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OT "Was ist konstruktiv" [War: Umgang mit Anderen]

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OT "Was ist konstruktiv" [War: Umgang mit Anderen]

Beitragvon Tobias » 10. September 2015 11:07

Off Topic
schon bemerkenswert, dass in einem buddhitischen Forum ein politisch-gesellschaftlicher Thread, der Thread ist mit den meisten Beiträgen
Wir sind das, was wir denken. Alles was wir sind, entsteht mit unseren Gedanken. Mit unseren Gedanken erschaffen wir die Welt. Sprich und handle mit reiner Gesinnung Und Glück wird dir folgen, wie dein unteilbarer Schatten.
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Re: Umgang mit Anderen

Beitragvon Sherab Yönten » 10. September 2015 11:29

Tobias hat geschrieben:
Off Topic
schon bemerkenswert, dass in einem buddhitischen Forum ein politisch-gesellschaftlicher Thread, der Thread ist mit den meisten Beiträgen


Ist mir, ehrlich gesagt, lieber als wenn es eine endlose und kontroverse Diskussion zur "buddhistischen
Wiedergeburt" wäre.
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Re: Umgang mit Anderen

Beitragvon Tobias » 10. September 2015 11:35

Sherab Yönten hat geschrieben:
Tobias hat geschrieben:
Off Topic
schon bemerkenswert, dass in einem buddhitischen Forum ein politisch-gesellschaftlicher Thread, der Thread ist mit den meisten Beiträgen


Ist mir, ehrlich gesagt, lieber als wenn es eine endlose und kontroverse Diskussion zur "buddhistischen
Wiedergeburt" wäre.


Off Topic
Das war ja keine Kritik, sondern ich finde es bemerkenswert, weder positiv noch negativ. Ich finde lange kontroverse Diskussionen können immer entweder frunchtbar oder weniger fruchtbar sein. Das gilt für religiöse wie auch politische Diskussionen, Mir persönlich fehlt über einen solch langen Zeitraum oft die Konzentration. Von meinem Gefühl her geht auch ein wenig die Konstruktivität der Diskussion verloren, wenn sie zu lang wird. Darum schreibe ich hier auch nicht mehr ontopic mit. Mit Konstruktiv meine ich das klare Ergebnisse Einigungen erzielt werden. Das ist natürlich keine Pflicht. Aber ich mag es eben. Eine Anhaftung von mir.
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Re: Umgang mit Anderen

Beitragvon Sherab Yönten » 10. September 2015 11:42

@ Tobias, was für Ergebnisse erwartest Du denn ? Solche Themen berühren eben, die Flüchtlings Debatte dürfte die größte Herausforderung der Europäischen Union der letzten Jahrzehnte sein. Es tauchen immer wieder neue Aspekte auf. Ich finde es sehr positiv, dass hier soviel darüber geredet wird, während es in anderen buddhistischen Foren erstaunlich ruhig ist bei der Behandlung von diesem Thema ! Ich würde mich jedenfalls freuen, wenn Du auch wieder mitreden würdest !
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Re: Umgang mit Anderen

Beitragvon Tobias » 10. September 2015 11:55

Jetzt unterstellst du mir was.

Ich habe nie gesagt. dass ich etwas erwarte. Ich habe auch nicht gesagt, dass ich etwas kritisiere. Mir ist nur etwas aufgefallen und das habe ich geschildert. Ich habe weder die Relevanz des Themas herabgesetzt noch habe ich jemand kritisiert sondern ich habe etwas festgestellt, was ich bemerkenswert fand.

Ich verstehe nicht, warum Äußerungen notwendiger weise immer mit Meinungen oder Erwartungen verknüpft sein müssen.
Dafür habe ich zu viel Dzogchen/Zen/ Mahamudra intus. Ich finde es oft beruhigend Dinge einfach nur festzustellen und zu bemerken, dass die Bewertungsmonster in meinem Kopf ruhiggestellt sind. Das funktioniert ja leider nicht immer.

Liebe Grüße
Tobias
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Re: Umgang mit Anderen

Beitragvon Sherab Yönten » 10. September 2015 12:42

Tobias hat geschrieben:Jetzt unterstellst du mir was.


Nun, ich habe Dich hier so verstanden:

Tobias hat geschrieben:Von meinem Gefühl her geht auch ein wenig die Konstruktivität der Diskussion verloren, wenn sie zu lang wird. Darum schreibe ich hier auch nicht mehr ontopic mit. Mit Konstruktiv meine ich das klare Ergebnisse Einigungen erzielt werden.


Das klingt für mich ganz klar so, als ob Du entweder "Ergebnisse" oder "Einigung" erwarten würdest. Alles andere sei nicht konstruktiv.
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Re: Umgang mit Anderen

Beitragvon Tobias » 10. September 2015 13:18

Sherab Yönten hat geschrieben:
Tobias hat geschrieben:Jetzt unterstellst du mir was.


Nun, ich habe Dich hier so verstanden:

Tobias hat geschrieben:Von meinem Gefühl her geht auch ein wenig die Konstruktivität der Diskussion verloren, wenn sie zu lang wird. Darum schreibe ich hier auch nicht mehr ontopic mit. Mit Konstruktiv meine ich das klare Ergebnisse Einigungen erzielt werden.


Das klingt für mich ganz klar so, als ob Du entweder "Ergebnisse" oder "Einigung" erwarten würdest. Alles andere sei nicht konstruktiv.


Erstmal danke für die Konkretisierung deiner Vermutung:

Es ist die Frage wie man konstruktiv definiert. Vielleicht haben wir hier unterschiedliche Vorstellungen? Eine Konstruktion ist für mich etwas aufgebautes von Anfang A zum Ergebnis B.

Oder von einem Problem A zu einer Lösung B.

Da dieses Thema aber sehr komplex ist, wird es diese Lösungen nicht geben. Eine Diskussion dieser Art wäre für mich deshalb eher verhälntnismäßig kurz. Nämlich in der Art dass man Standpunkte klar macht, sie gegeneinander abwiegt und dann am Ende feststellt dass das Problem nicht zu lösen ist.

Statdessen entsteht hier die längste Diskussion in diesem Forum. Ich kritisiere das nicht. Ich stelle das nur fest. Ich stelle fest das meine Erwartungen von einer konstruktiven Diskussion nicht mit der Realität dieser Diskussion hier übereinstimmen. Und weil es eine Feststellung ist, ist hier keine Wertung enthalten.
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Re: Umgang mit Anderen

Beitragvon Ayu » 10. September 2015 13:24

Tobias hat geschrieben:
Off Topic
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Na, es geht eben um "das Wohl der Wesen" - und um die Auslegung dessen, was das denn sein mag. :think:

Mögen alle Wesen die Ursachen des Glücks realisieren.
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Re: Umgang mit Anderen

Beitragvon Tobias » 10. September 2015 13:29

Ayu hat geschrieben:
Tobias hat geschrieben:
Off Topic
schon bemerkenswert, dass in einem buddhitischen Forum ein politisch-gesellschaftlicher Thread, der Thread ist mit den meisten Beiträgen

Na, es geht eben um "das Wohl der Wesen" - und um die Auslegung dessen, was das denn sein mag. :think:


Ja, da stellt sich wieder die Frage nach dem Pro-und Contra eine angagierten Buddhismus. Bzw wie angagiert solte der Buddhismus sein? Solche Diskussionen gab es hier ja öfter im Forum. Ich vertrete dabei ja eher einen konservativen Standpunkt. Der angagierte Buddhismus ist ja recht "neu".
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Re: Umgang mit Anderen

Beitragvon voom » 10. September 2015 13:30

Ich finde diesen Thread konstruktiv, weil meine Erwartung an "konstruktiv" eine andere ist als die von Tobias: es bedeutet für mich, dass nicht die Absicht besteht, sich gegenseitig zu "besiegen" sondern dass man fair diskutiert und auch Meinungen respektiert, die nicht mit der eigenen in Einklang zu bringen sind. Also der Gegensatz zu einer "destruktiven" Diskussion. Eine Lösung oder Einigung muss es dabei nicht geben. Ich würde daher diesen Thread im positiven Sinne als überwiegend konstruktiv (nach meiner Definition) bezeichnen.
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Wir sind aus uns selbst heraus erleuchtet und es fehlt uns nichts."

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Re: Umgang mit Anderen

Beitragvon Sherab Yönten » 10. September 2015 13:39

Tobias hat geschrieben:Es ist die Frage wie man konstruktiv definiert


Wenn man im realen Leben eine Diskussion führt, dann muss eine solche Diskussion doch nicht zwangsläufig auch konstruktiv sein. Wenn Themen besonders berühren und aktuell sind, dann redet man halt darüber. Sozusagen ergebnisoffen. Das ist im virtuellen Bereich nicht anders wie vor der Kantine oder im Freundeskreis beim Grillen. Da es um das "Wohl der Wesen" geht, ist dieses Gerede auch kein "Geschwätz" im Sinne von einer nicht rechten Rede, sondern eine ernsthafte Auseinandersetzung mit einem nicht - buddhistischen Thema in einem buddhistischen Forum im Bereich "Nichts und Alles" (wir haben hier ja den Vorteil, dass wir im Virtuellen Bereich weiterreden können, während der Grillabend irgendwann zu Ende ist) :) :lol:
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Re: Umgang mit Anderen

Beitragvon Tobias » 10. September 2015 14:07

Sherab Yönten hat geschrieben:
Tobias hat geschrieben:Es ist die Frage wie man konstruktiv definiert


Wenn man im realen Leben eine Diskussion führt, dann muss eine solche Diskussion doch nicht zwangsläufig auch konstruktiv sein. Wenn Themen besonders berühren und aktuell sind, dann redet man halt darüber. Sozusagen ergebnisoffen. Das ist im virtuellen Bereich nicht anders wie vor der Kantine oder im Freundeskreis beim Grillen. Da es um das "Wohl der Wesen" geht, ist dieses Gerede auch kein "Geschwätz" im Sinne von einer nicht rechten Rede, sondern eine ernsthafte Auseinandersetzung mit einem nicht - buddhistischen Thema in einem buddhistischen Forum im Bereich "Nichts und Alles" (wir haben hier ja den Vorteil, dass wir im Virtuellen Bereich weiterreden können, während der Grillabend irgendwann zu Ende ist) :) :lol:


@ voom von mir aus kannst du das abtrennen.

@ Sherab.
Das sehe ich anders.Für mich ist eine Diskussion in diesem Zusammenhang wie du ihn beschrieben hast nicht konstruktiv. Das ist halt ein Gespräch. Für mich fühlt es sich auch nicht nach rechter Rede an. Ich sehe auch nicht, wie diese Diskussion dem Wohle aller Wesen dient. auch unabhängig von der Frage ob ich ein Anhänger des angagierten Buddhismus bin oder nicht. Denn selbst wenn ich den angagierten Buddhismus praktizieren würde, so würde eine solche Diskussion nach meinem Empfinden nicht für eine Lösung des Flüchtlingsproblems hilfreich sein.

Für mich ist die Flüchtlingsfrage hoch politisch. Es geht um Gesamt-europäische Verantwortung um korrekte Verwaltung. Auf einer höheren Ebene geht es gar um die Frage der Vermögensverteilung und ob es richtig ist, dass die reichen Nationen überhaupt so eine Armut zulassen.

Jegliche Hilfsaktionen von Verwaltungen und Bürgern verschleiern für mich diese Grundproblematik. Nach dieser Logik wäre diese Diskussion hier dann eher schlechte Rede als richtige Rede.

Wenn ich meinen üblichen konservativen Standpunkt einnehme, lehrt der Buddhismus den Weg zur Erleuchtung auf Grundlage von Weisheit und Mitgefühl richtiges Denken richtiges Handeln und richtiges meditieren. Soziale fragen stehen hier nicht im Vordergrund. Mitfühlendes handeln ist der Fokus auf Erleuchtung.

Ich weiß aber dass es hierzu im Forum verschiedene Sichtweisen gibt.

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Re: OT "Was ist konstruktiv" [War: Umgang mit Anderen]

Beitragvon Sherab Yönten » 10. September 2015 14:29

Tobias hat geschrieben:Das ist halt ein Gespräch.


Ich verstehe den Unterschied nicht zwischen Gespräch und Diskussion.

Tobias hat geschrieben:Für mich fühlt es sich auch nicht nach rechter Rede an


Für mich sogar sehr, denn im Gegensatz zu anderen Foren tauchen hier nicht menschenverachtende oder rassistische Ausdrücke auf, sondern es blieb immer eine sachliche Diskussion, die meinen persönlichen Wissensstand sogar erweiterte (z.B. der Beitrag von Om.a, der sich auf das österreichische Gesetz bezog).

Tobias hat geschrieben:Ich sehe auch nicht, wie diese Diskussion dem Wohle aller Wesen dient. auch unabhängig von der Frage ob ich ein Anhänger des angagierten Buddhismus bin oder nicht.


Natürlich dient eine Diskussion nicht dem Wohle aller Wesen. Aber vielleicht trägt diese Diskussion dazu bei, dass im Alltag in einer konkreten Situation der Umgang mit Flüchtlingen offenherziger und mitfühlender ist. Hier können ja auch Interessierte mitlesen, die sich hier nicht angemeldet haben.

Tobias hat geschrieben:Denn selbst wenn ich den angagierten Buddhismus praktizieren würde, so würde eine solche Diskussion nach meinem Empfinden nicht für eine Lösung des Flüchtlingsproblems hilfreich sein.


Niemand ist hier wohl so naiv zu glauben, wir würden durch Diskussionen das Problem lösen.

Tobias hat geschrieben:Nach dieser Logik wäre diese Diskussion hier dann eher schlechte Rede als richtige Rede.


Diese Logik verstehe ich nicht. Ich habe oben ja bereits begründet, warum ich finde, es ist "rechte Rede".

Tobias hat geschrieben:Soziale fragen stehen hier nicht im Vordergrund


Da bin ich wohl eher ein Anhänger des engagierten Buddhismus. Man kann sich auch sozial engagieren indem man bei sich selbst anfängt (z.B. keine Plastiktüten mehr kauft, weil man die schädlichen Auswirkungen für die Umwelt kennt u.s.w., das wäre für mich auch mitfühlendes Handeln !)

Tobias hat geschrieben:Wenn ich meinen üblichen konservativen Standpunkt einnehme, lehrt der Buddhismus den Weg zur Erleuchtung auf Grundlage von Weisheit und Mitgefühl richtiges Denken richtiges Handeln und richtiges meditieren.


Weisheit und Mitgefühl können entwickelt werden und wir können gleichzeitig über solche Themen reden. Das ist für mich kein Widerspruch.

Für mich wäre es, wie ich oben schrieb, unrechte Rede, wenn wir hier über unterschiedliche Definitionen über "Wiedergeburt" streiten würden und dann dem anderen dabei Unkenntnis unterstellen würden und man mit allen Mitteln versucht, seine Position von Wiedergeburt (und Karma) durchzuboxen, auch indem man andere verletzt und selbst eine arrogante Position einnimmt. Das wäre zwar ein buddhistisches Thema, die Form der Diskussion wäre aber weder geeignet Weisheit und Mitgefühl zu entwickeln geschweige denn eine rechte Rede zu kultivieren.
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Re: OT "Was ist konstruktiv" [War: Umgang mit Anderen]

Beitragvon Wanderer » 10. September 2015 15:05

Hallo !

Die Diskussion ist schon konstruktiv, finde ich.
Es hat mich dazu veranlasst, meine eigenen Sichweise zu hinterfragen...
Ich bin zu folgenden Entschluss gekommen: Ein paar Dinge habe ich etwas sehr "spitz" formuliert...und auch mit
ziemlich starkem "schwarz-weiss" denken...andererseits stimmt offenbar ein "erheblicher Teil", von dem was ich hier gepostet habe doch...
Recherechen auf Blogs, in verschiedenen in - und ausländischen Foren,...e.t. bestätigen mir das...

Also war bzw. ist meine Grundskepsis durchaus angebracht...allerings sollte ich auch doch noch etwas mehr "Ausnahmen" zulassen...

Ich werde jetzt einfach mal abwarten, und dann neu beweten....


An Ihrem generellen Verhalten/Benehmen dem Land und den Leuten hier un in ganz Europa gegenüber, werde ich diese Leute dann neu "bewerten".



LG,
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