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Hilfsmittel Brain/Mind-Machines?

Luzides Träumen; Klarträume aus buddhistischer Sicht

Hilfsmittel Brain/Mind-Machines?

Beitragvon Gambhiro » 6. September 2014 11:52

Ich wollte einmal nachfragen, ob jemand Erfahrungen mit sogenannten brain/mind-Machines im Zusammenhang mit Traumyoga und/oder dem Versetzen in Ripga-ähnliche Zustände des bewussten Tiefschlafs hat.
Ich habe mir so ein Teil von einem Freund ausgeliehen (Procyon). Es sieht aus wie ein Walkman und wird mit Kopfhöhrer und Brille geliefert. Man kann damit die verschiedensten Klang- und Lichteffekte erzeugen, beispielsweise Theta-Wellen (3-8 Hertz) wie sie im Traumzustand auftauchen oder die Delta-Wellen (0,1-3 Hertz) des traumlosen Tiefschlafs. Leider ist das Bearbeiten persönlicher Programme nur für PC geeignet (habe aber einen Mac), so dass es mir nicht möglich ist, mir meine persönlichen Sessions zu schneidern und so auf vorgefertigte Programme angewiesen bin (leider keines mit weißem Licht).
Da ich generell mit Visualisationen so meine Probleme habe (bin mehr kinesthetisch veranlagt), dachte ich, ich versuche es einmal mit diesem Hilfsmittel, um größere Bewusstheit beim Träumen und Tiefschlaf zu erlangen.
Danke im Voraus für euer Feedback.
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Re: Hilfsmittel Brain/Mind-Machines?

Beitragvon Ayu » 6. September 2014 12:17

Ich kenn mich mit sowas nicht aus. Hab nur mal in einer Autobiografie gelesen, dass jemand eine Zeitlang mit sowas herum experimentiert hat. Persönliches Fazit war dort, dass das Ganze außer einer Störung des Schlafes nichts gebracht hätte. Diese Person war eben sehr auf ihre eigenen Schlafgewohnheiten geeicht und da konnte der Apparat auch nichts dran ändern.
Ich kann mir vorstellen, dass die Erfahrungen da sehr weit auseinander gehen, je nach dem, wer dieses Dingens anwendet.

Mögen alle Wesen die Ursachen des Glücks realisieren.
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Re: Hilfsmittel Brain/Mind-Machines?

Beitragvon Turmalin » 6. September 2014 15:37

Ich kenne solche Maschinen nicht.
Ich denke, Rigpa-ähnliche Zustände während des Tiefschlafs hängen vor allem davon ab, wie stark man am Tag in solchen Zuständen war. Der letzte Moment vor dem Einschlafen ist besonders entscheidend. Da mir auch am Tag keine Maschine helfen kann, in non-duale Zustände zu kommen, habe ich nicht das Bedürfnis, so etwas auszuprobieren.
Visualisieren muss man üben. Das Gefühl, nicht der Typ für etwas zu sein ist ja das Gefühl, etwas nicht zu können. Ich habe oft das Gefühl, nicht der Typ zu sein für spirituelle Entwicklung, einfach nicht weiter zu kommen, usw. Bei solchen Gedanken ist es wichtig, sie da sein zu lassen, aber ihnen keine Beachtung zu schenken. " Nimm nicht alles ernst, was du denkst" finde ich einen sehr wichtigen Merksatz, besonders wenn " es" in mir etwas denkt, was in die Richtung geht von: " Ich kann nicht."
Um in Rigpa- ähnliche Zustände zu kommen, gibt es auch noch andere Wege als das Visualisieren. Zum Beispiel die Vipassana- Meditation.
Im Rigpa- Zustand visualisiert man nichts. Das ist ganz entscheidend. Es gibt kein Meditationsobjekt im Geist mehr, wenn man in Rigpa ruht. Also kann dein Rigpa nicht abhängig sein davon, wie gut du visualisieren kannst. Und schon gar nicht ist es von einer Maschine abhängig. Rigpa ist das urzustand des Geistes, der immer schon da ist.
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Re: Hilfsmittel Brain/Mind-Machines?

Beitragvon Gambhiro » 8. September 2014 11:20

Für diejenigen, die sich intensiver mit diesem Thema auseinandersetzen möchten und des Englischen mächtig sind, hier ein LInk dazu: http://dreamstudies.org/2011/02/24/bina ... doscience/
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Re: Hilfsmittel Brain/Mind-Machines?

Beitragvon Tobias » 8. September 2014 13:35

hallo gambrihoi

ich kenne soetwas ein bisschen aus der klartraumszene. ich glaube die erfolge sind nicht so durchschlagend. Sonst würde man derartige geräte wohl auch in Experimenten zur Klartraumforshung verwenden was man aber nicht tut.

Und ein Gerät um "Rigpa zu erzeugen" kann es nicht geben das widerspricht rigpa was nicht erzeugt werden kann.

Im Rahmen des Traumyoga geht es eher um die Arbeit mit Emotionen in der Meditation vor dem Einschlafen, diese Arbeit beeinflusst dann die Träume.

Liebe Grüße
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Re: Hilfsmittel Brain/Mind-Machines?

Beitragvon raterZ » 9. September 2014 15:54

meine experimente mit binaural beats und klarträumen & astralreisne waren damals sehr erfolgreich!
sofern ich bald wieder mit klarträumen anfangen werde, dann unbedingt wieder mit binaural beats. hab damals den brainwave generator benutzt. ziemlich gutes tool.

mit rigpa hat das aber weniger zu tun ;)
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Re: Hilfsmittel Brain/Mind-Machines?

Beitragvon Gambhiro » 10. September 2014 12:15

Turmalin hat geschrieben:
Rigpa-ähnliche Zustände während des Tiefschlafs hängen vor allem davon ab, wie stark man am Tag in solchen Zuständen war.

Da hast du völlig recht. Es kommt auf die Konstanz während des Wach-Traums an.
Visualisieren muss man üben.

Mag sein. Doch das ist äußerst zeitintensiv. Und da es ohnehin nicht unbedingt zu meinen Stärken zählt, stellte sich mir die Frage nach einem eventuellen Shortcut.
Im Rigpa- Zustand visualisiert man nichts.

Ganz recht.

Zum Hintergrund meiner Anfrage:
Ich habe mich bei meiner Praxis zunehmend im Leerheits-Aspekt verloren (ich habe schon immer formlose Praktiken bevorzugt).
Daher schien es mir ratsam, einen Schritt zurück zu machen und mit Licht und feinstofflicher Form zu arbeiten (so kam der Gedanke auf, ob eventuell binaurale Licht- und Klangimpulse mit der entsprechenden Frequenz vor den Einschlafen für bewussteres Träumen – und im nächsten Schritt zu Bewusstsein im traumlosen Tiefschlaf – hilfreich sein könnten).
Auch das formale Traumyoga ist äußerst komplex und langwierig. Ich bin von Haus aus faul und neige zu simplen Lösungen, wo man nicht viel tun muss.
Schließlich heißt es ja: Es gibt nichts zu tun. Rigpa erfordert keinerlei Mühe. Ja sogar, dass jegliche Anstrengung, es erzeugen zu wollen, kontraproduktiv ist.
Also: es geht mir darum, ob entsprechende Licht- und Klangwellen hilfreich sein könnten, den Abgrund der Leere zu überwinden, damit sich der Leerheits-Aspekt in Klares Licht verwandeln kann.
Oder anders formuliert: Ich stecke im Leerheits-Aspekt fest. Lösungsvorschläge willkommen!
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Re: Hilfsmittel Brain/Mind-Machines?

Beitragvon raterZ » 10. September 2014 14:30

es gibt sehr wohl etwas zu tun - und zwar gegen die gewohnheit anzugehen rigpa nicht zu sehen. und die ist sehr stark. wenn man in rigpa ist, muss man ab einen gewissen punkt auch wieder loslassen, das ist korrekt - aber der weg dorthin ist anstrengend und mit arbeit verbunden und nicht abzukürzen. genau diese "faulheit" ist die angewohnheit seine gedankenmuster und handlungen nicht verändern zu wollen..
also fang an gegen den strom zu schwimmen!
rigpa muss man sowieso erst komplett im alltag integriert haben, bevor man daran denken könnte, das in den traumzustand mitzunehmen. der trick ist dann eigtl. mit rigpa einzuschlafen aber ein teil des rigpa bewusstseins mitzunehmen - das ist dann also sowas ähnliches wie einen luziden traum aus dem wachbewusstsein zu induzieren, nur noch viel schwieriger!
also was du da vor hast, ist absolute experten sache und erfordert sehr viel disziplin und tägliche einschlafübungen. ich würde da auch ganz traditionell üben, so wie das im buch von tenzin wangyal rinpoche steht. sofern ich mich erinnere ist die klare-licht traum geschichte dort sogar mit einer art guru-yoga oder dakini praxis verbunden. die klares-licht traum übungen sind auch etwas komplett anderes, als das traumyoga. das eine führt nicht zum anderen oder ist eine aufbauende übung.. das traumyoga ist deshalb interessant, weil man seine tantrische praxis damit dann im schlaf weiter machen kann. anstatt 8 std zu pennen, kann man 8 stunden (oder subjektiv sogar mehr) in der nacht praktiziert, also visualisiert und mantra meditation gemacht haben. nach berichten von einem kumpel zufolge ist die praxis im traum sogar stärker, als im wachbewusstsein. d.h. traumyoga und tantra ergänzen sich einander.
klares-licht träume kann man praktizieren, um das rigpa gewahrsein, dass man am tage praktiziert nicht mehr durch tiefschlaf und unbewusstheit kaputt gemacht zu bekommen. dadurch lässt sich eine kontinuierlichere praxis von vor allem dzogchen erreichen. d.h. klares-licht traumyoga und dzogchen ergänzen sich gut einander.

aber was meinst du damit, dass du im leerheits-aspekt feststeckst? was ist konkret dein problem? das ist mir zu abstrakt, und ich kann mir nichts darunter vorstellen.
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Re: Hilfsmittel Brain/Mind-Machines?

Beitragvon Turmalin » 10. September 2014 19:33

wenn man eins der Kayas erfährt, sind immer die anderen Kayas mit inbegriffen. Wenn man also den Leerheits- Aspekt erfährt, den Darmakaya- Aspekt, dann ist das schon die Erfahrung des Sambhogakaya dabei. Das hieße dann, dass man Yiddams nicht mehr visualisieren muss, da man sie sehen kann.
Der Sambogakaya- Aspekt kann auf keinen Fall irgendwie wegfallen in der Entwicklung. Wenn man da nicht ist, ist es nicht Rigpa. Was ja auch normal ist, dass man nicht in Rigpa ist und nicht die Kayas erfährt. Das ist bei den meisten Buddhisten so.
Und dann hilft eben nur das Basis- Training. Wie z. B. die Überwindung der Faulheit. Disziplin ist eine der wichtigsten Buddhistischen Tugenden. Es ist durchaus ratsam, das zu üben, was man meint, nicht zu können.
Wenn die Visualisierungen " trocken" erscheinen, dass heißt man hat das Gefühl, sehr im Kopf zu sein, den Yiddam noch nicht mal zu spüren, dann hilft z. B. eine Energieübertragung durch einen Meister. Der Meister ist die äußere Stütze, wenn man das Gefühl hat, man steckt fest in der Entwicklung. Eine Maschine ist es natürlich nicht.
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