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meine persönliche Sichtweise auf das Forum

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Re: meine persönliche Sichtweise auf das Forum

Beitragvon voom » 12. Dezember 2014 14:03

Turmalin hat geschrieben:geht mir ganz genauso, take care. Mein letzter Kommentar hier z. B. in dem Thread wurde komplett ignoriert. Ich bin hier nur interessant als Fragestellerin. Für mich ist aber das kein Grund, hier nicht weiter zu schreiben.

Das nimmst Du aber arg persönlich ;) Dein besagter Kommentar war sehr kurz und es gibt aus meiner Sicht nichts hinzuzufügen oder zu korrigieren daran. Das hat mit Ignorieren nichts zu tun. Ich schreibe im Übrigen auch reichlich Beiträge, auf die keiner reagiert.
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Re: meine persönliche Sichtweise auf das Forum

Beitragvon voom » 12. Dezember 2014 14:05

Drachenkind hat geschrieben:Geht mir auch so. zum beispiel haben sich voom und raterZ in den thread "Persönliche Projekte / buddhistische Fragestellungen" über reiki unterhalten. ich wollte gerne mitreden, weil mich das thema auch interessiert, aber keiner von den beiden ist auf meinen beitrag eingegangen :(

Dann meld Dich doch einfach direkt nochmal und hake nach... Das passiert halt schnell schon mal, liegt doch nicht daran, dass man etwas bewusst ignorieren würde. Es ist im Zweifel einfach Unachtsamkeit.

Edit: ich hab da grad mal reingeschaut. Es ist ein Thread, in dem es On Topic ist, eigene Erfahrungen und Projekte zu schildern. Dein Beitrag macht genau das, es ist der letzte Beitrag im Thread - und er wirft keine Fragen auf. In welcher Weise hast Du Dir gewünscht, dass man auf Deinen Beitrag eingehen sollte? :)
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Re: meine persönliche Sichtweise auf das Forum

Beitragvon Turmalin » 12. Dezember 2014 14:10

voom hat geschrieben:
Turmalin hat geschrieben:geht mir ganz genauso, take care. Mein letzter Kommentar hier z. B. in dem Thread wurde komplett ignoriert. Ich bin hier nur interessant als Fragestellerin. Für mich ist aber das kein Grund, hier nicht weiter zu schreiben.

Das nimmst Du aber arg persönlich ;) Dein besagter Kommentar war sehr kurz und es gibt aus meiner Sicht nichts hinzuzufügen oder zu korrigieren daran. Das hat mit Ignorieren nichts zu tun. Ich schreibe im Übrigen auch reichlich Beiträge, auf die keiner reagiert.

Ich glaube dir gerne, dass du viele Beiträge schreibst, die nicht gelesen werden. Aber wie gesagt, von mir interessiert grundsätzlich niemanden meine Meinung. Nur Fragen, die ich habe. Soo persönlich nehme ich das nicht, denn ich beschwere mich ja nicht darüber, dass ich damit emotionale Probleme hätte. Ich lerne ja viel, wenn meine Fragen beantwortet werden. :smilestill:
Auf Gute Frage Net hat sich noch nicht so rumgesprochen, dass ich eine Frau bin. Da werde ich gewaltig beachtet.
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Re: meine persönliche Sichtweise auf das Forum

Beitragvon voom » 12. Dezember 2014 14:19

Aha, jetzt ist es also ein Frau-Mann-Thema. Interessant ;)

Meine Meinung: es hat damit zu tun, dass Du auf GF.net viel selbstbewusster auftrittst und sehr klare Erklärungen / Belehrungen gibst, so dass man Dich als Autorität wahrnimmt. Das tust Du hier aus irgend einem Grund nicht.

Ich hab Dir ja, als Du mich gebeten hast bei GF in Diskussionen reinzuschauen, mehrmals gesagt dass ich Deinen Beiträgen auf GF.net nichts hinzuzufügen hatte und ich nicht sehe, wo Du meine Hilfe gebraucht hättest. Und ich wusste ja, wer Du bist ;)

Ich reagiere von der Sache her und nicht nach Mann-Frau oder was auch immer. Wenn Du Dich hier kleiner machst als Du eigentlich bist, dann liegt das nicht an mir, und ich möchte behaupten auch nicht an anderen Mitgliedern des Forums.
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Re: meine persönliche Sichtweise auf das Forum

Beitragvon raterZ » 12. Dezember 2014 14:25

Drachenkind hat geschrieben:Geht mir auch so. zum beispiel haben sich voom und raterZ in den thread "Persönliche Projekte / buddhistische Fragestellungen" über reiki unterhalten. ich wollte gerne mitreden, weil mich das thema auch interessiert, aber keiner von den beiden ist auf meinen beitrag eingegangen :(

da gibts ja auch nix zum eingehen, außer du wirfst irgendwelche interessanten fragen oder diskussionspunkte in die runde!
man kann diskussionen ja dadurch anregen, indem man bspw. steile thesen aufstellt, die man hat - über die man dann ausführlich pro & kontra diskutieren kann. indem man nur von seinen erfahrungen berichtet, gibt es nichts zu diskutieren. weil das sind halt erfahrungen - da kann ja keiner was dran rütteln.
das einzige was ich darauf antworten könnte wäre: "Schöne erfahrungen!" :namaste:
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Re: meine persönliche Sichtweise auf das Forum

Beitragvon Turmalin » 12. Dezember 2014 14:36

wie gesagt, mir ist es nicht so wichtig. Wenns mir wichtig wäre, würde der von GF-Net sich hier anmelden und dann kämen auch noch andere. Ich bin da selbstbewusst, hat sich so ergeben, weil der Avatar versehentlich für einen Mann gehalten wird und ich das nicht korrigiere, wenn die Fragen kommen: " Wie lange bist du denn schon Buddhist? ....." und ähnliches.
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Re: meine persönliche Sichtweise auf das Forum

Beitragvon voom » 12. Dezember 2014 14:52

Turmalin hat geschrieben:... Ich bin da selbstbewusst, hat sich so ergeben, weil der Avatar versehentlich für einen Mann gehalten wird und ich das nicht korrigiere ...

D.h. wenn man Dich für einen Mann hält, bist Du selbstbewusst, aber wenn Du weisst, dass man weiss, dass Du eine Frau bist ordnest Du Dich sozusagen schon mal vorbeugend unter oder wie oder was? Es geht überhaupt nicht darum, ob ich jetzt denke, dass Du Dich beschwerst oder nicht, ich finde das per se hochinteressant und Du hast ja sicher irgend einen Grund, das mitzuteilen...

Vielleicht mal ein wenig auf Yeshe Tsogyal meditieren :)

What's special about connecting with Yeshe Tsogyal and the female buddhas?

Over time, Yeshe Tsogyal has become a mythic spiritual heroine who is the archetypal of the enlightened feminine. According to Carl Jung, archetypes are states of awareness which exist as potentials in our own consciousness. When unleashed, they begin manifesting within us, speaking to us, and working through us.

Since it is our narrow model of who we are and what's possible that is blocking our enlightenment, identifying with a vast archetype such as Yeshe Tsogyal (while being careful not to emulate it), is a powerful way of expanding our feelings, experiences, and observations. In doing this, what we learn is that enlightenment is not about noble ideals or final destinations. It is about our own true nature and its momentary expressions in this life.

—Lama Dechen Yeshe Wangmo
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Re: meine persönliche Sichtweise auf das Forum

Beitragvon Turmalin » 12. Dezember 2014 15:11

ich ziehe mich dann eher zurück. Besprechen spirituelle Dinge dann unter Frauen. Ich sage es hier nur für take care. Sie soll es nicht so auf sich beziehen. Es ist generell so zwischen Männern und Frauen. Es tut dann auch nicht weh, wenn frau weiß, dass sie nicht die einzige ist. Und ist doch im Prinzip das Problem der Männer, denn es sind ja sie, die nur mit 50 Prozent des Wissens in ihrer Umgebung in Kontakt kommen.
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Re: meine persönliche Sichtweise auf das Forum

Beitragvon voom » 12. Dezember 2014 15:42

Turmalin hat geschrieben:ich ziehe mich dann eher zurück. Besprechen spirituelle Dinge dann unter Frauen. Ich sage es hier nur für take care. Sie soll es nicht so auf sich beziehen. Es ist generell so zwischen Männern und Frauen. Es tut dann auch nicht weh, wenn frau weiß, dass sie nicht die einzige ist. Und ist doch im Prinzip das Problem der Männer, denn es sind ja sie, die nur mit 50 Prozent des Wissens in ihrer Umgebung in Kontakt kommen.

Entschuldigung, aber das ist grober Unfug! Es ist nicht "generell so zwischen Männern und Frauen"... Mit solchen Pauschalisierungen löst Du Dein Problem sicherlich nicht. Niemand würde sich hier gegen Dich stellen, wenn Du Dein Wissen hier so klar präsentieren würdest wie auf GF.net. Im Gegenteil, ich kriege die Krise wenn ich sehe, wie jemand in einer Umgebung sein Licht unter den Scheffel stellt, die eine volle Entfaltung ohne Weiteres begrüssen und fördern würde.

Du darfst einen Fehler nicht machen: meine Selbstsicherheit ist eine Sicherheit aus mir selbst heraus, sie basiert nicht darauf, dass ich mich über andere stellen würde oder will. Ich wünsche mir Menschen auf Augenhöhe, von denen ich etwas lernen kann. Und wenn man sich nicht aus Gründen, deren Ursache in der eigenen Geschichte mit anderen Menschen liegt, schon mal vorbeugend zurückzieht, kann man das auch merken.
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Re: meine persönliche Sichtweise auf das Forum

Beitragvon Turmalin » 12. Dezember 2014 16:58

Tja, was soll ich sagen. Kommt nichts raus, was ich schreiben könnte. Also was du als Letztes geschrieben hast, da steht schon etwas drin, was mir so nicht klar war.
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Re: meine persönliche Sichtweise auf das Forum

Beitragvon take care » 13. Dezember 2014 08:22

raterZ hat geschrieben:
asoka hat geschrieben:Da muss ich dir zustimmen es fällt schon sehr auf.

Aber nun bin ich auch da :-)


du bist witzig - hast ja angefangen mit der frage nach erleuchtung :giggle:


btw: man kann in einem thread auch mehrere diskussionen gleichzeitig führen. solange nicht zu viele teilnehmer daran dann beteiligt sind, ist es übersichtlich. wer sich nicht beteiligen will, muss ja nicht alles lesen!
aber für jeden kurzen meinungsaustausch zu zwei/dritt lohnt sichs kein thread aufzumachen.

Lieber rater,

dein freundlicher Hinweis ist sicher total nett gemeint :namaste:
Leider geht er ins Leere, denn ich bezog mich nicht auf Abläufe hier im Thread speziell, sondern auf die ausgangsfrage dieses Threads von Tobias.

Gucke:
Da du etwas erfahren wolltest, Tobias, hier mein Feedback zum Forum derzeit.


Das ist Ein Teil genau des Umgangs miteinander, der mir Probleme macht.
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Re: meine persönliche Sichtweise auf das Forum

Beitragvon take care » 13. Dezember 2014 08:46

Weißt, Voom, du gibst gerne alles an den Absender zurück :giggle:

Das hast du sehr gut gelernt!


Begegnung findet so nicht statt!


Auch nicht, wenn du mir das Forum / Foren erklärst. (Geht's noch? Ich bin wahrscheinlich länger im netz unterwegs als du, hasi!) :thumbdown:

Oder in Frage stellst, was ein Feedback ist und ob man das zerpflücken darf.

Etc.pp.

Möglicherweise täte es gut, mal inne zu halten und zu respektieren, was vom anderen kommt. Welch wunderbares Juwel - kein Grund vorhanden, es möglichst schnell zurückzugeben wie eine glühende Kohle.

...und ja, natürlich sehe ich das deshalb, weil ich es von mir kenne. :bow:
Liebste Grüße und take care ...
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Re: meine persönliche Sichtweise auf das Forum

Beitragvon take care » 13. Dezember 2014 09:06

Liebe Turmalin und drachenkind - Tochter,

Danke für eure Rückmeldungen. Ohne die hätte ich mich wahrscheinlich nur selber hinterfragt und meiner Eingebung mißtraut - leider. Auch das Thema weiblich / männlich einzubringen fand ich spannend. Möglicherweise ist der Austausch, der Umgang mit Sprache tatsächlich unterschiedlich und (wenn man das nicht beachtet) komplizierter.

Es ging bei Tobias ja (soweit ich meine, ihn verstanden zu haben) unter anderem darum, welcher Qualität der Austausch hier ist. Ich finde für einen Austausch 'auf Augenhöhe' muss nicht nur der Inhalt gleich gewichtet werden, egal, wer ihn anbringt ...darum ging es anscheinend bei eurem Austausch über das andere Medium.
Ebenso wichtig finde ich, dass der andere in seiner Person insgesamt gewürdigt und respektiert werden muss. Und das kann man sicher auch zum Ausdruck bringen, wenn man es miteinander einübt.
Augenhöhe heißt also auch: ich respektiere und bewundere deinen Weg, deine Erfahrungen, inneren Kämpfe, glücklichen Momente, ... selbst, wenn du das nicht immer in einer Weise ausdrückst, die auch sprachlich brillant ist.

So wünsche ich mir Austausch. :rose:

PS nochmal für dich, voomi: natürlich weiß ich, was das alles mit mir selbst zu tun hat. Mit eigenem Wert empfinden und so weiter. Du bist aber hier nicht ein Therapeut und auch kein erklärbär. Wenn du dich von einer offenen Äußerung deiner Mitmenschen nicht berühren lässt, sondern sie zuvor gleich zurückspiegelst, verpasst du eine ganze Menge!

So, habe fertig :rainbow:
Liebste Grüße und take care ...
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Re: meine persönliche Sichtweise auf das Forum

Beitragvon Turmalin » 13. Dezember 2014 10:14

danke, take care!! Ich fand es auch bezeichnend, wie du, Voomi, das nicht-Gelingen des Austausches dann gleich wieder auf mich schobst. Als wenn ein Austausch eine Sache ist, die nur eine Person tut. Zu einem Austausch und seinem Gelingen gehören mindestens zwei. Oder eben mehrere, wie man hier sieht.
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Re: meine persönliche Sichtweise auf das Forum

Beitragvon raterZ » 13. Dezember 2014 13:34

*popcornhol* 8-)
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Re: meine persönliche Sichtweise auf das Forum

Beitragvon voom » 13. Dezember 2014 13:57

take care hat geschrieben:Weißt, Voom, du gibst gerne alles an den Absender zurück :giggle:
Das hast du sehr gut gelernt!

So ist das nicht. Wenn Du mal schaust, bin ich auch hier auf jeden einzeln eingegangen, und jede Reaktion bezieht sich nur auf die Person, auf die ich damit geantwortet habe.

Auch nicht, wenn du mir das Forum / Foren erklärst. (Geht's noch? Ich bin wahrscheinlich länger im netz unterwegs als du, hasi!) :thumbdown:

Da bin ich ja mal gespannt: meine ersten Diskussionen im Netz habe ich im Z-Netz und Fidonetz per X-Point mit einem 2400er-Modem durch Anrufe bei einer Mailbox geführt. Da gab es das WWW noch nicht... :)

Möglicherweise täte es gut, mal inne zu halten und zu respektieren, was vom anderen kommt. Welch wunderbares Juwel - kein Grund vorhanden, es möglichst schnell zurückzugeben wie eine glühende Kohle.
...und ja, natürlich sehe ich das deshalb, weil ich es von mir kenne. :bow:

Ja, man sieht ja immer das, was man von sich selbst kennt. Muss aber nicht immer stimmen.

Es ging bei Tobias ja (soweit ich meine, ihn verstanden zu haben) unter anderem darum, welcher Qualität der Austausch hier ist. Ich finde für einen Austausch 'auf Augenhöhe' muss nicht nur der Inhalt gleich gewichtet werden, egal, wer ihn anbringt ...darum ging es anscheinend bei eurem Austausch über das andere Medium.
Ebenso wichtig finde ich, dass der andere in seiner Person insgesamt gewürdigt und respektiert werden muss. Und das kann man sicher auch zum Ausdruck bringen, wenn man es miteinander einübt.
Augenhöhe heißt also auch: ich respektiere und bewundere deinen Weg, deine Erfahrungen, inneren Kämpfe, glücklichen Momente, ... selbst, wenn du das nicht immer in einer Weise ausdrückst, die auch sprachlich brillant ist.

Schau mal, ich habe Dir gesagt: "Niemand wird hier an seinem Ausdruck gehindert" - ich kann mich nicht erinnern, dass irgendwer eine brilliante Sprache verlangt. Auch nicht unterschwellig. Ich kann aber auch nicht anders, als so zu schreiben, wie ich nun mal bin. Das kann man genauso wenig bewerten, das scheint aber zu geschehen. Man hat mir schon mit Anfang 20 "vorgeworfen": "Du sprichst so wie andere nicht mal schreiben können". Meine Bemühungen, mir mehr Alltagssprache anzugewöhnen sind zumindest beim Schreiben fruchtlos geblieben. Das liegt auch daran, das geschliffene Sprache Teil meiner Arbeit ist. Deswegen respektiere ich niemanden weniger, der nicht so ist wie ich - jeder hat eben andere Qualitäten, die sich unterschiedlich ausdrücken.

PS nochmal für dich, voomi: natürlich weiß ich, was das alles mit mir selbst zu tun hat. Mit eigenem Wert empfinden und so weiter. Du bist aber hier nicht ein Therapeut und auch kein erklärbär. Wenn du dich von einer offenen Äußerung deiner Mitmenschen nicht berühren lässt, sondern sie zuvor gleich zurückspiegelst, verpasst du eine ganze Menge!

Ich habe Dir gegenüber an keiner Stelle Therapeut gespielt. Ich habe im Rahmen einer Forumsdiskussion reagiert und von mir geredet, z.B. davon, dass ich auch empfindlicher reagiere, wenn mir Menschen nah sind wie in der Familie.

Die Diskussion mit Turmalin steht auf einem anderen Blatt. Wenn Du das zusammenlegst, kommt ein komisches Bild heraus, denn Du bist nicht (wie) Turmalin. Das ist ganz neutral und wertfrei gemeint.

Was Du nicht erwarten kannst, ist eine Kritik zu äußern als Feedback in einem Diskussionsthread und quasi unausgesprochen erwarten - und jetzt ausgesprochen - dass niemand darauf etwas anderes erwidert als Zustimmung. Vor allem, wenn eine kritisierte Person sich damit nicht richtig gesehen fühlt. Ich habe Dir sogar vorgeschlagen, wenn Du Deiner Stimmung Ausdruck verleihen möchtest, aber keine Reaktion bestimmter Art willst, dass Du dann den Sicheren Raum verwenden kannst.

Ich habe als Moderator immer auch ein Aussenbild des Forums im Blick. Wenn hier in einem öffentlichen Feedback-Thread Kritik geäußert wird, die zumindest von unserer Absicht her nicht zutrifft, dann muss es möglich sein, auch meinen Blickwinkel und meine Wahrnehmung zu äußern. Wenn man dann nicht zusammenfindet, ist das Grund, es auszudiskutieren, um zu schauen, woran es liegt dass die Wahrnehmungen so auseinander gehen. Evtl. kann man danach auch mal verschiedene Sichtweisen einfach stehen lassen. Aber ich lasse mir meine Meinung auch nicht unterdrücken, blos weil jemand verlangt, dass seine Meinung unkommentiert stehen bleiben soll - und das auch noch mit emotionalem Druck untermauert. Das ist eine Form sprachlicher Gewaltausübung. Damit zeigst Du eben jenen Respekt vor der Person, den Du verlangst, selbst nicht.

So und jetzt müssen wir was klären: willst Du darüber reden, was Dich stört, um vielleicht eine Lösung zu finden, oder willst Du Dir blos Luft machen? Für eine Lösung müssen wir herausfinden, was wirklich das Problem ist. Wenn Du Dir nur Luft machen willst, dann mach einen Thread im Sicheren Raum auf und verlange ausdrücklich, dass man Dich da nicht kritisieren darf - das wäre der richtige Rahmen dafür.

Meine Frage nach einem Beispiel hast Du nicht beantwortet. Dass sich jetzt verschiedene Leute melden, die aus verschiedenen Gründen mit etwas unzufrieden sind, heisst nicht, dass sie deswegen alle recht haben.

Wenn wir aber was verändern können, dann muss mehr kommen als eine für mich jenseits der persönlichen Befindlichkeit und Empfindlichkeit unverständliche Kritik, auf die ich nicht mit Veränderungen reagieren kann, wenn sie mir nicht verständlich gemacht wird.

Auch das Thema weiblich / männlich einzubringen fand ich spannend. Möglicherweise ist der Austausch, der Umgang mit Sprache tatsächlich unterschiedlich und (wenn man das nicht beachtet) komplizierter.

Was diese Frauen-Männer-Geschichte angeht: fast immer wenn das von Frauen gebracht wird, wird "Mann" mit "Logik, Intelligenz" gleichgesetzt und "Frau" mit "Emotionalität, Liebe". Das ist umgekehrter Sexismus. Ich fühle da meist eine Verletzung. Und ich will die gar nicht auf die eine oder andere Seite schieben - sie steht in der Mitte zwischen den Geschlechtern. Beide sind verletzt, und geheilt wird sie sicher nicht, indem man sie selbstgerecht festzementiert und immer wieder hin- und herschiebt. Das ist archaisch und wird immer wieder neu aufgerissen - und kann nur geheilt werden, indem jeder in sich ganz wird.
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Re: meine persönliche Sichtweise auf das Forum

Beitragvon voom » 13. Dezember 2014 13:57

raterZ hat geschrieben:*popcornhol* 8-)

Süss oder salzig?
"Die tägliche Praxis des Dzogchen ist einfach das tägliche Leben selbst.
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Re: meine persönliche Sichtweise auf das Forum

Beitragvon om.a » 13. Dezember 2014 14:11

Turmalin hat geschrieben:
.... du, Voomi,
.....


Unter dem Motto:
meine ganz persönliche Sichtweise

wüßte ich gerne von Turmalin (Frau)

warum sie so "kleinlich" mit/zu Voomi
ist,
dieser Name, ist wie ich erkennen kann, "männlich", -

Ist er auch ein :wave: :devil: "Drachenkind".

Dies alles fragt sich OM.A. :crazy: 8-)
(popkorn ist alle) :hug:
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Re: meine persönliche Sichtweise auf das Forum

Beitragvon voom » 13. Dezember 2014 14:18

take care hat geschrieben:
raterZ hat geschrieben:
asoka hat geschrieben:Da muss ich dir zustimmen es fällt schon sehr auf.

Aber nun bin ich auch da :-)


du bist witzig - hast ja angefangen mit der frage nach erleuchtung :giggle:


btw: man kann in einem thread auch mehrere diskussionen gleichzeitig führen. solange nicht zu viele teilnehmer daran dann beteiligt sind, ist es übersichtlich. wer sich nicht beteiligen will, muss ja nicht alles lesen!
aber für jeden kurzen meinungsaustausch zu zwei/dritt lohnt sichs kein thread aufzumachen.

Lieber rater,

dein freundlicher Hinweis ist sicher total nett gemeint :namaste:
Leider geht er ins Leere, denn ich bezog mich nicht auf Abläufe hier im Thread speziell, sondern auf die ausgangsfrage dieses Threads von Tobias.

Gucke:
Da du etwas erfahren wolltest, Tobias, hier mein Feedback zum Forum derzeit.


Das ist Ein Teil genau des Umgangs miteinander, der mir Probleme macht.


Das verstehe ich auch gar nicht. raterZ bezieht sich nicht auf diesen Thread sondern schreibt allgemein etwas in Bezug auf Deine Kritik der kleinen OT-Diskussionen innerhalb von Threads. Warum soll das ins Leere gehen, es bezog sich auch nicht auf die Abläufe hier im Thread? Und was ist daran im Umgang problematisch, wenn jemand eine andere Meinung hat als Du? Ich versteh es wirklich nicht - und ich würde es gerne verstehen. Wenn Deine Emotionen eigentlich nichts mit dem Forum zu tun hätten, wäre es verständlicher, aber die Möglichkeit läßt sich eigentlich nicht ausdiskutieren. Sollte es aber dennoch so sein, dann ist es nicht sachlich zu klären, weil es kein Sachproblem gibt.

Im Reallife würde ich jetzt vielleicht hingehen und Dich mal freundschaftlich-liebevoll in den Arm nehmen. An meinem Augenausdruck würdest Du erkennen, dass ich nicht das Problem bin. Wie aber löst man sowas in einem Forum?
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Re: meine persönliche Sichtweise auf das Forum

Beitragvon take care » 13. Dezember 2014 15:37

Voom, ich finde es wird langsam zu unübersichtlich!

Es ging mir um eine befindlichkeitsaussage zu mir und dem Forum.

Mein Befinden an sich ist erst mal nicht diskutierbar, auch wenn du jetzt von Gewalt sprichst.

:geek:

Ich habe mich bemüht zu erklären, woher mein Befinden kommt. Dabei Beispiele genannt, denn ich bin kein Freund von Andeutungen.

Diskutieren könnten wir, wenn es darum geht wie wir etwas umsetzen wollen oder so.
Soweit war ich noch gar nicht. Wie ich bereits am Anfang schrieb habe ich hier das eine oder andere Problem und weiß nicht nicht, ob ich das angehen kann oder will.

Wenn ich das wollte, hätte ich dich direkt angesprochen.

... Und wenn eine Auskunft über mein Befinden mit dem Forum nicht interessiert, dann ist es ja auch ok.

Natürlich bist du so, wie du bist... Offensichtlich ist jedoch kein gleichwertiger Austausch möglich zur Zeit, bei dem du mir nicht erklärst, was ich zu tun hätte. So wird es leider nix.
Liebste Grüße und take care ...
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Re: meine persönliche Sichtweise auf das Forum

Beitragvon voom » 13. Dezember 2014 15:44

Ich habe Dir den Rahmen genannt, wo eine derartige Befindlichkeitsäußerung möglich ist, ohne mit Antworten rechnen zu müssen. Warum nutzt Du den nicht und verlangst weiterhin, das möge an dieser Stelle öffentlich geschehen?

Das ist so ähnlich, als würdest Du Dich in London an die Speakers Corner stellen und eine Rede über Deine Befindlichkeit schwingen - womöglich Zuhörer direkt kritisieren - und dann verlangen, dass die Menschentraube um Dich herum das bitte so stehen lassen möge, weil Du doch "nur Deine Befindlichkeit äußern wolltest". Und dann noch den Hinweis ignorierst, dass Du Dich dann vielleicht besser in den passenderen Rahmen eines Pubs in kleiner Tafel-Runde zurückziehen solltest, statt dem eigentlich falschen Rahmen Deine Wünsche aufzuzwingen.

Ausserdem: es ist ein Unterschied, ob man über die eigenen Gefühle redet, oder Kritik an anderen äußert, mit Namensnennung, die man dann nicht mal beispielhaft begründen will. Namentliche Kritik an Anderen ist was anderes als eine reine Befindlichkeitsäußerung.

Du hättest Deine Wünsche positiv beschreiben können, erklären, was Dir fehlt, ohne es an bestimmten Personen festzumachen. Das hätte schon wieder ganz anders ausgesehen und sicherlich zu einer anderen Art von Reaktionen geführt.
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Re: meine persönliche Sichtweise auf das Forum

Beitragvon Turmalin » 13. Dezember 2014 20:09

voom hat geschrieben:Im Reallife würde ich jetzt vielleicht hingehen und Dich mal freundschaftlich-liebevoll in den Arm nehmen. An meinem Augenausdruck würdest Du erkennen, dass ich nicht das Problem bin. Wie aber löst man sowas in einem Forum?

Wenn man glauben würde, dass du das Problem wärst, würde man ja nur alles auf eine Seite schieben. Aber dein Reden hört sich immer so an, als wenn alle Probleme, Missverständnisse usw. vom anderen ausgehen. Ich kann mir nicht vorstellen, dass es jemand
so perfekten überhaupt gibt. Also man löst es, in dem man sich erst mal grundsätzlich klar macht, dass es an beiden Seiten liegt. Das ernst nimmt, was der andere sagt.
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Re: meine persönliche Sichtweise auf das Forum

Beitragvon voom » 13. Dezember 2014 20:34

Turmalin hat geschrieben:
voom hat geschrieben:Im Reallife würde ich jetzt vielleicht hingehen und Dich mal freundschaftlich-liebevoll in den Arm nehmen. An meinem Augenausdruck würdest Du erkennen, dass ich nicht das Problem bin. Wie aber löst man sowas in einem Forum?

Wenn man glauben würde, dass du das Problem wärst, würde man ja nur alles auf eine Seite schieben. Aber dein Reden hört sich immer so an, als wenn alle Probleme, Missverständnisse usw. vom anderen ausgehen. Ich kann mir nicht vorstellen, dass es jemand
so perfekten überhaupt gibt.

Also, meine Aussage war auch hier ganz spezifisch für take care gedacht, ich habe nicht gesagt, dass ich grundsätzlich nicht das Problem sein könnte. Es ist auch nicht wahr, dass ich immer alles auf andere abschieben würde. Es gibt genug Beispiele, wo ich sehr klar meinen Anteil äußere und auch mein Verhalten ändere, wenn ich es für angemessen halte. Dann ist noch auffällig, dass ich wenn ich die Ursache für etwas woanders sehe, ich klar erkennbar auf jeden einzelnen ganz verschieden reagiere. Jemand, der dazu neigt, alles von sich zu schieben hat meist eine wesentlich weniger differenzierte Sicht, weil er dabei seine eigenen Anteile auf den anderen aufprojiziert. Ein deutliches Zeichen dafür, dass jemand projiziert, ist wenn jemand bei den verschiedensten Menschen immer fast genau das gleiche sieht.

Also man löst es, in dem man sich erst mal grundsätzlich klar macht, dass es an beiden Seiten liegt. Das ernst nimmt, was der andere sagt
.
Ich zeige, dass ich etwas ernst nehme, indem ich darauf antworte und meine Wahrnehmung dazu stelle. Die ich auch meistens als meine Wahrnehmung deklariere, mehr kann ich ja gar nicht wissen als das.
Dass es grundsätzlich an beiden Seiten liegt, ist aber falsch. Es kann immer an beiden Seiten liegen. Es kann genauso gut sein, dass grad nur einer projiziert und der andere versucht, das aufzuklären. Ich merke immer dann, dass es auch etwas mit mir zu tun hat, wenn es mich emotional über Gebühr berührt. Diese Selbst-Wahrnehmung teile ich dann in einem angemessenen Rahmen ebenso mit, wie jede andere meiner persönlichen Wahrnehmungen.
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Wir sind aus uns selbst heraus erleuchtet und es fehlt uns nichts."

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Re: meine persönliche Sichtweise auf das Forum

Beitragvon Turmalin » 13. Dezember 2014 21:05

ich stimme dir zu, dass man den eigenen Anteil an den Emotionen bemerkt. Wenn man total sich in was eindreht, mit Gedanken an den anderen, er oder sie hätte dies und das und dann merkt: der andere ist ja völlig ruhig und eventuell mitfühlend, dann ist man es wohl selbst. Oder eben umgekehrt, man beobachtet, wie ein anderer Emotionen hat, und man ist ganz ruhig, dann ist er wohl in einer Projektion drin. Ich habe beides schon oft erlebt. Also ich kann mir schon vorstellen, dass es in einer bestimmten Situation wirklich nur an einem liegt. Aber ich kann mir nicht vorstellen, dass ein unerleuchteter Mensch rumläuft (wofür wir uns ja wohl alle halten) und in der Begegnung mit allen Menschen liegen sämtliche Konflikte an anderen. Vielleicht ist mir ja etwas entgangen, aber bei mir kommt von dir eine große Selbstsicherheit an und ich habe noch nicht mitbekommen, dass du etwas, was du gesagt, oder getan hast, als Fehler bezeichnest. Was mich eben etwas wundert, denn ich mache NUR Fehler. Drachenkind behauptet glatt, dass der Grund, wieso du nie was einsiehst ist, weil du eben so gut wie nichts falsches sagst oder tust. Gegenüber dieser These bin ich dann doch skeptisch. Ich hoffe mal, mir sind Einsichtsmomente deinerseits bisher einfach entgangen aus Unachtsamkeit. Ich habe hier kein Problem persönlich. Da ich eben so manche kleine Sache, die nicht so läuft wie ich mir das wünsche, für mich einfach damit begründe, dass das hier nicht so sehr "dran" ist in meinem Leben, wie z. B. mit Forentreffen usw. Aus dieser Haltung könnte auch eine Unachtsamkeit entstanden sein. Ich weiß also nicht wirklich, wie die Dinge liegen. Also ich bilde es mir nicht ein. Denn oft ist es ja so, dass die, die denken: " Ich weiß, dass es so und so ist" noch weniger wissen, als der, der weiß, dass er nichts weiß.
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Re: meine persönliche Sichtweise auf das Forum

Beitragvon voom » 13. Dezember 2014 21:27

Diese Selbstsicherheit hat schon viele irritiert, das ist nichts Neues für mich. Was ich da schon alles gehört habe ;)

Sachlich: Ich kann eigentlich schon guten Gewissens sagen, dass ich sehr wenige sachliche Fehler mache. Das liegt daran, dass ich einfach nichts schreibe, wenn ich mir nicht sicher bin, oder ich sage gleich dazu, dass ich nicht sicher bin. Oft ist es so, dass ich eine kurze Zeit nach einem Beitrag eine Intuition oder Eingebung habe, dass da bei meinem Beitrag was schief ist, missverständlich oder was auch immer. Ganz besonders dann, wenn es um buddhistische Sachen geht. Dann schaue ich nochmal in Ruhe drüber, recherchiere etwas wenn nötig genauer und korrigiere das. Direkt im Beitrag - oder wenn das nicht geht, wie im BL, halt durch einen neuen Beitrag, wo ich mich zitiere und korrigiere. Generell bleibt ein Beitrag bei mir selten in der ersten Fassung bestehen, oft lese ich wichtige längere Beiträge 4 mal oder öfter und korrigiere sie. Sowohl inhaltlich, als auch sprachlich. Das ist einer der Gründe, warum meine Sprache oft so "geschliffen" wirkt - sie ist dann eben genau das: geschliffen. Ich schleife den Rohdiamant so lange, bis er strahlt ;)

Menschlich: Hier kommt es leichter schon mal vor, dass ich Fehler mache in der Einschätzung. Das kann verschiedene Gründe haben, meine eigene Befindlichkeit zu dem Zeitpunkt oder dass ich nicht genug Informationen habe für eine klare Einschätzung. Wenn mir konkret etwas vorgeworfen wird, schaue ich, ob ich das schon öfter gehört habe, ob es für mich sachlich zutrifft, was die andere Person in ähnlichen Situationen zu mir oder anderen gesagt hat, was die Person in anderen Beiträgen gerade parallel geschrieben oder über ihre augenblickliche Situation preis gegeben hat usw. usf. Daraus formt sich ein umfassendes Bild. Dann muss ich noch schauen, wie die Person normalerweise reagiert und was daher angemessen ist, darüber überhaupt offen zu sagen oder nicht. Dann noch die Frage: besteht ein "öffentliches Interesse" an der Aufklärung, wer kann mitlesen usw. Das sind alles Prozesse die bei mir aus Erfahrung sehr schnell ablaufen, innerhalb weniger Minuten womöglich, so dass ich scheinbar umgehend "emotional" reagiere, aber eigentlich ist das schon das Ende eines sehr umfangreichen Prozesses. Dazu kommt noch eine gut ausgeprägte Intution und ein empathisches oder besser: hellfühliges Erfassen im Raum stehender Emotionsenergien. Um die richtig interpretieren zu können, brauche ich aber die ganzen anderen Informationen, die ich auf "weltlichem" Weg gesammelt habe.

Blos weil da z.B. eine Verletzung im Raum steht, die ich fühle, ist noch nicht gesagt, ob sie zu mir gehört, zu dem Gesprächspartner, einem mitlesenden Dritten, oder alles zusammen. Ich erkenne aber z.B. daran, dass ich zwar eine Verletzung fühle, aber mich nicht verletzt fühle, dass es nicht nahe bei mir ist. Der Unterschied ist subtil, aber wenn man darauf achtet trotzdem deutlich. Aber auch wenn es nicht von mir ist, muss es trotzdem nicht sein, dass ich richtig erkenne, woher es bei jemand anders kommt. Die Ursache kann akut oder traumatisch sein, bewusst oder unbewusst usw.

Ich bin der Meinung, dass die meisten halbwegs intelligenten Menschen, wenn sie die gleiche Erfahrung haben wie ich und sich die Mühe machen, alles so genau zu beobachten und zu verknüpfen, in der Lage sind, vergleichsweise wenige "Fehler" zu machen.

Noch ein wichtiger Aspekt ist, was meine Selbstsicherheit angeht, dass ich mich nicht kleiner fühle, oder schuldig oder sonstwie schlecht, wenn ich einen Fehler bei mir erkenne und zugebe. Das tue ich dann mit der gleichen Sicherheit wie alles andere auch, was dazu führt, dass man zwar vielleicht liest, dass ich etwas zugebe, aber nicht das fühlt, was man von sich oder anderen kennt, wenn man in der gleichen Lage ist. Deswegen speichert man das vielleicht gar nicht als Fehler ab, weil da kein energetischer Bruch ist.
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