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Lebende Lehrer

Buddhismus und buddhistische Praxis in allen Schulen und Richtungen

Lebende Lehrer

Beitragvon asoka » 23. Januar 2016 14:31

Hallo zusammen

Welche lebenden Lehrer sind eurer Meinung die spirituell am weitesten eurer Meinung nach?
Wollte jetzt nicht sagen erleuchtesten. :namaste:

Gruss asoka
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Re: Lebende Lehrer

Beitragvon voom » 23. Januar 2016 14:50

Das kann man meiner Meinung nach gar nicht einschätzen, wenn man nicht mindestens das gleiche Level selbst erreicht hat. Ich kann höchstens sagen, wer mich persönlich am meisten inspiriert. Das kann aber genauso gut jemand sein, der nach irgendwelchen offiziellen Maßgaben (sofern es die überhaupt geben kann) gar nicht sonderlich "erleuchtet" ist.
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Re: Lebende Lehrer

Beitragvon asoka » 23. Januar 2016 15:26

Wie von mir geschrieben geht es nicht darum wer ist der weitere Lehrer sondern wer ist es eurer Meinung.

Das wenn ich sage der lehrer xy ist für mich sehr weit kann man darauf aufbauen an welchen qualitäten man das fest macht.
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Re: Lebende Lehrer

Beitragvon Turmalin » 23. Januar 2016 18:21

"am weitesten" ist nicht so eine schöne Formulierung. Es könnte jedenfalls so aufgefasst werden, dass es andere abwertet. Die man vielleicht gar nicht kennt. Ich kann nur sagen, ich und viele andere legen ihre Hand ins Feuer für den ehrenwerten Ringu Tulku Rinpoche. Ich kenne zumindest eine sehr fortgeschrittene Schülerin von ihm. Also er ist in der Lage Westler wo hin zu bringen. Er bietet ein Ngöndro an, dass man schaffen kann. Also er besteht nicht auf dem endlosen Zählen sondern sagt, man muss einen bestimmten Geisteszustand erreichen. Niemand, den ich kenne behauptet, je eine Anhaftung oder ein anderes Geistesgift an ihm bemerkt zu haben. Er ist ein bekannter Vertreter der Rime Bewegung. Er setzt keinen unter Stress, Karma Yoga zu machen oder seine teachings zu bezahlen. Also selbst wer krank wäre so dass er nicht arbeiten kann und total arm, bekäme bei Ringu Tulku noch ein Plätzchen im Raum und mal zehn Minuten zum Gespräch. Und last but noch least ist er ein lupenreiner Mönch. Er hat nie etwas anderes gewollt in der Hinsicht.
:bow:
Ich schreibe das auch grade weil
@ Sherab Yönten nach dem Kamalashila Institut gefragt hat. Die Info mit dem Ngöndro ist vielleicht interessant. Danach kann man eine Einführung in die Natur des Geistes bekommen, muss aber nicht sein. Das entscheidet er dann. Es gibt auch sonst Mahamudra-Belehrungen auch ohne Ngöndro.
Ach so sein Englisch ist perfekt und er hat immer gute Übersetzer und die Texte die er empfiehlt sind in Deutsch. Das würde ich jetzt aber nicht zu den besonderen Qualitäten zählen. Es kann auch einer sehr weit sein, der radebrecht und noch keine deutschen Texte anbietet. Ob jemand sehr weit sein kann, der kein lupenreiner Mönch ist, oder wo anderes auftritt, was man als Schwäche interpretieren könnte, weiß ich einfach nicht. Man durchschaut es dann nicht, was ja schon irritierend sein kann... Bei Ringu Tulku Rinpoche ist man jedenfalls auf der sicheren Seite, da wie gesagt nichts wahrgenommen wird, wo man interpretieren könnte, das sei ein Geistesgift.
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Re: Lebende Lehrer

Beitragvon asoka » 23. Januar 2016 18:48

Danke Turmalin :namaste:

Ich gebe dir recht habe das nicht wirklich gut formoliert aber dein Beitrag ist auf was ich hinaus wollte.
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Re: Lebende Lehrer

Beitragvon Ayu » 23. Januar 2016 20:59

Alle Lamas, denen ich bisher begegnet bin, haben viel bei mir bewirkt. Ich halte Dagyab Kyabdrön Rinpoche und Khen Rinpoche Geshe Pema Samten für ziemlich verwirklicht. Wie dolle, mag ich nicht auf einer Skala einordnen, denn "die Schmutzmassen" meines eigenen Geistes stehen da der klaren Wahrnehmung natürlich im Wege.
Aber auch Geshe Palden Öser, der unscheinbare Residenz-Lama in unserem Zentrum, hat wirklich richtig was drauf. Wissen viel zu wenige.
Ich schließe daraus, es geht gar nicht so sehr darum, was er als Person verwirklicht hat, sondern wie offen er ist für den Dharma und wieviel er davon lebt/reinlässt und weitergeben kann.
Tenzin Peljor, als Deutscher, kann auch sehr gut Dharma-Lehrstoff vermitteln - nicht nur darlegen sondern so rüberbringen, dass man es im Herzen versteht. Darum geht es mir - wie verwirklicht sie alle für sich sind oder nicht sind, vermag ich nicht zu beurteilen.
Und - so sagte mir mal eine innere Stimme: Es steht mir auch überhaupt nicht zu, das zu be-urteil-en. "Kümmere Dich um Deine eigene Verwirklichung!", sagte mir diese Stimme einmal lapidar. Weil alles Urteil mehr über einen selbst als über den Lama tatsächlich aussagt. Ist ja alles nur Wahrnehmung, die gefärbt ist von einem selbst.

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Re: Lebende Lehrer

Beitragvon Turmalin » 23. Januar 2016 21:11

Ayu hat geschrieben: Geshe Pema Samten
ist das der, der in Steinhude wohnt und dorthin den Dalai Lama eingeladen hatte? Wenn es der ist an den ich denke müsste er auch Deutsch sprechen. Aber ich wußte nicht, dass es ein Rinpoche ist. Vielleicht verwechsel ich ihn. Nein, ich glaube es ist ein anderer Geshe. Ich glaube der Geshe-Titel an sich sagt nicht aus, dass der Mensch verwirklicht ist, oder?
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Re: Lebende Lehrer

Beitragvon Ayu » 23. Januar 2016 21:21

Turmalin hat geschrieben:
Ayu hat geschrieben: Geshe Pema Samten
ist das der, der in Steinhude wohnt und dorthin den Dalai Lama eingeladen hatte? Wenn es der ist an den ich denke müsste er auch Deutsch sprechen. Aber ich wußte nicht, dass es ein Rinpoche ist. Vielleicht verwechsel ich ihn. Nein, ich glaube es ist ein anderer Geshe. Ich glaube der Geshe-Titel an sich sagt nicht aus, dass der Mensch verwirklicht ist, oder?

Nein, das ist er nicht.
Khen Rinpoche Geshe Pema Samten ist der geistliche Leiter des TZ Hamburg. Er hält Vorträge nur auf tibetisch, wird aber ausgezeichnet übersetzt. Ich nutze die entstehenden Pausen immer zum Notizenmachen. Und ich höre ihm auch gern zu, auch wenn ich die Worte nicht versteh. :)
Dieses "trotzdem Zuhören" ist mir wichtig, denn so weiß ich besser, wie er es gemeint hat.

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Re: Lebende Lehrer

Beitragvon voom » 23. Januar 2016 21:49

Ein "Geshe" ist ein Gelehrter. Ein Titel vage vergleichbar mit einem Professor. Man sollte also gute Kenntnis des Dharma erwarten können, irgendeine Verwirklichung kann, muss aber nicht gegeben sein.
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Re: Lebende Lehrer

Beitragvon Turmalin » 23. Januar 2016 22:07

Daher heißt Khen Rinpoche Pema Samten genauso Geshe, wie der "einfache" Geshe an den ich dachte.
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Re: Lebende Lehrer

Beitragvon Ayu » 24. Januar 2016 09:50

Turmalin hat geschrieben:Daher heißt Khen Rinpoche Pema Samten genauso Geshe, wie der "einfache" Geshe an den ich dachte.

Die heißen alle "Geshe", die eine 15-20 Jährige Ausbildung gemacht haben. Es ist wie ein Doktortitel. Dagyab Rinpoche zB hat das nicht, er ist ein Tulku und hat eine andere Ausbildung hinter sich.

Außerdem fällt mir noch ein zu sagen, dass ich es sehr schätze, wenn ein Lama komplexe Themen in seiner eigenen Muttersprache unterrichtet und diese kompetent übersetzt werden. So können alle Feinheiten genau erklärt werden. Wenn der deutsche Sprachschatz zwar gut aber nicht ausgefeilt ist, dann klingen die tiefgründigen Themen manchmal nur wie oberflächlich beleuchtet. Wenn Vorträge auf Deutsch gehalten werden, muss das kein Vorteil sein.

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Re: Lebende Lehrer

Beitragvon Turmalin » 24. Januar 2016 12:22

Ayu hat geschrieben: wenn ein Lama komplexe Themen in seiner eigenen Muttersprache unterrichtet und diese kompetent übersetzt werden. So können alle Feinheiten genau erklärt werden.
Wo hast du das erlebt, einen kompetenten Übersetzter deutsch-tibetisch? Also in welcher Stadt übersetzt er oder sie? Ich kenne nur eine und soweit ich weiß übersetzt sie nur in Berlin.
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Re: Lebende Lehrer

Beitragvon Ayu » 25. Januar 2016 08:19

Turmalin hat geschrieben:
Ayu hat geschrieben: wenn ein Lama komplexe Themen in seiner eigenen Muttersprache unterrichtet und diese kompetent übersetzt werden. So können alle Feinheiten genau erklärt werden.
Wo hast du das erlebt, einen kompetenten Übersetzter deutsch-tibetisch? Also in welcher Stadt übersetzt er oder sie? Ich kenne nur eine und soweit ich weiß übersetzt sie nur in Berlin.

In Hamburg wird Geshe Pema Samten von Frank Dick und auch von Oliver Petersen übersetzt. Wenn die nicht können, hab ich auch schon mal die Novizin Losang Chökyi einspringen sehen. Sie übersetzt in Hannover regelmäßig Geshe Palden Öser.
Diese Übersetzer befassen sich mit der tibetischen Sprache schon lange Jahre, Jahrzehnte. Außerdm sind sie auf die Geshes völlig eingespielt.
Natürlich kannst Du noch nie von ihnen gehört haben, weil Du ja auch noch nie bei einem Vortrag von Khen Rinpoche Pema Samten warst und auch das TZ in Hannover oder Hamburg noch nie besucht hast.

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