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Metta

Einfache Fragen und Antworten (nicht nur) für Buddhismus-Neulinge

Metta

Beitragvon Fre13nds » 5. April 2015 21:41

Hey Leute
Wie praktiziert man metta bzw. Das man wirklich liebende gute entwickelt ?
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Re: Metta

Beitragvon voom » 5. April 2015 21:48

Hey Fre13nds, erstmal herzlich Willkommen im Forum! :)

Du schreibst bei Deiner Richtung "Theravada", daher überlasse die Antwort auf die Frage besser jemand, der auch vorwiegend Theravada praktiziert. Ist besser als wenn ich da aus meinem Blickwinkel des Vajrayana was versuche darzustellen.
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Re: Metta

Beitragvon Turmalin » 5. April 2015 21:53

Ich glaube, er ist noch jung, Voom.
Ach hallo Friends- ich bin Draggyblackdotts. :welcome:
Also Voom du kannst ruhig mal die Vajrayana-Sicht vorstellen. Ich glaube nicht dass er (oder sie?) schon alles kennt und sich gegen etwas entschieden hat.
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Re: Metta

Beitragvon voom » 5. April 2015 22:06

Im Mahayana bietet es sich an, auf einen Buddha-Aspekt zu meditieren, der das verkörpert, was man entwickeln will.

Also hier könnte das dann der Buddha "Liebevolle Augen" sein (tibetisch: Chenrezig), oder der weibliche Buddha Tara (Befreierin).

Die Idee dahinter ist, dass es leichter ist, etwas durch Identifikation mit einem Vorbild zu lernen, als durch Bücher oder blosse Ideen.

Eigentlich geht es sogar darum, dass man im Diamantweg / Vajrayana davon ausgeht, dass man diese Qualitäten gar nicht entwickeln muss, sondern dass sie schon längst auf natürliche Weise Teil von uns sind und wir sie nur freilegen müssen.

Dann ist der Buddha-Aspekt, auf den man meditiert, einfach ein Spiegel für diesen Teil von uns selbst. Indem wir ihn uns im Aussen vergegenwärtigen, ist es ja in Wirklichkeit trotzdem so, dass dieses Bild in unserem Geist entsteht und genau da drückt es die nötigen Knöpfe, damit die Qualität in uns wach wird.

Ist das einigermassen verständlich? Wenn nicht, einfach nachhaken! :)
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Re: Metta

Beitragvon asoka » 5. April 2015 22:08

@Turmalin, sollte das Er oder Sie nicht selbst entscheiden auch wenn Er oder Sie noch sehr jung und sich noch nicht festgelegt hat?

Sollte man sich auch noch nicht festgelegt haben kann man daraus schliessen da auch direkt nach Metta gefragt wurde das hier erstmal das Intresse besteht auf diesen Punkt des Dharmas.

Gerade wenn man die ersten Schritte macht ist das Problem da es soviele Möglichkeiten gibt dem Dharma zu folgen das es schnell zur verwirrung führen kann.

Voom hat sehr überlegt geantwortet. ;-)

Und auch von mir ein Willkommen. :-)

Kurze Vorstellung wer natürlich nicht schlecht da man dadurch zumindest deinen Wissensstand etwas einschätzen könnte und besser auf deine Fragen antworten.
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Re: Metta

Beitragvon voom » 5. April 2015 22:11

Gut gesagt, asoka :) Ich habe trotzdem jetzt mal die Mahayana- und Vajrayana-Sicht kurz angerissen und baue immer noch auf kompetente Antworten von anderen, die genauer auf die Frage eingehen, so wie sie gestellt wurde.... ;)
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Re: Metta

Beitragvon asoka » 5. April 2015 22:20

Fre13nds hat geschrieben:Hey Leute
Wie praktiziert man metta bzw. Das man wirklich liebende gute entwickelt ?


Wenn man nach dem Palikanon geht ja!
http://www.palikanon.com/khuddaka/sn/sn_i08_152.html

Und Buddha sagte man sollte die Dinge nicht nur glauben weil er es sagte sondern man solle sie für sich prüfen.

Daher würde ich sagen probiere es aus und finde es heraus ob man es entwickeln kann.

Jedoch würde ich falls du noch garkeine Erfahrung haben solltest mit Meditation noch nicht damit beginnen sondern erst mit einer einfacheren Meditationform.

Hoffe damit ist erstmal beantwortet was deine Frage war.

Gruss asoka
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Re: Metta

Beitragvon Ayu » 6. April 2015 08:22

Fre13nds hat geschrieben:Hey Leute
Wie praktiziert man metta bzw. Das man wirklich liebende gute entwickelt ?

Durch regelmäßige Ausübung der Metta-Meditation.
Der Geist gewöhnt sich dadurch daran und liebende Güte entsteht dann scließlich spontan und natürlich. Das liegt daran, weil man die egozentrische Sichtweise übt umzukehren.
Es wird auf dem Sitzkissen im Geiste geübt und dann im Alltag allmählich immer besser umgesetzt.
Fehler gibt man vor sich selbst zu und arbeitet einfach daran. Man muss nicht von Anfang an perfekt sein, es geht auch nicht darum Metta darzustellen, sondern es ehrlich in den Alltag zu integrieren. Dabei lernt man sehr viel über den eigenen Geist und kommt ganz langsam und allmählich in kleinen Schritten in die Lage, ihn zu meistern.
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Re: Metta

Beitragvon raterZ » 6. April 2015 08:59

erstmal auch durch vipassana meditation. weisheit & mitgefühl sind zwei seiten einer medaille. wenn man durch weisheitsmeditation mitgefühl in sich geweckt hat wie eine kleine flamme, kann man diese dann vergrößern, indem man danach mit wohlwollen kontempliert, dass alle möglichen lebewesen glücklich sein sollen - dazu gibts ne klassische reihenfolge, die man beachten kann.
man kann auch dabei visualisierend vorgehen und sich vorstellen, wie das eigene herz halt mitgefühl in alle 10 richtungen schickt.
'Mögen alle Wesen frei sein von Haß, Bedrückung und Beklemmung! Mögen sie ihr Leben glücklich verbringen! Möge alles was Atem hat, alle Geschöpfe, alle Individuen, alle im persönlichen Dasein Einbegriffenen frei sein von Haß, Bedrückung und Beklemmung! Mögen sie ihr Leben glücklich verbringen!'


"Jedwede Richtung mit dem Geist durchstreifend
Traf keinen ich, den mehr man liebte als sich selbst:
So ist den andern allen lieb ihr eignes Selbst.
Drum, allen Gutes wünschend, tu man keinem weh."


wichtig dabei ist aber, dass man mit sich selber auch anfängt. das wird gerne vergessen hier im christlichen kontext. erst wer sich selber auch liebe schenken kann, kann daran denken es anderen wesen zu tun.
- meine Aussagen bezüglich des Vajrayanas beziehen sich größtenteils auf eigene Erfahrung -
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Re: Metta

Beitragvon Tobias » 6. April 2015 11:04

Hallo Fre13nds,
auch von mir ein herzliches Willkommen im Forum

Auf deine Frage gibt es mehrere Möglichkeiten zu antworten.

Für mich hat Vipassana so wie es raterZ beschrieben hat immer etwas mit dem Weisheitsaspekt zu tun. Aber er hat natürlich recht. Man kann aus dieser Weisheitsübung Mitgefühl entwickeln. Genauso wie man aus einer Mitgefühlsübung gleichzeitig Weisheit entwickeln kann.

Mein persönlicher Ansatz für eine Mitgefühlsmeditation wäre tonglen

hier eine Beschreibung aus Wikipedia:

Tonglen ist ein Weg zur Erleuchtung, indem man sich mit allen Wesen identifiziert. Man verbindet sich gedanklich mit dem Leid seiner Mitwesen. Man vergegenwärtigt sich ihre Gefühle (Ängste, Wut, Trauer, Sehnsucht) und transformiert sie in seinem eigenen Geist durch Lichtvorstellungen, positive Wunschssätze (Gedankenarbeit) und durch eine Meditation auf das Leid. Durch diese Praxis entsteht Glück im eigenen Geist. Dann ist nach Vorstellung der Tonglen-Praktizierenden auch der Geist der leidenden Mitwesen gereinigt, weil alle Wesen miteinander verbunden sind (das ist die Grundannahme des Tonglen). Dadurch verringert sich das Leiden.[1]

Als zweiten Schritt beim Tonglen sendet man gedanklich allen leidenden Wesen Glück. Man wünscht, alle Wesen mögen glücklich sein. Im tibetischen Tonglen wird diese Übung des Abnehmens von Leid und des Sendens von Glück als Atem-Meditation geübt. Man atmet alles Leid seiner Mitwesen ein und atmet Glück zu ihnen hin. Dieses macht man im ständigen Wechsel, bis man eins mit seinen Mitmenschen ist. Man kann auch mit dem Senden von Glück beginnen und das Nehmen von Leid als zweiten Schritt praktizieren.[2]

Im tibetischen Buddhismus (Vajrayana) gibt es Beispiele, wobei Tonglen traditionell sehr radikal ausgeübt wird. Man nimmt alles Leid von seinen Mitwesen und gibt ihnen all sein Glück.[3] Dieser radikale Weg kann einen spirituell Übenden überfordern.

Ein im Westen bevorzugt praktizierter sanfter Weg des Tonglen ist es, zuerst mit sich zu beginnen. Man atmet gedanklich sein persönliches Leid ein und atmet Glück dorthin aus. Dann verbindet man sich mit einem Freund, einem Feind, mit allen nahen Wesen und zum Schluss mit allen Wesen.[4] Durch diese Praxis identifiziert man sich mit allen Wesen, kultiviert im eigenen Geist Liebe und Mitgefühl und kann so dem Ziel der Erleuchtung näher kommen.


Liebe Grüße
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Re: Metta

Beitragvon Turmalin » 6. April 2015 13:24

Ich denke, die Tonglen-Übung ist der Metta-Übung aus dem Theravada am nächsten.
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Re: Metta

Beitragvon asoka » 6. April 2015 13:36

Gebe dir recht Turmalin nur ich bin der Meinung Tonglen ist ein höheres Level und schwieriger.
Und wird unterschätzt im vergleich zu allen anderen Methoden die es gibt.
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Re: Metta

Beitragvon Ayu » 7. April 2015 09:51

Tobias hat geschrieben:...

hier eine Beschreibung aus Wikipedia:

Tonglen ist ein Weg zur Erleuchtung, indem man sich mit allen Wesen identifiziert. Man verbindet sich gedanklich mit dem Leid seiner Mitwesen. Man vergegenwärtigt sich ihre Gefühle (Ängste, Wut, Trauer, Sehnsucht) und transformiert sie in seinem eigenen Geist durch Lichtvorstellungen, positive Wunschssätze (Gedankenarbeit) und durch eine Meditation auf das Leid. Durch diese Praxis entsteht Glück im eigenen Geist. Dann ist nach Vorstellung der Tonglen-Praktizierenden auch der Geist der leidenden Mitwesen gereinigt, weil alle Wesen miteinander verbunden sind (das ist die Grundannahme des Tonglen). Dadurch verringert sich das Leiden.[1]

Als zweiten Schritt beim Tonglen sendet man gedanklich allen leidenden Wesen Glück. Man wünscht, alle Wesen mögen glücklich sein. Im tibetischen Tonglen wird diese Übung des Abnehmens von Leid und des Sendens von Glück als Atem-Meditation geübt. Man atmet alles Leid seiner Mitwesen ein und atmet Glück zu ihnen hin. Dieses macht man im ständigen Wechsel, bis man eins mit seinen Mitmenschen ist. Man kann auch mit dem Senden von Glück beginnen und das Nehmen von Leid als zweiten Schritt praktizieren.[2]

Im tibetischen Buddhismus (Vajrayana) gibt es Beispiele, wobei Tonglen traditionell sehr radikal ausgeübt wird. Man nimmt alles Leid von seinen Mitwesen und gibt ihnen all sein Glück.[3] Dieser radikale Weg kann einen spirituell Übenden überfordern.

Ein im Westen bevorzugt praktizierter sanfter Weg des Tonglen ist es, zuerst mit sich zu beginnen. Man atmet gedanklich sein persönliches Leid ein und atmet Glück dorthin aus. Dann verbindet man sich mit einem Freund, einem Feind, mit allen nahen Wesen und zum Schluss mit allen Wesen.[4] Durch diese Praxis identifiziert man sich mit allen Wesen, kultiviert im eigenen Geist Liebe und Mitgefühl und kann so dem Ziel der Erleuchtung näher kommen.


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Für mich war seinerzeit, als ich es lernen wollte, ein Haken an dieser gängigen Beschreibung:
Bevor ich etwas verschenken kann, muss ich es haben.
Was mir also grundlegend zur Ausübung fehlte, war eine klare Vorstellung von Glück, und die Vorstellung, dass ich es hätte. Bei einem Wochenendseminar zum Thema "Tonglen" erkannte der Lehrer, dass dies ein Grundproblem in der Gruppe war, und wir arbeiteten zwei volle Tage an diesem Geben.
Die ersten Knoten waren schonmal bei einem selbst: sich selbst Glück zu gönnen klingt erstmal selbstverständlich, ist aber gar nicht so einfach.
Dann der dickste Knoten war, meinem "allerärgsten Feind" alles zu geben, was er (sie) sich wünscht. Das war doch die Person, die ständig mir alles wegnehmen wollte! Da hatte ich einen inneren Festhaltekrampf und die Tränen flossen, echt.
Als das gegnügend durchgearbeitet war, wurde Tonglen möglich.

Wenn ich es jetzt praktiziere, ist meine Vorübung, mir alles Glück als strahlendes, juwelengleiches Licht vorzustellen, das bei mir ist.
Wenn ich dann das Leid der Wesen als schwarzen Rauch einatme, so trifft der auf eine schwarze Erbse in meinem Herzen: meine eigene Selbstsucht.
Die Erbse wird durch den auftreffenden Rauch gesprengt und das helle strahlende Licht wird dadurch freigesetzt. So ist es eine Freude, davon so viel wie möglich abzugeben, denn erst durch das Geben breitet es sich aus und alles wird hell.
Da der Wechsel von schwarzem Rauch und hellem Licht mit dem Ein- und Ausatmen geht, braucht es eine Weile Übung, bis es ruhig fließt.

Der Lehrer bei dem Seminar meinte noch, wenn wir mit etwas nicht klarkommen, ist dass ein Zeichen, dass etwas falsch läuft und es ist dann richtig, es so nicht weiterzuüben.

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Re: Metta

Beitragvon asoka » 7. April 2015 11:34

Finde den Thread echt witzig.... :giggle:
Eine Frage und soviele Egos. :kartika:
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Re: Metta

Beitragvon voom » 7. April 2015 11:55

Ego klingt so negativ; ich würde eher sagen: so viele individuelle Ansätze und Möglichkeiten :)
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Re: Metta

Beitragvon Fre13nds » 8. April 2015 17:57

Leute Erstmal ein Riesen dank das ihr hier so kompetente antworten abgebt ! :grin: Ich stelle mich am besten mal vor : Ich praktiziere den Theravada Buddhismus seit ein/einhalb Jahren. hierzu muss man auch sagen das ich damit angefangen hab weil ich nichts anderes kannte.Ich bin noch auf keine Richtung spezialisiert , bin aber echt interessiert wie die anderen Richtungen denn so sind.Wär nett wenn ihr einfach mal mir privat/ muss net , eure Richtung vorstellt :D
lg schon im Voraus
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Re: Metta

Beitragvon Turmalin » 8. April 2015 18:02

Unsere Richtung ist Vajrayana- Buddhismus. Wer diesen in Reinform vertritt, darüber herrscht Uneinigkeit.
:goovibes:
Hier in der Frage sind wir uns wohl einig: Du könntest eine Tonglen-Meditation machen. Die steht in dem Beitrag von Tobias. Fang einfach an. Fragen dazu kannst du hier posten.
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Re: Metta

Beitragvon voom » 8. April 2015 18:07

"Unsere Richtung" kann man da wohl auch nicht so wirklich sagen. Wir haben auch, wenn auch leisere, Vertreter anderer Richtungen. Über mehr Zen oder Theravada würde ich mich zur Bereicherung sehr freuen.

Die Richtung vorzustellen, ein Stück weit passiert das ja schon mit den Antworten auf die Fragen, die jeder aus seiner Perspektive stellt und beantwortet.

Wie hast Du denn Theravada kennengelernt und wie sieht Deine Praxis im Alltag so aus?
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Re: Metta

Beitragvon Fre13nds » 8. April 2015 20:38

ich habe den theravada Buddhismus eigentlich ganz unspektakulär kennengelernt.Ich habe ein video von samadhi sangha gesehen mit Rodrigo Gonzales (wenn den einer kennt ) welcher über Theravada Buddhismus geredet hat. ich habe mich erkundigt und habe schnell rausgefunden das das das ist was ich will,ich bin aber allen anderen Richtungen auch völlig offen.Morgens setzet ich mich vor meinem altar und rezitier meine pujas(mantras nicht so oft) ich verwende eine Kurzform , zu festen aber auch eine längere.Dies mach ich morgens, abends und vor der Meditation.Etwas später meditiere ich Samantha und vipassana Meditation.Gegen den Abend hin eher Mette meditation.Am Abend lese ich meist mir noch die Lehrreden des Buddhas durch und beschäftige mich mit dem Dharma.
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Re: Metta

Beitragvon Tobias » 8. April 2015 21:01

Ja ich kenne diese Sangha habe ein paar ihrer Videos auf Youtube gesehen.

Ich wünsche dir viel Erfolg im Studium und Praxis
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Re: Metta

Beitragvon Fre13nds » 8. April 2015 21:21

Tobias
Wie sieht den bei euch so die " routine " aus ? Danke nochmal Tobias wegen der Tonglen Meditation : D
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Re: Metta

Beitragvon Tobias » 8. April 2015 21:29

Hallo
bitte schön,

Naja das hängt immer von der Lebensphase ab in der ich mich befinde. Ich war für einige Wochen im Retreat d.h. intensiveres Textstudium als sonst und mehr Meditation.

In der Regel meditiere ich 2x täglich und habe eine Traumyoga-Praxis die ich während des Einschlafens ausführe.

Meine Hauptmeditation wechselt immer mal von Zeit zu zeit Hauptsächlich Vipassana dann aber auch Treckchöd oder eine Yidam/Gottheiten-Meditation da geht es dann eher um die Erzeugungs-und Vollendungsphase.

Liebe Grüße
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Re: Metta

Beitragvon Fre13nds » 8. April 2015 21:57

Hallo
Wie funktioniert die yidam;Gottheiten Meditation ?
Liebe grüße Fre13nds
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Re: Metta

Beitragvon Turmalin » 8. April 2015 22:04

Fre13nds hat geschrieben:Hallo
Wie funktioniert die yidam;Gottheiten Meditation ?
Liebe grüße Fre13nds

zu jedem Yiddam gehört ein Mantra. Ich habe mich damals erst mal mit den Mantren angefreundet.


Video direkt über Youtube aufrufen

das ist das Mantra des Buddha des Mitgefühls, Chenrezig oder Avalokiteshvara. Du kannst dir ja auch mal angucken, wie der Buddha des Mitgefühls aussieht. Er hat vier Arme, die für vier verschiedene Qualitäten des Mitgefühls stehen. hab ich vergessen, wie die vier Qualitäten beschrieben werden :shy:
Aber mehr als das Mantra und Bilder würde ich mir nicht angucken. Man geht zu einem tibetischen Meister und bekommt eine Energieübertragung. Danach beschäftigt man sich damit.
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Re: Metta

Beitragvon voom » 8. April 2015 22:19

Das ist auch die typische Melodie, wenn Tibeter das singen. Man muss es aber nicht singen. Es gibt eine Sanskrit-Version: OM MANI PADME HUM und eine tibetische Version: OM MANI PEME HUNG

Wenn Du eine Meditation einfach nur mal ausprobieren willst, dann schau mal hier: http://anfaengergeist.net/einfache-medi ... ra-t2.html Das ist auch für Mitgefühl, aber ein weiblicher Buddha.
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