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Amida Buddhismus

Buddhismus und buddhistische Praxis in allen Schulen und Richtungen

Amida Buddhismus

Beitragvon asoka » 2. September 2015 19:36

Hallo zusammen

Ich bin gestern über diesen Blog gestossen

https://shinbuddhismus.wordpress.com/textbox3/

Und fan diesen sehr intressant.
Mit dem Amida Buddhismus habe ich mich noch überhaupt nicht auseinander gesetzt.
Und ich musste feststellen Bücher oder Texte in deutsch zu finden ist garnicht so leicht.

Kann jemand etwas dazu sagen und hat sich mit dieser Form des Buddhismus etwas mehr auseinandergesetzt?

Nach dem was ich gelesen habe gehe ich davon aus das man es vergleichen könnte mit Japa Yoga bzw. Mantrayana ist.

Wobei man ohne visualisation nur ein Mantra verwendet um im hier und jetzt zu sein.
Was ich auch intressant finde diesen Weg geht man oder kann man gehen ohne Lehrer.

Kann aber natürlich sein das ich das falsch interpretiere?

Gruss asoka
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Re: Amida Buddhismus

Beitragvon voom » 2. September 2015 19:45

Was ich darüber weiss, ist dass es eine simplifizierte Form des Buddhismus ist, die sich darauf stützt, dass man allein durch Wünsche an Amithaba nach dem Tod sein Reines Land erreicht. Die wesentliche Praxis ist damit die Rezitation des Amithaba-Mantras. Es soll vor allem für Leute sein, die keine oder wenig Zeit für die Praxis haben (oder denken, dass sie die nicht haben...)

Das nur als grobe Richtung, da lässt sich sicher mehr zu sagen wenn man sich damit auskennt... ;)
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Re: Amida Buddhismus

Beitragvon Wanderer » 2. September 2015 19:50

Hallo !

@asoka
Das ist auch eher eine Art von "Insider Buddhismus"...kennen hier (noch) relativ wenige.
Keine Ahnung warum das so ist...vielleicht weil er vor allem in Japan weit verbreitet ist...

Zusammenfassung der Lehre:

"..Shinrans Lehre nimmt ohne Zweifel eine Ausnahmestellung innerhalb der Lehren des Buddhismus ein. Indem er die buddhistische Meditation und die mönchische Regel aufgab, scheint Shinran dem Buddhismus seine Grundlage entzogen zu haben. Verschiedentlich hört man sogar, er habe den Buddhismus in sein Gegenteil verkehrt, aber dieses Urteil ist oberflächlich. Shinrans Lehre ist keine originelle Neuschöpfung oder mutwillige Uminterpretation, sie hat auch nichts mit dem Shintoismus zu tun, der einheimischen Religion Japans. Vielmehr geht Shinran in einer scharfsinnigen Analyse der religiösen und philosophischen Tradition einigen Tendenzen nach, die im Buddhismus immer schon vorhanden waren. So gelangt er zu einer Zuspitzung der gesamten buddhistische Lehre auf einen einzigen Punkt: die Essenz und der höchste Punkt der buddhistsichen Lehre ist die Anrufung des Buddhanamens im Vertrauen, d.h. getragen von der Kraft des Buddha.

Shinran denkt die spirituelle Entwicklung des Menschen radikal von Seiten des Buddha, die eigene Kraft des Menschen hat keinen Anteil daran. Erst wenn der Mensch all seine Kalkulationen, alle Manipulation und sämtliche Versuche, das Heil für sich oder andere zu erzwingen, aufgibt, ist er imstande, sich ganz der anderen Kraft des Buddha zu überlassen. Höchster Ausdruck des Sich-Anvertrauens ist die im Vertrauen erfahrene Buddhagegenwart (Nembutsu) in Form des ausgerufenen Namens (shômyô). Eigentlich ruft der Buddha. Der Mensch hört diesen Ruf nur und erwidert ihn reflexartig. Alles Ichhafte ist nun im Licht des Buddha, wird dort aufgefangen und bewahrt. Es ist nichts zu tun, und es war nie etwas zu tun.

Dies ist nach Shinran die in allen buddhistischen Lehren durchscheinende Essenz des Buddhismus. Das moderne Wort Shin-Buddhismus trifft Shinrans Intention sehr genau, denn es bedeutet "Essenz-Buddhismus"..."



Entstehung:

"..Die Jôdo Shinshû ("Schule der wahren Essenz der Reines-Land-Lehre") wurde im 13. Jahrhundert von Shinran Shônin begründet. Sie ist eine Form des Laienbuddhismus, deren Anhänger sich der Kraft des Buddha anvertrauen. Obwohl die Jôdo Shinshû in Japan die anhängerreichste buddhistische Strömung ist, ist sie im Westen noch wenig bekannt. Zunächst hat sie Suzuki Daisetsu (1870-1966), der große Vermittler des Zen-Buddhismus, dem westlichen Publikum in einführenden Schriften und Übersetzungen nahegebracht. Von ihm stammt auch der Begriff des Shin-Buddhismus (Shin Buddhism)..."


Alle möglichen Texte auf Deutsch gibt es hier:
Link: http://www.jodoshinshu.de/d_texte.php



Quelle für alles ist diese Hauptseite hier:
http://www.jodoshinshu.de/d_home.php


Blog gibt es hier:
http://jodoshinshudeutschland.blogspot.co.at/



LG,
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Re: Amida Buddhismus

Beitragvon Wanderer » 2. September 2015 20:05

Hi !

Ach ja noch etwas...Shin Buddhisten sind recht geheim..der Autor Clark Chilson hat ein Buch über die Shin Buddhisten gesschieben.
Es soll ca. 30 geheime Linien geben und zigtausende Anhänger...

Das Buch ist hier....http://newbooksinbuddhiststudies.com/20 ... ress-2014/

Vielleicht kann voom mal grob für die user hier übersetzten, ich bin heute nicht mehr richtig fit genug...wäre sehr nett von Dir.


LG,
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Re: Amida Buddhismus

Beitragvon asoka » 2. September 2015 20:15

Warum ist das eher eine geheime Tradition Wanderer hast du Infos in Deutsch ist praktisch. ;-)

Und voom was unterscheidet die Amithaba Praxis von der Amida Praxis?
Ausser das dabei nur das Mantra verwendet wird.
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Re: Amida Buddhismus

Beitragvon voom » 2. September 2015 20:19

Amida ist nur der japanische Name von Amithaba.... :) Wie die Praxis genau aussieht weiss ich nicht, daher kann ich auch nichts über die Unterschiede sagen....
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Re: Amida Buddhismus

Beitragvon asoka » 2. September 2015 20:27

Also so wie es aussied geht es nur zm das Mantra.
Aber das errinert mich an die Bilder von Laien in Tibet zum Beispiel die nur mit der Mala das Om Mani Padma Hum während des tages für sich sprechen.

Daher auch irgendwie ähnlich.
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Re: Amida Buddhismus

Beitragvon Buddhaghosa » 2. September 2015 22:39

Ich glaube, Benkei ist hier wohl der kompetenteste Ansprechpartner. Ich habe hier http://tsurezuregusa.de/nembutsu-im-lic ... theravada/ einmal den Amida-Buddhismus aus Theravada-Perspektive beleuchtet und bin kurz auf die Entwicklung der Praxis vom nembutsu zum shomyo eingegangen. Ist vielleicht interessant.

Gruß
Florian
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Re: Amida Buddhismus

Beitragvon voom » 3. September 2015 12:58

Der ist ja auch hier im Forum, habe ihn gerade per PN eingeladen, falls er was dazu sagen kann und will... :)
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Re: Amida Buddhismus

Beitragvon Benkei » 3. September 2015 17:43

Namaste!

Ich antworte hier dann (auch) mal auf die PNs.

Ob ich der "kompetenteste" Ansprechpartner zu diesem Thema bin, würde ich bezweifeln.
Es stimmt aber, dass ich mich, besonders mit den Erscheinungsformen des japanischen Amida-Buddhismus, intensiver beschäftigt habe und noch immer beschäftige.

Im Einzelnen:

"Amida" ist die japanisierte Form der Kurzfassung "Amita" für den Buddha Amitabha/Amitayus - den Buddha des Grenzenlosen Lichts und Lebens.
In Japan gibt es verschiedene Schulen, deren Praktiken sich teilweise oder ausschließlich - je nach Schule - auf Buddha Amida beziehen.
Die gängigste Praxis, die auch im japanischen "Volksbuddhismus" sehr verbreitet ist, ist die Namensanrufung, die Vergegenwärtigung des Buddha Amida durch die Äußerung seines Namens, also das Nenbutsu (auch Nembutsu) durch die Ehrerbietungsformel "Namu-Amida-Butsu" (teilweise auch "Namo-Amida-Butsu") oder vereinfacht, vor allem in der bereits erwähnten Jôdo Shinshû "Namandabu".

Je nachdem, von welcher Schule man dann spricht, ist das Nenbutsu die Hauptpraxis oder nur eine ergänzende Übung oder Ersatzpraxis.

Die größeren japanischen Schulen, in welchen das Nenbutsu eine wichtige Rolle spielt sind:
Jôdo Shinshû, Jôdo Shû, Tendai Shû und Ôbaku Shû.
In den kleinen und hierzulande nicht vorkommenden Schulen Ji Shû und Yûzû Nenbutsu Shû ist das Nenbutsu ebenfalls die Hauptpraxis.
In der Shingon Shû (japanischer Vajrayana/Mantrayana) wird das Nenbutsu zwar auch von vielen Anhängern geübt, allerdings kommen hier nach "offizieller Lesart" eher japanisierte Amida-Mantras zum Einsatz, wie etwa On-Amirita-Teizei-Kara-Un oder das simple A-Mi-Ta.
Das Nenbutsu selbst - also Namu-Amida-Butsu ist nämlich nach gängiger Auffassung kein Mantra!

Jôdo Shinshû
Diese Schule geht auf Shinran Shonin, einem Schüler von Hônen Shonin, zurück.
Wie auch alle "orthodoxeren" Schulen des japanischen Buddhismus kennt auch die Jôdo Shinshû keinen zölibatären Klerus aber sie war die erste Schule, die das so festgelegt hat. Allgemein gibt es hier auch keine Ethikgelübde (Sîlas, Jukai), welche angenommen werden müssten, sondern diese werden eher als Richtlinien angesehen.
In der Jôdo Shinshû wird das Nenbutsu eher als Äußerung der Dankbarkeit für die Rettung durch Amida-Buddha angesehen, denn als Praxis, welche der Einzelne ausübt um ins Reine Land hingeboren zu werden. Wichtiger ist folglich die Verwirklichung von unerschütterlichem Vertrauen in die Erlösungskraft des Buddha Amida, und auch dieses Vertrauen ist nichts, was der Einzelne durch eigene Anstrengung "erwerben" könnte. In der Jôdo Shinshû ist Amida-Buddha zumeist das einzige Objekt der Verehrung, oder den Altar zieren gar nur die Schriftzeichen des Nenbutsu.
Die Jôdo Shinshû hat in Deutschland ein paar Zentren, denen ordinierte Priester vorstehen, und es gibt in Düsseldorf den wundervollen japanischen Tempel Ekô-ji, welcher dieser Richtung angehört.

Jôdo Shû
Diese Schule wurde von dem Tendai-Mönch Hônen-bô Genkû, Hônen Shonin, gebründet. Es ist die klassische Schule des Reinen Landes in Japan. Hier wird das Nenbutsu mit dem Ziel ausgeübt, die Wiedergeburt im Reinen Land des Buddha Amida zu erlangen. Hônen Shonin empfahl das Nenbutsu als "ausschließliche Praxis". Je nach Lehrtradition wird die Auffassung vertreten, das ein bis zehn mit äußerster Hingabe geäußerte Nenbutsu hierfür ausreichend sein können, oder dass man lieber auf Nr. Sicher gehen soll und viele Nenbutsu - bis zu 30.000 täglich oder mehr - sprechen soll.
Die Schule kann als "orthodox" gelten, denn sie hat das Zölibat erst in der Meji-Zeit "überwunden" und die Priester/Mönche werden noch - soweit mir bekannt ist - ähnlich ordiniert, wie es in der Tendai Shû oder auch in den Zen-Schulen Japans überliefert wird.
Obwohl Amida-Buddha hier das Hauptverehrungsobjekt ist, findet man in Jôdo Shû-Tempeln auch andere Buddhas/Bodhisattvas, z. B. Shakyamuni oder Avalokiteshvara und Mahastama.

Tendai Shû
Diese synkretistische Schule kann mit Sicherheit als "die" Schule des japanischen Buddhismus angesehen werden, da sie die meisten Aspekte aller anderen Schulen auf sich vereint und da aus ihr auch die meisten Gründer späterer Schulen stammen (z. B. Hônen Shonin, Shinran Shonin, Nichiren Shonin, Dôgen Zenji, Eisai Zenji).
Das Nenbutsu ist hier eine von vielen Übungen, welche auch im Rahmen der täglichen Andachen ausgeübt werden. Es gilt als verdienstvolle Handlung und zumeist wird es geübt, um sich die Wiedergeburt in Amidas Reinem Land zu sichern; die Verdienste werden dann entsprechend gewidmet.
Die Tendai Shû kennt neben dem gesprochenen Nenbutsu auch weitere Arten der Amida-Verehrung und -Meditation und sie verwendet ebenso wie die Shingon Shû auch Mantras um auf Amida zu praktizieren.

Ôbaku Shû
Dies ist die drittgrößte Zen-Schule in Japan [nach Sôtô Shû und Rinzai Shû]. Hier wird das Nenbutsu - ebenso wie im chinesischen Chan, im koreanischen Seon und im vietnamesischen Thien - im Rahmen der täglichen Andachten geübt, aber auch als Alternative zum Kôan-Zen oder zum Shikantaza ["Nur-Sitzen"]. Hierbei rezitiert der Zen-Übende dann während des Zazen und Kinhin lautlos und fortwährend das Nenbutsu, wobei das ggf. noch mit dem Kôan "Wer rezitiert da das Nenbutsu?" einhergeht.


Grundsätzlich kann gerade der japanische Amida-Buddhismus nicht als "Geheimlehre" angesehen werden, denn da gibt es kaum etwas, dass nicht offensichtlich wäre. Auch werden ja gerade keine geheimen Mantras, Mudras o. ä. überliefert [dies findet zwar in der Shingon Shû und der Tendai Shû statt, ist aber eher Aspekt deren Vajrayana-Tradition und nicht dem Amida-Buddhismus immanent], sondern 'der Anhänger spricht einfach "Namu-Amida-Butsu" und glaubt ohne jeden Zweifel an seine Wiedergeburt ins Reine Land. Weiter ist nichts erforderlich' - wie schon Meister Hônen in seinem "Ein-Seiten-Dokument" (Ishimaikishomon) lehrt.

Leider trifft es aber zu, dass deutsche Literatur zum Thema sehr rar ist.
Lediglich von der Jôdo Shinshû kann man ein paar Werke regulär erstehen, nämlich
"Sogar der Gute wird erlöst, um wieviel mehr der Böse" und
"Shinrans Buddhismus der Fremdkraft".

Vielleicht noch der Hinweis, dass viele Jôdo Shinshû-Konvertiten hierzulande vorher Zen, Theravada oder tibetischen Buddhismus praktiziert haben, und dann irgendwann eingesehen haben, dass sie die dort verheißenen Ziele nie erreichen werden. Stattdessen wählten sie dann den, wie Nagarjuna ihn nannte, "Einfachen Weg".

So. Das muss erstmal reichen :meditieren:

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Re: Amida Buddhismus

Beitragvon asoka » 3. September 2015 18:11

Hm...
Erstmal danke.

Wobei das wirft noch mehr Fragen auf.

Ist das dann eher ein Glaubenskonzept was hier über den Dharma gestülpt wurde?

Bin davon ausgegangen das Mantra wird verwendet ähnlich dem Zazen nur eben mit dem Mittel.

Der Buddhismus ist ja eigentlich ein selbsterfahrungsweg aber in diesen Fall ein Glaubensweg.
Ich suche die Buddhaschaft nicht in mir sondern mehr oder weniger im reinen Land was erstmal den Eindruck erweckt nach dem Motto wenn ich mich an die 10 Gebote halte habe ich eine gute Chanse in den Himmel zu kommen wie im Christentum.

Oder ist in diesen Fall gemeint das reine Land entsteht in meinen Geist weil man durch die Praxis im grunde erkennt das reine Land ist in mir wenn ich die Natur des Geistes erkenne und das Mantra wirft mich somit immer wieder auf mich zurück und nicht an den Rockzipfel eines Lamas oder einer oraganisation wo man zugleich anhaftet weil man denkt nur über diesen Zugang kann ich voran kommen und projeziert sein inneres nach aussen was man oft auch sied wie im Vajrayana der Lehrer beweihräuchert wird.

Gruss asoka
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Re: Amida Buddhismus

Beitragvon Benkei » 3. September 2015 18:32

Namaste!

Hallo asoka,
asoka hat geschrieben:Der Buddhismus ist ja eigentlich ein selbsterfahrungsweg aber in diesen Fall ein Glaubensweg.
Ich suche die Buddhaschaft nicht in mir sondern mehr oder weniger im reinen Land was erstmal den Eindruck erweckt nach dem Motto wenn ich mich an die 10 Gebote halte habe ich eine gute Chanse in den Himmel zu kommen wie im Christentum.


Hônen Shonin, der selbst Jahrzehnte lang den Tendai-Buddhismus mit seinen zahlreichen Fassetten auf dem Berg Hiei-san geübt hatte und der als jemand mit tiefer Einsicht und tadellosem Leumund galt, schloss es für sich persönlich aus, in diesem Leben das Erwachen zu verwirklichen. Er sah als einzige Möglichkeit, zumindest im Tod Befreiung zu erlangen, das Nenbutsu an - also dadurch im nächsten Leben, in Amidas Reinem Land, das Erwachen zu erfahren. Und wenn das für sich schon ein Hônen Shonin so sah, was wäre dann mit Menschen von weniger Kapazität? So argumentierten damals (und bis heute) seine Anhänger, und Shinran sah es sogar noch weitaus selbstkritischer.
Shinran fügte der buddhistischen Formel: KyôGyôShô - Lehre, Praxis und Verwirklichung noch den Glauben hinzu und kam dann zu KyôGyôShinShô, was auch der Titel seines Hauptwerks ist. Die Praxis allerdings, wird hier nicht vom Einzelnen ausgeübt, sondern von Amida Buddha eben für den Einzelnen.

Gerade Shinran ging es eben nicht um gute Taten, wie Gebote-einhalten oder auch Nenbutsu-sprechen!
Für ihn war die Rettung der "sündigen Menschen" allein durch Amidas Buddha-Werdung, durch seine 48 Gelübde, insbesondere das 18. Gelübde Gewissheit. Und im Shin-Buddhismus (also in der Jôdo Shinshû) geht es darum, diese Gewissheit zu Lebzeiten oder zumindest im Todeszeitpunkt selbst zu erfahren und zu verwirklichen.

asoka hat geschrieben:Oder ist in diesen Fall gemeint das reine Land entsteht in meinen Geist weil man durch die Praxis im grunde erkennt das reine Land ist in mir wenn ich die Natur des Geistes erkenne und das Mantra wirft mich somit immer wieder auf mich zurück und nicht an den Rockzipfel eines Lamas oder einer oraganisation wo man zugleich anhaftet weil man denkt nur über diesen Zugang kann ich voran kommen und projeziert sein inneres nach aussen was man oft auch sied wie im Vajrayana der Lehrer beweihräuchert wird.

Dass "dieser Ort bereits das Reine Land ist, und dieser Körper der Buddha", und dass man zu dieser Erfahrung gelangt, wenn man das Erwachen erlangt ("Satori") oder auch wenn man den Unumstößlichen Glauben (Shinjin) verwirklicht, das ist eine buddhologisch-philosophische Sichtweise, die man konzeptuell vertreten kann, die aber wohl (zumindest teilweise) dem Volksglauben und auch einigen Schriften widerspricht.

Mit den Lehrern und Organisationen ist das so eine Sache...
Auch ein Priester der Jôdo Shinshû könnte Dir wohl raten, es eher mit dieser Organisation zu versuchen und dort Mitglied zu werden nur um auf Nr. Sicher zu gehen... ;)

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Re: Amida Buddhismus

Beitragvon Wanderer » 3. September 2015 18:39

Hallo !

@Benkei

Hônen Shonin, der selbst Jahrzehnte lang den Tendai-Buddhismus mit seinen zahlreichen Fassetten auf dem Berg Hiei-san geübt hatte und der als jemand mit tiefer Einsicht und tadellosem Leumund galt, schloss es für sich persönlich aus, in diesem Leben das Erwachen zu verwirklichen. Er sah als einzige Möglichkeit, zumindest im Tod Befreiung zu erlangen, das Nenbutsu an - also dadurch im nächsten Leben, in Amidas Reinem Land, das Erwachen zu erfahren. Und wenn das für sich schon ein Hônen Shonin so sah, was wäre dann mit Menschen von weniger Kapazität? So argumentierten damals (und bis heute) seine Anhänger, und Shinran sah es sogar noch weitaus selbstkritischer.

Gerade Shinran ging es eben nicht um gute Taten, wie Gebote-einhalten oder auch Nenbutsu-sprechen!
Für ihn war die Rettung der "sündigen Menschen" allein durch Amidas Buddha-Werdung, durch seine 48 Gelübde, insbesondere das 18. Gelübde Gewissheit. Und im Shin-Buddhismus (also in der Jôdo Shinshû) geht es darum, diese Gewissheit zu Lebzeiten oder zumindest im Todeszeitpunkt selbst zu erfahren und zu verwirklichen.


Klingt irgendwie sehr nachvollziehbar und clever... :)


Bis jetzt meine persönliche "Lieblingvariante" innerhalb des Buddhismus....könnte theoretisch vielleicht sogar ich praktizieren.



LG,
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Re: Amida Buddhismus

Beitragvon Benkei » 3. September 2015 18:55

Namaste!

Hallo Wanderer,
Wanderer hat geschrieben:Klingt irgendwie sehr nachvollziehbar und clever... :)

Bis jetzt meine persönliche "Lieblingvariante" innerhalb des Buddhismus....könnte theoretisch vielleicht sogar ich praktizieren.

Sogar R. A. Wilson sah im Shin-Buddhismus die humanste und sympatischste Religion (guckstu hier).

Aber er wird nicht umsonst der "Leichte Weg, der doch so schwierig ist" genannt, denn zum Unumstößlichen Vertrauen/Glauben (Shinjin) ist es bestimmt ein steiniger Weg, der es auch erforderlich macht, alle Eigendünkel und Egoismen loszulassen.

Vielleicht sind deshalb gerade diejenigen die "besseren" Shin-Buddhisten, die vorher in anderen Traditionen "gescheitert" sind - eben genauso wie Shinran und Hônen - und die sich dieses "Scheitern" eingestehen konnten.

So! Jetzt geht es aber erstmal aufs Kissen :meditieren:
Einen schönen Abend noch!

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Re: Amida Buddhismus

Beitragvon asoka » 3. September 2015 18:59

Wanderer hat geschrieben:Hallo !

@Benkei

Hônen Shonin, der selbst Jahrzehnte lang den Tendai-Buddhismus mit seinen zahlreichen Fassetten auf dem Berg Hiei-san geübt hatte und der als jemand mit tiefer Einsicht und tadellosem Leumund galt, schloss es für sich persönlich aus, in diesem Leben das Erwachen zu verwirklichen. Er sah als einzige Möglichkeit, zumindest im Tod Befreiung zu erlangen, das Nenbutsu an - also dadurch im nächsten Leben, in Amidas Reinem Land, das Erwachen zu erfahren. Und wenn das für sich schon ein Hônen Shonin so sah, was wäre dann mit Menschen von weniger Kapazität? So argumentierten damals (und bis heute) seine Anhänger, und Shinran sah es sogar noch weitaus selbstkritischer.

Gerade Shinran ging es eben nicht um gute Taten, wie Gebote-einhalten oder auch Nenbutsu-sprechen!
Für ihn war die Rettung der "sündigen Menschen" allein durch Amidas Buddha-Werdung, durch seine 48 Gelübde, insbesondere das 18. Gelübde Gewissheit. Und im Shin-Buddhismus (also in der Jôdo Shinshû) geht es darum, diese Gewissheit zu Lebzeiten oder zumindest im Todeszeitpunkt selbst zu erfahren und zu verwirklichen.


Klingt irgendwie sehr nachvollziehbar und clever... :)


Bis jetzt meine persönliche "Lieblingvariante" innerhalb des Buddhismus....könnte theoretisch vielleicht sogar ich praktizieren.



LG,
Wanderer


Da haben wir mal was gemeinsam Wanderer!

Finde diese Form rebelisch wie ich es mal nennen möchte im verhältniss zu anderen.

@Benkei könntest du meine annahme erläutern von dem Beitrag von mir vor Wanderes.
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Re: Amida Buddhismus

Beitragvon Benkei » 4. September 2015 16:31

Namaste!

Hallo asoka,

asoka hat geschrieben:@Benkei könntest du meine annahme erläutern von dem Beitrag von mir vor Wanderes.

Welche Annahme meinst Du genau?

Deinen Beitrag von gestern, 18:11 Uhr hatte ich kurz darauf schon kommentiert...!?

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Re: Amida Buddhismus

Beitragvon asoka » 4. September 2015 22:33

Sorry hatte etwas übersehen.

Wie steht diese Aussage im Kontext.

Ich bin der Meinung die Party im Nirvana feiern wir alle zusammen.

Diese von mir kommende Meinung ist kein Glaube und keine Praxis.

Und doch kann ich für mich sagen so ist es denn es war einfach da.
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Re: Amida Buddhismus

Beitragvon Benkei » 5. September 2015 11:31

Namaste!

Hallo asoka,

asoka hat geschrieben:Sorry hatte etwas übersehen.

Wie steht diese Aussage im Kontext.

Da stehe ich nun etwas auf dem Schlauch!
Auf welche Aussage genau beziehst Du Dich?

asoka hat geschrieben:Ich bin der Meinung die Party im Nirvana feiern wir alle zusammen.

Diese von mir kommende Meinung ist kein Glaube und keine Praxis.

Und doch kann ich für mich sagen so ist es denn es war einfach da.

Nach meiner Empfindung und meinem (angelesenen, gehörten) "Wissen" [hier nicht Wahrheit, sondern eher "Glaube, Hoffnung"!] gibt es DORT weder "wir", noch "dich und mich", noch "alle getrennt" oder "alle zusammen" und auch keine "Party".
Das Land des Buddha ist, wie es im Lotos-Sutra heißt friedlich und ruhig und kann insoweit absolut als Metapher für das Nirvana angesehen werden.


Noch eine Ergänzung zum Thema "Texte auf Deutsch":
Auf der Seite der BGJ-D findet man sowohl eine gute Einführung als auch die wichtigen Texte "Tannishô" und "Yuishinshô".

Da die anderen von mir genannten, bedeutenden japanischen Schulen welche das Nenbutsu als Teil der Praxis ansehen (also Jôdo Shû, Tendai Shû und Ôbaku Shû), in Deutschland offiziell nicht vertreten sind, gibt es auch keine deutschen Textquellen. Hier müsste man auf Englisch ausweichen.
Von Hônen Shonin findet man zumindest ein paar Texte auf Deutsch im Netz.
Auch das Werk "Buddhismus krass", welche schulübergreifend Texte, Briefe und ähnliches von japanischen Mönchen und Meistern des Reinen-Land-Buddhismus im Mittelalter wiedergibt und kommentiert, kann ich unbedingt empfehlen!

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Re: Amida Buddhismus

Beitragvon asoka » 5. September 2015 11:39

Hm das klingt mir zu ernst und errinert mich zusehr an Kirche als die Freiheit des Geistes.
Du erkanntest nicht die Symbolik meiner Aussage und konntest die Aussage nicht in einklang bringen.

Sorry ist nach meinem Verständniss zu Theravada Like da man sich für diesen Raum des eins sein beschränkt.

Aber ich bin da ohne hin ein zu grosser eigenbrödler.

OM Shanti :namaste:
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Re: Amida Buddhismus

Beitragvon Benkei » 5. September 2015 11:56

Namaste!

Hallo asoka,
asoka hat geschrieben:Hm das klingt mir zu ernst und errinert mich zusehr an Kirche als die Freiheit des Geistes.
Du erkanntest nicht die Symbolik meiner Aussage und konntest die Aussage nicht in einklang bringen.

Sorry ist nach meinem Verständniss zu Theravada Like da man sich für diesen Raum des eins sein beschränkt.

Aber ich bin da ohne hin ein zu grosser eigenbrödler.

OM Shanti :namaste:

Erkennen oder Nicht-erkennen, darauf eingehen oder nicht, Einklang und Dissonaz,
darum ging es mir gar nicht!

Es liegt mir fern, hier irgendwie Werbung für irgendeine Tradition oder irgendein Glaubenskonzept zu machen - schon gar nicht mein eigenes, unstetes!

Das, wie ich es sehe, soll keinesfalls als Sichtweise irgendeiner bestimmten Tradition verstanden werden, es sei denn, ich weise ausdrücklich daraufhin.
Gefragt war ja nach dem Amida-Buddhismus, und mein Anliegen war es hier objektiv die Sichtweisen der verschiedenen japanischen Traditionen wiederzugeben und diesbezügliche Missverständnisse auszuräumen.

Persönlich bin ich kein Freund von Konzeptionen wie "persönlicher Wiedergeburt", "Buddhagefilde wo jeder für sich happy ist und nach individueller Befreiung strebt", oder auch "Tulku-tum". Allein die Vorstellung "den ganzen Kram nochmal durchziehen zu müssen, von der Kindheit über Kindergarten, Grundschule, Oberschule, Studium, Ausbildung, Füherschein, etc." ist mir ein Greul!
Deshalb ist meine individuelle Hoffnung auf Ruhe, Frieden und Stille gerichtet, und meine persönlichen Konzeptionen/Vorstellungen sind entsprechend, ebenso wie ich dann natürlich gern diejenigen Quellen anführe, die in diese Richtung gehen. Wie der gute alte R. A. Wilson schon so treffend feststellte:
"Was der Denker denkt, das wird der Beweisführer beweisen!"

Deshalb: Nix für ungut!

Wenn Du nun enttäuscht bist, dann siehe es positiv:
"ent-täuscht" :idea:

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Re: Amida Buddhismus

Beitragvon asoka » 5. September 2015 12:14

Ich bin ent-täuscht ja da mein Lehrer zu mir auch sagte man müsse ein ent-täuschter sein auf dem Weg.

Das schöne ist das eben alles möglich ist und alles vom Geist ausgeht.
Mir ist klar das man ähnlich eines Lehrlings der einen Beruf lernt abläuft.

Man sucht sich eine Firma (Tradition)
Bekommt einen Ausbilder (Meister oder alt Geselle)
Macht seine Prüfung (Man prüft die Dinge für sich)
Wird Geselle und macht seine Erfahrungen (Man geht seinen Weg mit den Mitteln)
Man entwickelt seine individuelle Arbeitsart (Man entwickelt sich)

Dann bleibt man Geselle oder macht den Meister.

Wichtig ist das man damit gut um die Runde kommt im Leben und Spass hat bei dem was man tut.

Daher wie Berufe alle wichtig sind irgendwie in der Welt auch die Spirituellenwege.

Ich verneige mich vor allen auch wenn meiner ein anderer ist als deiner. :namaste:

Schöne Zeit !
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Re: Amida Buddhismus

Beitragvon Benkei » 5. September 2015 12:41

Namaste!

Hallo asoka,
asoka hat geschrieben:Ich bin ent-täuscht ja da mein Lehrer zu mir auch sagte man müsse ein ent-täuschter sein auf dem Weg.

Das schöne ist das eben alles möglich ist und alles vom Geist ausgeht.
Mir ist klar das man ähnlich eines Lehrlings der einen Beruf lernt abläuft.

Man sucht sich eine Firma (Tradition)
Bekommt einen Ausbilder (Meister oder alt Geselle)
Macht seine Prüfung (Man prüft die Dinge für sich)
Wird Geselle und macht seine Erfahrungen (Man geht seinen Weg mit den Mitteln)
Man entwickelt seine individuelle Arbeitsart (Man entwickelt sich)

Dann bleibt man Geselle oder macht den Meister.

Wichtig ist das man damit gut um die Runde kommt im Leben und Spass hat bei dem was man tut.

Daher wie Berufe alle wichtig sind irgendwie in der Welt auch die Spirituellenwege.

Ich verneige mich vor allen auch wenn meiner ein anderer ist als deiner. :namaste:

Schöne Zeit !

Ich denke, es gibt so viele spirituelle Wege, wie es Menschen gibt, die sie "begehen". Keiner ist gleich, so wie faktisch auch kein Ei dem anderen gleicht.
Man wählt zwar eine Tradition (einen Beruf), aber der eigene Werdegang und das eigene "Einsatzfeld" ist doch nicht genau dasselbe, wie von den "Kollegen".
Und so manchen einen "Freiberufler" oder "Nischenplatz-Beleger innerhalb der Tradition" trifft man ja auch ab und an an.

Genau das meinte vielleicht (auch) der chinesische Zen-Meister Wu-men, wenn er sagt:
"Der Große Weg ist ohne Tor; zahllose Straßen gibt es;"
darum auch:
"Wer die Torlose Schranke durchschreitet, zieht in Freiheit durchs All!" :triskel:

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