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westlicher Buddhismus

Buddhismus und buddhistische Praxis in allen Schulen und Richtungen

Re: westlicher Buddhismus

Beitragvon Buddhaghosa » 7. Januar 2016 16:40

Und warum probierst du es nicht einfach mal aus, raterZ?

Gruß
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Re: westlicher Buddhismus

Beitragvon Turmalin » 7. Januar 2016 16:46

Ja, es wär jetzt eine gute Zeit um mal probehalber auf der Straße zu schlafen. :sleep:
"Gehen wir voller Pessimismus an eine Sache heran,
werden wir gar nichts erreichen."
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Re: westlicher Buddhismus

Beitragvon Sherab Yönten » 7. Januar 2016 16:49

Ein Praktikum als "spiritueller Bettler" sozusagen :lol:
"Im Buddhismus gibt es keinen Punkt. Im Buddhismus gibt es immer ein weil."

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Re: westlicher Buddhismus

Beitragvon Buddhaghosa » 7. Januar 2016 16:54

Ich habe so ein stationäres Praktikum als "Penner" gemacht. Allerdings in Myanmar. Einfach machen.

Gruß
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Re: westlicher Buddhismus

Beitragvon Max » 7. Januar 2016 19:10

„Penner“, finde ich gut :perfect: Ist aber nicht attraktiv genug für mich.
Das Bild der Mahasiddhas unter denen kaum Mönche waren gefällt mir und ist möglicherweise auch ein Richtungszeig für den Westen. Verwirklichte Meister die ihren Berufungen und Berufen nachgingen, darunter auch Könige, Arbeiter, Bettler und Ex-Mönche.
Es ist für mich eine viel reizvollere Perspektive, in dieser Welt mit allen Hindernissen und Widrigkeiten, zu praktizieren um darin Befreiung zu finden. Das weltliche und überweltliche zu verbinden in dieser Welt und nicht jenseits dieser Welt im Kloster. Abgesehen davon, sind natürlich Phasen der kontrollierten Pennerschaft der Praxis äußerst zuträglich.
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Re: westlicher Buddhismus

Beitragvon raterZ » 8. Januar 2016 00:40

Buddhaghosa hat geschrieben:Und warum probierst du es nicht einfach mal aus, raterZ?

Gruß
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weil ich meine ausbildung noch zuende machen möchte. danach kann ich es mir, wie gesagt, auch gut vorstellen für ein paar jahre.
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Re: westlicher Buddhismus

Beitragvon voom » 8. Januar 2016 11:44

Ich kannte jemand, der so gelebt hat, auf seine Weise. Da steckte noch einiges anderes dahinter, so dass man das nicht komplett vergleichen kann, ich erwähne das nur, um zu beschreiben, wie es gehen kann: er ist um die Welt gereist und hat bei verschiedenen Leuten gewohnt, im Sommer aber auch gerne mal einfach irgendwo in einem kleinen Zelt, das er immer dabei hatte. Er hatte ums Jahr ein paar mehr oder weniger feste Stationen, hat aber auch neue Leute kennen gelernt und sich ggfls. dort für eine Weile einquartiert. Auf diese Weise haben wir uns kennen gelernt und er hat auch mehrmals für einige Wochen bis Monate bei mir gewohnt. Dabei hat er meist seine Fähigkeiten eingesetzt, um etwas Geld zu verdienen und etwas beizutragen, oder um diese im Austausch seinem Gastgeber zukommen zu lassen. Bsp: er hat für jemand eine Webseite gemacht, da durfte er dann in einer kleinen Gästehütte wohnen, wenn diese nicht vermietet war. Die war fast sowas wie eine "Yogihöhle". In städtischer Umgebung z.B. wie bei mir oder bei einem Freund von ihm in Kalifornien, war es weniger "Yogi" und etwas mehr "etabliert". Mit so einer Flexibilität, sich nicht an feste Konzepte zu klammern, also auch mal zu arbeiten oder vorübergehend staatliche Hilfe in Anspruch zu nehmen, oder halt wenn nichts geht sein Zelt aufzuschlagen, sollte das auch im Westen möglich sein, so zu leben, ohne wirklich als "Penner" rüberzukommen. Bei dem Begriffe denkt man ja spontan eher an gescheiterte Existenzen mit Alkoholproblem.
"Die tägliche Praxis des Dzogchen ist einfach das tägliche Leben selbst.
Wir sind aus uns selbst heraus erleuchtet und es fehlt uns nichts."

(Dilgo Khyentse Rinpoche)
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Re: westlicher Buddhismus

Beitragvon raterZ » 9. Januar 2016 00:07

manche verwirklichten yogis sind von solchen alkoholleichen aber auch nicht zu unterscheiden. weder im äußeren, noch im verhalten. in tibet fällt das dann nur auf, dass soche penner überhaupt verwirklichte sind, weil die dann teilweise so abseits der zivilisation leben, wo es gar nichts zu essen gibt, oder holz zum feuer machen.
mich fasziniert sowas :mrgreen:
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Re: westlicher Buddhismus

Beitragvon asoka » 14. Januar 2016 21:58

Schönes Zitat zu diesen Thema wie ich finde:

"Der Buddhismus ist wie eine Kristallkugel klar und durchsichtig.
In Tibet lag diese Kristallkugel nun, sagen wir, auf einem roten Tisch.
Viele Leute denken nun, dass der Buddhismus eine rote Kristallkugel ist, und tun ihr Bestes, den roten Anstrich zu pflegen, und merken nicht, dass die rote Farbe nur wegen einer bestimmten Tradition in der klaren Kristallkugel leuchtet.
Manchmal, scheint mir, wird dieser rote Tisch zu sehr gepflegt.
Der Westen sollte versuchen, die klare Kugel zu erkennen und sie auf ihren eigenen Tisch zu legen.
Scheint die Kugel dann plötzlich blau, wie der Tisch im Westen blau ist, so ist das kein Problem, denn die reine Essenz ist eigentlich klar und durchsichtig und nicht blau oder rot."

Von Dzogchen Pönlop Rinpoche

Gruss asoka :namaste:
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