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Wichtige Personen im Buddhismus

Buddhismus und buddhistische Praxis in allen Schulen und Richtungen

Wichtige Personen im Buddhismus

Beitragvon Wanderer » 1. September 2015 16:25

Hallo !

Ich dachte, dass das vielleicht ganz interesssant wäre, da man ja nicht immer alle wichtigen/bzw. bedeutenden Persönlichkeiten eine Religion kennt.
Wenn man einen Buddhisten fragt, "Kennst Du Buddha ?", dann sagen 100% ja, ist logisch.
Wenn man jedoch weiter fragt....weißt du denn auch wer z.B "Ananda" oder auch "Devadatta" war ?, dann legen schon recht viele den Kopf schief und runzeln die Stirn...

Nur damit man mich recht versteht: Unwissenheit ist natürlich keinerlei "Schande", aber viele der Erzählungen und Gleichnisse im Buddhismus versteht man erst so richtig, wenn man
die Personen darin zumindest "grob" zuordnen kann. :)

Ich werde mich hier nur auf die Personen aus dem Umfeld des klassichen Buddha (Siddhartha Gautama) konzentrieren, nicht auf Personen, welche erst später z.B Schulen gegründet haben,..e.t..c

1.) Ananda, Siddharthas Vetter und einer seiner Hauptschüler.
Der Lieblings und einer der Hauptschüler von Buddha. Sein "Liebling", so ähnlich wie der Jünger Johannes der "LIebling" von Jesus Christus war.
Kann man ziemlich stark aus den Texten herauslesen....
Link: https://de.wikipedia.org/wiki/Ananda

2.) Devadatta, der "buddhistische Judas Iskariot". Historisch geshen sind manche Angaben unwahr oder zumindest zweifelhaft.
Laut Schriften hat Devadatta zur ersten Spaltung der Sanga beigetragen, und wird sehr negativ beurteilt. Allerdings stammen
diese Bewertungen ausschlielich von seinen Feinden. Dennoch gilt er laut Tradition als der "menschliche Feind Buddhas".

"Konflikt mit dem Buddha

Kakudha, ein Mönch, der nach seinem Tod in ein himmlisches Reich gelangt war, erkannte von dort aus die finsteren Pläne Devadattas. Er sorgte dafür, dass der Buddha davon erfuhr. Dazu bemerkte der Buddha, Devadatta werde seine Absichten bald enthüllen.[11] Außerdem erzählten Mönche dem Buddha, dass Devadatta von Ajatasattu hoch geehrt und täglich reich beschenkt wurde und einen Teil der erhaltenen Gaben an seine Anhänger verteilte. Der Buddha äußerte dazu, dass Ehrungen schädlich seien und dass es schlimme Folgen habe, wenn man übernatürliche Kräfte zur Erzielung von Vorteilen ausnutzt. Er bezeichnete das Verhalten Devadattas als töricht und verglich ihn mit einem wütenden Hund. Nach einer Version sagte er voraus, dem Irregeleiteten stehe eine üble Existenzform bevor (als Höllenwesen, als Tier oder als Hungergeist).[12]

Um seine Absicht zu verwirklichen, begab sich Devadatta zum Buddha, der bereits betagt war, und forderte ihn kurzerhand auf, ihm – Devadatta – die Führung der Gemeinde zu übergeben. Er argumentierte, der Buddha solle sich in Anbetracht seines Alters zur Ruhe setzen. Der Buddha wies dieses Ansinnen scharf zurück und nannte Devadatta einen Narren, ein Aas und einen Speichellecker. Durch diese Zurechtweisung tief gekränkt begann Devadatta den Buddha zu hassen.[13]

Der Buddha veranlasste, dass die Sangha sich in einer öffentlichen Erklärung von Devadattas Verhalten distanzierte. Ihm wurde die Befugnis entzogen, im Namen der Gemeinschaft aufzutreten. Das bedeutete jedoch nicht seinen Ausschluss aus der Sangha. Darauf kam es in der Bevölkerung, die dem Buddhismus zuneigte, zu einer Spaltung zwischen denen, die dem Buddha vertrauten, und Anhängern Devadattas.."


"...Mordanschläge auf den Buddha

Nach dem Thronwechsel unternahm Devadatta der Legende zufolge drei Versuche, den Buddha zu töten. Für den ersten Versuch stellte ihm der neue König mehrere Mörder zur Verfügung. Einen von ihnen schickte Devadatta gegen den Buddha, andere beauftragte er, den Mörder nach der Tat umzubringen, um die Spur zu verwischen, und weiteren befahl er, nachher die Mörder des ersten Mörders zu töten. Der erste Mörder konnte jedoch, als er sich dem Buddha näherte, die Tat nicht vollbringen, sondern bereute sein Vorhaben und gestand es dem Buddha. Später kamen auch die anderen Mordgesellen zum Buddha und enthüllten, was sie wussten.[16]

Den zweiten Versuch unternahm Devadatta selbst, indem er den Gipfel eines Berges bestieg und auf den Buddha, der unterhalb des Gipfels saß, einen großen Felsblock schleuderte. Der Fels wurde jedoch von einem Schutzgeist abgelenkt. Nur ein Splitter traf den Buddha und verletzte ihn am Fuß.[17]

Beim dritten Versuch veranlasste Devadatta den Führer eines bösartigen Elefanten, das Tier auf den Buddha loszulassen, der sich auf dem Almosengang befand. Es gelang dem Buddha jedoch, den Elefanten zu beruhigen.."


"...Spaltung der Gemeinde

Devadatta kritisierte die Regeln betreffend Wohnung, Nahrung und Kleidung der Mönche als zu lax und forderte eine Verschärfung. Damit wollte er Unfrieden säen und die Autorität des Buddha untergraben. Der Buddha lehnte die Änderungsvorschläge ab. Es gelang Devadatta jedoch, eine Abstimmung unter den Mönchen herbeizuführen. 500 Mönche stimmten für seinen Vorschlag und verließen anschließend die Gemeinde.[19] Später begaben sich jedoch zwei besonders angesehene Schüler des Buddha, Sariputta (Shariputra) und Moggalana (Maudgalyayana), zu den Abtrünnigen, um sie zurückzugewinnen. Es gelang den beiden, nachdem Devadatta von Müdigkeit überwältigt eingeschlafen war, die Mönche zu überzeugen. Daraufhin kehrten die von Devadatta Verführten zur Lehre und Gemeinde des Buddha zurück. Erst als fast alle gegangen waren, wurde Devadatta von einem Vertrauten geweckt.[20]
Tod und Schicksal im Jenseits

In einem Teil der Überlieferung wurde die Devadatta-Legende noch weiter ausgeschmückt. Nach diesen Erzählungen begab sich Devadatta, nachdem seine Anhänger reumütig zur Sangha zurückgekehrt waren, zum Buddha, um entweder Vergebung zu erlangen oder, falls diese verweigert würde, den Buddha zu vergiften. Durch seine Übeltaten hatte er aber so viel schlechtes Karma angehäuft, dass er in Anwesenheit des Buddha von der Erde verschluckt wurde. Er gelangte in die schlimmste Hölle, die Avici-Hölle.[21]

Im Lotus-Sutra und anderen Texten des Mahayana wird behauptet, dass auch Devadatta eines Tages Erlösung erlangen wird. Da für Buddhisten Devadatta das Urbild eines bösen Menschen ist, soll dies besagen, dass am Ende überhaupt niemand vom Heil ausgeschlossen bleibt..."



Wer Zeit und Lust hat, kann sich das alles noch mal in Ruhe genauer durchlesen:
Eine Zusammenschrift eines Vortrages aus dem Jahr 1999; Buddhistisches Zentrum Essen (auf Deutsch)

Link: http://www.freebuddhistaudio.com/texts/ ... churke.pdf


3.) Mahakashyapa, einer der wichtigsten Schüler Buddhas
Link: https://de.wikipedia.org/wiki/Mahakashyapa


4.) Moggalana, einer der beiden Hauptschüler Buddhas. War für seine übernatürlichen Kräfte (Siddhies) bekannt.
Link: https://de.wikipedia.org/wiki/Moggalana




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