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aufgabe zornvoller buddha?

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aufgabe zornvoller buddha?

Beitragvon chalee » 4. August 2016 14:26

huhu voom, :)
mich trägt da gerade so ein gedanke?
gibt es evtl. wesen, deren u. u. das „dritte auge“ zugänglich ist, die dies aber für sich ausnutzen, um vorteile zu ziehen? unbewusst es ihre aufgabe ist, "zornvoll" selbstsüchtig durch die welt zu reisen... damit "andere" wesen zu erkenntnis gelangen... warum soll es immer nur ein positiver aspekt sein... man lernt ja auch vielleicht gerade aus negativem?
könnte das thema was mit „zornvollen buddhas“ bedeuten in diesem zusammenhang??
oder geht das gänzlich am thema vorbei?
(ich hatte in früheren zeiten da mal eine sehr neg. erfahrung gemacht mit einer person… nun werde ich den gedanken nicht los, da es ja eine sehr schlechte lage für mich war, ob diese nicht aus buddhistischer sicht gerade für meine entwicklung etwas bedeutete/beigetragen hat.
könnte das in diesem sinne eine aufgabe gewesen sein eines zornvollern buddhas für die beseitigung persönlicher hindernisse?
lg chalee
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Re: aufgabe zornvoller buddha?

Beitragvon voom » 4. August 2016 14:56

Das ist ein schwieriges Feld. Man kann dem ein wenig entkommen, wenn man sich darauf konzentriert, wie man selbst die Dinge interpretiert und für sich nutzt. Dann personifiziert man nicht jemand als Schützer, sondern jemand hat einem lediglich etwas gespiegelt, weil der "Schützer" Teil von einem selbst ist. Wer sich als Schützer aufspielt, liegt meistens daneben.

Was das dritte Auge angeht, so ist die Frage, wie man das definiert. Das dritte Auge der Schützer steht dafür, dass sie voll erleuchtet sind, ein Buddha. Oder die Ausstrahlung eines Buddha. Da ist dann also ein Egomotiv auszuschliessen. Wenn man "niedere" Siddhi wie Ansätze von Hellsicht als Zeichen eines "offenen dritten Auges" definiert, dann kann man negative Motivation in der Nutzung dieser Fähigkeiten auf keinen Fall ausschliessen.
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Re: aufgabe zornvoller buddha?

Beitragvon chalee » 4. August 2016 15:40

… so tastet man sich schrittweise an das „begreifen“ ran, danke dir :)
jetzt habe ich zum ersten mal etwas von schützer gehört; habe gleich mal nachgeschaut, was das bedeutet, aber damit befasse ich mich später ausführlich.
mit dem „dritten auge“ hat`s ja noch gefunkt bei mir. wie man selbst die dinge interpretiert auch…
aber wer spielt sich als schützer auf? müsste demnach mein selbst in der vergangenheit gewesen sein?? wie ist das an dieser stelle gemeint… ich versteh´s doch nicht ganz.
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Re: aufgabe zornvoller buddha?

Beitragvon chalee » 4. August 2016 16:01

ich habe mich zu umständlich ausgedrückt,
vielleicht liegt dem beitrg ja auch gerade ein missverständnis zugrunde:
die person, durch die ich in miserable lebensumstände geraten bin (z. b. armutsverhältnisse) würde ich auf keinen fall als eine art „schützer“ ansehen, wie auch? eher das gegenteil – wie sich so was aus buddh. sicht bezeichnen lässt, weiß ich nicht.
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Re: aufgabe zornvoller buddha?

Beitragvon chalee » 4. August 2016 18:28

huhu :)
ich habs glaub ich jetzt selbst.
dann hatte die person „niedere“ siddhi! hat es aber verstanden es geschickt für sich zu nutzen…
(ich versuche wohl immer das gute zu sehen irgendwie – irrglaube…)
also steckt doch kein „zornvoller buddha“ dahinter; der hat ja die eigentliche aufgabe zu schützen. ich glaub, jetzt hab ichs so ungefähr, danke
lg
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Re: aufgabe zornvoller buddha?

Beitragvon Claudia » 4. August 2016 20:09

chalee hat geschrieben:huhu voom, :)
mich trägt da gerade so ein gedanke?
gibt es evtl. wesen, deren u. u. das „dritte auge“ zugänglich ist, die dies aber für sich ausnutzen, um vorteile zu ziehen? unbewusst es ihre aufgabe ist, "zornvoll" selbstsüchtig durch die welt zu reisen... damit "andere" wesen zu erkenntnis gelangen... warum soll es immer nur ein positiver aspekt sein... man lernt ja auch vielleicht gerade aus negativem?

Das wollte ich eben nochmal aufgreifen. Man sagt ja, wer ein bestimmtes Level / feinstofflichere Ebenen (und damit einhergehende Siddhis) erreicht hat und das mit Ego-Absichten ausnutzt, durch genau diesen "schweren" Ego-Anteil im Frequenzbereich wieder "heruntergezogen" wird (das ist jetzt mal mit meinen Worten bildlich ausgedrückt, so wie ich es verstanden habe). Damit hätte er die Siddhis dann nicht mehr. Allerdings kann ein Mensch, der reinen Gewissens und unegoistischer Absicht über Siddhis verfügt, in anderen Bereichen über erhebliche Schwächen (Ängste / Blockaden / Negativität) verfügen, muss also nicht "perfekt" sein. LG
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Re: aufgabe zornvoller buddha?

Beitragvon voom » 4. August 2016 21:02

Was ich meinte, war, dass man nicht die Person die einen z.B. durch eine eigentlich negative Handlung in die richtige Richtung geschubst hat, als Schützer im buddhistischen Sinn personifiziert. Die Siddhi spielen in dem Zusammenhang keine Rolle. Entscheidend ist, was Du aus der Situation gemacht hast oder was die Situation mit Dir gemacht hat - das Karma dafür liegt in Dir und in Dir allein. So gesehen könnte man sagen, dass Du "Deinen inneren Schützer" (unbewusst) auf die negative Person projiziert hast und die Situation so für Dich transformiert hast. Hättest Du ein anderes Karma, hätte Dich die Situation auch in eine komplett andere Richtung schubsen können.
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Re: aufgabe zornvoller buddha?

Beitragvon chalee » 4. August 2016 22:50

meinte ich so auch nicht sondern immer im übertragenen sinn, als ausdruck her gesehen…
…natürlich nicht diese person; aber das mit dem eigenen „inneren schützer“, der letztlich die situation transformiert hat, dies war noch der hinweis. dankeschöön
chalee
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