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Persönliche Projekte / buddhistische Fragestellungen

Erfahrungen, Erlebnisse und Begegnungen

Persönliche Projekte / buddhistische Fragestellungen

Beitragvon Tobias » 18. Mai 2014 03:25

Hallo,
in diesem Bereich könnt ihr dem Forum mitteilen woran ihr gerade im buddhistischen Bereich so arbeitet oder was euch so beschäftigt.

Ich fange mal an.

Ich habe schon seit einiger Zeit vor Samadhi /Shamatha genauer zu studieren. In den Lehren des Mahayana die ich bisher kenne wird Shamatha an einem bestimmten Punkt abgebrochen um dann zu Vipassana oder Tantra überzugehen. Im Vortrag von J. Litsch wurde mir klar, dass der Buddha viel tiefgründiger konzentriert meditiert hat als ich es aus den Shamatha-Belehrungen kenne.

Deshalb steht eine intensive Kontemplation an mit Hilfe des Buches Im stillen Meer des Glücks: Handbuch der buddhistischen Meditation.
Genau sowas habe ich gesucht, denn ich brauche etwas was frei vom Stil des Palikanon ist.

Liebe Grüße
Tobias
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Re: Persönliche Projekte / buddhistische Fragestellungen

Beitragvon Ayu » 18. Mai 2014 09:27

Na, viel Erfolg und gutes Vorankommen damit. :)

Willst Du die jeweiligen Projekte hier alle in einem Thread?

Mein neuestes Projekt sind Niederwerfungen á la Gelugtradition. Man rezitiert dabei auswendig die 35 Erkenntnisbuddhas wie sie im Bekenntnissutra vorkommen.
(Bei diesem "Bekenntnis" geht es um das Offenlegen vergangener unheilsamer Taten, nicht um ein Glaubensbekenntnis wie bei den Christen.) Eine Reinigungsübung.
Es ist eine schöne Erfahrung, mit meinem inneren Schweinehund umzugehen, ihn direkt kennenzulernen und ihn auszutricksen. Macht Spaß. :D

Ein älteres und längerfristiges Projekt ist das Durcharbeiten des Buches "Die Mittlere Lehre des Nagarjuna". Der Übersetzer hat Großes geleistet, solch einen Text möglichst wortgetreu zu übertragen - nur ist dabei die deutsche Sprache ins Hintertreffen geraten. Er hat sich nicht getraut zB aus einem "hat" ein "hätte" zu machen und dadurch ist der Text recht unverständlich. Denn oft stellt Nagarjuna Hypothesen auf („hätte", "wäre", "müsste"), um sie nach der Betrachtung zu verwerfen. Wenn die Annahme also nicht sprachlich als solche gekennzeichnet ist, fällt man erstmal immer wieder drauf rein und hält sie für eine Feststellung oder Behauptung.
Ich kann Nagarjuna erst überhaupt verstehen, seit ich mich mit dem Thema Leerheit unter Anleitung schon mal anderweitig befasst habe.
Einfach so lesen kann ich es nicht, da gehen zu viele wichtige Details unter. Also nehme ich mir immer einen Textabschnitt vor und schreibe ihn in meinen eigenen Worten um. Eine Übersetzung von Deutsch in Deutsch sozusagen. :)
Das kann ich leider nicht täglich machen - der Kopf muss frei dafür sein und es muss innere Ruhe sein. Hoffentlich werde ich dieses Projekt noch vor meinem Lebensende fertigstellen. Das wäre schön.

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Re: Persönliche Projekte / buddhistische Fragestellungen

Beitragvon Ipek » 18. Mai 2014 10:51

Alles Gute ! :smilestill:

In den Lehren des Mahayana die ich bisher kenne wird Shamatha an einem bestimmten Punkt abgebrochen um dann zu Vipassana oder Tantra überzugehen.


Ich bin sehr froh,daß ich von der Zen-Übung her,wo Samatha / Zazen niemals "abgebrochen" wird, auf dieses Thema gestoßen bin. Dadurch wurde mir klar, daß die Überleitung zu Vipassana und Tantra in anderen Schulen meist einen theoretisch-vorgreifenden Lehr-Charakter hat.

Ich habe zum Glück später auch nur Rinpoche gehört, die weiterführende Themen höchstens mal anschnitten, denn die weiterführenden Themen sind für die meisten von höchstem, höherem Interesse, es erweckt Neu-Gierde auf "Vielfalt", auf Ablenkung und verschütten, beschäftigt man sich diskursiv und schließlich auch versuchsweise praxistechnisch damit, die Basics: Bodhichitta und Samatha, Sati ( Achtsamkeit) .

Leider geben die Lehrer oft den Begierden und Wünschen der Laien nach. Traditionell wird nämlich nach dem spirituellen Erfahrungsstand - nicht nach Buchwissen ! - parallel eine Unterweisung gegeben, meist im Dialog. Das hat sich im Westen durch die Laienanhängerschaft und die massenweise Verbreitung von Lehrmaterial ( aus Klöstern und von Praktizierenden, die alle irgendwie ihren Senf in Buchform auf den Markt schmeißen müssen) aufgeweicht. Es kommt in der Folge zu enormen Missverständnissen und Frustrationen und Praxisabbrüchen.

Die Basic ist Samatha und Bodhichitta. Nicht allein die Basic. Es ist das Dach, die Wände, der Keller, die Dielung, der Vorhof, die Tür, der Weg. Alles wovon sonst noch die GROßE Rede ist, entfaltet sich auf natürliche Weise daraus. Weil aber GROßE, GEWICHTIGE Rede ist, vermeinen die Leute, daß sie etwas entwickeln, etwas herstellen müssten. Es wird etwas Künstliches und Getrenntes daraus, etwas Konstruiertes. Und schon ist die Natürlichkeit, die Intuition im Eimer.

Den "Tibetern" empfehle ich aus diesen Gründen penetrant Ringu Tulkus Büchlein. Es ist unmöglich damit auf Irrwege zu geraten. Eine grandiose Basic. Voll natürlich, keine Konzepte http://bodhicharya.org/bookshop/ gibts auch ein paar auf Deutsch von. Zum Beispiel im Bodhicharya-Bookshop in Berlin. Aber die hören meistens nicht auf mich, weil ich gehöre ja nicht "richtig" zum "Club". :P

Zum Thema: Mein Projekt ist das "Bodhisattva-Ding" auf Zen Art ( was aber völlig intuitiv aufkam oder karmisch )- und ich schätze das wird sich " ne Weile" hinziehen...
"Wir müssen gründlich sein, jeden Tag müssen wir in jedem Moment gründlich wir selbst sein, ohne dafür etwas zu erwarten. Oftmals ist das eine bittere Wahrheit. Sie verlangt, daß wir uns auf die Person einlassen,die wir sind, darauf was wir denken, was wir sagen und was wir mit unserem Körper tun. Wir müssen das tun, um diesen dünnen Schleier der Illusion zu durchdringen, der uns von unserer unbegrenzten, spontan verfügbaren Güte trennt" ( Tenshin Reb Anderson)


Achtsamkeit.

Die schlichtesten, kürzesten Texte und Reden in Mitgefühl und Weisheit sind immer die Besten. Je dicker und konstruierter und ausschweifender ein Text, ein Buch, eine Rede,ein Teaching desto gefährlicher. Es verschüttet den intuitiven Zugang, es verschüttet den Herzgeist mit konzeptuellen Dualismen. Egal wie heilig und genial das daherkommt. Die Patriarchen warnten davor nicht nur die Sutten übermäßig zu studieren, sondern auch die Texte der Patriarchen ! Sie meinen den ausklamüserten Technik-Teil darin. Naja, heute weiß ich warum. :eh: :smilestill:

:buddha: :hug:
Es besteht, Mönche, das Ungeborene, Ungewordene, Ungeschaffene, Unzusammengesetzte.
Wenn dieses Ungeborene, Ungeschaffene, Unzusammengesetzte nicht bestünde,- nicht wäre dann ein Entrinnen
aus dem Geborenen, Gewordenen, Geschaffenen, Zusammengesetzten zu erkennen.
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Re: Persönliche Projekte / buddhistische Fragestellungen

Beitragvon Tobias » 18. Mai 2014 21:40

Na, viel Erfolg und gutes Vorankommen damit. :)

Willst Du die jeweiligen Projekte hier alle in einem Thread?


Danke, und nein, hatte eigentlich vor das alles in einem Thread zu machen. Ich plane hier auch keine große Diskussion von meiner Seite aus, sodass ein Thread reicht. Ihr könnt aber gerne dagegen argumentieren.

in älteres und längerfristiges Projekt ist das Durcharbeiten des Buches "Die Mittlere Lehre des Nagarjuna". Der Übersetzer hat Großes geleistet, solch einen Text möglichst wortgetreu zu übertragen - nur ist dabei die deutsche Sprache ins Hintertreffen geraten. Er hat sich nicht getraut zB aus einem "hat" ein "hätte" zu machen und dadurch ist der Text recht unverständlich. Denn oft stellt Nagarjuna Hypothesen auf („hätte", "wäre", "müsste"), um sie nach der Betrachtung zu verwerfen. Wenn die Annahme also nicht sprachlich als solche gekennzeichnet ist, fällt man erstmal immer wieder drauf rein und hält sie für eine Feststellung oder Behauptung.


Ja , in diesem Punkt halte ich die Gelugs für urbuddhistisch. Diese starke analytische herangehensweise und das aufstellen von Thesen und Antihesen Beweisen und Gegenbeweisen ist ein interessantes Mittel. Leider habe ich dazu noch nicht den Zugang den ich mir wünschen würde.

Ich wünsche dir viel Erfolg bei dem Projekt.

Einfach so lesen kann ich es nicht, da gehen zu viele wichtige Details unter. Also nehme ich mir immer einen Textabschnitt vor und schreibe ihn in meinen eigenen Worten um. Eine Übersetzung von Deutsch in Deutsch sozusagen. :)
Das kann ich leider nicht täglich machen - der Kopf muss frei dafür sein und es muss innere Ruhe sein. Hoffentlich werde ich dieses Projekt noch vor meinem Lebensende fertigstellen. Das wäre schön.


Das verstehe ich sehr gut. In gewsisser Weise ist das ja auch analytische Meditation bzw. Kontemplation. Es ist klar dass du dafür innere Ruhe und einen klaren Geist brauchst.
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Re: Persönliche Projekte / buddhistische Fragestellungen

Beitragvon Ayu » 19. Mai 2014 00:09

Uih, Tobias, das freut mich nun, dass Du was dazu gesagt hast, denn bisher ist das ein Dings, wo ich mich kaum je mit jemanden wirklich darüber unterhalten konnte. Ja, diese Arbeit geht nahe an die Meditation ran. Bzw, wenn man nicht weiterkommt und an einen Balken im Kopf stößt, bleibt nur übrig sich hinzusetzen und das wirken zu lassen. Dann wird's irgendwann ganz logisch.
Ich glaub aber es gibt Leute, die können es auch einfach so lesen... Aber die meisten nicht.

Jedenfalls: Nagarjuna ist kein Gelug, nur dass das hier keiner denkt. Er gehört ja in eine Linie, die noch vor dem tibetischen Buddhismus überhaupt bestand. Und auch der Zen-Buddhismus usw hat Nagarjuna in seiner Linie. Ein Urvater. Wenn ich ihn lese, kribbelt mir die Freude durch's Rückgrat. :smilestill:

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Re: Persönliche Projekte / buddhistische Fragestellungen

Beitragvon Ipek » 19. Mai 2014 07:42

Ja, der 14. indische Patriarch. Habe gerade,durch deine Empfehlung, ein paar Verse von ihm gelesen. Wird ich jetzt öfters machen, ist sehr hilfreich. Schönes "Projekt", Ayu :smilestill:
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Re: Persönliche Projekte / buddhistische Fragestellungen

Beitragvon voom » 19. Mai 2014 09:49

Ich habe derzeit kein Projekt dieser Art, aber was ich erwähnenswert finde, ist Gampopas "Juwelenschmuck der Befreiung" - weil es eben nicht einfach ein Text ist, den man runterliest, sondern ein Erfahrungszyklus, der wie eine Pyramide aufgebaut ist, von der Basis bis zur Gipfelerfahrung.
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Re: Persönliche Projekte / buddhistische Fragestellungen

Beitragvon Turmalin » 19. Mai 2014 10:28

ich lese grade: " Der Geist überwindet den Tod" von Dzogchen Ponlop Rinpoche.
Ansonsten bin ich an der Aufgabe dran, mir eine Art Praxis- Programm zusammenzustellen. Es geht auch darum, meine buddhistischen Interessensgebiete einzugrenzen. Meine Zeit für Studium und Praxis ist leider knapp. Es ist besser, ich fälle auch mal Entscheidungen, was ich alles nicht mit einschließe. Ich werde mich an Padmasambhava halten und an den Vajrayana- Buddhismus. Nyingma, Kagyu. Die Frage, wie der Buddha Shakyamuny die Shamatha- Praxis lehrte interessiert mich zwar sofort, wenn ich davon höre, aber ich muss da einfach sehen, dass nicht alles geht. Meine tantrische Praxis habe ich schon immer auf eine Chenrezig- Praxis reduziert, die ich in deutscher Sprache meditiere. Ich praktiziere Shamatha und Vipassana. Drei Meditationspraxen. Und, naja, Traumyoga ist eigentlich auch unerlässlich für mich...damit, dass ich mich an Padmasambhava halte, ist Traumyoga ja noch mit eingeschlossen.
Es ist wirklich mein Hauptprojekt: Wie kann ich es schaffen, nicht " auszuufern"? Zwei Schulen des tibetischen Buddhismus zu folgen, ist ja schon viel.
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werden wir gar nichts erreichen."
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Re: Persönliche Projekte / buddhistische Fragestellungen

Beitragvon take care » 19. Mai 2014 14:33

Hallo ipek,

schön, dass du da bist - wundert mich auch gar nicht ;)


Ipek hat geschrieben:Zum Thema: Mein Projekt ist das "Bodhisattva-Ding" auf Zen Art ( was aber völlig intuitiv aufkam oder karmisch )- und ich schätze das wird sich " ne Weile" hinziehen...


Klingt spannend, viel Freude und Hingabe dafür!


]Die schlichtesten, kürzesten Texte und Reden in Mitgefühl und Weisheit sind immer die Besten. Je dicker und konstruierter und ausschweifender ein Text, ein Buch, eine Rede,ein Teaching desto gefährlicher. Es verschüttet den intuitiven Zugang, es verschüttet den Herzgeist mit konzeptuellen Dualismen.


Nö, es ist einfach nur unterschiedlich, wer welchen Zugang nimmt und be-Greifen kann.

Mein Thema dieses Jahr ist die Zuflucht und der Beginn des Ngöndro. Mal sehen, was ich dann mit meiner bisherigen Praxis so mache?...
Leider passiert bei mir ja alles scheinbar gleichzeitig :alienwink:
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Re: Persönliche Projekte / buddhistische Fragestellungen

Beitragvon Ayu » 19. Mai 2014 16:23

Tashili hat geschrieben:Leider passiert bei mir ja alles scheinbar gleichzeitig :alienwink:

Das kenn ich. Ist das nicht schon normal, irgendwie, für uns hier mit unserem kostbaren seltenen Menschenleben?

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Re: Persönliche Projekte / buddhistische Fragestellungen

Beitragvon take care » 5. November 2014 06:09

Hallo alle,

was machen eure Vorhaben? :idea:


Hallo Tobias,

wie gehts dir mit deiner Praxis?

...wenn ich es richtig mitbekommen habe, wird Shamatha ja durchaus später im mahamudra Weg wieder aufgenommen?

Turmalin, in Berlin gibt es ja eine studiengruppe nach pönlop Rinpoche. Seine Unterlagen gefallen mir sehr. Lesen ist bei mir ein großes 'Problem' seit einigen Jahren. Früher habe ich sehr viel gelesen, inzwischen komme ich nur noch selten dazu und finde das so schade und auch blöd. Es gibt so vieles, was ich noch lesen möchte, aber ich mache es einfach zu selten *seufz

Dann mag ich euch noch erzählen, dass es endlich geklappt hat - ich konnte bei meinem Herzenslehrer jetzt auch formal die Zuflucht nehmen :rainbow: :heart:

Seit gut 1,5 Jahren wollte ich bei diesem Lehrer Zuflucht nehmen und hatte in der Zeit ausreichend Gelegenheiten, das zu überprüfen. Nun war alles sehr, sehr stimmig.
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Re: Persönliche Projekte / buddhistische Fragestellungen

Beitragvon raterZ » 6. November 2014 19:08

ja komisch eigtl. ich weiß gar nicht wie man ohne shamatha praxis denken könnte richtig vajrayana praktizieren zu können. übrigens gibts auch theravada lehrer, die vipassana von shamatha gar nicht trennen. im palikanon gibts diese trennung auch nicht wirklich - buddha hat eigtl. vor allem diese versenkungspraktiken, also jhanas gelehrt. wenn man seinen geist so messerscharf macht, dann ist es wesentlich einfacher damit zu arbeiten, was wiederum für alles gilt.

mein projekt ist vor allem eine stabile praxis und samadhi aufzubauen, um dann wieder alles kaputt zu machen. das mach ich schon immer so :mrgreen:
hift dabei keine anhaftung an irgendwelche meditationsergebnisse zu entwickeln.
dabei praktiziere ich guru-yoga, verschiedene samadhis, yidam praxis, trekchöd und vielleicht irgendwann auch noch eine dakini praxis, wenn voom mir sie schickt ;)
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Re: Persönliche Projekte / buddhistische Fragestellungen

Beitragvon voom » 6. November 2014 19:29

ich weiß gar nicht wie man ohne shamatha praxis denken könnte richtig vajrayana praktizieren zu können.

Das ist in der Tat die Grundlage. Geistesruhe übt man ja auch zu Beginn jeder Tantra-Praxis, um sie mit in die anderen Phasen nehmen zu können.

Allerdings handhaben verschiedene Lehrer auch innerhalb der Kagyü-Linie z.B. die für sich stehende Shine-Praxis veschieden. Bei einigen wird lange Shine geübt, bevor man überhaupt mit dem Ngöndro loslegt, bei anderen wird Shine erst nach Abschluss des Ngöndro gegeben. Daran sieht man wohl, dass Shine immer wichtig ist, aber wo wie und wann man das integriert, ist individuell verschieben, so dass man wohl davon ausgehen kann, dass es kein "richtig" oder "falsch" dazu geben kann.

und vielleicht irgendwann auch noch eine dakini praxis, wenn voom mir sie schickt

Hmm... hab ich da noch gar nichts weiter zu geschrieben? Ich kann derzeit eher davon abraten, das so zu verwenden wie ich es gemacht habe. Daher möchte ich das ungern über einen informellen Gedankenaustausch hinaus mitteilen. Du kannst es so oder so auf jeden Fall nicht wirklich als Erleuchtungspraxis aufgreifen. Ich weiss, Dich stört das nicht so sehr, aber ich habe es rein als banale magische Praxis gemacht und mich dazu selbst "ermächtigt" ;)

Es hatte durchaus beachtenswerte Resultate, und zwar weniger die erhofften magischen Resultate, als vielmehr die Erscheinung der Dakini über Frauen zur Folge. Diese Begegnungen waren gut geeignet, mich auf tiefsitzende Blockierungen in meinen menschlichen Energien zu stossen, damit ich diese transformieren konnte. Das ist in so präziser und vielschichtiger Weise geschehen, wie es nur eine Buddhakraft konzertieren kann. Was aber auch mal wieder zeigt: Magie im Buddhismus bedeutet nicht, mit Hilfe von Buddhas die eigenen Wünsche und Vorstellungen durchzusetzen, sondern vielmehr läßt man die Yidams ihren bestmöglichen Beitrag zum eigenen Erleuchtungs-Weg geben.
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Re: Persönliche Projekte / buddhistische Fragestellungen

Beitragvon raterZ » 6. November 2014 23:24

magische praxis ist auch ok. mit erscheinen von dakinis wäre ich schon zufrieden ;)
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Re: Persönliche Projekte / buddhistische Fragestellungen

Beitragvon voom » 6. November 2014 23:39

raterZ hat geschrieben:magische praxis ist auch ok. mit erscheinen von dakinis wäre ich schon zufrieden ;)

Ich habe in den letzten Monaten zwei Mal erlebt, dass ich einer Frau begegne, sie sehe - und sofort weiss: da ist etwas. Was ich normalerweise für ein positives Zeichen halte, eine karmische Verbindung halt. Dann haben diese Frauen mehr oder weniger aktiv deutliche Zeichen ausgesendet, dass sie interessiert sind und ich habe mich einmal sofort darauf eingelassen, beim zweiten Mal war ich schon vorsichtiger, aber die hat richtig viel dafür getan, dass ich mein Herz für sie öffne. Beide haben mich auf übelste Weise danach wieder fallen gelassen, als ich gerade richtig im Modus war, mich auf eine echte langfristige Partnerschaft einzulassen. Auf diese Weise sind die restlichen Traumaenergien aus meiner Kindheit hochgekommen, Verlustängste, Schuldgefühle - die ganze Nummer. Meine leibliche Mutter ist nämlich weggegangen, als ich 5 war. Danach habe ich sie erst 2-3 mal wiedergesehen, das erste mal mit 18 oder 19. Die Trennung mit 5 musste ich komplett alleine mit mir ausmachen, weil mein Umfeld glaubte, es wäre besser heile Welt zu spielen und nicht darüber zu reden. Aber so hat mir natürlich auch keiner erklärt, dass ich keine Schuld hatte usw. Sie ist mit meiner kleinen Schwester weggegangen und sie waren dann lange Zeit in Kenia, aus beruflichen Gründen. Also richtig komplett weg. Keine Besuche, gar kein Kontakt mehr. Emotional quasi das Gleiche als wenn sie tot gewesen wäre. So nun kannst Du Dir vorstellen, was für Traumatisierungen da entstanden sind, die sich natürlich auch auf alle meine Beziehungen ausgewirkt haben. Sobald ich mein Herz öffne, kommt auch die Angst hoch, die Liebe wieder zu verlieren. Ich habe daran schon lange bewußt gearbeitet, aber da waren eben noch verdrängte Reste. An die ich auf normalem Weg nicht drangekommen bin. Also manifestiert sich die Dakini über diese beiden Frauen und holt treffesicher die Energien ans Licht :) Spass gemacht hat das nicht, aber es war ungemein befreiend... :heartsmile: Vielleicht sollte ich die Übung aber wieder aufnehmen, denn eine passende Partnerin würde ich lieber früher als später anziehen. Auf der anderen Seite weiss ich aber intuitiv, dass das noch eine gewisse Zeit braucht und ich mit Urvertrauen und Geduld an die Sache herangehen muss. So oder so wird es sich fügen, wenn die Zeit reif ist. :hug:
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Re: Persönliche Projekte / buddhistische Fragestellungen

Beitragvon take care » 7. November 2014 07:53

Hallo Voom,

meiner Erfahrung nach passiert so etwas andauernd in Beziehungen.
Nur ist es das Geschenk und das besondere, wenn einer - oder sogar beide - begreifen, was da gerade passiert! ... und in der Lage sind, die hochgeholten Verletzungen zu versorgen.

Die Frau ist sicher auch glücklich darüber, dass ihre Radikalität wertgeschätzt wurde! :rose:

Btw - ein schönes Projekt, ganz viel Glück und Geschick dabei :wizard:
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Re: Persönliche Projekte / buddhistische Fragestellungen

Beitragvon voom » 7. November 2014 11:54

Na es ist ja jetzt erstmal abgeschlossen. Ja, das passiert andauernd, und darin die Energie der Dakini zu sehen liegt im Auge des Betrachters. Dass in diesem Fall beide das begriffen haben bezweifle ich, die Radikalität mit der die Verbindung dann jeweils abgebrochen wurde war auf deren Seite jeweils auch grossen emotionalen Schwierigkeiten geschuldet, ich will da jetzt hier nicht weiter drauf eingehen. Was aber auf jeden Fall passiert in so einer Begegnung, auch wenn die Sicht einseitig ist, ist dass das Buddhapotential unter den Verdunklungen gesehen und berührt wird. Über kurz oder lang wird das Früchte tragen.
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Re: Persönliche Projekte / buddhistische Fragestellungen

Beitragvon raterZ » 7. November 2014 12:46

also ich bin nach wie vor interessiert - vor allem, weil ich auch vor habe die einweihung in kurukulle nächstes jahr auch "richtig" zu nehmen. d.h. schonmal ein bissl praktizieren und gucken was passiert und einen vorher - nachher unterschied zu erkennen vielleicht ;)

aber ich hab andere projekte am laufen, als buddhistische.

im moment untersuche ich das reiki system.. darüber müssen wir uns auch nochmal unterhalten voom :mrgreen:
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Re: Persönliche Projekte / buddhistische Fragestellungen

Beitragvon voom » 7. November 2014 13:18

Ich hab ja schon seit den 90er Jahren den Reiki Meister/Lehrer-Grad. Ich mache aber eigentlich nichts damit, die Energien fliessen halt gemischt und Medizinbuddha ist immer ein wichtiger Aspekt davon. Derzeit bekomme ich eine Serie von Energiebehandlungen mit einer neuen Technik; von Reiki gibt es ja inzwischen unendliche viele Variationen. Ich hab damals das traditionelle Usui-System gemacht. Ich bin nicht sicher, ob ich Reiki empfehlen kann. Für jemand, der gar keine Erfahrungen mit inneren Energien hat, kann es eine interessante Erfahrung sein. Meine Meistereinweihung war auf jeden Fall sehr intensiv, aber das war auch mein bester Lehrer - ich habe alle 3 Grade bei verschiedenen Lehrern gemacht. Was aber evtl. ein Nachteil ist, ist dass Reiki einen eigenen Energiekanal etabliert, um nicht an innere Blockaden zu stossen. Ich bin nach wie vor nicht sicher, was ich davon halten soll. Ausserdem ist im System nicht klar definiert, wo die Energie eigentlich herkommt. Da kocht irgendwie jeder sein eigenes Süppchen, je nachdem wie die Weltanschauung ist.
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Re: Persönliche Projekte / buddhistische Fragestellungen

Beitragvon raterZ » 7. November 2014 14:08

exakt das ist das problem. ich bin nämlich am forschen welche entität hinter reiki steckt, wo sie herkommt, und was als gegenleistung dafür genommen wird. hab schon ein paar indizien, die richtung tantra gehen..

diese etablierten energiekanäle kann ich deutlich spüren (hab am mittwoch eine 1. grad einweihung erhalten).. benutzt die die auch für andere energien, sprich medizinbuddha - oder wie verstehe ich das richtig?

mich beeindruckt es, dass wenn ich reiki "aktiviere" sehr viel mitgefühl plötzlich da ist. stärker als normale metta-meditationen. von der seite aus gesehen bin ich fasziniert, aber auf der anderen seite bin ich auch vorsichtig. diese implementierten astralen "tools" (energiekanäle) sind schon ne krasse nummer - der zugang zu dieser entität ist permanent und vor allem auch im schlaf spürbar. bisher allerdings nicht negativ. wenn das jedoch irgendwann negativ sein sollte, würde ich mich um eine entweihung bemühen.
hätte nicht erwartet, dass diese "hausfrauen nummer" so ne intensive sache mit so nem starken magischen background ist.. aufjedenfall interessant.
mit welchem system wirst du denn behandelt?
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Re: Persönliche Projekte / buddhistische Fragestellungen

Beitragvon voom » 7. November 2014 14:37

exakt das ist das problem. ich bin nämlich am forschen welche entität hinter reiki steckt, wo sie herkommt, und was als gegenleistung dafür genommen wird. hab schon ein paar indizien, die richtung tantra gehen..

Usui-Reiki geht angeblich sogar auf den tibetischen Buddhismus zurück. Aber eine Entität steckt da eigentlich nicht hinter. Eine Gegenleistung - da habe ich bisher nichts von gehört, auch selbst nichts bemerkt. Was die ganze Angelegenheit schwierig macht, ist dass ab einem bestimmten Punkt im Westen das Geld eine immer größere Rolle gespielt hat. Das hat sich auf das morphische Feld ausgewirkt. Das Argument ist immer: Usui hat seine Schüler sehr lange lernen und Erfahrungen sammeln lassen, so dass die Wertschätzung für die Energie aus der eingebrachten Zeit und Arbeitsleistung entstanden ist. Hier wird das an einem Wochenende gemacht und die Wertschätzung soll durch den "Kaufpreis" entstehen. Das hat mich immer gestört. Daher habe ich meine Meistereinweihung aus einem Netzwerk bekommen, wo es kein Geld kostet und man sich im Gegenzug verpflichtet, für die Einweihungen auch kein Geld zu nehmen. Das was die klarste Energie, die hat auch Einiges von den anderen Einweihungen gereinigt. Mir scheint, da die Quelle nicht klar definiert ist, dass sich untergeordnete Felder je nach Lehrer und dessen Anbindung bilden, die die eigentliche Energie zumindest für den Praktizierenden selbst verzerren können.

diese etablierten energiekanäle kann ich deutlich spüren (hab am mittwoch eine 1. grad einweihung erhalten).. benutzt die die auch für andere energien, sprich medizinbuddha - oder wie verstehe ich das richtig?

Medizinbuddha ist eine ganz andere Frequenz. Das zeigt sich ja auch schon darin, dass das Licht blau ist. (Nebenbei: es gibt mittlerweile Therapien, die mit blauem LED-Licht auf bestimmten Frequenzen funktioniert. Der Körper reagiert also auf diese Farbe, sicherlich auch dann, wenn man sie sich nur vorstellt.) Medizinbuddha arbeitet mehr auf der Ebene von Information als dass es eine Energie ist, die direkt selbst etwas verändert. Und natürlich ist Medizinbuddha ultimativ eine Erleuchtungspraxis, so dass Symptombeseitigung nicht unbedingt im Vordergrund steht.

mich beeindruckt es, dass wenn ich reiki "aktiviere" sehr viel mitgefühl plötzlich da ist. stärker als normale metta-meditationen.

Ich würde das Gefühl als "Herzenswärme" bezeichnen. Aber ja, wenn man es richtig macht, unterstützt diese Herzenswärme den Aufbau von Mitgefühl. Man soll ja auch nicht mit einer zielgerichteten Absicht an die Sache herangehen, sondern die Energie sich ihren Weg suchen lassen bzw. das Empfängersystem abrufen lassen, was benötigt wird. Das ist eine gute Grundlage, um Mitgefühl von Helfersyndrom unterscheiden zu lernen.

von der seite aus gesehen bin ich fasziniert, aber auf der anderen seite bin ich auch vorsichtig. diese implementierten astralen "tools" (energiekanäle) sind schon ne krasse nummer - der zugang zu dieser entität ist permanent und vor allem auch im schlaf spürbar. bisher allerdings nicht negativ. wenn das jedoch irgendwann negativ sein sollte, würde ich mich um eine entweihung bemühen.

Ich denke, das wird nicht nötig sein. Ich würde eher empfehlen, sollte das passieren, dass sich negative Aspekte zeigen, die weiteren Grade von jemand zu nehmen, dessen Reiki nicht "verunreinigt" ist. Das hebt diesen Effekt auf und Du verlierst das etablierte Energie-Spektrum nicht wieder.

hätte nicht erwartet, dass diese "hausfrauen nummer" so ne intensive sache mit so nem starken magischen background ist.. aufjedenfall interessant.
mit welchem system wirst du denn behandelt?

Mein zweiter Reikilehrer war selbsternannter "Großmeister" und Magier, er hat Reiki "magisch" "angereichert". Das war aber eher störend im Energiefeld. Eine intensive Sache ist es aber auf jeden Fall, inzwischen habe ich mich aber an die Energie gewöhnt und empfinde sie daher als einen selbstverständlichen Teil von mir.

Das neue System ist etwas, das eine einzelne Heilerin entdeckt hat und sie hat noch nicht viele Leute eingeweiht. Die Energie ist sehr subtil; angeblich soll sich das Spektrum im Bereich "vorgeburtliches Chi" bewegen, was auch immer das sein soll ;) Ich war einfach neugierig und bekomme es kostenlos von jemand, wo ich auch schon viel so geholfen habe. Das ist einfach ein offener "Yogi-Austausch". Sie hat das auch gerade erst kennengelernt und neugierig auf Rückmeldung von jemand, der mit solchen Sachen Erfahrung hat, um einschätzen zu können "ob das was taugt". :)
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Re: Persönliche Projekte / buddhistische Fragestellungen

Beitragvon Turmalin » 7. November 2014 14:47

ich habe auch zwei Reiki-Einweihungen. Ich mache damit nichts mehr, aber wenn ich krank bin, oder jemanden mit Hilfe von Urgyen-Menla behandle (Medizin-Buddha-Form des Padmasambhava)-dann lege ich die Hände an die erkrankte Stelle. Und es wird dann auch warm. Ich hoffe, dass Urgyen- Menla meine einzige Quelle dabei ist. Ich denke wohl, es ist so. Ich habe Reiki nicht als negativ erlebt. ich konnte mich nur nicht so richtig entwickeln, schon vorwärts, aber ich würde sagen, langsam. In der Zeit hatte ich die Reiki-Lehrerin auch als einzige spirituelle Lehrerin. Es kann aber auch an mir gelegen haben, dass ich nicht schneller vorwärts kam.( Es musste viel Kindheits- Mist aufgearbeitet werden. Vielleicht wäre das anders auch nicht schneller gegangen.)
Dass es aus dem tibetischen Buddhismus stammt, passt zu meinem Erleben. Es läuft dem nicht entgegen. Meiner Meister-Einweihung und das Verhältnis zu der Lehrerin sind auch dann am Thema-Geld gescheitert. Es war nicht einfach nur so, dass ich keins hatte, um sie zu bezahlen. Die Szene war etwas schlimmer.
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Re: Persönliche Projekte / buddhistische Fragestellungen

Beitragvon voom » 7. November 2014 15:07

Ja, das passt... Genau, dieses Geldthema hat die "Szene" sehr negativ geprägt, die Leute werden dann schnell komisch und eng.

Ich würde sagen, für eine effektive spirituelle Entwicklung ist Reiki nur bedingt geeignet. Es kann, was es kann, aber es ist kein Erleuchtungssystem wie es der Buddhismus bietet. Natürlich gibt es Leute, die sich nur mit Reiki spirituell über Wasser halten, aber wie gesagt, zur Erleuchtung führt das nicht.

Wenn es warm wird, ist das schon Reiki. Medizinbuddha-Licht, von welcher Form auch immer, wird nicht warm. Aber die Energien sind sehr kompatibel und wenn man die Hände auflegt und Medizinbuddha-Licht visualisiert, fliesst trotzdem dazu auch Reiki, einfach weil das im Körper so angelegt ist. Und ich würde mal behaupten, dass dann die Reikienergie vom Medizinbuddha mit "kontrolliert" wird, damit alles passt.
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Re: Persönliche Projekte / buddhistische Fragestellungen

Beitragvon voom » 7. November 2014 15:19

Ich habe übrigens vor einigen Jahren auch ein eigenes System entwickelt mit einer speziellen Energiefrequenz, damit habe ich auch Behandlungen gegeben und sogar ein paar Einweihungen gegeben, damit Leute das selbst benutzen können. Das hat sehr gut funktioniert und hat sich gut ergänzt. Diese Energie ist bei mir auch implizit mit im "Mix" enthalten.

Mit diesem Mix sieht eine Behandlung immer völlig anders aus. Da können auch spontan solche Dinge passieren: eine Bekannte hatte schon zwei Tage lang heftige Rückenschmerzen, wirklich ganz übel. Ich habe die Hände aufgelegt, eine auf die Schmerzstelle am Rücken, eine am Herz. Sie saß etwas gekrümmt wegen der Schmerzen. Plötzlich habe ich ohne nachzudenken die Hände weggenommen und in die Hände geklatscht. Sie hat sich erschreckt und ruckartig den Rücken gerade gemacht. Dann tat es kurz sehr heftig weh aber sehr schnell ließ der Schmerz komplett nach. Fazit: Sie hatte einen eingeklemmten Nerv, das ruckartige Aufrichten hat die Wirbelsäule gestreckt und der Nerv hat sich befreien können. :) Anderes Beispiel: jemand hatte oft einen ziehenden Schmerz in der Leiste. Ich hatte die Intuition, dass es von einer anderen Stelle ausstrahlt, die die eigentliche Ursache ist. Als ich die Hände aufgelegt habe, hat sich dieses Gefühl bestätigt. Ich wusste aber, dass ich hier selbst nicht einwirken konnte oder durfte. Ich wusste aber sofort, dass ich die Person zu einem Osteopathen schicken musste. Das war genau richtig und dort konnte ihm geholfen werden, meine Intuition mit dem Ausstrahlen stellte sich auch als richtig heraus.

Da wirkt Medizinbuddha (Information!) oder auch meine eigene Energie, die ich "kristallin" nenne. Sie geht ein Stück weit auf die Wesens-Verwandtschaft von Dorje Sempa und Medizinbuddha zurück, beinhaltet aber einige Visualisierungen, die komplett Religionsneutral sind, damit auch Nicht-Buddhisten die Einweihung gut annehmen können.
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Re: Persönliche Projekte / buddhistische Fragestellungen

Beitragvon raterZ » 7. November 2014 17:47

bin interessiert an sowas ^^
- meine Aussagen bezüglich des Vajrayanas beziehen sich größtenteils auf eigene Erfahrung -
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