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Buddhistische Gruppe in meiner Gegend

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Buddhistische Gruppe in meiner Gegend

Beitragvon Gleision84 » 3. November 2013 06:03

ich möchte mich bedanken für die Beantwortung meiner vorherigen Frage :) .
Ich habe ein Buddhistisches Zentrum in der Nähe meines Wohnorts gefunden

http://www.bodhipath-fulda.de

ist das Seriös und muss man wenn man dort teilnehmen möchte eine Art Gebühr entrichten, gibt es sowas?

Wo könnte man noch nach Mantra Einweihungen nachsehen in Osthessen?


Vielen Dank für Infos LG Tom
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Re: Buddhistische Gruppe in meiner Gegend

Beitragvon Tobias » 3. November 2013 06:07

Ich habe mir die von dir genannte Internetseite angesehen. Es spricht einiges dafür, dass es sich hierbei um eine seriöse Meditationsgruppe handelt.

Ich schlage vor du rufst dort mal an bzw. schickst eine Mail.

http://bodhipath-fulda.de/Buddhismus_Fu ... essum.html

offene Meditationsgruppen/Meditationstreffen sind häufig kostenlos.
Vorträge und Einweihungen sind oft kostenpflichtig. Denn es entstehen für die Veranstaltung ja auch Kosten Raummiete Unterkunft des Lehrers etc. Genaueres sollte sich auf der Website finden.

zur Einweihung.
Da kannst du auch bei der Meditationsgruppe fragen oder später hier im Forum nochmal.
Eines solltest du wissen.

Um Tantra-Praxis wie die des Buddha avalokiteshvara korrekt ausführen zu können brauchst du eine gewisse Erfahrung in der Meditation.
Es ist nicht ratsam sich einfach nur eine Einweihung zu holen.

Die Tantra Praxis benötigt eine gewisse Meditationserfahrung bzw. Grundlage. Im tibetischen Buddhismus bedeutet diese grundlegende Basis Shamatha bzw shine(ist das gleiche nur in 2 Sprachen).
Das ist sozusagen, die Basismeditationstechnik, die alle anderen Tantratechniken erst möglich macht zumindest sehen es die meisten tibetischen Linien so*
In offenen Meditationsgruppen wird häufig shine praktiziert. Auf der von dir angegebenen Seite habe ich auch shine Meditationen gefunden

Erst nachdem du diese Meditation gefestigt hast, macht es sinn sich Einweihungen wie z.B. die des Buddha Avalokiteshvara zu holen.
Eine sehr schöne seite mit hervorragenden Meditationsvideos ist diese hier:
http://whatmeditationreallyis.com/index.php/lang-en/wage-es-zu-meditieren.html
Ich schlage vor, du nimmst mal mit der Meditationsgruppe Kontakt auf und gehst dann einfach mal zu einem Treffen. Dann bekommst du auch einen Eindruck von Shine und lernst auch die Leute besser kennen.Wenn du etwas Erfahrung in Shine gesammelt hast, kannst du dich um die Einweihung kümmern.

Wenn du Fragen hast, kannst du dich natürlich gerne an uns wenden.

Liebe Grüße
Tobias

*Ich muss dazu sagen, dass der Diamantweg Buddhismus hier eine Ausnahme darstellt.
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Re: Buddhistische Gruppe in meiner Gegend

Beitragvon Turmalin » 3. November 2013 06:09

du kannst hier mal anrufen.

http://palyul.eu/germany/

das ist nicht osthessen, sondern im Hunsrück, aber man kann da schlafen. Bei dieser Gruppe werde ich hoffentlich zu treffen sein. Also ich bemühe mich, dort hin zu fahren. Es kann auch sein, dass die Lehrer, die dort vorgestellt werden, noch woanders unterrichten werden. Es sind jedenfalls autentische Meister aus Tibet. Der höchste Meister ist immer der mit dem Titel " Rinpoche". Er gibt die gültigen Übertragungen.
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Re: Buddhistische Gruppe in meiner Gegend

Beitragvon Zennist » 23. Juli 2014 05:47

@ Gleision84

Die Bodhipath-Zentren gehören "spirituell" zum letzten Künzig Shamar Rinpoche (Karma Kagyü), der leider vor kurzem an einem Herzinfarkt verstorben ist. Dort wird fast ausschließlich Mahayana praktiziert. Sie stehen zudem unter der Schirmherrschaft des Karmapa Trinley Thaye Dorje. Dies solltest du vorher in deine Überlegung miteinbeziehen, je nachdem welchen der beiden Anwärter (Trinley Thaye Dorje oder Ogyen Trinley Dorje) für den Thron des 16. Gyalwa Karmapa du für den echten hälst.

Vorweg ich respektiere alle Schulen/Linien des Buddhismus, aber bei der Karma Kagyü-Linie sollte man grade jetzt besonders wachsam sein. Die Linie ist zutiefst gespalten. Shamar Rinpoche, der zweithöchste Linienhalter der Karma Kagyü, der Trinley Thaye Dorje als 17. Karmapa eingesetzt hat, ist vor kurzem unerwartet verstorben. Dadurch verschiebt sich das Machtgefüge innerhalb der Karma Kagyü-Linie stark. Trinley Thaye Dorje steht mit seinen Rinpoches, Tulkus, Gesches, Lamas und westlichen Unterstützern (-> Lama Ole Nydahl) ohnehin schon in der Minderheit, ohne den Sharmapa fehlt ihm nun die wichtigste Authorität, die seinem Anspruch, der rechtmäßige Nachfolger des 16. Karmapa zu sein, Gewicht verleihen konnte.

Der andere Anwärter Ogyen Trinley Dorje hat die Mehrheit der Kagyü-Rinpoches, Gesches und Lamas (und auch deren Klöster) hinter sich und wird zudem vom Dalai Lama politisch unterstützt und wird als Wiedergeburt des 16. Gyalwa Karmapa anerkannt. Die Wiedergeburt eines Karmapa bedarf zwar keine Anerkennung seitens eines Dalai Lama (insbesondere da der jetzige 14. Dalai Lama und der 16. Karmapa sich nie besonders grün waren), aber nichts desto trotz hat es bei den Tibetern sehr wohl Aussagekraft. Zudem darf Ogyen Trinley Dorje mittlerweile nun Indien verlassen und (wie Trinley Thaye Dorje) selber weltweit seine Belehrungen halten. Desweiteren werden beide "Lager" wohl bald (innerhalb der nächsten paar Jahre) ihre eigene Wiedergeburt des nächsten Shamar Rinpoche präsentieren und wenn der Dalai Lama noch lange genug lebt und die Sharmapa-Wiedergeburt aus dem Lager des Ogyen Trinley Dorje anerkennt, dann wird die Shamarpa-Wiedergeburt des Trinley Thaye Dorje kaum Unterstützer unter den Tibetern erhalten. Das wird die Einflußsphäre des Trinley Thaye Dorje und seiner Unterstützer stark schrumpfen lassen.

Sollte zudem Ogyen Trinley Dorje, und die Karma Kagyü-Linie, den Dalai Lama als politischen und religiösen Nachfolger und Repräsentanten der tibetischen Exilregierung "beerben", wie vom jetzigen Dalai Lama es stark fokussiert wird, dann wars das für das Lager des Trinley Thaye Dorje. Die meisten seiner Unterstützer werden dann recht schnell die Seiten wechseln, da angeblich viele seiner tibetischen und bhutanesischen Unterstützer nur aus Opposition zur Peking zu ihm halten sollen. Auch jetzt schon gibt es erste Seitenwechsel aus dem Lager des Trinley Thaye Dorje ins Lager des Ogyen Trinley Dorje: zwei Zentren, bei denen auch ich früher regelmäßig zu Besuch wahr, sind (zwar indirekt aber doch konkret) ins Lager des Ogyen Trinley Dorje gewechselt, da sie mittlweile nur noch Werbung für Ogyen Trinley Dorje und seine Bücher machen, während es früher andersherum war und einige ausgebildete westliche Lehrer dieser Gemeinschaften sind auf einmal merkwürdig still oder "neutral", wenn man sie danach fragt welchen der beiden Karmapa-Kandidaten sie für den echten 17. Karmapa halten - während sie früher nie ein Problem damit hatten sich zum Trinley Thaye Dorje zu bekennen.

Dies solltest du wirklich in deine Betrachtungen, welcher Kagyü-Gruppe du dich anschließen möchtest, miteinfließen lassen. In der Karma-Kagyü-Linie wird es in den nächsten Jahren sehr stark brodeln und viele Konflikte werden da wohl zu Tage treten, die mit der buddhistischen Dharma-Praxis an sich nichts zu tun haben werden, aber wiederum mit sehr viel Politik. Und du solltest dich dann ernsthaft fragen, ob du dir das dann wirklich antun willlst.

Bis die Tage
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Re: Buddhistische Gruppe in meiner Gegend

Beitragvon Tobias » 23. Juli 2014 06:28

Hallo Zennist,

ich akzeptiere deinen Standpunkt aber

Sollte zudem Ogyen Trinley Dorje, und die Karma Kagyü-Linie, den Dalai Lama als politischen und religiösen Nachfolger und Repräsentanten der tibetischen Exilregierung "beerben", wie vom jetzigen Dalai Lama es stark fokussiert wird, dann wars das für das Lager des Trinley Thaye Dorje


ich finde das ist aktuell noch Spekulation bzw ein Medienhype Ogyen Trinley Dorje sagte in einem Interview, dass er keinen politischen Weg vorhat. Es gäbe ja z.B. auch die Möglichkeit dass seine Emninenz Ratna Varjra als Nachfolger von Heiligkeit Sakya Trizin der Stellvertreter der tibetischen Regierung ist, die politische Nachfolge des Dalai Lama übernimmt. Zumal dieser in einem guten Alter für Politik ist.

Und wer nun das Oberhaupt der Tibeter ist, finde ich auch nicht so wichtig. Mir persönlich sagen der Lehrstil und einige Ansichten des Dalai Lama überhaupt nicht zu. Deshalb bin ich auch kein Gelug. Aber dennoch respektiere ich natürlich die Gelug-Tradition und den Dalai Lama.

Viel wichtiger bei der Wahl einer Linie ist meiner Meinung nach ein Lehrer, der einen inspirieren kann. Es hängt nicht so sehr davon ab ob man glaubt, die Linie xy sei zu klein oder habe aus anderen Gründen keine Zukunft(wie am Beispiel der Kagüys)

Der Diamantweg hat viele Leute inspiriert aber auch viele abgeschreckt. Ich finde das aber bei genauerer Betrachtung kein Novum wenn ich auf mich selbst schaue. Denn mich schreckte z.B. der Lam Rim ab der Lamdre oder einige Dzogchen-Texte haben mich stattdessen inspiriert

Deshalb sage ich auch, man muss sich die buddhistische Gruppe vor Ort anschauen bzw einen Lehrer oder "heiligen" finden der einen inspiriert. Ob das nun Padmasambhava der Karmapa Tsongkapa oder Sakya Pandita Bodidharma oder sonstwer ist ist nicht so wichtig.(Wobei es natürlich Auswirkung auf die Wahl der Tradition hat)

Liebe Grüße
Tobias
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Re: Buddhistische Gruppe in meiner Gegend

Beitragvon Zennist » 23. Juli 2014 20:20

@ Tobias

all dem von dir Gesagtem stimme ich, was die persönliche buddhistische Dharma-Praxis angeht, voll und ganz zu. Und versteh mich bitte selber nicht falsch, ich bin selbst, wenn schon dann eher ein Befürworter von Trinley Thaye Dorje. Schließlich war ich auch einige Jahre Kagyü-Buddhist der Nydahl-Fraktion. Wie du schon treffend sagtest, jeder muss für sich den passenden Lehrer finden. Was die Karmapa-Politik angeht, sehe ich persönlich aber düstere Zeiten auf die Kagyüs zukommen. In meinen Augen, also vom Gefühl her, ist Trinley Thaye Dorje der richtige Karmapa, aber was sagt das schon aus - es ist eben nur ein Gefühl und beweist gar nichts.

Vielleicht ist auch Ogyen Trinley Dorje der echte Karmapa und der kürzlich verstorbene Sharmapa hat sich geirrt. Vielleicht haben die Rotchinesen tatsächlich die echte Karmapa-Wiedergeburt anerkannt, dann wäre Tai Situ Rinpoche zumindest schlauer und mutiger als ich ihn je dazu für im Stande gehalten hätte. In meinen Augen war bzw. ist Tai Situ nur ein weiterer der vielen tibetischen-kommunistischen Überläufer, die Tibet seit der Machtergreifung durch die Rotchinesen erlebt hat. So oder so sehe ich mit schweren Herzen, wie das vermutlich älteste Tulku-System in der Geschichte Tibets, durch innere Sekten-Streitigkeiten der Kagyüs und durch die Macht-Politik Rotchinas und Indiens, in den nächsten Jahren (durch Korruption und durch eine Politik, die die Herzen und die Dharma-Praxis der Menschen vergiftet) zerstört wird.

Mich zumindest haben all die damaligen Grabenkämpfe, zwischen den konkurrierenden Kagyü-Fraktionen, die ständigen Einmischung der tibetischen Exilregierung, die tibetische "Clan-Politik" und deren Korruption sowie die Kontrollwut Rotchinas über die tibetischen Reinkarnationen (über die Staatsgrenzen Chinas hinaus), innerlich meine damalige Dharma-Praxis blockiert und geistig vergiftet. Weswegen ich irgendwann zum Zen-Buddhismus weitergezogen bin. Es ging mir also bei meiner Warnung an Gleision84 nicht darum, die Kagyüs schlecht zu machen, sondern ich sprach nur aus meiner persönlichen Erfahrung mit diesem leidigen Thema (der Karmapa-Politik).

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Re: Buddhistische Gruppe in meiner Gegend

Beitragvon Ipek » 24. Juli 2014 22:29

Ich verstehe,dass das Informelle und Formelle,letzteres soweit unauthentisch,vergiftend,verdüsternd wirkt.Aber was immer auch an äußeren Dingen geschieht es tangiert das Innerste- den HerzGeist- nicht.Selbst noch ein Arya,von einem Buddha (Arhat) abgesehen,hat einen inneren und einen äußeren Menschen,wie Eckhart es ausdrückte.Ein Arya kann begrenzt werden -karmisch-in seiner spirituellen Entfaltung;er kann auch niedergedrückt,niedergehalten werden ins "Weltliche" durch Einflüsse und Machenschaften,durch "Riten & Regeln"- durch die ihm sehr früh prägend auferlegte Verantwortung - eine Zeitlang - aber nicht ewig.
Ich möchte an Anmaßung noch einen drauf setzen: Der Karmapa,die "Guru" sind angewiesen auf unsere Aufrichtigkeit,auf unsere Güte.(Von Ole mal abgesehen.Den sollte frau mal richtig übers Knie legen 8-) -ZenRüpelei )


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Re: Buddhistische Gruppe in meiner Gegend

Beitragvon take care » 25. Juli 2014 11:41

Hallo Zennist,

ich denke nicht mehr so viel politisch. Aber ich möchte mal anmerken, dass es auch ganz anders kommen kann, als du es zur Zeit einschätzt.
Nicht zu ernst nehmen, diesen Krams ... :alienwink:
Liebste Grüße und take care ...
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Re: Buddhistische Gruppe in meiner Gegend

Beitragvon Turmalin » 25. Juli 2014 11:49

ich würde mich freuen, wenn die unbewiesenen Beschuldigungen, die hier gegen den Tai Situpa geschrieben worden, gelöscht würden. Meine Tochter liest hier eventuell mit. Sie ist 15 Jahre alt und hält Karmapa Urgyen Thinley Dorjee für einen vollständig erleuchteten Buddha.Unsere beiden Lehrer sind der europäische Vertreter der Kagyu Linie und der europäische Vertreter der Nyingma- Palyul- Linie, der ebenfalls Urgyen Thinley Dorjee als den Karmapa anerkennt.
Außerdem läuft hier grade genau das ab, was wir in diesem Forum nicht wollen. Zumindest ich brauche nicht noch so ein Forum, denn ich war schon in einem solchen.
Es geht um die folgende Diskussions- Un- Kultur: Um den Fragesteller geht es nicht, der liest gar nicht mehr mit. Es werden die immer gleichen Konflikte hochgekocht. Der Fragesteller, oft ein Teenager, ist nur der Anlass um mal wieder Beschuldigungen loszulassen. Tun wir den jungen Buddhisten damit etwas Gutes?
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Re: Buddhistische Gruppe in meiner Gegend

Beitragvon Zennist » 25. Juli 2014 23:48

@ take care

Was das "Nicht zu ernst nehmen..." angeht, da mach dir im Bezug auf meine Person keine Sorgen. Ich bin, wie oben bereits geschrieben, schon lange kein Kagyü-Buddhist mehr (aus den oben genannten Gründen). Daher tangiert mich das leidige Thema "Karmapa-Politik" auch nicht mehr, war nur als gutgemeinter Rat an Gleision84 gedacht. Dharma-Praxis und Politik halte ich strikt getrennt: Das Erste lebe ich, das Zweite meide ich. Ich brauche kein 'Gift' in meinem Herzen.

@ Turmalin

Es ist und war keinesfalls meine Absicht, hier oder anderswo alte Kagyü-Wunden aufzureißen. Ich habe auch nicht vor meine ForenZeit hier für diese Thema zu verschwenden. Welchen der beiden Karmapa-Kandidaten du oder deine Lehrer für den echten halten, ist deine Sache und tangiert mich nicht. Wie gesagt, ich bin Zen-Buddhist, es interessiert mich einfach nicht mehr. Was ich oben über Tai Situpa geschrieben habe, ist lediglich mein persönlicher Eindruck bzw. meine persönliche Meinung über diesen Menschen - und somit kein Beweis, dass es auch so gewesen sein muss. Das Gleision84 hier gar nicht mehr mitliest, ist mir beim Schreiben meiner zwei Beiträge oben nicht aufgefallen. Daher habe ich den Fragesteller auch nicht als Aufhänger benutzt, um hier Karmapa- oder Rinpoche-Bashing zu betreiben. Ganz unabhängig davon, glaube ich ohnehin, dass die Zukunft, nun nach dem Tod des letzten Sharmapa, dem Ogyen Trinley Dorje (aus den oben genannten Gründen) gehören wird. Die Zeit wird es zeigen... einfach abwarten und sich überraschen lassen.


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Re: Buddhistische Gruppe in meiner Gegend

Beitragvon Ipek » 26. Juli 2014 00:26

@ Turmalin:
Tun wir den jungen Buddhisten damit etwas Gutes?


Ja.Weg vom Glauben,von einfacher,gefälliger Gläubigkeit hin zu:
Glaubt nicht dem Hörensagen und heiligen Überlieferungen, nicht Vermutungen oder eingewurzelten Anschauungen, auch nicht den Worten eines verehrten Meisters; Sondern was ihr selbst gründlich geprüft und als euch selbst und anderen zum Wohle dienend erkannt habt, das nehmet an.


Buddhas eigene Worte;Kalamer Sutra:http://www.palikanon.com/angutt/a03_062-066.html( A.III. 66 Die Rede an die Kālāmer - 5. Kesamutti Sutta )



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Re: Buddhistische Gruppe in meiner Gegend

Beitragvon Turmalin » 26. Juli 2014 01:08

@ Zennist: Ich kenne mich mit dem Zen- Buddhismus nicht aus. Aber ich denke, du weißt genug über den tibetischen Buddhismus, dass du zwar einen Meister als einen " Menschen" erlebst, und dann auch kurz mal einen Kommentar machst. Für jemand anderen ist dieser Mensch ein Zufluchtsobjekt. Und du weißt nicht, wie das Leben anderer Buddhisten ist, so dass sie ihre Zufluchtsobjekte eben brauchen. Bzw es ist möglich, dass jemand anderes genau diesen Meister als zentrales Meditationsobjekt hat.
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Re: Buddhistische Gruppe in meiner Gegend

Beitragvon Zennist » 26. Juli 2014 02:19

@ Turmalin: Ich betrachte Menschen als das, was sie sind - fehlerhaft. Ich weiß natürlich dass es für Praktizierende des tibetischen Buddhismus insgesamt 4 Zufluchtsobjekte (Wurzel-Lama, Buddha, Dharma, Sangha) gibt, während Zen, Mahayana und Theravada nur 3 Zufluchtsobjekte (Buddha, Dharma, Sangha) kennen. Zufluchtsobjekte sind aber in der Regel nur Buddhas und Bodhisattvas im Sinne von Meditationsaspekten (Teilaspekte des erleuchteten, ungeborenen und ungeschaffenen Geistes) oder verstorbene, große Meditationsmeister wie Guru Rinpoche oder der 16. Gyalwa Karmapa, aber nur sehr selten bis gar nicht lebende Meditationsmeister, Tulkus, Rinpoches etc. Einen noch lebenden Menschen als Zufluchtsobjekt zu nehmen, auch wenn es z.B. im Guru Yoga des Vajrayana üblich ist, halte ich für gefährlich. Es kann (muss aber natürlich nicht) in eine gefährliche soziale und geistige Abhängigkeit führen, falls man sich auf die falsche Person einlässt. Dies muss natürlich aber jeder Buddhist für sich selbst entscheiden - vorausgesetzt man ist bereits erwachsen und besitzt die geistige Reife, um die Konsequenzen einer solchen Beziehung bzw. eines solchen geistigen Abhängigkeitsverhältnisses erfassen zu können.

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Re: Buddhistische Gruppe in meiner Gegend

Beitragvon Tobias » 26. Juli 2014 09:10

. Einen noch lebenden Menschen als Zufluchtsobjekt zu nehmen, auch wenn es z.B. im Guru Yoga des Vajrayana üblich ist, halte ich für gefährlich. Es kann (muss aber natürlich nicht) in eine gefährliche soziale und geistige Abhängigkeit führen, falls man sich auf die falsche Person einlässt.


Naja wie du schon selbst sagst, ist das im Guruyoga des Varjarana üblich. Und man glaubt ja dann nicht wirklich dass der Lehrer ein Buddha ist, sondern man bezieht sich auf die erleuchteten Aspekte des Lehrers auf seine Buddha-Natur. Das ist Mahayana pur in meinen Augen. Natürlich ist er nur im Guruyoga der Buddha und bei den Teachings dann eben wieder der Lama

Ich persönlich finde diese Technik viel annehmbarer als z.B. die (für mein gefühl) recht zahlreichen Zen-Meister von denen behauptet wird sie hätten Satori vollständig verwirklicht(was für mich quasi gleichzusetzen mit der Erleuchtung ist) Aber so sehr bin ich auch nicht drin in der Zen-Terminologie. Und ich lasse mich da gerne korrigieren.

Ich persönlich glaube dass es in keiner buddhistischen Traditionen einen wahren Buddha gibt der aktuell auf der Welt lebt.(Zumindest habe ich nie etwas von ihm gehört oder gelesen). Aber ich lasse da natürlich jedem in seinen Glauben

Liebe Grüße
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Re: Buddhistische Gruppe in meiner Gegend

Beitragvon voom » 1. August 2014 08:03

Interessante Diskussion. Ich war ja auch lange in einem Ole-Zentrum aktiv. Was das Machtgefüge angeht, so ist es auch noch ein Faktor derzeit, dass Ole gesundheitlich nicht mehr so fit ist - zumindest - hoffentlich - nur vorübergehend. Jedenfalls fällt ein Herzstück seiner Arbeit - Phowa - mit ihm derzeit mehrfach aus.

@Turmalin
Jeder hat das Recht auf eine eigene Meinung. Wenn Du meinst, dass Deine Tochter im Zeitalter des Internet nicht mit Meinungen umgehen und angemessene eigene Entscheidung in Bezug auf ihre Spiritualität aus ihrem eigenen Herzen treffen kann, zumal wenn eine offene Diskussion verschiedener Standpunkte hier ausdrücklich gewünscht ist und es sicherlich nicht dazu kommt, dass hier jemand einseitig "Hetzkampagnen" starten könnte (weil wir als Admins das mit Sicherheit regulieren werden), wenn Du also meinst, das könnte "schädlich" sein, dann stimmt meiner Meinung was nicht.

Dieser Forums-Raum ist schon ein vergleichsweise geschützter Rahmen. Überlass das ruhig uns, hier zu moderieren. Wenn Du meinst, dass das nicht angemessen geschieht, schreib uns bitte eine PN. Sollten wir keine Lösung finden, mit der Du einverstanden bist, werden wir nicht das Forum auf Deine Bedürfnisse hin mit Leder einkleiden, sondern Euch lieber anständige Schuhe anbieten. Solltest Du damit nicht einverstanden sein, musst Du eben Deine Konsequenzen ziehen. Auf unsere persönliche Freundschaft hätte das selbstverständlich keine Auswirkungen. Leben ist Leben und Forum ist Forum.

Ich kann mit Meinungen leben und jeder muss ohnehin alles Wichtige selbst recherchieren und sich eine eigene Meinung bilden. Dies unterstützen wir hier im Forum aktiv, vor allem bei jugendlichen Mit-Foris.... :)
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Re: Buddhistische Gruppe in meiner Gegend

Beitragvon Tobias » 1. August 2014 08:55

Ich stimme voom zu.

Liebe Grüße
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Re: Buddhistische Gruppe in meiner Gegend

Beitragvon voom » 1. August 2014 08:57

Da Du zustimmst habe ich mal den letzten (Ab-)Satz von "Ich" auf "Wir" geändert:

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Re: Buddhistische Gruppe in meiner Gegend

Beitragvon Turmalin » 1. August 2014 22:06

ich kann leider hier nicht antworten, einfach aus Zeitmangel nicht...der Bitte wurde nicht stattgegeben, damit muss ich das Thema beenden.
Ich kann einfach meine Meinung, was das Vorgehen von Tai- Situ Rinpoche betrifft, nicht darstellen, und es auch meiner Tochter nicht erklären. Meine freie Meinungsäußerung ist durch den Zeitmangel eben begrenzt. Muss ich mit leben.
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Re: Buddhistische Gruppe in meiner Gegend

Beitragvon voom » 2. August 2014 03:29

Wie schon gesagt, ich denke jeder der Linienhalter hatte seine Gründe für sein Verhalten und ich lehne selbst auch Tai Situ nicht ab. Verkompliziert wurde die Sache damals durch den frühen Tod von Jamgön Kongtrul. Wie auch immer, Tibeter und Politik, da hält man sich eigentlich am besten ganz raus. Spiritualität können sie gut, aber Politik - brrrrr. ;)
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Re: Buddhistische Gruppe in meiner Gegend

Beitragvon raterZ » 3. August 2014 01:03

ich finde man sollte den karmapa konflikt in ein paar jahren durch einen magischen wettkampf unter den beiden entscheiden. sowas ist durchaus üblich in den bergen, wo die herkommen :giggle:

aber wirklich interessant wirds, wenn lama ole stirbt. :sage:
oh man wird das ein geheule :lol: :angel:

Gott sei Dank ( :mrgreen: ) interessiert uns nyingmas der ganzen tulku quatsch nicht :devil:
aber ich will auch inhaltlich was beitragen: die karmapas sind keine buddhas, sondern bodhisattvas auf hohen stufen. :meditate:
- meine Aussagen bezüglich des Vajrayanas beziehen sich größtenteils auf eigene Erfahrung -
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Re: Buddhistische Gruppe in meiner Gegend

Beitragvon Tobias » 3. August 2014 01:52

Gott sei Dank ( :mrgreen: ) interessiert uns nyingmas der ganzen tulku quatsch nicht


hmm gibt es nicht auch in den Nyingmalinien Tulkus? und ob ich nun einen Tulku verehre oder einen Rinpoche ist doch irgendwie ein ähnliches Niveau oder nicht? Wobei es natürlich gerade bei den Nyingmas freie Dzogchen Lehrer gibt, die mit der ganzen Tulku-Rinpoche geschichte wirklich nix am Hut haben. Aber nur so nebenbei ist den eine Heiligkeit im Nyingma nicht auch ein Tulku? Denn Heiligkeit gibt es dort ja auch.

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Re: Buddhistische Gruppe in meiner Gegend

Beitragvon voom » 3. August 2014 05:05

Klar gibt es Tulkus bei den Nyingmapas. Man denke nur an den grossen Dilgo Khyentse, der inzwischen schon wieder in einer neuen Inkarnation da ist.

Dass Karmapa ein Bodhisattva ist, ist eher ein "semantisches" Konstrukt. Der Geist Karmapas ist der Buddha Vajradhara. Solange sich der Geist dieses Buddhas in der Welt ausdrückt, zumal in einem menschlichen Körper, ist dieser Ausdruck selbstverständlich ein Bodhisattva. Löst man aber den Mahamudra-Geist / Vajradhara von der Person Karmapas, hat man es mit einem vollwertigen Buddhazustand zu tun. Und auf den, und zwar letztendlich nur auf den, meditiert man im Guru-Yoga.
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Re: Buddhistische Gruppe in meiner Gegend

Beitragvon take care » 3. August 2014 06:25

RaterZ (ich will immer rather schreiben) meint im Zusammenhang vermute ich die Besonderheit der selbst vorhergesagten Reinkarnationen / tulku - Wiedergeburten bei den kagyues = karmapas.

Dafür - gibt es noch woanders als bei den nyingmas diese Mischung aus familiärer Linie und spiritueller Linie? (Ok, von shambhala abgesehen, das ist so eine Sache dort ...)
Liebste Grüße und take care ...
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Re: Buddhistische Gruppe in meiner Gegend

Beitragvon Sherab Yönten » 3. August 2014 11:28

Ganz kurz zu dem Karmapa Konflikt: Für mich besteht die Hoffnung, dass durch den Tod von Shamar Rinpoche der Konflikt beigelegt werden könnte. Bei den Feierlichkeiten anlässlich seines Todes nahmen "alle" Kagyüs teil - unabhängig davon welcher Karmapa nun der politisch Korrekte sei. Solche kleingeistigen politischen Konflikte werden bedeutungslos wenn die Vergänglichkeit uns ihre Grenzen aufzeigt.

Liebe Grüße
S.Y.
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Re: Buddhistische Gruppe in meiner Gegend

Beitragvon raterZ » 3. August 2014 15:53

ich hab mich unklar ausgedrückt. klar gibt es tulkus bei den nyingma - aber eben kein stress, mit irgendwelchen oberhäuptern. das ist halt tatsächlich sehr tibetisch-politisch und passt vielleicht wirklich nicht in unsere heutige zeit. will heißen, dass die "anführer geschichten" in meinen augen im westen nicht zeitgemäß ist, da wir eh fast alles haushälter und laien sind. deshalb beziehe ich mich auch gerne selber auf yogi-traditionen und nicht auf monastische.
- meine Aussagen bezüglich des Vajrayanas beziehen sich größtenteils auf eigene Erfahrung -
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