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Kindermeditation: Manjushri

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Kindermeditation: Manjushri

Beitragvon voom » 2. Februar 2015 21:20

Manjushri-Meditation (für Kinder im Schulalter)

Du setzt Dich hin, so dass es bequem ist, aber auch nicht zu gemütlich, damit Du nicht gleich einschläfst. Probier einfach für Dich aus, wie Du am besten länger sitzen kannst, ohne dass Du zappelig wirst oder zu müde. Wenn Du Dich umsetzen willst, mach das ruhig, versuche aber, die ruhigen Zeiten immer so weit wie es geht auszudehnen.

Wenn Du gut sitzt, erscheint vor Dir eine Lichtgestalt, nur ein klein wenig größer als Du, ein netter, sanfter und freundlicher Mann, der auf einem Löwen als Reittier sitzt und eine ganz friedliche Energie in Form eines orangenen Lichtes um sich herum hat. Er hat auch eine leuchtende orangene Hautfarbe! Er ist mit dem Löwen gut befreundet und dieser erlaubt ihm aus Freundlichkeit und Liebe, auf ihm zu reiten.

Der Mann, der so eine Art Engel ist - er ist ein Buddha - heisst Manjushri oder leichter auf Deutsch: Buddha der Weisheit. Er hat die Arme vor dem Herzen überkreuzt und in jeder Hand hält er eine Lotusblüte - so etwas wie eine Seerose. Auf seiner rechten Seite steht darauf ein Schwert, das mit Flammen umrandet ist, als würde es brennen. Das Schwert ist aber nicht dazu da, um jemanden zu verletzen! Es ist ein Symbol dafür, dass dieser Buddha einem helfen kann, sich und andere durch Geistesschärfe, Weisheit und Wissen zu schützen, ohne dass man deswegen Streit mit anderen Menschen bekommt. Seine Weisheit ist sein Schwert....

Auf seiner linken Seite liegt auf der Lotusblüte ein Buch. In diesem Buch steht alles Wichtige, damit man immer weiss, was man sagen kann, um anderen zu helfen - oder damit man weiss, was man braucht und was wichtig ist, dazuzulernen, um gute Ergebnisse in der Schule zu bekommen - was einem das Leben später einfacher machen kann. Das Buch ist so eine Art Zauberbuch und wurde von einer weiblichen Lichtgestalt geschrieben, die man die Weibliche Weisheit (Prajnaparamita) nennt. Sie ist auch orange und weiss immer sofort alles, was man wissen muss.

Der Buddha vor Dir strahlt nun noch mehr und sein orangenes Licht strahlt durch Deinen Körper durch und besonders in einen Punkt mitten auf der Stirn, den man 'Drittes Auge' nennt. Das kann manchmal sogar etwas kribbeln an der Stelle! Dann gibt er Dir das Schwert in die rechte Hand und Du kannst damit in Gedanken spielen und seine Energie erfühlen. Was sagt Dir das Schwert? Was will es von Dir?

Wenn Du genug damit gespielt hast, kannst Du es ihm wieder zurückgeben. Danach gibt er Dir das Buch in die Hände und Du brauchst es nicht zu lesen, sondern nur kurz an Dein Herz zu halten. Es fliesst eine kristallklare Energie aus dem Buch in Dein Herz, so dass Du immer, wenn Du Dich daran erinnerst, alles wissen kannst, was in diesem Zauberbuch steht. Dann gibst Du es ihm zurück.

Wenn Du noch Lust hast, weiterzumachen, dann lässt Du Dich noch eine Weile von dem Licht duschen, so wie es von selbst kommt und sich bei Dir gut anfühlt. Dabei kannst Du etwas ein paar Mal wiederholen, das man ein Mantra nennt und das eine einfache Verbindung zu diesem Buddha ist: OM AH RA PA TSA NA DHI

Sobald Du aufhören willst, löst sich die Lichtgestalt in Regenbogenlicht auf, das in Dich hineinfällt und sich mit Dir vermischt. Vorher erklärt Dir der Buddha, dass Du sein Wissen und seine Fähigkeiten niemals verwenden kannst, um andere damit zu ärgern oder ihnen oder Dir zu schaden. Es ist dann einfach nicht da und funktioniert nicht.


Kurze Meditationen im Alltag

Immer, wenn Du daran denkst oder Langeweile hast, kannst Du Dir den Buddha vor Dir vorstellen - auch einfach mal ganz kurz - und Dich mit ihm unterhalten oder Energie von ihm bekommen. Du kannst auch einfach immer wieder das Mantra verwenden. Ab und zu ist gut, wenn man das Mantra verlängert und am Ende ganz oft 'DHI' sagt, also OM AH RA PA TSA NA DHI DHI DHI DHI DHI DHI DHI... So machen es die Kinder in Tibet auf dem Weg zur Schule. Hier solltest Du es in der Öffentlichkeit aber nur denken, und nicht laut sagen, weil andere das vielleicht nicht verstehen!


Diese Meditation darf für private Zwecke frei verwendet werden. Bei Veröffentlichung oder Weitergabe an Dritte bitte diesen Forumsbeitrag verlinken bzw. als Quelle angeben damit klar ist, wo es herkommt.
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Re: Kindermeditation: Manjushri

Beitragvon voom » 2. Februar 2015 21:45

Ich halte es generell für wichtig, bei kleineren Kindern diese nicht mit einer Meditation allein zu lassen, auch wenn es eine kindgerechte Meditation ist. Zumindest am Anfang sollte man es gemeinsam machen, Schritt für Schritt, spielerisch, bis alle Fragen geklärt sind.
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Re: Kindermeditation: Manjushri

Beitragvon asoka » 3. Februar 2015 03:04

Finde diese Meditation schon sehr komplex.
Für welches Alter soll diese gedacht sein?
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Re: Kindermeditation: Manjushri

Beitragvon voom » 3. Februar 2015 04:24

Ich kann das so pauschal nicht beantworten, ich weiss nicht mal wie alt genau das Kind war, für das ich es geschrieben habe. Es war halt "aus dem Bauch und Herzen heraus"... Und da hat es dann ja auch perfekt gepasst. Es war natürlich auch auf eine ganz bestimmte Thematik zugeschnitten (Eine Lese-Rechtschreibschwäche)... Ich würde eigentlich am liebsten für jedes Kind individuell eine Meditation schreiben, aber hier müsste ein Elternteil einschätzen, ob es passt oder zu komplex ist. Eventuell sich trauen, es selbst so zu verändern, dass man spürt es passt. Wenn man Aspekte wie Tara, Manjushri, Chenrezig nimmt, und ihre "Spezialgebiete" richtig umsetzt, kann man nicht viel falsch machen. Kinder haben ja oft "unsichtbare Freunde" oder spielen mit ihrer Fantasie, ihnen da solche Bodhisattvas als Freunde anzubieten, wenn sie darauf anspringen, ist immer von Vorteil. Vorausgesetzt man ist selbst in der Lage das spielerisch zu begleiten.
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Re: Kindermeditation: Manjushri

Beitragvon asoka » 3. Februar 2015 09:58

Wobei man warscheinlich den Zugang bei einigen Kindern in der heutigen Zeit eher finden würde das ganze über die Symbolik eines Meister Yodas aufzubauen.
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Re: Kindermeditation: Manjushri

Beitragvon voom » 3. Februar 2015 11:02

Vertu Dich da mal nicht, wenn man die Buddhas richtig erklärt, sind die auch ganz schön cool. Und Meister Yoda hat zwar auch seine Momente, aber das hätte natürlich nicht mal im Ansatz die gleiche Wirkung, weil kein Buddha aktiv wird.
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Re: Kindermeditation: Manjushri

Beitragvon Sherab Yönten » 3. Februar 2015 11:22

voom hat geschrieben:vertu Dich da mal nicht, wenn man die Buddhas richtig erklärt, sind die auch ganz schön cool


Und wie erklärst Du Kindern "Leerheit" ?
Ohne Leerheit macht doch eine tantrische Meditation gar keinen Sinn.
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Re: Kindermeditation: Manjushri

Beitragvon asoka » 3. Februar 2015 11:35

Ich bin auch der Meinung Tantrische Sachen haben bei Kinder die Gefahr das sie es eben gleich setzen mit einen Jedi.

Ich denke auf der Ebene der Kinder würde selbst ein Yoda das selbe bewirken können.

Wenn nicht mehr sogar als ein Buddha den sie haben Bezug dazu.

Mann könnte die Meditation von dir auch komplett auf Yoda zuschreiben.

Wer halt dann ein Laiserschwert.

Denke mehr als Shamatha sollte man einem Kind nicht lehren.

Welches Objekt man dafür verwendet wird gibt viel Spielraum.

Sehe bei einem Manjushri für Westliche Kinder die selben Vorteile wie auch Nachteile wie bei einem Yoda.

Da man die Nachteile gerade bei Kindern besonders in betracht ziehen sollte wer es einfacher und sicherer bei Shamatha es zubelassen.

Experimente mit Yidams bei Kindern sehe ich mehr als kritisch.

Daher auch das Beispiel mit Yoda da ich wusste hierzu kommt eher sowas wie Kritik aber diese offenbart zugleich das Problem generell mit Yidams bei Kindern.

Mag in Ländern in denen Kinder mit diesen Dingen aufwachsen natürlich anderst sein aber im Westen wachsen die Kinder nunmal mit Meister Yoda und Co auf.
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Re: Kindermeditation: Manjushri

Beitragvon voom » 3. Februar 2015 11:36

Und wie erklärst Du Kindern "Leerheit" ?
Ohne Leerheit macht doch eine tantrische Meditation gar keinen Sinn.


Warum sollte das keinen Sinn machen? Hier geht es ja einfach nur um eine phantasievolle Verbindung zu einem lebendigen Buddhakraftfeld. Einfach mal die Buddhas kennelernen. Die Knöpfe werden im Geist so oder so gedrückt. Wie Du oben sehen kannst ist die "Vollendungsphase" sehr knapp gehalten.

Man kann da fast psychologisch vorgehen. Hier war der Bezug zu Manjushri eh klar, dass ich die spezielle Form gewählt habe die genau zum Thema Schule passte, war sogar "Zu-fall". In einem anderen Fall lebt ein Kind vielleicht mit einem alleinerziehenden Vater zusammen und die Mutter ist nicht da. Dann kann man "Mama Tara" als kleinen Ausgleich ins Spiel bringen. Usw.

Mit den Maha-Bodhisattvas kann man ruhig spielerisch umgehen, ohne zu sehr die Philosophie vertiefen zu müssen.
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Re: Kindermeditation: Manjushri

Beitragvon asoka » 3. Februar 2015 11:40

Siehe das Posting von mir kurz vor deinem...

Was sicherlich auch geklärt gehört ist vorallem von welcher Altersgruppe man spricht.

Du hast diese Meditation geschrieben daher hast du oder solltest du dir Gedanken machen für welches Alter.

Bis jetzt gab es von dir keine konkrette Info dazu.
Nur das du nicht weist wie alt das Kind war.

Sollte man das nicht wissen um gewissenhaft so etwas zu schreiben?
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Re: Kindermeditation: Manjushri

Beitragvon Sherab Yönten » 3. Februar 2015 11:42

asoka hat geschrieben:Wer halt dann ein Laiserschwert.


Wobei das Schwert von Yoda eine Waffe darstellt und kein Symbol für Weisheit ist !
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Re: Kindermeditation: Manjushri

Beitragvon voom » 3. Februar 2015 11:46

asoka hat geschrieben:Ich bin auch der Meinung Tantrische Sachen haben bei Kinder die Gefahr das sie es eben gleich setzen mit einen Jedi. Ich denke auf der Ebene der Kinder würde selbst ein Yoda das selbe bewirken können.
Wenn nicht mehr sogar als ein Buddha den sie haben Bezug dazu.
Mann könnte die Meditation von dir auch komplett auf Yoda zuschreiben.
Wer halt dann ein Laiserschwert.

Du vergisst, dass die Buddhas eben keine Phantasiegestalten sind. Deswegen hätte das niemals die gleiche Wirkung. Die Symbolik des Schwertes ist eine komplett andere. Das Laserschwert ist zum Kämpfen. Manjushris Schwert ein Symbol für Unterscheidungsweisheit.
Lass es ein Kind in seiner Phantasie doch gleichsetzen mit einem Jedi - es wirkt trotzdem wie es soll. Und nicht jedes Kind ist Star Wars Fan. Aber auch andere Phantasie-Formen würde ich nicht verwenden, egal wie bekannt sie dem jeweiligen Kind sein mögen, denn die stehen einfach nicht in bestmöglicher Form für das, um was es gehen soll.

Denke mehr als Shamatha sollte man einem Kind nicht lehren.
Welches Objekt man dafür verwendet wird gibt viel Spielraum.

Das ist für wenn das Kind von sich auch meditieren lernen will. Dann hängt es wie beim Erwachsenen auch noch vom Kind ab - ein unruhiges Kind kannst Du mit Shamata niemals zum Sitzen kriegen. Wenn es aber mit etwas spielen darf, das es faszinierend findet, dann ist der Geist fokussiert und auch noch mit einem lebendigen Buddhafeld verbunden.

Experimente mit Yidams bei Kindern sehe ich mehr als kritisch.

Nein, warum denn? Übrigens ist das hier keine Yidam-Praxis denn man wird nicht selbst zu diesem Buddha. Daher gilt wie für Erwachsene auch, dass man relativ locker damit umgehen kann. Das war kein "Experiment", das war genau auf die Situation zugeschnitten und hat auch perfekt die Wirkung gehabt, die es haben sollte. Das Kind war begeistert von seinem "neuen Freund" Manjushri.

Mag in Ländern in denen Kinder mit diesen Dingen aufwachsen natürlich anderst sein aber im Westen wachsen die Kinder nunmal mit Meister Yoda und Co auf.

Das ist überhaupt kein Argument. Man kann doch einfach schauen, ob das Kind etwas damit anfangen kann. Viele der Kinder von Buddhisten hier im Westen sind sehr wahrscheinlich mit einem buddhistischen Karma hier. Die haben eh schon eine Verbindung. Man soll ja niemals ein Kind zu sowas zwingen. Dann lieber ganz lassen, Experimente mit Yoda und Co. finde ich dagegen gefährlich, weil das einfach keine geeigneten Meditationsobjekte sind. Man müsste sie umbiegen in etwas, das sie nicht sind. Das wirkt nicht und die meisten Kinder würden das auch merken. Die sind in solchen Dingen oft schlauer als wir selbst.
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Re: Kindermeditation: Manjushri

Beitragvon om.a » 3. Februar 2015 11:47

ca. 10 bis 12 jährige kinder in "meinem umfeld" können zwischen

engel oder buddha

und für einen film erfundene figuren oder comic-figuren unterscheiden.

inzwischen gibt es eine menge kinder, welche einen elternteil aus dem asiatischen raum haben (buddha ist alltäglich)
und kinder aus muslimischen familien kennen engel.
---
dann gibt es noch die "indianer-naturreligons-kinder", welche den begriff "schutzgeist" oder totemtieranwenden können.
---
...
von tantrisch würde ich bei kindern nicht sprechen,
die kinder wissen selber, dass bei ihnen gut und "böse" noch sehr nahe beieinander liegt.
---
vor einigen tagen sagte mein 5 jähriger enkel, er wolle jetzt immer bei mir wohnen bleiben.
nach irgend einer kleinigkeit, irgend ein "lass das" von meiner seite, -
"also ich komme dich NIE wieder besuchen."
:welcome: :dankeschoen: :genau: :nein:
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Re: Kindermeditation: Manjushri

Beitragvon voom » 3. Februar 2015 11:49

asoka hat geschrieben:Siehe das Posting von mir kurz vor deinem...
Was sicherlich auch geklärt gehört ist vorallem von welcher Altersgruppe man spricht.
Du hast diese Meditation geschrieben daher hast du oder solltest du dir Gedanken machen für welches Alter.
Bis jetzt gab es von dir keine konkrette Info dazu.
Nur das du nicht weist wie alt das Kind war.
Sollte man das nicht wissen um gewissenhaft so etwas zu schreiben?

Nicht wenn es intuitiv funktioniert. Ich kannte die Mutter über ein Forum eine längere Zeit. Ich kannte die Art der Probleme, wusste dass es ein Schulkind ist und habe über die Mutter einen Eindruck bekommen, ein Gefühl, für die Situation und Möglichkeiten. Das ist wichtiger als ein Alter als Zahl - jedes Kind entwickelt sich ein wenig anders. Man könnte sagen, Manjushri, der einer meiner wichtigsten Yidams ist, hat mir die Meditation selbst "diktiert". Ich habe mich natürlich mit seinem Kraftfeld verbunden...
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Re: Kindermeditation: Manjushri

Beitragvon voom » 3. Februar 2015 11:50

Sherab Yönten hat geschrieben:
asoka hat geschrieben:Wer halt dann ein Laiserschwert.

Wobei das Schwert von Yoda eine Waffe darstellt und kein Symbol für Weisheit ist !

Ganz genau :)
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Re: Kindermeditation: Manjushri

Beitragvon voom » 3. Februar 2015 11:53

om.a hat geschrieben:inzwischen gibt es eine menge kinder, welche einen elternteil aus dem asiatischen raum haben (buddha ist alltäglich)
und kinder aus muslimischen familien kennen engel.
---
dann gibt es noch die "indianer-naturreligons-kinder", welche den begriff "schutzgeist" oder totemtieranwenden können.

Ja genau, man muss schauen, was für Neigungen das Kind hat. Darauf aufbauen. Aber immer den höchstmöglichen Aspekt finden, zu dem ein Zugang besteht.

Einem anderen Kind hab ich mal ein laminiertes sehr kinderfreundliches Bild vom Erzengel Raphael gegeben. Der steht für Heilung, das Kind war viel krank...
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Re: Kindermeditation: Manjushri

Beitragvon Sherab Yönten » 3. Februar 2015 11:54

voom hat geschrieben:Mit den Maha-Bodhisattvas kann man ruhig spielerisch umgehen, ohne zu sehr die Philosophie vertiefen zu müssen.


Das sehe ich (als Gelug-Schüler) halt anders und ich glaube Dagyab Rinpoche, mein Lehrer, würde das genauso sehen wenn ich ihn fragen würde.
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Re: Kindermeditation: Manjushri

Beitragvon voom » 3. Februar 2015 11:55

Ich halte mich in solchen Dinge nicht an irgendwelche Lehrmeinungen sondern gehe meiner eigenen Erfahrung nach. :)
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Re: Kindermeditation: Manjushri

Beitragvon asoka » 3. Februar 2015 11:57

Wie willst du werten ob das kein Argument ist voom?
Falls du Kinder haben solltest werden die Kinder sicherlich ein Massstab dafür sein können.

Mir klingt dein Einwand zu pauschal.
Ich halte jedoch meinen Einwand offen im Bezug was Altersgerecht wäre und aus der Erfahrung mit meinen Kindern und Kindern aus dem ummittelbaren Umfeld.

Das mit dem Laiserschwert stimmt jedoch kann man diese Waffe auch weise einsetzen und dadurch etwas ganz anderes in Bewegung setzen.

Wer mal einfacher das Mystische auszuklammern und das ganze versuchen als jemand zu betrachten der nicht einen kleinen Buddha durch die Wohnung laufen haben möchte.
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Re: Kindermeditation: Manjushri

Beitragvon voom » 3. Februar 2015 12:03

asoka hat geschrieben:Wie willst du werten ob das kein Argument ist voom?
Mir klingt dein Einwand zu verallgemeinand.
Ich halte jedoch meinen Einwand offen im Bezug was Altersgerecht wäre und aus der Erfahrung mit meinen Kindern und Kindern aus dem ummittelbaren Umfeld.

Wie ich ja auch schreibe: man muss in jedem einzelnen Fall schauen was für Neigungen vorhanden sind und darauf aufbauen. Ich fand Deine bisherigen Einwände verallgemeinernd ;)

Das mit dem Laiserschwert stimmt jedoch kann man diese Waffe auch weise einsetzen und dadurch etwas ganz anderes in Bewegung setzen.

Wenn Yoda das Weiseste ist, mit dem man eine Verbindung herstellen kann, dann ist es wohl besser das so zu versuchen, als es ganz zu lassen. Aber Probieren geht hier meiner Meinung nach über Studieren.

Wer mal einfacher das Mystische auszuklammern und das ganze versuchen als jemand zu betrachten der nicht einen kleinen Buddha durch die Wohnung laufen haben möchte.

Willst Du lieber einen kleinen Yoda durch die Wohnung laufen haben? Grün und verknittert kommt glaube ich auf dem Schulhof nicht so gut an. :lol:
Spass beiseite... Nur weil ein Kind anfängt eine Beziehung zu Buddhas aufzubauen, wird es deswegen noch lange nicht zu einem kleinen Buddha. Ich würde ja fast sagen: schön wärs, wenn es so einfach wäre. Ich denke das muss noch nichtmal zur Folge haben, dass das Kind später Buddhist wird. Aber wenn es eine natürliche Verbindung hat, fände ich es nachlässig, das nicht zu unterstützen. Ohne jeglichen Druck. Möglichkeiten aufzeigen.
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Re: Kindermeditation: Manjushri

Beitragvon Sherab Yönten » 3. Februar 2015 12:09

voom hat geschrieben:Ich halte mich in solchen Dinge nicht an irgendwelche Lehrmeinungen sondern gehe meiner eigenen Erfahrung nach. :)


Sorry. Es sind nicht "irgendwelche" Lehrmeinungen, die sagen, dass ein gewisses Verständnis der Leerheit bei jeder tantrischen Klasse wichtig sind. Und ich bezweifele eben, dass ein Kind das verstehen kann (wobei es natürlich Ausnahmen gibt, je nach Alter). Du hast einen ganz anderen Erfahrungshorizont als Kinder, die gerade mit Meditation beginnen. Da finde ich es nicht richtig wenn Du Deine Erfahrungen als Maßstab setzt.
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Re: Kindermeditation: Manjushri

Beitragvon asoka » 3. Februar 2015 12:21

@voom
Wo habe ich etwas verallgemeinert zeige mir Bitte die Punkte auf.

Ein Beispiel, mein Sohn sah ein Bild von der Grünen Tara und meinte die sied aus wie jemand aus dem Stamm aus dem Yoda ist.:-)
Erklärte ihm so gut es ging die Tara worauf er meinte Yoda denkt auch so und will nur das Frieden und alle glücklich sind.


@sherab, würde dir gern 4 Karmapunkte geben für diesen Beitrag vielleicht könnte das ein Admin machen funktioniert leider nicht.
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Re: Kindermeditation: Manjushri

Beitragvon raterZ » 3. Februar 2015 12:25

also ich denke das ist ne gute sache, und zielt nicht unbedingt darauf ab einsicht in leerheit zu bekommen für die kinder, sondern ihre große fähigkeit der imagination in eine positive richtung zu nutzen. die yidams wirken auch auf energiekörper und psyche und beschützen bspw. auch vor dämonen.
- meine Aussagen bezüglich des Vajrayanas beziehen sich größtenteils auf eigene Erfahrung -
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Re: Kindermeditation: Manjushri

Beitragvon om.a » 3. Februar 2015 12:33

Sherab Yönten hat geschrieben:ein gewisses Verständnis der Leerheit ....


meine kinder und nahe stehenden

erfahren leerheit, in dem sie erleben, -
dass
egal wie oder was sie sind oder tun, -

angenommen sind und sozusagen allumfassend geliebt und akzeptiert sind.

Güte und Verzeihen von jedem Quatsch, - das ist für MICH Leerheit.

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Re: Kindermeditation: Manjushri

Beitragvon asoka » 3. Februar 2015 12:33

raterZ hat geschrieben:also ich denke das ist ne gute sache, und zielt nicht unbedingt darauf ab einsicht in leerheit zu bekommen für die kinder, sondern ihre große fähigkeit der imagination in eine positive richtung zu nutzen. die yidams wirken auch auf energiekörper und psyche und beschützen bspw. auch vor dämonen.


Die Dämonen fehlten ja noch in diesen Thread.:-)

Möge die Macht mit ihnen sein...

P.s. Ironisch gemeint den ich finde diese Sparte ist ein Aspekt von dem ganzen aber verfehlt im Bezug auf Kinder das Thema.
Da man sich hierbei auf einer ganz anderen Ebene auseinander setzen sollte.
Aber gehe davon aus dir ging es rein um die Technik und weniger im Bezug Kinder.
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