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Mantras nicht Buddhistisch

Erfahrungen, Erlebnisse und Begegnungen

Mantras nicht Buddhistisch

Beitragvon asoka » 30. August 2015 08:02

Der eine oder andere wird bevor er zum Dharma gestossen ist sicherlich Erfahrungen gemacht haben mit anderen Spirituellenwegen.

In vielen gibt es auch Mantras.

Was sind eure Erfahrungen damit?

Ich fand und finde das Hare-Krishna sehr kraftvoll und dieses zieht sehr das Gemüt nach oben.
Zumindest hatte ich die Erfahrung damit gemacht.

Gruss asoka
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Re: Mantras nicht Buddhistisch

Beitragvon voom » 30. August 2015 14:16

Das Gayatri :)
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Re: Mantras nicht Buddhistisch

Beitragvon Buddhaghosa » 30. August 2015 15:08

Mantras nicht Buddhistisch? Zumindest geht die Verwendung von Mantras wohl nicht zurück auf den Gautama Buddha selbst. In https://suttacentral.net/de/an3.131 hat er Mantras - von Nyanatiloka übersetzt als Zaubersprüche - in eine Reihe gestellt mit falschen Ansichten und kontrastiert mit seiner Lehre. Ganz allgemein gesprochen ist diese Lehrrede wohl eine Absage an Geheimlehren.

Dreien, ihr Mönche, eignet Heimlichkeit, keine Offenheit. Welchen Dreien?

Dem Weibe, ihr Mönche, eignet Heimlichkeit, keine Offenheit.
Den Zaubersprüchen der Priester, ihr Mönche, eignet Heimlichkeit, keine Offenheit.
Falscher Ansicht, ihr Mönche, eignet Heimlichkeit, keine Offenheit.

Drei aber, ihr Mönche, leuchten offen, nicht im geheimen. Welche drei?

Der Mond, ihr Mönche, leuchtet offen, nicht im geheimen.
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Gruß
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Re: Mantras nicht Buddhistisch

Beitragvon voom » 30. August 2015 15:24

Mantras können eine "Geheimlehre" sein, wenn sie oder ihre Bedeutung im Geheimen gehalten werden, oder eben einfach ein Mittel für die Meditation, was der größte Teil der buddhistischen Mantras (da wo sie verwendet werden) ist. Sie sind dann ja weder in ihrem Wortlaut noch in ihrer Bedeutung geheim. Ausserdem würde ich in Betracht ziehen, dass in der Textstelle was ganz anderes gemeint ist, als Du es herleitest. Die scheinbar logische Kette: jemand hat Mantra mit "geheim" übersetzt, Buddha äußert sich gegen "Geheimnisse" - also war Buddha gegen Mantras. erkenne ich erstmal nur als Herleitung und Interpretation.

Aber ich würde sagen, wir nehmen Deinen Einwand mal zur Kenntnis und wenden uns wieder der eigentlichen Frage zu.
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Re: Mantras nicht Buddhistisch

Beitragvon Sherab Yönten » 30. August 2015 15:29

@ Florian, der "Gautama Buddha" lehnte ja nun Mitgefühl nicht ab, sondern lehrte, im Gegenteil, mitfühlend zu handeln. Wenn nun die Rezitation des Mantras "Om mane padme hung" nichts anderes symbolisiert wie das vom Buddha gelehrte Mitgefühl, so würde er sicherlich gegen eine solche (nicht "geheime") Form der Rezitation nichts dagegen haben.
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Re: Mantras nicht Buddhistisch

Beitragvon asoka » 30. August 2015 15:41

voom hat geschrieben:Das Gayatri :)


Geht das genauer? :shrug:
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Re: Mantras nicht Buddhistisch

Beitragvon asoka » 30. August 2015 15:44

Buddhaghosa hat geschrieben:Mantras nicht Buddhistisch? Zumindest geht die Verwendung von Mantras wohl nicht zurück auf den Gautama Buddha selbst. In https://suttacentral.net/de/an3.131 hat er Mantras - von Nyanatiloka übersetzt als Zaubersprüche - in eine Reihe gestellt mit falschen Ansichten und kontrastiert mit seiner Lehre. Ganz allgemein gesprochen ist diese Lehrrede wohl eine Absage an Geheimlehren.

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Gruß
Florian


Ähm wie ist der Titel von diesen Thread?
Hier geht es weder um Buddhismus noch um etwas geheimes.

:clap:
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Re: Mantras nicht Buddhistisch

Beitragvon Wanderer » 30. August 2015 15:57

Hallo !

Ja, ich habe mich schon vorher mit Magie und auch Mantren beschäftigt...bevor ich mir den Buddhismus näher "angeshen" habe.
Aber wie bekannt seinn dürfte, habe ich nie "Zuflucht" genommen, weil es einfach nichts für mich ist.

Aber im Hinduismus stößt man immer wieder auf Mantren. Also ja, ich habe (ein wenig) Erfahrung damit, eben in Verbindung mit Sadhanas...


In der Arabischen Magie gibt es auch "Mantren", aber davon bin ich wieder abgekommen....zu viele Probleme...



LG,
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Re: Mantras nicht Buddhistisch

Beitragvon voom » 30. August 2015 16:24

asoka hat geschrieben:
voom hat geschrieben:Das Gayatri :)


Geht das genauer? :shrug:

Klar, und was ist mit dem "Hare Krishna"?!

Ich betrachte beide als hinlänglich bekannt, aber nun gut....

OM BHUR BHUVAH SWAH
TAT SAVITUR VARENYAM
BHARGO DEVASYA DHIMAHI
DHIYO YO NAH PRACHODAYAT

"Gayatri – heiligster Vers des Rigveda, wendet sich an die Sonne als Beleber und Inspirierer aller Wesen (Savitri), Gayatri wendet sich an die höchste Intelligenz, die Quelle allen Lichts, mit der Bitte, die begrenzte Intelligenz des Individuums zu beleben, zu nähren und zu inspirieren." Spirituelles Wörterbuch


Im Einzelnen:

OM – Das Absolute, Offenheit und Urraum, ICH BIN
BHUR – Erde, Materie
BHUVAH – Zwischenwelt, Astral, '4. Dimension'
SWAH – Formlose Welt, Reiner Bewußtseinszustand, göttliche Ebene
TAT – DAS! Das Absolute, das Unendliche, das Letztendliche
SAVITUR – Schöpfer, Retter (Saviour)
VARENYAM – Verehrungswürdig
BHARGO – Ruhmreicher Zerstörer der Unwissenheit
DEVASYA – Strahlkraft, Leuchtkraft
DHIMAHI – Intuition, meditative Schau und Einsicht
DHIYO - Verstehen
YO – der
NAH – unsere
PRACHODAYAT – Erleuchten, zur Erleuchtung führen

Bedeutung (Meine Interpretation):

Aus dem göttlichen Urraum entspringt die Erde, die Sonne und alle Materie; das "Astral" und die formlose Welt; ein reiner Bewußtseinszustand; die göttliche Ebene, DAS!, das Absolute, das Unendliche, das Letztendliche; der Schöpfer, der verehrungswürdige, ruhmreiche Zerstörer der Unwissenheit dessen sonnengleiche Strahlkraft und Leuchtkraft die Intuition, meditative Schau und Einsicht nährt und der uns zum höchsten Verstehen und zur Erleuchtung führt.
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Re: Mantras nicht Buddhistisch

Beitragvon Ayu » 30. August 2015 22:00

asoka hat geschrieben:Der eine oder andere wird bevor er zum Dharma gestossen ist sicherlich Erfahrungen gemacht haben mit anderen Spirituellenwegen.

In vielen gibt es auch Mantras.

Was sind eure Erfahrungen damit?

Ich fand und finde das Hare-Krishna sehr kraftvoll und dieses zieht sehr das Gemüt nach oben.
Zumindest hatte ich die Erfahrung damit gemacht.

Gruss asoka

Ich hab mich von meinen hinduistischen Mantras gelöst. Es gab ein allgemeines und ein persönliches geheimes Mantra. Letzteres kommt mir manchmal noch in Ausnahmesituationen in den Sinn.
Aber normaler Weise vermische ich das nicht, sonst kommen die Energien durch den Tüddel. Muss nicht sein. Sich auf eine Sache - Buddhismus - zu konzentrieren, reicht vollkommen aus. Damit bin ich vollauf beschäftigt. :)

Mögen alle Wesen die Ursachen des Glücks realisieren.
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Re: Mantras nicht Buddhistisch

Beitragvon Sherab Yönten » 4. September 2015 09:16

http://www.kloster-academie.de/sites/de ... n_2015.pdf

Ich fand es interessant zu lesen, dass auch im Rahmen der "christlichen Meditation" Mantras als Meditationsobjekt genutzt werden (siehe unter "Anleitung zur Meditation").
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