. Richtung: Rime, Dzogchen, Mahamudra - mit großem Respekt vor Theravada und Zen
Gender: Männlich
Wohnort: Fahretoft

Re: Buddhistische Gruppe in meiner Gegend

Beitragvon take care » 7. August 2014 22:30

Danke, Tobias!

take care hat geschrieben:
gibt es noch woanders als bei den nyingmas diese Mischung aus familiärer Linie und spiritueller Linie? (Ok, von shambhala abgesehen, das ist so eine Sache dort ...)


So komisch ist das aber nun nicht formuliert :oops:
Liebste Grüße und take care ...
Benutzeravatar
take care
Inaktiv
Inaktiv
Beiträge: 277
 
Buddh. Richtung: Kagyü und Nyingma

Re: Buddhistische Gruppe in meiner Gegend

Beitragvon Zennist » 7. August 2014 23:51

@ take care

Soweit ich weiß, ist die ganze Shambala-Geschichte eine "Erfindung" vom bereits verstorbenen Chögyam Trungpa und war daher nie als eine echte und eigenständige Linie innerhalb des Tibetischen Buddhismus gedacht. Sie war von vornherein als ein Ding für westliche Menschen gedacht, die (aus welchen Gründen auch immer) vom alten Shambala-Mythos fasziniert waren oder sind, wie es auch heute noch viele Menschen gibt, die total besessen von all den europäischen/esoterischen Gralslegenden sind.

Bis die Tage
Zennist
Zennist
Angekommen
Angekommen
Beiträge: 21
 
Buddh. Richtung: Buddhist
Gender: Männlich

Re: Buddhistische Gruppe in meiner Gegend

Beitragvon take care » 8. August 2014 10:35

Hallo Zennist,

wenn ich mal so überlege finde ich, dass Trungpa Rinpoche sich (als einer der ersten Lehrer im Westen) mit der shambhala Tradition eine gute Methode überlegt hat, wie man niedrigschwellig und breit gefächert den Menschen wesentliches aus dem Dharma nahe bringen kann.

Das intensive Lehrer Schüler Verhältnis der ersten Jahre konnte (er) ja nicht für alle interessierten in Europa und den USA dauerhaft anbieten.

Zudem war er jemand, der früh die positive menschliche Entwicklung durch Mittel aus dem Dharma vom Begriff 'Buddhismus' getrennt hat, um m.E. noch nützlicher hier sein zu können.

Im Prinzip funktioniert das bis heute: die örtliche Gruppe war mein (fundierter) Einstieg in die Shamatha Praxis. Das sehr offene settig dort brauchte ich damals, um gut hingegen zu können.

Mit Trungpas Sadhana of mahamudra, die wir dort auch üben, wurden mir tiefere Verbindungen zur kagyue und nyingma Linie möglich. Da gehe ich jetzt weiter.

Ich denke, wenn man dafür offen ist, ist trungpa einfach immer noch als Lehrer präsent. Tatsächlich sehe ich ihn als meinen ersten Lehrer an, da mich auch seine Bücher in die Gruppe gebracht haben.

Nur ist es als Anfängerin sehr verwirrend gewesen zu sehen, dass es einerseits um tibetischen Linien Buddhismus geht (Trungpas Tradition, aus der er kommt) andererseits auch wieder nicht so richtig.
Mit solchen Fragen hab ich mich ne ganze Weile geplagt, bis ich einfach losgefahren bin und meinen Herzens-Lehrer getroffen habe. Das macht ja mal sowas von einen Unterschied :sunny:


...über die 'höheren Stufen' innerhalb shambhala kann ich nichts sagen und dahin zieht mich auch nichts. Als Basis, als Einstieg in eine Meditationspraxis finde ich die Gruppen und auch die 'unteren Stufen' gut!
Gralssuchende habe ich allerdings kaum getroffen. Eigentlich eher Menschen, die sich auf den Weg zu 'sich' begeben hatten.

Aber als sozpäd aus einer Stadt mit der langen Tradition von karuna Training bin ich wahrscheinlich auch sehr offen für 'nicht buddhistischen Buddhismus'. :rabbit:
Liebste Grüße und take care ...
Benutzeravatar
take care
Inaktiv
Inaktiv
Beiträge: 277
 
Buddh. Richtung: Kagyü und Nyingma

Re: Buddhistische Gruppe in meiner Gegend

Beitragvon voom » 8. August 2014 16:08

Ich könnte mir vorstellen, dass bei Shambhala das Missverständnis auftaucht, dass es darum ginge, Shambhala als äußere "entrückte" Welt zu erreichen. Tatsächlich geht es aber ja darum, selbst zum "Shambhala-Krieger" zu werden, um die säkularen - Ideale von Shambhala in diese Welt hier und jetzt zu bringen, andere Wesen zu inspirieren und zu schützen usw.

Shambhala und das Kalachakra-Tantra sind von ihrer Herkunft her säkulare, nicht-buddhistische Übertragungen, die innerhalb des Buddhismus bewahrt wurden. Insofern ist Trungpas Lehre nichtmal eine neue Erfindung, er hat die Essenz gut auf den Westen übertragen.
"Die tägliche Praxis des Dzogchen ist einfach das tägliche Leben selbst.
Wir sind aus uns selbst heraus erleuchtet und es fehlt uns nichts."

(Dilgo Khyentse Rinpoche)
Benutzeravatar
voom
Schreibt sehr viel
Schreibt sehr viel
Beiträge: 4881
 
Buddh. Richtung: Vajrayana
Mystiker

Re: Buddhistische Gruppe in meiner Gegend

Beitragvon take care » 8. August 2014 18:46

voom hat geschrieben:Ich könnte mir vorstellen, dass bei Shambhala das Missverständnis auftaucht, dass es darum ginge, Shambhala als äußere "entrückte" Welt zu erreichen. n.


Ist dir das bei shambhala so begegnet? Mir nicht ...
Liebste Grüße und take care ...
Benutzeravatar
take care
Inaktiv
Inaktiv
Beiträge: 277
 
Buddh. Richtung: Kagyü und Nyingma

Re: Buddhistische Gruppe in meiner Gegend

Beitragvon voom » 9. August 2014 07:06

Nein, ich meine die Aussenvorstellung von Leuten, die nicht dabei sind.
"Die tägliche Praxis des Dzogchen ist einfach das tägliche Leben selbst.
Wir sind aus uns selbst heraus erleuchtet und es fehlt uns nichts."

(Dilgo Khyentse Rinpoche)
Benutzeravatar
voom
Schreibt sehr viel
Schreibt sehr viel
Beiträge: 4881
 
Buddh. Richtung: Vajrayana
Mystiker

Re: Buddhistische Gruppe in meiner Gegend

Beitragvon Zennist » 9. August 2014 09:57

@ take care

Im negativen Sinne haben ich "Erfindung" auch nicht gemeint. Lediglich, dass Chögyam Trungpa einfach der Erfinder/Gründer dieses ganzen Shambala-Warrior-Trainings ist, dass Shambala-Warrior-Training aber als Ganzes so in dieser Form vorher noch nicht existiert hat. Seine einzelnen Bestandteile haben zwar zum Teil ihren Ursprung in jahrhundertealten buddhistischen Traditionen, aber das Shambala-Warrior-Training selbst ist in seiner jetzigen Form eine Erfindung aus dem 20. Jahrhundert. Ob es ein wirksames Mittel für die eigene buddhistische Praxis oder das eigene Leben ist, dass muss natürlich jeder selbst für sich rausfinden.
Zennist
Angekommen
Angekommen
Beiträge: 21
 
Buddh. Richtung: Buddhist
Gender: Männlich

Re: Buddhistische Gruppe in meiner Gegend

Beitragvon voom » 9. August 2014 14:02

Ja, die Form mag sehr neu sein, aber in der Essenz war das glaube ich alles schon vorher da. Der Gedanke des friedvollen Kriegers, der für das Gute kämpft ist im asiatischen Raum ja sehr präsent. Man denke nur an die Samurai. Auch die Tibeter waren durchaus nicht immer unbedingt ein sonderlich "sanftmütiges" Völkchen... ;)
"Die tägliche Praxis des Dzogchen ist einfach das tägliche Leben selbst.
Wir sind aus uns selbst heraus erleuchtet und es fehlt uns nichts."

(Dilgo Khyentse Rinpoche)
Benutzeravatar
voom
Schreibt sehr viel
Schreibt sehr viel
Beiträge: 4881
 
Buddh. Richtung: Vajrayana
Mystiker

Re: Buddhistische Gruppe in meiner Gegend

Beitragvon raterZ » 31. August 2014 00:07

soviel ich weiß hatte trungpa echte visionen von shambhala und das, was er im westen gelehrt hat. er ist nicht ohne "höheren befehl" sozusagen als einer in den westen gekommen.. und er lehrt immer noch durch seine bücher - ich hab erst letztens wieder eine wichtige unterweisung von ihm erhalten.
ich sehe ihn als einen meiner lehrer.
- meine Aussagen bezüglich des Vajrayanas beziehen sich größtenteils auf eigene Erfahrung -
Benutzeravatar
raterZ
Inaktiv
Inaktiv
Beiträge: 1019
 
Buddh. Richtung: Vajrayana

Vorherige Seite

Zurück zu Buddhismus und Spiritualität im Alltag

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 1 Gast

cron