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Begleitung am Lebensende

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Begleitung am Lebensende

Beitragvon Sherab Yönten » 22. Juni 2015 09:32

"Im Buddhismus gibt es keinen Punkt. Im Buddhismus gibt es immer ein weil."

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Re: Begleitung am Lebensende

Beitragvon take care » 23. Juni 2015 08:53

Sicher eine spannende Sache, sherap. Machst du da mit?

Hier gibt es auch mehrere solcher ausbildungsgruppen mit buddhistischen Kontext. Die Teilnehmer scheinen sehr davon zu profitieren, ich vermute u.a. auch durch den langwierigen Gruppen Charakter. Selbst habe ich ähnliches nur mit 'weltlichen' Gruppen erfahren, die Möglichkeiten zur Selbsterfahrung sind grandios.
:grouphug:
Liebste Grüße und take care ...
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Re: Begleitung am Lebensende

Beitragvon Sherab Yönten » 23. Juni 2015 09:07

take care hat geschrieben:Sicher eine spannende Sache, sherap. Machst du da mit?

Hier gibt es auch mehrere solcher ausbildungsgruppen mit buddhistischen Kontext. Die Teilnehmer scheinen sehr davon zu profitieren, ich vermute u.a. auch durch den langwierigen Gruppen Charakter. Selbst habe ich ähnliches nur mit 'weltlichen' Gruppen erfahren, die Möglichkeiten zur Selbsterfahrung sind grandios.
:grouphug:



Hallo Take Care,

ich habe es zumindest vor. Bei den Einzelgesprächen im Januar werde ich dann sehen ob ich "qualifiziert" bin. Ich übe ja keinen "sozialen" Beruf aus, für mich wäre das absolutes Neuland.
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Re: Begleitung am Lebensende

Beitragvon Sister Kinky » 23. Juni 2015 09:52

Finde ich sehr interessant. Ich bin gespannt, wie das dann weitergeht.
Alle Religionen und alle Heiligen Schriften bergen ein Gewaltpotenzial. Deshalb brauchen wir eine säkulare Ethik jenseits aller Religionen.
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Re: Begleitung am Lebensende

Beitragvon asoka » 23. Juni 2015 11:37

Sehr intressant aber sicherlich und das ist meine Meinung muss man dazu im Dharma schon sehr sehr fest im Sattel sitzen um das auch tatsächlich zu können.

Würde mir aber eine Begleitung während meiner letzten Atemzüge mit einen Buddhisten auch wünschen. :gantha:
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Re: Begleitung am Lebensende

Beitragvon om.a » 23. Juni 2015 23:31

Ich hätte gerne bitte Ruhe, wenn ich gehe. Dazu brauche ich niemanden.
---
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Re: Begleitung am Lebensende

Beitragvon Dakini » 24. Juni 2015 05:59

Es geht mir sehr ähnlich wie om.a .
Der Gedanke, dass ich hilflos und vielleicht kommunikationsunfähig im Bett liege und jemand meint mich begleiten zu müssen, aus welchen Gründen auch immer, dieser Gedanke macht mir Angst.

Diese Einstellung hält mich aber nicht davon ab, mich ab und an neben einen schwerstkranken oder sehr bald sterbenden Menschen zu setzen und so erwünscht, die Hand zu halten.
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Re: Begleitung am Lebensende

Beitragvon om.a » 24. Juni 2015 06:26

Dakini hat geschrieben:Diese Einstellung hält mich aber nicht davon ab, mich ab und an neben einen sterbenden Menschen zu setzen und so erwünscht, die Hand zu halten.

ja, das auch, an der hand einen Anderen
zu fühlen, das tut gut, so läßt sich das band einer verbundenheit mit "der spezies mensch" als noch aufrecht zu erkennen.
jedoch wenn es "zum kern der sache geht", möchte ich eher wie in einer meditation sein, in einem geschlosseneren kreis.
aus den beobachtungen in meinem näheren umfeld bin ich zu der eminung gekommen, dass die durchaus "begleiteten menschen" dann wegggehen, wenn keine personen mehr am bett sind.

sozusagen:, - ich liebe euch und danke euch von ganzem herzen, jetzt möchte ich in ruhe ausatmen.
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Re: Begleitung am Lebensende

Beitragvon Sherab Yönten » 24. Juni 2015 06:41

om.a hat geschrieben:Ich hätte gerne bitte Ruhe, wenn ich gehe. Dazu brauche ich niemanden.
---
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Ich denke, dass wir es lernen werden, den Willen der Sterbenden zu respektieren.
Schwieriger wird es vermutlich mit den Angehörigen.
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Re: Begleitung am Lebensende

Beitragvon om.a » 24. Juni 2015 07:05

Sherab Yönten hat geschrieben:Ich denke, dass wir es lernen werden, den Willen der Sterbenden zu respektieren.
Schwieriger wird es vermutlich mit den Angehörigen.


Ja, wenn die Angehörigen plötzlich das schlechte Gewissen packt, -
oder die Angst,
beim Erben zu kurz zu kommen, ...

:P
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Re: Begleitung am Lebensende

Beitragvon Sherab Yönten » 24. Juni 2015 07:11

om.a hat geschrieben:oder die Angst, beim Erben zu kurz zu kommen, ...


Das ist leider brutale Realität. Meine Frau war mal auf der Intensiv Station beschäftigt. Da sah man monatelang keine Angehörigen bei den Patienten.
Nachdem sie/er starb standen sie dann auf der Matte und stritten um das Erbe :(
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Re: Begleitung am Lebensende

Beitragvon Dakini » 24. Juni 2015 07:30

Nachdem sie/er starb standen sie dann auf der Matte und stritten um das Erbe :(


tja, so isses nu mal...aber ich würde mich hüten, hier nur mit dem augenscheinlichen kleinen eigenen moralisch-empörten Massband zu messen!
Manchmal sagt so etwas auch aus, wie dieser Mensch gelebt hat, was er vielleicht seiner Familie angetan hat...wenn er nur materielle Werte weitergegeben zu haben scheint...alles ist ja bedingt, oder?

Ich achte darauf, mich weitestgehend fern von den Angehörigen zu halten, weil es eine stille, fast intime Sache zwischen dem Menschen nd mir ist....und auch, weil viele gar keine Angehörigen in der Nähe haben
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Re: Begleitung am Lebensende

Beitragvon Samten » 29. Juni 2015 18:48

Sherab Yönten hat geschrieben:
om.a hat geschrieben:oder die Angst, beim Erben zu kurz zu kommen, ...


Das ist leider brutale Realität. Meine Frau war mal auf der Intensiv Station beschäftigt. Da sah man monatelang keine Angehörigen bei den Patienten.
Nachdem sie/er starb standen sie dann auf der Matte und stritten um das Erbe :(


's gibt ja nicht umsonst den Spruch: " redet ihr noch miteinander oder erbt ihr schon", dann wenns um Geschwister geht..
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