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in Sachen Askese

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in Sachen Askese

Beitragvon Dakini » 18. Juni 2015 11:59

Da war doch die Sache mit der Askese, die Buddha ja nun auch nicht zur Erleuchtung führte.
So habe ich es jedenfalls verstanden.
In der letzten Zeit, kommt es immer häufiger vor, dass ich verzichten muss, manchmal so schlimm, dass ich es schon als eine Art von Askese bezeichne.
Dabei geht es nicht nur um Hungern, sondern um ganz selbstverständliche Dinge wie TV (der für mich wichtig ist), Internet, Computer, aber auch Schokolade und Zigaretten, auch auf unbestimmte Zeit. Bei Zigaretten und anderen Genussdingen ist es manchmal schon ein kleiner Entzug. Glücklicherweise meldet sich nicht mein Körper mit Entzugserscheinungen, aber mein Geist rebelliert wild, beharrt darauf, dass ich mir diese Dinge beschaffe, dass ich mich zufriedenstelle so schnell wie möglich. Da tritt mein Ego sehr laut auf. Diese Geistesbeobachtung finde ich interessant, ebenso auch die Tatsache, dass es mir gelingt mit dieser inneren Rebellion zu spielen, dann auch meine Einstellung zu dem ungeliebten Verzicht zu ändern, und nicht darunter zu leiden.
Daher glaube ich nicht, dass die Askese Buddha so gar nichts gebracht hat.
Ich denke, sie war die Grundlage, auf der er seine spirituelle Werdegang aufbaute.
Glücklicherweise können wir von Buddhas Erfahrung lernen und müssen da selbst nun nicht mehr durch...naja, die meisten halt nicht... :grin:
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Re: in Sachen Askese

Beitragvon Tobias » 18. Juni 2015 12:15

Nur mal als Anmerkung:
Buddha Gautama meinte mit seiner Kritik an Askese Praktizierende die 3 Reiskörner pro Tag essen.(die Theravadins bzw. Hinayanis mögen mich korrigieren

Das was du beschrieben haast ist keine Askese im buddhistischen Sinn.

Liebe Grüße
Tobias
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Re: in Sachen Askese

Beitragvon Dakini » 18. Juni 2015 12:41

Tobias hat geschrieben:Nur mal als Anmerkung:
Buddha Gautama meinte mit seiner Kritik an Askese Praktizierende die 3 Reiskörner pro Tag essen.(die Theravadins bzw. Hinayanis mögen mich korrigieren

Das was du beschrieben haast ist keine Askese im buddhistischen Sinn.

Liebe Grüße
Tobias


ja, ich meinte eher einen argen Verzicht denn Askese...dennoch denke ich man kann irgendwie Parallelen ziehen.
Das kann jeder selbst erleben.
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Re: in Sachen Askese

Beitragvon Sherab Yönten » 18. Juni 2015 13:02

Dakini hat geschrieben:
Tobias hat geschrieben:Nur mal als Anmerkung:
Buddha Gautama meinte mit seiner Kritik an Askese Praktizierende die 3 Reiskörner pro Tag essen.(die Theravadins bzw. Hinayanis mögen mich korrigieren

Das was du beschrieben haast ist keine Askese im buddhistischen Sinn.

Liebe Grüße
Tobias


ja, ich meinte eher einen argen Verzicht denn Askese...dennoch denke ich man kann irgendwie Parallelen ziehen.
Das kann jeder selbst erleben.


Ich brauche eine Nutella Askese :mrgreen:
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Re: in Sachen Askese

Beitragvon Dakini » 18. Juni 2015 13:17

Sherab Yönten hat geschrieben:
Dakini hat geschrieben:
Tobias hat geschrieben:Nur mal als Anmerkung:
Buddha Gautama meinte mit seiner Kritik an Askese Praktizierende die 3 Reiskörner pro Tag essen.(die Theravadins bzw. Hinayanis mögen mich korrigieren

Das was du beschrieben haast ist keine Askese im buddhistischen Sinn.

Liebe Grüße
Tobias


ja, ich meinte eher einen argen Verzicht denn Askese...dennoch denke ich man kann irgendwie Parallelen ziehen.
Das kann jeder selbst erleben.


Ich brauche eine Nutella Askese :mrgreen:


hmmmm Bei Dir fiele mir eine HSV-News Askese ein. So mal 2 Wochen während der Hauptspielzeit?
Mal sehen, was Du da beobachtest... :rofl:
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Re: in Sachen Askese

Beitragvon Klara » 18. Juni 2015 13:20


Bin ja kein Buddhist -
meine Askese ist die Oster-Fastenzeit.
Diese 7 Wochen verbringe ich
mit Heilfasten der Hildegard von Bingen.


Diese spezielle österliche Fastenzeit ist mittlerweile entstellt
und nur die wenigstens fasten im bestimmten Sinn.

Heutzutage ist es irgendwie Wellness -
mal keine Zigaretten, mal nichts Süsses, mal kein Handy . . .

:rose:
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Re: in Sachen Askese

Beitragvon Sherab Yönten » 18. Juni 2015 13:29

Dakini hat geschrieben:hmmmm Bei Dir fiele mir eine HSV-News Askese ein. So mal 2 Wochen während der Hauptspielzeit?


Auch eine gute Idee ! Aber meinen Fußball Konsum habe ich bereits drastisch reduziert (auch wenn es hier nicht so aussieht), früher hatte ich Sky Sport im Abonement und habe mir fast jedes Spiel am Wochenende angeschaut.
Das war vor ca. 3 Jahren. Heute höre ich (manchmal) nur noch Fußball im Radio, es sei denn es gibt Spiele im öffentlich rechtlichen....Aber: Ich bin wirklich ein Nutella Freak, denn das Zeug esse ich seit meiner frühesten Kindheit zum Frühstück und kann es jetzt in meinem fortgeschrittenen Alter immer noch nicht loslassen :oops:
(Wenn ich mal dement werden sollte, dürfte ich mich an eins noch erinnern: An den Nutella Geschmack !)
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Re: in Sachen Askese

Beitragvon Sherab Yönten » 18. Juni 2015 13:30

Klara hat geschrieben:Bin ja kein Buddhist -
meine Askese ist die Oster-Fastenzeit.
Diese 7 Wochen verbringe ich
mit Heilfasten der Hildegard von Bingen.


Kannst Du da ein Buch empfehlen ?
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Re: in Sachen Askese

Beitragvon voom » 18. Juni 2015 13:33

Buddha hat die Extreme abgelehnt. Die Geschichte zeigt ja eigentlich genau auf, worum es geht. Die extreme Askese hat ihn so geschwächt, dass er beim Bad im Fluss fast ertrunken wäre. Auf der anderen Seite der extreme Überfluss (der in der Konsumgesellschaft weit verbreitet ist) ist auch nicht gut. Wenn wir also hier aus dem Übermaß in die Mitte gehen, ist das genau die Balance, die Buddha meinte. Askese ist erst das andere Extrem. Wo die persönliche Mitte ist, muss wohl jeder für sich herausfinden.
"Die tägliche Praxis des Dzogchen ist einfach das tägliche Leben selbst.
Wir sind aus uns selbst heraus erleuchtet und es fehlt uns nichts."

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Re: in Sachen Askese

Beitragvon Klara » 18. Juni 2015 13:42

Sherab Yönten hat geschrieben:
Klara hat geschrieben:Bin ja kein Buddhist -
meine Askese ist die Oster-Fastenzeit.
Diese 7 Wochen verbringe ich
mit Heilfasten der Hildegard von Bingen.


Kannst Du da ein Buch empfehlen ?


Heilfasten
nach Hildegard von Bingen von
Lydia Reutter.


Ganz wunderbares Buch - habe es vorliegen
Jedes Jahr erfreut es mich immer wieder danach zu handeln.
Du wirst völlig entgiftet; Dein Körper, lieber Sherab Yönten, wird es Dir danken.


:grow:
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Re: in Sachen Askese

Beitragvon Dakini » 18. Juni 2015 13:51

voom hat geschrieben:Buddha hat die Extreme abgelehnt. Die Geschichte zeigt ja eigentlich genau auf, worum es geht. Die extreme Askese hat ihn so geschwächt, dass er beim Bad im Fluss fast ertrunken wäre. Auf der anderen Seite der extreme Überfluss (der in der Konsumgesellschaft weit verbreitet ist) ist auch nicht gut. Wenn wir also hier aus dem Übermaß in die Mitte gehen, ist das genau die Balance, die Buddha meinte. Askese ist erst das andere Extrem. Wo die persönliche Mitte ist, muss wohl jeder für sich herausfinden.


Was ich ausdrücken wollte, ist dass Buddha`s Askese -wenn auch extrem und somit gefährlich- dennoch nicht umsonst war, wie ich es immer wieder lese.
Ich gebe Dir recht, dass es jeder für sich selbst herausfinden muss, wo die Grenze(n) ist/sind.
Ich weiss jedoch von mir aus, dass ich mich selbstständig niemals diesem "sinnlosen" Verzicht unterzogen hätte.
Daher fällt mir besonders meine Geistesbeobachtung auf.
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Re: in Sachen Askese

Beitragvon raterZ » 18. Juni 2015 14:43

buddha lehrte schon askese - und zwar sollte man eben in die mitte kommen. wer es gewöhnt war in weichen betten zu schlafen soll auf einem harten bett schlafen. wer regelmäßig viel isst, soll weniger essen, wer in deinem fall regelmäßig süßigkeiten ist, soll eine zeit lang keine oder weniger essen.

da fällt mir noch ein spruch ein: "angenehm ist es seinen gelüsten nachzugehen - noch angenehmer ist es, dies nicht zu tun"
- meine Aussagen bezüglich des Vajrayanas beziehen sich größtenteils auf eigene Erfahrung -
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Re: in Sachen Askese

Beitragvon Ayu » 19. Juni 2015 09:26

Der Buddha lehrte auch Verzicht, im Sinne von Anhaftung aufgeben ( das kann man genauso auch Askese nennen. Moderate Askese.). Was er ablehnte, war eine Form der harten Askese, die eher wie eine Art Selbstgeißelung rüberkommt. Diese erfüllt keinen konstruktiven Sinn.

Beim Verzicht muss man auch die andere Seite sehen, die weniger vordergründig ist:
Durch jedes moderate Fasten, Rauchen aufgeben, Verzicht auf Fleisch oder Alkohol, genießt man als Resultat eindeutige Vorteile. Man fühlt sich leichter, freier, mehr in Kontakt mit dem Positiven...
Im Begriff des Verzichts ist also (dual gesehen) immer auch ein Gewinn mit dabei.
:scratch: Oder fällt Euch was ein, wo es nicht so ist?

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Re: in Sachen Askese

Beitragvon Samten » 19. Juni 2015 10:24

mh, ich mach jeden morgen Spocht...so richtig "ölen",da is ne gewöhnung/anhaften und fehlt mir , wenn ich's nicht tu.....
das nicht zu machen/aufzuhören wäre kein "Gewinn"..für mich,
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Re: in Sachen Askese

Beitragvon Dakini » 19. Juni 2015 11:03

Wie ich anfangs und auch zwischendurch noch einmal sagte, ging es mir einzig und alleine um die Beobachtung des Geistes bei einer Askese oder Verzicht.
Sherab Y. deutete für sich eine Nutella-Askese an. Das mag ihm sicherlich schwerfallen, wenn er ein Süssmann ist.
Aber ich denke, alleine der Gedanke an eine regelrechte Fussball-Askese, wenn sein Verein spielt, dürfte ihm noch schwerer fallen, oder?
Es geht mir auch nicht um Anhaftungen, um besseres und gesünderes Leben, was Buddha an Askese an-oder abriet oder um den mittleren Weg.
Sondern einfach nur darum,mal zu beobachten, was unser Geist sich so einfallen lässt, um das zu erhalten, von dem wir meinen, es zu brauchen, zu wollen, dass es unser Recht ist, es zu haben. Und auch darum, wie man lernt, damit umzugehen, ohne sich selbst zu betrügen, belügen.
Von daher entstammt mein Gedanke, dass Buddhas eigene Askese ihm sicherlich hilfreich war auf dem Weg zu seiner Erleuchtung.
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Re: in Sachen Askese

Beitragvon Sherab Yönten » 19. Juni 2015 11:36

Dakini hat geschrieben:Sherab Y. deutete für sich eine Nutella-Askese an. Das mag ihm sicherlich schwerfallen, wenn er ein Süssmann ist. Aber ich denke, alleine der Gedanke an eine regelrechte Fussball-Askese, wenn sein Verein spielt, dürfte ihm noch schwerer fallen, oder?


Beides würde mir schwerfallen :oops:
Bei einem entscheidenden Spiel, darauf zu verzichten (z.B. bei einer WM auf das Endspiel wenn Deutschland im Finale ist) wäre schon hart. Letztes Jahr: Argentinien - Deutschland. Vor dem Anpfiff haben wir uns mit Freunden verabredet, die S-Bahn hatten wir uns so ausgerechnet, dass wir pünktlich beim Endspiel einen Fernseher erreichen würden.
Dann blieb die S-Bahn mitten auf der Strecke stecken: Polizeieinsatz. Da gab es gemischte Gefühle in meinem Geist. Auf der einen Seite: Ist nicht zu ändern, auf der anderen Seite: Warum ausgerechnet ICH :raving:
Wir verpassten die ersten 30 Minuten....
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Re: in Sachen Askese

Beitragvon Ayu » 19. Juni 2015 12:12

Und? Hattest Du körperliche Symptome? Schweißperlen?

Manchmal finde ich Verzicht auf kleine Gewohnheiten ganz freakig und interessant. Es stellt sich jedes Mal schlagartig die Erkenntnis ein: Ach!!! Das hatte ich nun für sooo wichtig gehalten, und wenn man es weglässt, macht das gar nicht viel aus. Z.B. Milch im Kaffee...

Oder aber umgekehrt: Ach!!! So wichtig ist mir das, und hab mir vorher niemals Gedanken drum gemacht! Z.B. war ich mal in einem Retreat, da hatte ich so eine Rückzugswoche mit verschiedenen Regeln: keine Seife benutzen (hart. da muss man sich was ausdenken), keine Strümpfe (machte nix), bis auf ein paar ritualisierte Ausnahmen Schweigen(war toll), nur einmal am Tag essen (war okay), um die eine Mahlzeit die Retreatleiterin rituell bitten (war witzig), keinen Stuhl benutzen, also meine Mahlzeit am Boden sitzend einnehmen, während die anderen zwei Anwesenden am Tisch saßen (DAS hat mich total wild gemacht und ich hab es als Demütigung empfunden!) :lol:
Ist doch echt interessant, oder? :lol:

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Re: in Sachen Askese

Beitragvon Sherab Yönten » 19. Juni 2015 12:58

Ayu hat geschrieben:Und? Hattest Du körperliche Symptome? Schweißperlen?


Hm. Gut Frage, ich glaube, mein Herz raste tatsächlich ein wenig schneller wie sonst.

Ayu hat geschrieben: Ach!!! Das hatte ich nun für sooo wichtig gehalten, und wenn man es weglässt, macht das gar nicht viel aus. Z.B. Milch im Kaffee...


Du meinst Du lässt die Milch weg obwohl du schwarzen Kaffee nicht magst ?

Ayu hat geschrieben:keine Seife benutzen
:?
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Re: in Sachen Askese

Beitragvon om.a » 19. Juni 2015 14:03

Ayu hat geschrieben:keine Seife benutzen
:?



sich selbst RIECHEN zu können, ist schon mal eine
1. Stufe der Selbstakzeptanz.
2, Die Anderen nicht zu bewerten, auch keine schlechte Übung.

Gratulation!
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Re: in Sachen Askese

Beitragvon Ayu » 19. Juni 2015 15:33

Sherab Dorje hat geschrieben:
Ayu hat geschrieben:keine Seife benutzen
:?

:mrgreen: Die Regeln waren in Anlehnung an das Leben der Bettelmönche. Die dürfen ja auch keine Duftstoffe tragen.
Und dort damals bei mir war diese Regel irgendwie grausig strikt: keine Seife, kein Shampoo, keine Bürste, kein Waschpulver für Wäsche, kein Geschirrspülmittel für die Bettelschale.
Total Scheiße, echt.
Da kam man echt ins Überlegen, wie man sich und die Sachen sauber hält. Ging aber auch besser als erwartet. Warmwasser war ja wenigstens erlaubt.

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