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Themenabend auf Arte zum Drogenhandel

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Themenabend auf Arte zum Drogenhandel

Beitragvon Sherab Yönten » 16. Juni 2015 08:09

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Re: Themenabend auf Arte zum Drogenhandel

Beitragvon Klara » 16. Juni 2015 11:29

Sherab Yönten hat geschrieben:http://www.abendblatt.de/kultur-live/tv-und-medien/article205389139/Arte-Themenabend-zum-Milliardengeschaeft-Drogen.html


Schaue ich immer und nenne diesen Tag
mittlerweile:


schwarzer Dienstag
Es kursiert das Gerücht, ich hätte Gott gefunden. Ich denke, das ist unwahrscheinlich, weil ich genug Schwierigkeiten habe, meine Schlüssel zu finden; und es gibt empirische Beweise, dass diese existieren."
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Re: Themenabend auf Arte zum Drogenhandel

Beitragvon voom » 16. Juni 2015 11:59

Jarecki lässt die Bürgerrechtlerin Michelle Alexander zu Wort kommen, die 2010 mit "The New Jim Crow" einen aufsehenerregenden Bestseller geschrieben hat. Darin stellt sie die These auf , dass die massenhafte Inhaftierung schwarzer Männer im Rahmen des "War on Drugs" ein bewusster Mechanismus zur Unterdrückung von Afroamerikanern sei. Sie zieht Parallelen zur Geschichte der Sklaverei in den USA sowie zur Rassentrennung, die erst Mitte der 60er-Jahre aufgehoben wurde. Der Historiker Richard Lawrence Miller geht sogar noch weiter: Er bezeichnet den "Krieg gegen Drogen" in fünf Punkten als systematische Zerstörung einfacher, überwiegend schwarzer Bevölkerungsschichten.

Von der Seite http://www.abendblatt.de/kultur-live/tv ... rogen.html

Das finde ich interessant, wenn man bedenkt, auf welchen Grundlagen Hanf in den USA verboten wurde: es wurde als die "Negerdroge" massiv diskreditiert und einer der Gründe für das Verbot, neben anderen wirtschaftlichen Gründen, war die Baumwollindustrie, die gegen Hanf als robuste Faser für Bekleidung bevorteilt werden sollte. Worauf die Baumwollindustrie in den USA aufgebaut wurde, wissen wir auch. Die USA haben dann Druck auf die restliche Welt ausgeübt, bis Hanf fast überall verboten wurde, selbst da, wo es eine alte Kulturpflanze war.

Und jetzt, wo die wirtschaftlichen Interessen sich ändern, wer ist ganz vorne dabei das wieder zu legalisieren? In Colorado hat der Staat so viele Steuern wegen der neuen Hanfwirtschaft eingezogen, dass sie einen grossen Teil davon wieder zurückgeben müssen, weil sie so viel gar nicht behalten dürfen. Und kaum ist die USA wieder vorne dabei, sprechen sogar erste deutsche CDU-Politiker davon, dass eine Legalisierung gar nicht so schlecht wäre.

Eines ist jedenfalls sicher: der Krieg gegen die Drogen, wenn es denn jemals darum ging, die Bevölkerung vor etwas zu schützen, ist überall gescheitert. Das Resultat ist mehr Geld für schlechtere (gefährlichere) Produkte, das in die falschen Hände gerät. Weniger Leute, die es konsumieren, gibt es dafür nachgewiesener Maßen nicht. Die Alkohol-Prohibition in den USA hat die Mafia gross gemacht. Warum lernt man aus sowas nicht? Ist die Transferleistung auf andere Sachen zu gross für Politiker?
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Re: Themenabend auf Arte zum Drogenhandel

Beitragvon Samten » 16. Juni 2015 15:26

Legalize it..!!!!
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Re: Themenabend auf Arte zum Drogenhandel

Beitragvon Shugenja » 17. Juli 2015 21:17

Der Drogenhandel und der Konsum von harten Drogen wir zwar auf der einen Seiten von den verschiedenen Regierungen und Organisationen bekämpft, aber auf der anderen Seite nutzen die verschiedenen Regierungen und Politiker ihn aber auch für ihre eigenen, selbstsüchtigen Zwecke, wie man z.B. in China, Vietnam, Afghanistan usw. sehen konnte. Stichwort: Opiumkrieg, Air America, Iran-Contra Affäre,
http://www.amazon.de/Die-CIA-das-Heroin ... 3861506084
http://faszinationmensch.com/2013/06/11 ... vorne-weg/
http://www.arte.tv/guide/de/042649-000/die-opium-route
http://atonal1.blog.de/2012/07/31/mexik ... -14312446/

Solange wir immer wieder die selben korrupten, selbstsüchtigen und skrupellosen Politiker wählen, wird sich nie etwas ändern.
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