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Kann man mithilfe des Buddhismus dauerhaft glücklich werden?

Einfache Fragen und Antworten (nicht nur) für Buddhismus-Neulinge

Kann man mithilfe des Buddhismus dauerhaft glücklich werden?

Beitragvon Buddhazork » 10. Juli 2015 23:39

Hallo Leute,

da ich ein absoluter Anfänger in den Themen Spiritualität, Buddhismus, Meditation und Innerer Frieden bin stelle ich hier mal eine wahrscheinlich sehr banale Frage und zwar: Kann man mithilfe des Buddhismus dauerhaft glücklich werden bzw. kann man diesem gesellschaftlichen Druck (du brauchst dies und das und wenn du das nicht hast bist du nicht gut genug) auf Dauer entfliehen? Wenn das möglich ist, wo sollte man da am besten anfangen? Sollte man erstmal das Meditieren lernen oder sollte man sich die Geschichte zuerst ansehen oder wie finde ich da Zugang? Ich möchte hier nochmal anmerken, dass ich ein sehr unerfahrener Geist bin und erst 17 Jahre.

Ich hoffe ihr könnt mir Auskunft geben! Mit freundlichen Grüßen Buddhazork!
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Re: Kann man mithilfe des Buddhismus dauerhaft glücklich wer

Beitragvon Tobias » 10. Juli 2015 23:47

hey Buddhazork,
willkommen im forum.

Also die Buddhisten werden dir natürlich sagen, dass man mit Buddhismus dauerhaft glücklich werden kann. Deshalb sind wir ja buddhisten.

Viel wichtiger ist allerdings die Frage welche Kriterien du für dauerhaftes Glück anlegst. Erst dann kannst du wissen ob die Lehre des buddha für dich passt oder nicht. Natürlich kannst du auch erst was lesen. Aber anderherum, also so wie ich es eben vorgeschlagen habe ist es auch spannend.

Liebe Grüße
Tobias
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Re: Kann man mithilfe des Buddhismus dauerhaft glücklich wer

Beitragvon Buddhazork » 10. Juli 2015 23:56

Tobias hat geschrieben:Viel wichtiger ist allerdings die Frage welche Kriterien du für dauerhaftes Glück anlegst.

Gar keine! Ich brauche nichts um glücklich zu sein als einfach aus dieser Matrix auszubrechen die die Massenmedien und die soziale Programmierung aufgebaut haben. Ich brauche weder Geld, noch Liebe, noch sonst irgendwas. Ich GLAUBE nur, dass ich es brauche und meine Frage ist: Kann der Buddhismus mir dabei helfen diesen Glauben, dass ich von Geld, Liebe oder Macht abhängig bin und diese Dinge unbedingt brauche um glücklich zu sein, loszuwerden?
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Re: Kann man mithilfe des Buddhismus dauerhaft glücklich wer

Beitragvon Tobias » 11. Juli 2015 00:05

Buddhazork hat geschrieben:
Tobias hat geschrieben:Viel wichtiger ist allerdings die Frage welche Kriterien du für dauerhaftes Glück anlegst.

Gar keine! Ich brauche nichts um glücklich zu sein als einfach aus dieser Matrix auszubrechen die die Massenmedien und die soziale Programmierung aufgebaut haben. Ich brauche weder Geld, noch Liebe, noch sonst irgendwas. Ich GLAUBE nur, dass ich es brauche und meine Frage ist: Kann der Buddhismus mir dabei helfen diesen Glauben, dass ich von Geld, Liebe oder Macht abhängig bin und diese Dinge unbedingt brauche um glücklich zu sein, loszuwerden?


Ja er kann dir dabei helfen ganz sicher

Liebe Grüße
Tobias
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Re: Kann man mithilfe des Buddhismus dauerhaft glücklich wer

Beitragvon Lung » 11. Juli 2015 00:18

Hallo Buddhazork, :welcome: im Forum!
(Hehe, ich freue mich grade, dass sich auch mal jemand in meinem Alter hier her verirrt hat :D)

Natürlich kann man das, darum geht es im Buddhismus ja. Wie du wahrscheinlich weißt, ist es unser Ziel, die Erleuchtung zu erlangen. Das bedeutet auch, dass man vollkommen frei von weltlichem Glück und Leiden ist und das innere Glück gefunden hat. Das ist nämlich unabhängig von unserer Lebenssituation, also ob wir Geld haben oder was auch immer.
Schön, dass du erkannt hast, dass Dinge wie Geld und Liebe am Ende doch nicht so glücklich machen wie wir denken :squint:
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Re: Kann man mithilfe des Buddhismus dauerhaft glücklich wer

Beitragvon Igor » 11. Juli 2015 11:08

Hi, Buddhazork, aber was konkret verstehst unter dem "Glück"? Kohle, Sex, Ansehen, Gesundheit..... alles ist ver-gänglich, wie unseres Leben.

Schaue mal hier:

http://www.amazon.de/Wahres-Gl%C3%BCck- ... ezra+bayda

und noch besser:


http://www.amazon.de/Zen-Weg-einem-auth ... 398&sr=1-4

Was verstehst du, wenn du dich glücklich fühlst?
Man kann auch im KZ unter unmeschlichen Umständen sich "glücklich" fühlen, auch am Angesichts des Todes... Kannst du es nachvollziehen? Aber genau DAS ist der Buddhismus. Wenn einige Leute diesen Begriff sogar niemals benutzen und haben keinen Schimmer davon.

LG.

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Re: Kann man mithilfe des Buddhismus dauerhaft glücklich wer

Beitragvon Buddhazork » 11. Juli 2015 14:23

Igor hat geschrieben:Hi, Buddhazork, aber was konkret verstehst unter dem "Glück"? Was verstehst du, wenn du dich glücklich fühlst?
Man kann auch im KZ unter unmeschlichen Umständen sich "glücklich" fühlen, auch am Angesichts des Todes... Kannst du es nachvollziehen? Aber genau DAS ist der Buddhismus. Wenn einige Leute diesen Begriff sogar niemals benutzen und haben keinen Schimmer davon.


Genau das meine ich. Ich war lange Zeit der Überzeugung, dass ich durch eine Freundin oder durch viele Freunde oder viel Geld glücklich werden würde nur ist mir jetzt klar, dass das nur kurz anhalten würde und ich nicht komplett glücklich sein würde. Ich will in jeder Situation glücklich sein können und der einzige sein von dem es abhängt ob ich glücklich bin oder nicht, genau wie du es beschrieben hast. Keine Angst vor dem Tod, keine Depression bei Einsamkeit, keine Depression bei Beleidigungen oder Ausgrenzung... Einfach nur immer glücklich sein!

lg
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Re: Kann man mithilfe des Buddhismus dauerhaft glücklich wer

Beitragvon Turmalin » 11. Juli 2015 15:14

Es ist aber schon ein Harken dabei, wenn man persönlich dauerhaft glücklich sein will. Das Unglück und die Unzufriedenheit kommen ja durch das Streben nach persönlichem Glück. Auch wenn man eine abstrakte Vorstellung hat von "mir als von-innen-glückliche Person".
Durch das Streben nach persönlichem Glück erreicht man wohl weder eigenes Glück noch das anderer.
"Gehen wir voller Pessimismus an eine Sache heran,
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Re: Kann man mithilfe des Buddhismus dauerhaft glücklich wer

Beitragvon Igor » 11. Juli 2015 15:20

Buddnazork, weiss du, mein Lieber, was ist absolut sicher? Der Tod. Alles ist Dukha(Leid), ist unbeständig, und es gibt doch keinen "ICH". Und du meinst, bei deisen Voraussertzungen man kann wirklich über den Glück reden? Selig, wer glaubt-sagen die Russen.
LG.

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Re: Kann man mithilfe des Buddhismus dauerhaft glücklich wer

Beitragvon Tobias » 11. Juli 2015 15:27

Igor hat geschrieben:Buddnazork, weiss du, mein Lieber, was ist absolut sicher? Der Tod. Alles ist Dukha(Leid), ist unbeständig, und es gibt doch keinen "ICH". Und du meinst, bei deisen Voraussertzungen man kann wirklich über den Glück reden? Selig, wer glaubt-sagen die Russen.
LG.

Igor.


Naja aber auch der buddha fasste ja den entschluss einen Ausweg aus dem Leiden zu finden. Jeder will dauerhaftes Glück und es ist eine gute Motivation für den buddhistischen Pfad für bestimmte Menschen. Natürlich ist alles Leid. Aber genau so kann alles Glück sein das hängt sehr von der Wahrnehmung ab und von der Festigkeit und tiefe der Praxis. Wenn alles wirklich immer und unwiederruflich leid wäre, bräuchte man nicht zu praktizieren, weil das impliziert, dass sich der leidvolle zustand nicht ändern lässt. Und so ist es ja nicht

herzliche Grüße
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Re: Kann man mithilfe des Buddhismus dauerhaft glücklich wer

Beitragvon Buddhazork » 11. Juli 2015 15:32

Turmalin hat geschrieben:Es ist aber schon ein Harken dabei, wenn man persönlich dauerhaft glücklich sein will. Das Unglück und die Unzufriedenheit kommen ja durch das Streben nach persönlichem Glück. Auch wenn man eine abstrakte Vorstellung hat von "mir als von-innen-glückliche Person".
Durch das Streben nach persönlichem Glück erreicht man wohl weder eigenes Glück noch das anderer.


Doch was ist dann der Sinn des Buddhismus? Soweit ich das verstanden habe geht es darum dem Leid zu entfliehen, seine Probleme zu erkennen und ihnen keine Bedeutung zu geben und somit glücklich zu werden.

lg
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Re: Kann man mithilfe des Buddhismus dauerhaft glücklich wer

Beitragvon Turmalin » 11. Juli 2015 16:20

der Sinn ist wohl das Glück aller Wesen. Wenn jeder sich auf dem Weg nur auf sein eigenes Glück konzentriert, wird es wohl nicht klappen.
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Re: Kann man mithilfe des Buddhismus dauerhaft glücklich wer

Beitragvon Turmalin » 11. Juli 2015 16:25

Tobias hat geschrieben:
Naja aber auch der buddha fasste ja den entschluss einen Ausweg aus dem Leiden zu finden. Jeder will dauerhaftes Glück und es ist eine gute Motivation für den buddhistischen Pfad für bestimmte Menschen. Natürlich ist alles Leid. Aber genau so kann alles Glück sein das hängt sehr von der Wahrnehmung ab und von der Festigkeit und tiefe der Praxis. Wenn alles wirklich immer und unwiederruflich leid wäre, bräuchte man nicht zu praktizieren, weil das impliziert, dass sich der leidvolle zustand nicht ändern lässt. Und so ist es ja nicht

herzliche Grüße
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es ist wohl so, dass der Anlass erst mal das eigene Leid ist. Man soll sich das ja auch klarmachen, dass man in einem Körper ist, der schmerzempfindlich ist, altert, krank werden kann usw usw. Um den Geist dem Dharma zuzuwenden. DAnn erst kommt Boddhichitta: Sich klar machen, dass man nciht nur das eigene Glück anstrebt. Es gibt also beides, worauf man reflektieren soll.
Aber es macht eben auch glücklicher, wenn man an andere denkt. Es bringt dann nichts, wenn man so denkt: Ich denke jetzt mal an andere, damit es mir besser geht. Man muss schon ohne Umweg an andere denken.
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Re: Kann man mithilfe des Buddhismus dauerhaft glücklich wer

Beitragvon asoka » 11. Juli 2015 19:40

Auf die Eingangsfrage würde ich sagen können schon aber es gibt keine Garantie.
Wer die selbe Frage wird man wenn man den Partner heiratet glücklicher. :devil:
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Re: Kann man mithilfe des Buddhismus dauerhaft glücklich wer

Beitragvon raterZ » 12. Juli 2015 00:21

das ist das versprechen. hinbekommen tuns eher weniger :rofl:
- meine Aussagen bezüglich des Vajrayanas beziehen sich größtenteils auf eigene Erfahrung -
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Re: Kann man mithilfe des Buddhismus dauerhaft glücklich wer

Beitragvon voom » 12. Juli 2015 15:34

Es gibt halt Glück das von Bedingungen abhängig ist und das ist vergänglich. Das zu erkennen ist ein guter erste Schritt. Buddha geht so weit zu sagen, dass dieses Glück eigentlich eine subtile Form von Leid ist und es daher besser ist davon Abstand zu nehmen, dort Zuflucht zu nehmen (=das Glück dort zu suchen).

Was nach Beendigung der Ursachen des Leids als Glück hervorkommt, ist Glück das keine äußere bedingte Ursache hat. Dann kann man glücklich sein ohne dass irgendwas Bestimmtes erscheinen oder nicht erscheinen muss. Wenn man das gefunden hat, kann man auch das bedingte Glück wieder geniessen, ohne dass man davon abhängig ist.
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Re: Kann man mithilfe des Buddhismus dauerhaft glücklich wer

Beitragvon Karma Pema » 13. Juli 2015 01:04

Namaste Buddhazork

ob MANN mit dem Buddhismus dauerhaft glücklich werden kann, diese Frage zu beantworten ist ja ganz schön wenn sie positiv ausfällt, aber letztlich kommt es dann darauf an ob du das kannst.
Es sind auch andere Religionen bekannt bei denen das vielleicht schneller geht. Das Glück. Das kommt darauf an wie dein eigener Geist geartet ist.
Im Buddhismus muss man sehr fleißig sein verstehen zu wollen was Buddha uns sagen möchte. Das geht nicht so einfach das man alles einem Jesus überlässt.
Hat man einmal mit Buddhismus angefangen und geht den Weg nicht zuende hängt man im Nirgendwo und da liegt die Gefahr.
Der Anfang, der Zugang ist meiner Ansicht nach sehr entscheidend und was einem unterwegs auf dem Weg passiert und ach ja, wie man tickt. Es gibt sehr viele Hindernisse, wenn du was leichtes schnelles sucht für zwischendurch, nimm was anderes :)
Ich zweifel nie an Buddha, aber sehr oft an mir.

Gute Wünsche,
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Re: Kann man mithilfe des Buddhismus dauerhaft glücklich wer

Beitragvon voom » 13. Juli 2015 12:27

Die Frage ist halt, ob dieses "schnellere Glück" dann wirklich dauerhaft ist - und das war ja die eigentliche Frage :) Auf der anderen Seite kann der buddhistische Weg auch sehr schnell zum Ziel führen, das hängt von den individuellen Veranlagungen ab und ob man einen passenden Weg zu diesen Veranlagungen wählt. Da kann man anfangs vielleicht besser ein paar Sachen kennenlernen als dass man sich zu schnell auf eine Sache festlegt. Auf der anderen Seite wenn man eine Praxis fortsetzt, die man in einem früheren Leben schon begonnen hat, kann man auch ggfls. sehr schnell genau wissen wo man lang muss und wo man sich gleich wieder "zuhause" fühlt. Dann ist übermäßiger Zweifel vielleicht auch nicht unbedingt angebracht.
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Re: Kann man mithilfe des Buddhismus dauerhaft glücklich wer

Beitragvon Igor » 14. Juli 2015 10:44

Voom, was ist doch der Glück? Das ist echt der falsche Begriff. Ich sage es als Ausländer, der deutsch von Duden erlernt hat.
Man kann eher authenticher, ge-lass-ener werden, aber bestimmt nicht glücklicher. Denn wie der Glück wie das Leid, das sind alles sehr relative und verschwommene Worte, wenn es um den Kern des Buddhismus geht. Das sind zwei Seiten von derselben Medallie, wie Nirvana und Samsara, Leben und Tod, Gott und Teufel, Tag und Nacht....u.s.w.
Ich wiederhole, man kann sterbend und gleichsam "glücklich" sein. Man kann enorm "leiden", aber innerlich (!) das Leben, wie es ist, absolut anerkennen, also er "fühlt sich" glücklich. Hm? Das --DAS---ist das Leben.

LG.

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Re: Kann man mithilfe des Buddhismus dauerhaft glücklich wer

Beitragvon voom » 15. Juli 2015 14:49

Ja das ist eine interessante Überlegung, ob das bedingungslose Glück von der gleichen Art ist wie das, was wir uns gemeinhin unter "Glück" vorstellen. Was ja dann auch noch bei jedem individuell anders aussieht. Mir persönlich gefällt die negative Formulierung "frei von Leid" besser, denn da spürt man dieses größere Spektrum an Möglichkeiten.
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