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Campus der Religionen in Wien

Buddhismus und buddhistische Praxis in allen Schulen und Richtungen

Campus der Religionen in Wien

Beitragvon voom » 2. August 2015 23:45

„Campus der Religionen“ in Seestadt nimmt Konturen an

Der „Campus der Religionen“ in der neuen Seestadt in Wien-Aspern soll schon bald Gotteshäuser verschiedener Religionen an einem Platz vereinen. Am Projekt beteiligt sind Christen, Muslime, Juden und Buddhisten.

Weiterlesen: http://religion.orf.at/stories/2715822/


Meint ihr das funktioniert? Es wäre wünschenswert...
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Re: Campus der Religionen in Wien

Beitragvon Turmalin » 3. August 2015 11:01

Ich verstehe nicht, wieso Buddhisten das so machen, dass sie immer mit den Gottesreligionen in Dialog treten wollen.
Ich denke, es wäre eher etwas zu besprechen mit Vertretern atheistisch humanistischer Geisteshaltungen.
Z.B. die Frage, wie man Jugendlichen etwas anderes anbieten kann als "Spaßkultur" als Prävention davor, dass sie muslimisch radikal werden und eben nach Syrien gehen.
Vielleicht könnte sich die atheistische Mehrheit irgendwie öffnen und einsehen, dass es nicht gut ist, alle Religionen in einen Topf zu werfen und sich gegen alle zu stellen. Vielleicht ist da doch eine dabei, die man grade noch ertragen könnte. Sie glauben nicht dran aber was tun, wenn Menschen eben etwas tieferes wollen und ihnen die Botschaft nicht genügt: "Vergiss den Religions-Mist, genieß einfach dein Leben."
Es gibt wichtige Themen wie z. B. ob der Buddhismus hundert Prozent tollerant stehen kann zur Homosexualität und auch Gleichstellung von Homo-Ehe.
Ich weiß nicht, ob es so gut ist, sich im deutschsprachigen Raum öffentlich mit extrem homophoben zu zeigen. Noch immer hassen sich junge Moslems und Katholiken für ihre eigene Homosexualität.
Von der Perspektive aus wäre es nicht schlecht, sich eher mit der evangelischen Kirche zu unterhalten.
Pegida Anhänger werden öffentlich so geächtet, dass man schon sagt: "Mit denen darf man gar nicht reden." Macht ja auch keiner. Nur Leute, mit denen auch viele gar nicht reden wie z. B. Frauke Pedri. Dagegen wird die Frage nicht gestellt, ob man aufgrund der homophobie der Katholiken und Moslems mit ihnen noch in öffentlichen Dialog treten sollte. Man könnte es ja wenigstens mal hinterfragen.
Gibt es einen Dialog zwischen Buddhisten und Schwulenverbänden? Mit der Giordano Bruno Stiftung usw.
Warum sind bei so einem Campus keine Menschen dabei, die atheistisch humanistische Geisteshaltungen vertreten?
Mir scheint, dass Buddhisten die Mehrheit in Deutschland gar nicht wahrnehmen ( ich glaube nicht, dass die Situation in Österreich anders ist.) Die Mehrheit ist Atheistisch. Zu einem nicht geringen Prozentsatz sind die Menschen Antitheisten. Sie sind aufgebracht gegen alle Religionen. Wenn man als Buddhist in Dialog tritt, schwenken sie schnell um und sagen dann: "o.k. ihr seid noch tollerierbar." Ich bin z. B. auf GF net mit einem schwulen Antitheisten befreundet, der immer ganz oben steht bei den Likes. Inzwischen, wenn jemand sagt: "Ich brauche doch aber irgendeinen tieferen Sinn..." -empfiehlt er schon den Buddhismus und nennt meinen Namen. Es ist ja wohl klar, dass er eine ganz klare Stellungnahme von mir erwartet hat gegenüber denjenigen, die ihn als Sünder bezeichnen und ihm das Höllenfeuer an den Hals wünschen. Ich würde den Kontakt zur MEHRHEIT auf der Plattform verlieren, wenn ich nicht klaren Atheismus raushängen würde. Niemand redet über die große Gruppe der Atheisten und deren "unter Strömung" der Antitheisten. Sie ziehen die Gottesreligionen durch den Kakau bis zum geht nicht mehr. Demnächst werden Pastafari fordern, bei so einem Dialog eingeladen zu werden. :clown: :lol: . Wie wird man sich da dann rauswinden können?
Ich denke schon, dass es eine Party gäbe im Netz wenn es heißen würde: Aufgrund der in den Gottesreligionen legitimierten Homophobie erscheint kein Vertreter des Buddhismus zum Dialog. Aufgrund der Mordaufforderungen im Koran und im Alten Testament ist die Teilnahme für Buddhisten ebenfalls unmöglich.
So muss ein einzelner Buddhist sich hinstellen mit seiner Korankritik. Er ist Kabarettist und tritt jetzt nur noch unter Polizeischutz auf. Charlie Hebdo stand 24 Stunden pro Tag unter Polizeischutz. hat ihm bekanntlich nichts genützt.

Video direkt über Youtube aufrufen
Ich weiß nicht, was man tun sollte. Aber die Teilnahme an so einem Dialog wird wieder bewirken, dass Buddhisten in den Topf kommen von "alle Religionen sind gefährlich, im Namen aller Religionen wird gemordet, alle Religionen sind homophob. Sind Schwachsinn"... usw usw.
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Re: Campus der Religionen in Wien

Beitragvon voom » 3. August 2015 11:15

Oder es findet unter den Menschen dort tatsächlich eine reale Annäherung statt. Dass die muslimischen Verbände in diesem Projekt überhaupt bereit sind, sich mit einer nicht-theistischen Religion an einen Tisch zu setzen, ist doch vielleicht ein Lichtblick?!
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Re: Campus der Religionen in Wien

Beitragvon Sherab Yönten » 3. August 2015 11:58

voom hat geschrieben:Oder es findet unter den Menschen dort tatsächlich eine reale Annäherung statt. Dass die muslimischen Verbände in diesem Projekt überhaupt bereit sind, sich mit einer nicht-theistischen Religion an einen Tisch zu setzen, ist doch vielleicht ein Lichtblick?!


In jedem Falle sollte man das Projekt weiter beobachten und gute Wünsche senden, dass es funktioniert. Mal schauen ob der Dialog dann ein konstruktiver oder ein eher unfruchtbarer Dialog wird....
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Re: Campus der Religionen in Wien

Beitragvon Wanderer » 3. August 2015 12:26

Hallo !

Das wird nichts. Man tut zwar immer so, aber das war'S dann auch schon !
Das Problem z.b mit großen Teilen der Muslime geht ja eigentlich viel "tiefer":

"Größenwahn kombiniert mit Minderwertigkeitskomplexen".

Sehen sich tatsächlich als was "Besseres", obwohl sie in den vergangenen 500 Jahren eigentlich nichts zur Entwicklung der Welt beigetragen haben.

Bei den Juden gibt es zu viele "Fraktionen", um sich schnell ein Bild in "gut" oder "böse" machen zu können.

Wenn man die Wahrheit bzw. auch nur einen Teil der Wahrheit will, muß man abseits der großen Religionen suchen..


Beispiel:

Die Katharer (900-1400 n.Chr.)...haben sehr interessante Ansichten, und wurden jedoch leider von der Katholischen Kirche vernichtet.
.) Katharer glaubten an Reinkarnation...in den Texten stand, dass sogar Jesus dies bestätigt haben soll.
.) Katharer ernährten sich fleischlos.
.) Lehnten alle Sakramente ab, z.B Taufe mit Wasser e.t.c


.) Der Teufel bei den Katharern

"...Im Christentum ist der Teufel der gefallene Engel Luzifer - und somit, wie alle Engel, ein Geschöpf Gottes. Im Christentum ist der Satan zwar der Gegenspieler Gottes, aber es ist klar, daß Gott ungleich stärker und mächtiger ist als der Teufel, der im Grunde der Zuarbeiter für Gottes Plan und letztlich immer der Unterlegene ist. Der Mephisto ist bei Goethe "die Kraft, die stets das Böse will und stets das Gute schafft."


Der Rang des Teufels im Katharismus

Anders ist es im Katharismus. Dort ist der Satan ein von Gott unabhängiges Schöpfungsprinzip. Der Teufel nimmt also im Katharismus einen höheren Rang ein und hat mehr Macht. Aber auch im Katharismus ist der Satan Gott nicht ebenbürtig und steht mit ihm nicht auf der gleichen Stufe.

Um es mit meinen Worten (und nicht in den Worten des Katharismus) zu sagen: "Der Unterschied ist, daß Gott sehr wohl ohne den Teufel existieren kann, aber der Teufel nicht ohne Gott. Gott ist das positive, der Satan das verneinende Prinzip. Damit ich etwas verneinen kann, muß aber erst etwas Positives da sein. Eine Verneinung des Nichts ist ein Nichts. Null plus Null gibt Null. Aber Eins plus Null gibt Eins. Das Nichts hat also nur ein 'geborgte', scheinbare Existenz, während das 'Etwas' durch das Nichts nicht zerstört und vernichtet werden kann. "


Insofern ist auch im Katharismus der Satan ein Gott zweiter Klasse.


Im Katharismus herrscht zwischen dem Teufel und Gott eine tiefe, unversöhnliche Feindschaft. Der Satan versucht ständig, die Schöpfung des guten Gottes zu imitieren und in das Gegenteil zu verkehren und sie zu zerstören. Nachdem Gott die geistige Welt erschaffen hat, schafft der Teufel die materielle Welt und versucht beide Welten in einem heillosen Durcheinader zu vermischen und die geistige Welt durch die Vermischung mit der irdischen Welt zu verderben. Der Körper des Menschen besteht aus Materie und ist deshalb des Teufels. Aber seine Seele ist Teil der geistigen Welt. Die Probleme, Widerspräche und Leiden des Menschen resultieren für die Katharer also aus dieser unglücklichen Vermischung zweier an sich unvereinbarer Prinzipien.


Uneins waren sich die Katharer darüber, ob die Seele ohne Wissen Gottes in den Körper gelangt ist (das glaubten die meisten) oder ob dies mit Wissen Gottes geschehen ist, vielleicht sogar mit seinem Einverständnis...."



Quelle: http://www.koinae.de/Kathglaub.htm


Man sollte sich viel mehr mit den kleineren Religionen befassen...da steckt oft viel mehr "Ur-essenz" drinnen...das ist zumindest meine Meinung



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Re: Campus der Religionen in Wien

Beitragvon voom » 3. August 2015 12:48

Ich denke es geht da mehr um einen gesellschaftlichen Grund-Konsens als um tiefschürfende religiöse und philosophische Frage. Es gibt ja durchaus Länder, in denen die Religionen einigermassen friedlich miteinander co-existieren. Wo ein "sanfter Islam" in der Bevölkerung verankert ist. Nehmen wir Indonesien als Beispiel.

Mein Ansatz ist: die Menschen sind ja da. Ist es vielleicht doch möglich durch klare Regeln und kulturelle Integration einen gesellschaftlichen Boden zu schaffen, auf dem alle friedlich co-existieren können? Das setzt ein klares Bekenntnis gegen Extremismus und für diese Integration voraus, das dann auch konsequent eingefordert wird.

Würden vielleicht viel weniger Jugendliche sich für Salafismus interessieren, wenn sie besser integriert wären? Das ist natürlich eine Aufgabe, die ein Land nicht von heute auf morgen umsetzen kann, schon gar nicht unter dem derzeit aufgeheizten Klima, aber ich finde schon dass man sowohl Ansätze der Integration massiv fördern sollte, während man gleichzeitig Klarheit und Härte zeigt gegen alles, was unsere Grundrechte verletzt. Nur eins von beiden kann nicht funktionieren, meine ich.
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Re: Campus der Religionen in Wien

Beitragvon voom » 3. August 2015 13:04

Um diesen versteckten Text lesen zu können, mußt du registriert und angemeldet sein
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Re: Campus der Religionen in Wien

Beitragvon Wanderer » 3. August 2015 13:05

Hi !

@voom
Mit anderen Völkern und Kulturen wäre das durchaus machbar.
Aber das Ding mit vielen Moslems ist ja, dass sich viele nicht "integrieren" wollen, sondern eher "absorbieren" wollen.
Das bedeutet gewissermaßen "Wachstum"...also Leute konvertieren oder eben verdrängen...oder eben noch schlimmer....

Ich würde Euch ja mal einen Link zu einem Blog mit unzensierten Bildern hier reinstellen,. aber ich glaube das würde nur Ärger für mich geben...


Das ist zwar alles eine nette Vortellung, aber ich glaube echt nicht daran....ist bereits zu viel passiert.
Ich glaube eher an eine Art Bürgerkrieg in mittlerer Zukunft....leider !



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Re: Campus der Religionen in Wien

Beitragvon Wanderer » 3. August 2015 13:10

Hallo !

Aber das gibt es eine "kleine Besonderheit", lieber voom:

Das Gesetz in Indonesien schreibt vor, dass JEDER einer der 6 Religionen angehören muss !
ABER: Viele praktizieren eben Heimlich Ihre Urreligion (z.B Animismus,...e.t.c) oder eben bestimmte Mischformen...
Einfach damit sie Ruhe haben.

"...Indonesia is constitutionally a secular state and the first principle of Indonesia's philosophical foundation, Pancasila, is "belief in the one and only God". A number of different religions are practiced in the country, and their collective influence on the country's political, economic and cultural life is significant.[2] The Indonesian Constitution guarantees freedom of religion.[3] However, the government recognizes only six official religions (Islam, Protestantism, Catholicism, Hinduism, Buddhism and Confucianism).[4][5][6] Although based on data collected by the Indonesian Conference on Religion and Peace (ICRP), there are about 245 non-official religions in Indonesia.[7] Indonesian law requires that every Indonesian citizen hold an identity card that identifies that person with one of these six religions, although citizens may be able to leave that section blank.[8] Indonesia does not recognize agnosticism or atheism, and blasphemy is illegal.[9] In the 2010 Indonesian census, 87.18% of Indonesians identified themselves as Muslim (with Sunnis more than 99%,[10] Shias 0.5%,[11] Ahmadis 0.2%[12]), 6.96% Protestant, 2.91% Catholic, 1.69% Hindu, 0.72% Buddhist, 0.05% Confucianism, 0.13% other, and 0.38% unstated or not asked.[1]

Indonesia's political leadership has played an important role in the relations between groups, both positively and negatively, promoting mutual respect by affirming Pancasila but also promoting a Transmigration Program, which has caused a number of conflicts in the eastern region of the country.[13


Quelle: Wikipedia




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Re: Campus der Religionen in Wien

Beitragvon voom » 3. August 2015 13:54

Kurz gesagt Du meinst, dass ein Grossteil der Leute, die dort einem "sanften Islam" angehören, sind eigentlich gar keine Moslems, sondern nu auf dem Papier? Allerdings stellt sich dann auch die Frage: warum nicht eine der anderen 5 anerkannten Religionen?

Aber das Ding mit vielen Moslems ist ja, dass sich viele nicht "integrieren" wollen, sondern eher "absorbieren" wollen.
Das bedeutet gewissermaßen "Wachstum"...also Leute konvertieren oder eben verdrängen...oder eben noch schlimmer.

Das ist mir schon klar. Deswegen meine ich ja auch, dass das wesentlich härter eingefordert werden muss. Während auf der anderen Seite die Teilnahme an der Gesellschaft für die, die sich an die Grundregeln halten, attraktiv gemacht wird. Und zwar nicht durch irgendwelche "Regierungsanreize" sondern durch die Mehrheit der Bevölkerung.....
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Re: Campus der Religionen in Wien

Beitragvon Turmalin » 3. August 2015 14:02

Wanderer hat geschrieben:Mit anderen Völkern und Kulturen wäre das durchaus machbar.
Aber das Ding mit vielen Moslems ist ja, dass sich viele nicht "integrieren" wollen, sondern eher "absorbieren" wollen.
Das bedeutet gewissermaßen "Wachstum"...also Leute konvertieren oder eben verdrängen...oder eben noch schlimmer....

Ich würde Euch ja mal einen Link zu einem Blog mit unzensierten Bildern hier reinstellen,. aber ich glaube das würde nur Ärger für mich geben...


Das ist zwar alles eine nette Vortellung, aber ich glaube echt nicht daran....ist bereits zu viel passiert.
Ich glaube eher an eine Art Bürgerkrieg in mittlerer Zukunft....leider !

Exakt. Die Stimmung auf der allgemeinen Plattform, wo ich noch bin, ist sehr aufgeheizt. Es gibt da das Stichwort "Religion". Also das ist eigentlich jeden Tag interreligöser Dialog einschließlich der Antitheisten. Alle kommen miteinander so halbwegs klar. Nur mit den meisten Muslimen geht einfach gar nichts. Man diskutiert und dann heißt es: "Möge Allah dich rechtleiten." oder eben: "Ich denke, auf dich trifft das folgende zu" : Dann kommt ein Koranzitat darüber wie man in welcher Hölle schmort wenn man den Islam kritisiert.
Kommunikation ist nicht möglich. Muslime, die sich vom radikalen Islam absetzen wollen, behaupten, wir sein alle von den Medien manipuliert. Alles sei in Wirklichkeit ganz anders. Sie stellen agressive Fragen, die die Bibel auseinandernehmen sollen. Dialog ist einfach nicht ihr Auftrag, sondern Verbreitung des Islam.
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Re: Campus der Religionen in Wien

Beitragvon Wanderer » 3. August 2015 14:18

Hallo !

@voom

Antwort in 2 Teilen:

a.) Jein....also ich glaube schon, dass es sehr, sehr viele Muslime gibt....allerdings glaube ich eben auch, dass es gar nicht so wenige z.B Mischformen gibt.
Selbst bei der indigenen Bevölkerung gibt es ja Variationen der großen Religionen.
Bei den Dayak (Indigene Bevölkerung der Insel Borneo), z.B gibe es den Volksglauben "Kaharingan", der aber eigentlich eine offizielle Variante des Hinduismus ist.
Da es nur 6 offizielle Religionen gibt, wird das sicher auch offiziell zum Hinduismus gezählt...

b.) Sieh Dir mal die offizielle "Religionskarte" bzw. deren "Verteilung" in Indonesien an:
Link: https://upload.wikimedia.org/wikipedia/ ... onesia.jpg

Viellelicht aus Furcht ? Weil viele Muslime ja auch nicht gerade für Ihre Toleranz bekannt sind.

In manchen Gegenden ist es sicher nicht schlecht, wenn man z.B dns Muslimen angehört. Eben besonders wenn rund um Dich herum auch jeder Muslim ist...
Manche Dörfer sind sehr, sehr abgelegen...wenn Du verstehst was ich meine.


Nun, der Mehrheit der Bebölkerung reicht es aber langsam. Darum steigt H.C Strache in Österreich/Wien ja auch so in den Umfragewerten (bin kein FPÖ-Anhänger !).
Ob man das noch "kitten" kann ?
Eine weitere Frage wird sein: Wie verhalten sich die Flüchtlinge hier bei uns ?
e.t.c


Im Grunde hast Du schon recht, aber ich fürchte, dass dieser Zug mehr oder weniger schon abgefahren ist...



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Re: Campus der Religionen in Wien

Beitragvon Klara » 4. August 2015 13:22


Im Grunde halte ich von diesen interreligiösen Treffen nicht viel.
In den Köpfen und Herzen der Menschen herrschen Mauern, das totale EGO
sowie absolutes lineares und dualistisches Denken.

Ein geistiges, spirituelles Bewußtsein ist m.E. erst bei sehr wenigen
Menschen angekommen; auch Esoteriker können Kritik und Hinterfragen
schlecht verarbeiten, annehmen oder mal drüber nachdenken.
Fast jeder fährt eingleisig spazieren. :mrgreen:

Ein weites, offenes Herz, ein EINheitlicher alle Menschheitskinder Liebender,
macht keine Unterschiede in nichts und niemanden.
Die Erde, ja die gesamten Galaxien sind ihm heilig, und selbst, wenn es heute
so jemanden gäbe, er wäre unscheinbar.

LG, Klara
Es kursiert das Gerücht, ich hätte Gott gefunden. Ich denke, das ist unwahrscheinlich, weil ich genug Schwierigkeiten habe, meine Schlüssel zu finden; und es gibt empirische Beweise, dass diese existieren."
Terry Pratchett
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Re: Campus der Religionen in Wien

Beitragvon voom » 4. August 2015 13:59

Wenn ich die Idee richtig verstehe, soll es einen zentralen Bereich, in dem man gemischt wohnt, für jede Religion eigene Gebäude geben. Genau diese Mauern sollen vielleicht dadurch abgebaut werden, dass man sich auf diese Weise häufiger begegnet.
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