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Meditation im Buddhismus eine Übersicht

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Meditation im Buddhismus eine Übersicht

Beitragvon Tobias » 22. Januar 2014 13:10

Hallo,
Ein Freund von mir, hat im Rahmen eines Vortrags eine Übersicht über die Meditationsformen im Buddhismus erstellt. Er hat wesentliche Inhalte und Unterscheidungsmerkmale herausgearbeitet. Ich finde diese Übersicht treffender als jedes Buch was ich kenne. Fragen zum Text können natürlich gestellt werden.

Urheber des Werkes ist Edgar Harnack. Das Werk darf angesehen und verbreitet werden solange der Urheber erkennbar ist und bleibt.
Dateianhänge
Edgar_Harnack-Buddhistische_Meditationstechniken.pdf
(247.17 KiB) 326-mal heruntergeladen
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Re: Meditation im Buddhismus eine Übersicht

Beitragvon voom » 22. Januar 2014 20:30

Super, jetzt habe ich es auch gelesen - schöne Übersicht. Was mir auch gut gefällt ist das hier:

Als die Vollendung der Tantras gilt
Mahamudra (in der Kagyü-Schule) oder Dzogchen (Nyingmapa):
Herstellen eines reines Bewusstseins (Rigpa) mit Merkmalen wie offene Weite (für alles, wie
in der Achtsamkeit), innere Ruhe (der Gedanken und Gefühle, wie im samadhi); es soll keinen
Unterschied zwischen Meditation und Nicht-Meditation mehr geben, deshalb gibt es
zwar vorbereitende Übungen (z. B. Meditation des offenen Raumes als Nicht-Körper, als
Nicht-Gedanke und Gefühlsgleichmut, oder Kombination aus Shamatha, z. B. Visualisierung
heiliger Buchstaben, und Achtsamkeit/Vipassana, z. B. auf den Atem), aber eigentlich gibt es
keinen Weg außer dem Ziel selbst.


:genau:
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Wir sind aus uns selbst heraus erleuchtet und es fehlt uns nichts."

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Re: Meditation im Buddhismus eine Übersicht

Beitragvon Mirco » 7. April 2014 18:20

Hallo,

Behauptungen, es gäbe mehrere Techniken, sind falsch. Was auch immer als eigenenständige Methode herausgestellt wird, ist in Wirklichkeit ein Teilaspekt der Buddhalehre. Der Buddha hat nur eine Methode gelehrt.

Schöne Grüße,
Mirco
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Re: Meditation im Buddhismus eine Übersicht

Beitragvon voom » 7. April 2014 18:28

:welcome:

Welche wäre das? :)
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Re: Meditation im Buddhismus eine Übersicht

Beitragvon Tobias » 7. April 2014 22:52

Willkommen im Forum,

Mir ist klar, dass im Theravada nur die Lehre des Erhabenen akzeptiert wird im Rahmen des Palikanon.
Jedoch ist doch auch vom Theravada nicht abzustreiten dass es andere spätere Strömungen gibt von Gelehrten die der Meinung sind Erleuchtung erreicht zu haben. Mir ist völlig klar, dass der Theravada das verneint. Und dennoch gibt es andere buddhistische Strömungen als den Theravada. Die spezifischen Methoden dieser Gruppen wurden im PDF beschrieben.

Übrigens: ist es nicht so dass der Buddha im Palikanon mindestens 2 Methoden beschrieben hat` Nämlich Samadhi und Vipassana.(und Metta) Nun kann man natürlich sagen das eine ist Teilaspekt des anderen aber ich finde dass diese Methoden werden nicht ohne Grund unterschieden da sie eben auch sehr unterschiedlich sind.

Mich würde deine Meinung dazu interessieren.

Liebe Grüße
Tobias
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Re: Meditation im Buddhismus eine Übersicht

Beitragvon Mirco » 8. April 2014 13:37

voom hat geschrieben:Welche wäre das? :)

Tobias gab die Antwort ;-)
Tobias hat geschrieben:Mir ist klar, dass im Theravada nur die Lehre des Erhabenen akzeptiert wird im Rahmen des Palikanon.


Tobias hat geschrieben:[...]
Übrigens: ist es nicht so dass der Buddha im Palikanon mindestens 2 Methoden beschrieben hat, Nämlich Samadhi und Vipassana. (und Metta) Nun kann man natürlich sagen das eine ist Teilaspekt des anderen aber ich finde dass diese Methoden werden nicht ohne Grund unterschieden da sie eben auch sehr unterschiedlich sind.

Mich würde deine Meinung dazu interessieren.

Samadhi und Vipassana werden im Kanon nicht als voneinander getrennte Methoden beschrieben.

Und Metta ist ein Meditationsobjekt, ebenso wie z.B. der Atem, und keine Methode.

Gruß,
Mirco
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Re: Meditation im Buddhismus eine Übersicht

Beitragvon voom » 8. April 2014 15:53

Was auch immer als eigenenständige Methode herausgestellt wird, ist in Wirklichkeit ein Teilaspekt der Buddhalehre.

Dann ist es aber mehr ein semantisches Argument als ein inhaltliches Argument?! Also Du sagst nicht, dass diese Techniken nicht Teilaspekt der Buddhalehre wären, sondern möchtest Sie mehr sprachlich unter einer Methode subsumieren? Ich finde es gibt immer Ebenen, wo es Sinn macht, das Ganze als Einheit zu sehen oder zu erkennen, dass es im Kern immer um das Gleiche geht, und dann gibt es Ebenen, wo es Sinn macht die einzelnen Teile ausdifferenziert in ihrer Unterschiedlichkeit zu betrachten.

Eine ganz andere Diskussion wäre aber die, die ja teilweise auch geführt wird, wo gesagt wird dass Dzogchen, Tantra usw. alles kein "echter Buddhismus" sei, weil es nicht vom Buddha in seiner menschlichen Form gelehrt worden sei.

Mir wäre jetzt also wichtig, zu erkennen, worauf Du hinaus willst mit Deinem Argument, um zu sehen, was für eine Meinung ich dazu habe :namaste:
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Re: Meditation im Buddhismus eine Übersicht

Beitragvon Mirco » 9. April 2014 10:25

voom hat geschrieben:
Was auch immer als eigenenständige Methode herausgestellt wird, ist in Wirklichkeit ein Teilaspekt der Buddhalehre.

Dann ist es aber mehr ein semantisches Argument als ein inhaltliches Argument?! Also Du sagst nicht, dass diese Techniken nicht Teilaspekt der Buddhalehre wären, sondern möchtest Sie mehr sprachlich unter einer Methode subsumieren? Ich finde es gibt immer Ebenen, wo es Sinn macht, das Ganze als Einheit zu sehen oder zu erkennen, dass es im Kern immer um das Gleiche geht, und dann gibt es Ebenen, wo es Sinn macht die einzelnen Teile ausdifferenziert in ihrer Unterschiedlichkeit zu betrachten.

Nein, nichts Semantisches. Ich meine es in Bezug darauf, wie praktiziert wird. vipassanā & samatha finden während der Meditation statt, bedingen sich. Meistens werden sie aber getrennt voneinander unterrichtet und geübt, als wenn es eigenständigen Methoden seien.

Gruß, Mirco
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Re: Meditation im Buddhismus eine Übersicht

Beitragvon voom » 9. April 2014 16:18

Mirco hat geschrieben:Nein, nichts Semantisches. Ich meine es in Bezug darauf, wie praktiziert wird. vipassanā & samatha finden während der Meditation statt, bedingen sich. Meistens werden sie aber getrennt voneinander unterrichtet und geübt, als wenn es eigenständigen Methoden seien.

Auf Tibetisch heisst es Shine / Lagthong und wird als untrennbar gelehrt. Durch Geistesruhe entsteht Einsicht, durch Einsicht Geistesruhe.

Also das wäre auch für die Tibeter durchaus eine Methode; aber dann gibt es ja noch z.B. den ganzen tantrischen Komplex, bei dem Techniken dazu kommen. Allerdings kann man m.E. durchaus argumentieren, dass Shine / Lagthong in jeder Meditation ein Stück weit enthalten ist. z.B. wenn ich in einer Sadhana alles in den Raum auflöse und dann wieder eine reine Welt entsteht, frei von Illusionen. Natürlich wird hier eine Einsicht suggeriert, aber da diese Einsicht zielführend ist, ist sie ja echt. Man könnte es auch "Tantrische Mäeutik" nennen ;)

Ausserdem wird der ganze Praxisverlauf als Wechsel von Erlangen von Einsicht und Stabilisierung des Erkannten gesehen. Auch da ist also dieses Grundelement enthalten. Insofern finde ich es umso sinniger, diese Schulen als authentisch buddhistisch zu sehen, da sie ja in der Basis begründet sind. Dennoch finde ich schon, dass Tantra, Dzogchen, Zazen usw. verschiedene Methoden sind in der Weise, dass sie verschiedenen Fokus setzen oder indem zusätzliche Elemente dazukommen, die es nur in der jeweiligen Tradition gibt.
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Re: Meditation im Buddhismus eine Übersicht

Beitragvon Mirco » 9. April 2014 18:15

Und eben weil der Tibetische Buddhismus so voller Hilfsmittel ist, finde ich ihn so interessant.
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Re: Meditation im Buddhismus eine Übersicht

Beitragvon Ipek » 29. April 2014 22:57

mirco:
Samadhi und Vipassana werden im Kanon nicht als voneinander getrennte Methoden beschrieben.
Und Metta ist ein Meditationsobjekt, ebenso wie z.B. der Atem, und keine Methode.


Das stimmt _()_
Ersteres lässt sich leicht aus den Sutten begründen, allerdings mag ich es, daß es hier nicht zu Theravadalastig ist.
Im Buddhaland ist das der Fall. Dort wird im Zweifelsfall und bei Missverständnissen immer aus dem Sutta Pitaka zitiert. Leider sind die Sanzang (im Taishō Tripitaka standardisiert) und der tibetische Kangyur (Kanjur) noch wenig übersetzt. Es gibt da aber ein Projekt zu; finde den Link aber nicht mehr. Für Mahayanis vielleicht eher ein Heimathafen. Da garantiert andere Schwerpunkte gesetzt wurden ( Bodhichitta )
Metta ist ein Meditationsobjekt, ich sag allerdings Kontemplationsobjekt; die Brahmavihara aber nicht. Aber das ist Kleinkrämerei. ;)
Es besteht, Mönche, das Ungeborene, Ungewordene, Ungeschaffene, Unzusammengesetzte.
Wenn dieses Ungeborene, Ungeschaffene, Unzusammengesetzte nicht bestünde,- nicht wäre dann ein Entrinnen
aus dem Geborenen, Gewordenen, Geschaffenen, Zusammengesetzten zu erkennen.
Ud.VIII.3.
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Re: Meditation im Buddhismus eine Übersicht

Beitragvon Ipek » 29. April 2014 23:08

Die PDF Übersicht ist so nicht ganz richtig, denn Buddha hat nur einen Weg gelehrt, wie Mirco sagt und der kristallisiert sich im 8 fachen Pfad.
Die Glieder, bzw. drei Übungsfelder bedingen einander.
Diese `Techniken` kann man an sich nicht als getrennt voneinander betrachten:

Seite 2 - A. Die fünf vom Buddha gelehrten Techniken des Palikanons:
Bewachung der Sinnestore, Achtsamkeit (Satipatthana),
Konzentrative (Samadhi- oder Dhyana-) Meditation in 4 Stufen,
Analytische Meditation, Die 4 göttlichen Verweilzustände (Bramaviharas)


Es ist aber sicher schwierig das " förmlich " darzustellen.

Auch die Aufstellung zu den Methoden des Zen-Buddhismus ist nicht ausgearbeitet .

Viele Grüße _()_
Ipek

PS: Die Meditationsmethode, ich sag absichtlich Methode und nicht Methoden, unterscheiden sich meines Wissens gar nicht in den drei Traditionen; nur die Kontemplationsmethoden und jeweiligen Schwerpunkte. Und der kulturelle und volksreligiöse Über,- und Unterbau.
Zuletzt geändert von Ipek am 29. April 2014 23:24, insgesamt 2-mal geändert.
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Re: Meditation im Buddhismus eine Übersicht

Beitragvon voom » 29. April 2014 23:21

und der tibetische Kangyur (Kanjur) noch wenig übersetzt. Es gibt da aber ein Projekt zu; finde den Link aber nicht mehr

Ich habe da kürzlich was gelesen; Dzongsar Khyentse spricht häufiger von der Bedeutung, mehr den Kanyur zu übersetzen als die neueren Kommentare, wie es derzeit üblich ist, damit das nicht verloren geht...
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Re: Meditation im Buddhismus eine Übersicht

Beitragvon Tobias » 30. April 2014 00:18

Die PDF Übersicht ist so nicht ganz richtig, denn Buddha hat nur einen Weg gelehrt, wie Mirco sagt und der kristallisiert sich im 8 fachen Pfad.
Die Glieder, bzw. drei Übungsfelder bedingen einander.
Diese `Techniken` kann man an sich nicht als getrennt voneinander betrachten


Das sehe ich nicht so.

Es ist ein berechtigtes Argument des Theravada zu sagen alles was nicht vom buddha shakyamuni kommt sei nicht buddhistisch.
Aber das stimmt eben nur für den Theravada. Ich möchte hier niemanden seine Sichtweise ausreden aber es existieren schlicht mehere Sichtweisen wer wie Erleuchtung/Erwachen erlangt hat. Abhängig davon ob man nun dem Theravada folgt oder eben nicht.

Und der Buddha lehrte sicher auch kein Zazen oder eine Koanmeditation.
Aber wenn man wie im Mahayana davon ausgeht dass nun auch andere praktizierende Erleuchtung erlangt haben wie Padmasambhava oder Bodidharma dann haben diese natürlich auch unterschiedliche Wege dazu benutzt. Oder spricht der Palikanon von Koanmeditation o.ä?


denn Buddha hat nur einen Weg gelehrt, wie Mirco sagt und der kristallisiert sich im 8 fachen Pfad
.
Auch das ist ein merkwürdiges theravadalastiges Argument.

Ich habe den Eindruck dass z.B. im Dzogchen oder im Mahamudra der 8fache Pfad eine weniger zentrale Rolle spielt als er es im Theravada tut. Ich widerspreche dem 8fachen Pfad im Prinzip nicht aber ich habe manchmal Mühe wirklich alle Glieder zusammenzubringen.

Die Frage ist nicht ob die Glieder des 8fachen Pfads einander bedingen. Das tun sie. Aber es ist zumindest soweit ich den tibetischen Buddhismus kenne klar. dass man sich natürlich auf bestimmte Glieder Konzentrieren kann und damit reisst man ihn notwendiger weise auseinander,

Im Lam Rim dem Gelug Werk wird das deutlich, Wenn jemand nicht in der Lage wäre sich zu konzentrieren oder eine besondere Hingabe zu entwickeln dann entwickelt er eine falsche Sammlung Auf der anderen Seite ist es doch dann genau richtig diesen Mangel(schlechtes Karma) durch andere Teile des 8fachen Pfades auszugleichen indem er z.B. einen korrekten Lebenserwerb hat.

Ich bin mir bewusst dass eine solche Sichtweise nicht zur Erleuchtung führt aber sie kann denke ich dennoch positives Karma schaffen was eben dann zu einer guten Konzentration führt.

Auch sehe ich teile des 8fachen Pfades einfach nur in einem kulturellen Zusammenhang und nehme sie deshalb weniger ernst. Wenn ich lese dass der Handel mit Tieren oder Tierzucht nicht erwünscht ist und ich auch andere nicht dazu ermutigen sollte dann hätte ich manches mitfühlende Gespräch mit Bauern oder Fleischern nicht führen können.

Das erscheint mir weder weise noch mitfühlend Ich sehe das eher in einem kulturellen Zusammenhang. Natürlich sollte man auch nicht maßlos konsumieren. Aber wenn man nun wirklich Tierzucht vermeiden sollte dann haben denke ich beinahe alle Menschen ein Problem, denn was sollten wir essen oder woher kommt die Kleidung?


Ihr merkt vielleicht schon dass ich ein Problem mit dieser Art Dogmatischen Denken habe.

Für mich zählt Karma und dabei v.a. die Absicht und die Auswirkung der Gedanken Gefühle und Handlungen auf die Umwelt.
Diese Absicht sollte durch Achtsamkeit und Analyse(Shamatha bzw. Samadhi und Vipassana) analysiert/ergründet werden.
So entsteht Weisheit Mitgefühl und letztlich eine weniger starke Fixierung Dogmen. Buddhismus ist für mich besonders eine Erkenntnis-Religion/Philosophie. Jede Aussage des Buddha oder irgendeines anderen Lehrers sollte durch korrekte Achtsamkeit und Analyse(Meditiation) geprüft und bewertet werden können.

Im Sinne des Mahayana bin ich davon überzeugt, dass nicht nur der 8fache Pfad zur Erleuchtung führt sondern auch alle Lehren der großen Mahayana-Traditionen wie z.B. Padmasambhava oder auch Bodidharma. Aber nicht alle diese Schriften beziehen sich auf alle Glieder des 8fachen Pfades.

Liebe Grüße
Tobias
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Re: Meditation im Buddhismus eine Übersicht

Beitragvon Ipek » 30. April 2014 09:40

@ Tobias:

Guten Tag ! :heartsmile: ( gibt es vielleicht ein unanimiertes smiley-smiley, das animierte erscheint mir "spöttisch" - möchte ich daher nicht verwenden ) -

Das sehe ich nicht so.

Es ist ein berechtigtes Argument des Theravada zu sagen alles was nicht vom buddha shakyamuni kommt sei nicht buddhistisch.
Aber das stimmt eben nur für den Theravada. Ich möchte hier niemanden seine Sichtweise ausreden aber es existieren schlicht mehere Sichtweisen wer wie Erleuchtung/Erwachen erlangt hat. Abhängig davon ob man nun dem Theravada folgt oder eben nicht.


Ich bin Mahayani. Dem Verständnis-Anssatz des Thera verfolge ich nur insoweit wie es in den vietna.-chines.-koran- Zen Buddhismus eingeflossen ist ( Vinaya und Sutra ). Hierzulande ist eher der japanische Zen verbreitet. Da kommt es manchmal zu Irritationen.


Auch halte ich mich nicht für dogamtisch :(

Und der Buddha lehrte sicher auch kein Zazen oder eine Koanmeditation.
Aber wenn man wie im Mahayana davon ausgeht dass nun auch andere praktizierende Erleuchtung erlangt haben wie Padmasambhava oder Bodidharma dann haben diese natürlich auch unterschiedliche Wege dazu benutzt. Oder spricht der Palikanon von Koanmeditation o.ä?


Zazen ist Shamatha ( Shine ) & Vipassana in einem Guss. Koan geht auf den ersten Patriarchen, auf Bodhidharma und die chines. MeisterInnen zurück. Das Wort "Zen" kommt vom chinesischen Aussprache für Vertiefung/ Dhyana her.
Beides geht für mich mit dem 8 fachen Pfad konform.
Für den Theravada können nur Ordensmitglieder ( also "Edle" und Studierte/Belehrte) den Pfad ( zuende ) gehen. Das sah Bodhidharma anders. Er unterschied nicht zwischen "Gemein" und "Erhaben" oder "Profan" und "Heilig" oder "Rein und Unrein"( deswegen Zen Patriarch )

Theravada kennt keine Wesensgleichheit aller Phänomene. Auch lehnt es einen Urgrund ab, eine Quelle, auch die Buddhanatur. Deswegen sind Mahayana und Theravada in der Basis verschieden.

Aber BD war ein indischer Asket und praktizierte den 8 fachen Pfad. Von Padma weiß ich nichts; damit habe ich mich nicht beschäftigt...

Es wird "einziger Weg " genannt, weil der 8 fache Pfad auf Basis der vier edlen Wahrheiten ( nur ) von Buddha gelehrt ( das Rad angestoßen ) wurde; der sich damit von anderen spirituell-religiösen Strömungen abwandte, sie "überstieg" ; er sah diese als ungenügend bezüglich dem Vollerwachen an. Tatsächlich bringt keine andere Strömung oder Religion Buddhas hervor. Deswegen: "einziger Pfad" - zur Buddhaschaft. Das bezieht sich nicht auf den alllein auf Thera.

Alle buddhistischen Schulen basieren auf der Lehre von den vier edlen Wahreiten mithin dem 8 fachen Pfad, auch Dzogchen und Mahamudra. Meinem Verständis nach .

Liebe Grüße
Ipek :heartsmile:
Zuletzt geändert von Ipek am 30. April 2014 10:18, insgesamt 2-mal geändert.
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Re: Meditation im Buddhismus eine Übersicht

Beitragvon Tobias » 30. April 2014 09:51

Hallo Ipek,
sollte ich Probleme mit der Deutung eines Smily haben werde ich einfach mit der Maus drüberfahren dann erscheint die Bedeutung dahinter.

Außerdem bin ich mir sicher dass hier niemand jemanden verspotten möchte.

Was den vietna.-chines.-koran- Zen Buddhismus angeht: darüber weiß ich bis jetzt nichts.

Du kannst ja wenn du willst etwas dazu schreiben oder du schreibst etwas über dich in der User-Vorstellung. Würde mich interessieren.


Auch halte ich mich nicht für dogamtisch


ich wollte nicht ausdrücken dass ich dich für dogmatisch halte sondern lediglich Teile des 8fachen Pfades. Kein Grund zum Traurigsein
:)
Liebe Grüße
Tobias
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Re: Meditation im Buddhismus eine Übersicht

Beitragvon Tobias » 30. April 2014 10:03

Zazen ist Shamatha ( Shine ) & Vipassana in einem Guss. Koan geht auf den ersten Patriarchen, auf Bodhidharma und die chines. MeisterInnen zurück.
Beides geht für mich mit dem 8 fachen Pfad konform.

das ist mir bewusst. Aber es kommt eben nicht aus dem Palikanon( die Lehren des Bodhidharma ) Natürlich ist Zazen und Koan rechte Versenkung/Sammlung. und natürlich gibt es auch im tib. Buddhismus eine ununterbrochene Linie bis zum Palikanon.

Dennoch finde ich dass es inhaltlich nicht unbedingt etwas mit dem 8fachen Pfad zu tun hat oder mit den Lehren des Buddha aus dem Palikanon Ich finde z.B. keine Anhaltspunkte für tantrische Meditationen die so ziemlich in jeder buddhistischen Tradition Tibets eine große Rolle spielen.

Aber klar du beschreibst die übliche Sichtweise wonach alle Meister des Mahayana in einer ununterbrochenen Linie bis zum Urbuddha zurückggehen. Das ist richtig und für die Tradition sehr wichtig.

Liebe Grüße
Tobias
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Re: Meditation im Buddhismus eine Übersicht

Beitragvon voom » 30. April 2014 10:36

( gibt es vielleicht ein unanimiertes smiley-smiley, das animierte erscheint mir "spöttisch" - möchte ich daher nicht verwenden ) -

Voila :smilestill:
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Re: Meditation im Buddhismus eine Übersicht

Beitragvon Ipek » 30. April 2014 10:52

@ Tobias:

Der PK basiert auf den unmittelbaren Lehren ( "personen"gebundene Dialoge ! ) Buddhas, er ist aber vermutlich auf Thera-sicht gewichtet und aussortiert und es sind auch viele Sutten vervielfältigt, inhaltlich umstrukturiert und zugefügt worden - die diese Gewichtung verstärkt haben, wie es aussieht. Ich habe für mich einen Kern rausgefiltert, der einen anderen Sprachfluss hat und indem die Mahayana Gewichtung sichtbar ist - intuitiver Naturansatz und Bodhichitta.

Die tantrischen Ansätze stammen meiner Meinung nach aus dem ( indischen ? ) Yoga. Zen grenz sich strikt gegen yogische Elemente ab. Wobei Seon z.b. auch schamanische- naturreligiöse Einflüsse hat. Dies ist also ein komplexes Thema. Sehr langwierig. Es ist nur analytisch zu bearbeiten und aufzuschlüsseln.

Es ist aber zu begrüßen, wenn es hier nicht zu einer Flut von PK Zitaten kommt. Dies verdeckt oft, daß Suttenstudium oder Darlegung nicht Praxis erster Wahl ist. Der PK nützt einem gar nichts, auch den Theras nicht, wenn seine Lehre nicht aufs Wesentliche substrahiert und praktisch umgesetzt werden kann, und die Theras scheinen damit oft Schwierigkeiten zu haben.

Die Tantramethoden, obwohl nicht unmittelbar sichtbar im PK * ( warum auch ? ), stehen dennoch in Verbindung zum achtfachen Pfad . Jede Methode die in Verbindung zum achtfachen Pfad und den vier edlen Wahrheiten steht, ist zu begrüßen, wenn sie zu einem Zugang zum Dhamma verhilft.

* für Mahayanis wäre es eher notwendig sich auf den chinesischen / tibetischen Kanon zu beziehen als auf den PK, diese sind aber zu weiten Teilen noch nicht ins Englische übersetzt worden; erst dann könnte man Vergleiche ziehen... bezüglich Authentizität, Methoden u.ä.

Liebe Grüße
Ipek

:smilestill: :smilestill: :smilestill: :smilestill: :smilestill: :smilestill: :smilestill: :smilestill: :smilestill: :smilestill: :smilestill: :smilestill: :smilestill: :P ( Danke, Voom )
Zuletzt geändert von Ipek am 30. April 2014 11:05, insgesamt 2-mal geändert.
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Re: Meditation im Buddhismus eine Übersicht

Beitragvon Tobias » 30. April 2014 10:58

Ipek
vielen Dank für deine Erläuterungen ich habe etwas gelernt.

Übrigens habe ich nichts gegen PK-Zitate Mirco und ihr anderen wenn ihr meint ein PK Zitat würde etwas in einem konkreten Beispiel besonders gut begründen dann postet es.

Liebe Grüße
Tobias
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Re: Meditation im Buddhismus eine Übersicht

Beitragvon Ipek » 30. April 2014 11:09

Ich möchte nur noch eins anmerken: Ich schreibe nur in meinem ( begrenzten ) Verständis auf. Sollte das zu bewertend und trocken rüber kommen, möchte ich mich entschuligen. Bin halt Zennie, manchmal ein bischen rüpelhaft konkret-direkt. Tatsächlich pflege ich einen leichten Multikiultidhamma ( nenn ich so ) auf Basis des Chan mit Praxisanteilen aus dem Mahamudra/Kagyü und dem Thervada. Und ich habe großen Respekt vor allen Traditionen.

Liebe Grüße
Ipek :namaste:
Es besteht, Mönche, das Ungeborene, Ungewordene, Ungeschaffene, Unzusammengesetzte.
Wenn dieses Ungeborene, Ungeschaffene, Unzusammengesetzte nicht bestünde,- nicht wäre dann ein Entrinnen
aus dem Geborenen, Gewordenen, Geschaffenen, Zusammengesetzten zu erkennen.
Ud.VIII.3.
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Re: Meditation im Buddhismus eine Übersicht

Beitragvon Tobias » 30. April 2014 11:21

nicht nötig ipek

solche vorabentschuldigungen sind hier nicht nötig. du bist nicht erleuchtet/erwacht und hast deshalb ein begrenztes wissen.

Wenn sich jemand verletzt fühlen sollte kann das hier offen diskutiert und ggf moderiert werden. aber so lange das nicht so ist sollte jeder das schreiben können was er/sie möchte.
Wir sind das, was wir denken. Alles was wir sind, entsteht mit unseren Gedanken. Mit unseren Gedanken erschaffen wir die Welt. Sprich und handle mit reiner Gesinnung Und Glück wird dir folgen, wie dein unteilbarer Schatten.
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Re: Meditation im Buddhismus eine Übersicht

Beitragvon raterZ » 28. Juli 2014 23:00

drei grundlegende meditationen des tantra fehlen dabei:

Das wichtigste Merkmal der Mahayana-Praxis der Entwicklungsstufe sind die drei Samadhis (tib. ting-nge-'dzin gsum, drei Arten vertiefter Konzentration), in denen wir mit den drei Aspekten des Rigpa in unserer Vorstellung arbeiten:

Der grundlegende Samadhi, das sich auf die authentische Natur konzentriert (tib. gzhi de-bzhin-nyid-kyi ting-nge-'dzin, de-ting). In unserer Vorstellung vertiefen wir unsere Konzentration in eine Annäherung an Rigpas ursprüngliche Reinheit. Wir tun dies zum Beispiel, indem wir uns selbst daran erinnern, dass ursprüngliche Reinheit nicht von irgendwoher kommt, irgendwo verweilt oder irgendwo hingeht. Es ist ein Zustand des Gewahrseins, der frei davon ist, erbärmlich und schwach (tib. lham-me lhen-ne) zu sein, nervös und explosiv (tib. 'ar-ma 'ur-ma), zur einen oder anderen Seite neigend (tib. zur) oder Pläne schmiedend und wieder verwerfend (tib. rgya-chad). Mit anderen Worten, es ist ein Zustand offener Empfänglichkeit (tib. klong), der als Basis dient, um anderen als Buddha helfen zu können.
Der Pfad-Samadhi, das alles überall erhellt (tib. lam kun-snang-ba'i ting-nge-'dzin, snang-ting). Bewegt von Mitgefühl, dass begrenzte Wesen die ursprüngliche Reinheit ihres Rigpa nicht kennen, das vollständig und mit allen guten Eigenschaften ausgestattet ist, vertiefen wir unsere Konzentration in eine Annäherung an Rigpas Fähigkeit auf andere einzugehen. Dies ist die subtile geistige Bewegung zu erscheinen und zu reagieren, die der Pfad ist, um Wesen zu helfen.
Der resultierende Samadhi, das sich auf die Ursache konzentriert (tib. ' bras-bu-rgyu'i-ting-nge-'dzin, ' bras-ting). Hier treten wir in Erscheinung als Keimsilbe wie zum Beispiel Hum, die die Ursache für ein Erscheinen als Buddhagestalt ist. Wir vertiefen unsere Konzentration auf unsere Visualisation dieser Silbe, die eine Annäherung an Rigpas funktionelle Natur des spontanen Hervorbringens von Phänomenen ist. Unsere Vorstellung, dass wir in einer sichtbaren Form erscheinen, die sich in eine Buddhagestalt verwandelt, erzielt das Resultat, tatsächlich begrenzten Wesen helfen zu können.


erst nach dem dritten samadhi kann man eine gottform-form annehmen. das erste samadhi ist eine raum-meditation.. gilt alles für die nyingma tradition, aber ich denke bei den anderen ist das auch so. steht aber selten überhaupt in den praxis-texten drin.
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Re: Meditation im Buddhismus eine Übersicht

Beitragvon voom » 1. August 2014 08:20

Danke für die Ergänzung. Keine Aufstellung dieser Art kann wohl abdecken. Es geht ja auch mehr um einen groben Überblick für Anfänger. :) Sollte aber jemand grobe Fehler entdecken, können wir an den Autor Rückmeldung geben und uns um eine Korrektur bemühen... :O)
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Wir sind aus uns selbst heraus erleuchtet und es fehlt uns nichts."

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Re: Meditation im Buddhismus eine Übersicht

Beitragvon raterZ » 2. August 2014 18:54

mhm ich find die sind so grundlegend, dass man sie schon reinnehmen könnte. ;)
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