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bodhisattva-gelübde

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bodhisattva-gelübde

Beitragvon chalee » 31. Juli 2016 07:38

hallöchen :)
wie kann man sich das bodhisattva-versprechen vorstellen?
gibt es dazu eine geheime unterweisung?
lg
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Re: bodhisattva-gelübde

Beitragvon voom » 31. Juli 2016 16:34

Jeder Lehrer macht das ein bischen anders, geheim ist das nicht. Du kannst es auch selbst nehmen vor einem Buddhabild, so wie ich es spontan vor einem Bild der Grünen Tara gemacht habe, als ich es das erste Mal in diesem Leben abgelegt habe. Ich habe es dann aber später noch öfter bei verschiedenen Lehrers abgelegt, was die Sache nochmal verstärkt. Man kann (und sollte) es ja beliebig oft erneuern.
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Re: bodhisattva-gelübde

Beitragvon chalee » 1. August 2016 07:57

danke dir voom,
vom gefühl her passt der zeitpunkt noch nicht ganz, um es abzulegen.
denn ich möchte mir dieser sache sehr bewusst sein und nicht leichtfertig damit umgehen.
aber ich spüre, es lässt wahrscheinlich nicht mehr lange auf sich warten...
welches wären denn die wichtigsten „regeln“; wo kann ich sie finden?
(p.s. ich würde es selbst nehmen)
lg
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Re: bodhisattva-gelübde

Beitragvon voom » 1. August 2016 12:54

Hier etwas zur Formulierung: http://anfaengergeist.net/bodhisattva-g ... -t549.html

Ein Regelwerk in dem Sinne gibt es nicht, wobei natürlich ein ethisches Verhalten vom Bodhisattva erwartet wird. Nur ist man sich bewusst, dass diese situationsbezogen und personenbezogen sehr verschieden ausfallen kann. Daher ist die Motivation, Bodhicitta, wichtiger als statische Regeln.
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Re: bodhisattva-gelübde

Beitragvon chalee » 1. August 2016 14:20

werde mich dafür erst einmal richtig sammeln!
ich möchte, das es wirklich aus meinem herzen entspringt dieser wunsch, die motivation (bodhichitta).
hm, ich sehe mich noch in zu vielen situationen als zu egoistisch.
aber nun ist es vielleicht soweit, das ruder umzureißen.
deine selbst erwählte formulierung spricht dir wohl wirklich sehr aus dem herzen – der letzte satz hat mich ehrlich gesagt ein wenig gerührt.
ich werde es zur vorlage zusammen mit den hinweisen von tobias link über die bodhichitta gebete nehmen, dann das wesentliche (kern) rausfiltern, und die formulierung in „meine art“ übertragen.
danke
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Re: bodhisattva-gelübde

Beitragvon chalee » 2. August 2016 15:57

hallo voom
… eigentlich wollte ich ausdrücken, dass ich sehr gerührt war, wirklich... :cry:
also, wenn man das bodhisattva-gelübde von einem lehrer erhalten würde und so dies im genau selben wortgefüge aufsagt, ist es bestimmt noch wirksamer, könnte mir vorstellen, dass sich der effekt dann noch erheblich verstärken würde für die wesen.
aber ich bekomme etwas noch nicht ganz mit; verspricht ein bodhisattva nicht etwa, dass er selbst erst erleuchtung erlangen vermag, wenn zuerst durch seine hilfe alle wesen befreit sind?
demnach müsste ein bodhisattva mehrmals inkarnieren?? ich bring wohl einiges hier durcheinander?
lg
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Re: bodhisattva-gelübde

Beitragvon voom » 2. August 2016 19:24

Ja, das ist schon richtig, das spielte nur bei mir nicht so eine grosse Rolle, da ich das etwas anders sehe. (An anderer Stelle schon mal dargestellt...)

Ich würde auf jedem Fall einem "Neuling" empfehlen, es bei einem Lehrer abzulegen und nicht selbst zu basteln. Der Aspekt der Schutzkraft des Versprechens ist nicht zu unterschätzen.

Bei mir war es ja so, dass ich einen klassischen Text in einem Buch gelesen hatte, dann hatte ich das Bild von Tara an der Wand und irgendwann bin ich davor in Tränen ausgebrochen und habe das Versprechen ihr gegenüber ausgesprochen. Dann habe ich es später, als ich in einem Zentrum aktiv war, mehrmals bei Lehrern genommen. Die eigene Formulierung zum Erneuern kam sehr viel später, und hat sich auf nicht klassisch buddhistische Konzepte ausgeweitet, aber damit habe ich ja die ersten Versprechen nicht wieder aufgehoben.
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Re: bodhisattva-gelübde

Beitragvon chalee » 3. August 2016 07:36

huhu voom :)
ich kann mich claudia nur anschließen, wir danken dir für deine offenheit…

voom hat geschrieben:Ja, das ist schon richtig, das spielte nur bei mir nicht so eine grosse Rolle, da ich das etwas anders sehe. (An anderer Stelle schon mal dargestellt...)


… ich habs gefunden...

voom hat geschrieben: Der Übergang zum Buddha bedeutet, dass ich erkenne, dass alle schon Buddhas sind. D.h. ich sehe das niemand gerettet werden muss. Somit erfüllt sich mein Versprechen, solange auf die Buddhaschaft zu verzichten, bis alle Wesen befreit sind, in diesem Moment zeitgleich mit der Buddhaschaft. ;) Ausserdem kann ich als Buddha durchaus weiter ewig für die Wesen auf der relativen Ebene verfügbar sein. Das hat mit den Buddhafeldern und der ganzen Gefolgschaft zu tun. Ein Buddha hinterlässt ein Feld, das meist als Mandala dargestellt wird. Im Zentrum ist "der Buddha" aber das ist ja keine Person mehr oder sowas. Diese Felder sind sozusagen seine Hinterlassenschaft, um das Versprechen dauerhaft auch auf der relativen Ebene zu erfüllen.


dankeschöön, lg chalee
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Re: bodhisattva-gelübde

Beitragvon chalee » 5. August 2016 07:22

hallo voom :) ,
macht es überhaupt sinn ein bodhisattva-gelübde abzulegen, bevor man nicht selbst mit sich im reinen ist.
ich habe das gefühl, ich müsste meine inneren konflikte erst einmal klären, bevor ich bereit bin, ein versprechen abzulegen.?
lg
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Re: bodhisattva-gelübde

Beitragvon voom » 5. August 2016 15:16

Aus buddhistischer Sicht schützt und unterstützt Dich das Versprechen genau bei diesem Prozess. Niemand erwartet, dass jemand der das Versprechen ablegt, gleich alles kann. Worum es geht, ist die Absichtserklärung, diesen Fokus im Leben zu setzen und das bestmögliche zu geben (nicht mehr und nicht weniger). Übrigens kann man das Versprechen auch wieder zurückgeben.
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Re: bodhisattva-gelübde

Beitragvon chalee » 5. August 2016 19:17

okay, lieben dank für die hinweise - hoffentlich wachsen wir alle damit :)

voom,
„…empfehlen, es bei einem Lehrer abzulegen und nicht selbst zu basteln. Der Aspekt der Schutzkraft des Versprechens ist nicht zu unterschätzen.“

das ist so eine sache, habe mich bisher keinem zentrum angeschlossen. wüsste auch nicht, in welches ich gehen sollte, um dort auf einen „passenden“ lehrer zu stoßen, oder ist das nicht von belang?

evtl.: tibetzentrum berlin e.v. (tendar chöling)?

vielleicht wär das zentrum etwas für mich (komme aus dem bln-umland)
bin jedoch unsicher, ob dieses zentrum etwas für mich sein könnte; da dort eher gelug vertreten wird. ich möchte mich eher an vajrayana/dzogchen orientieren.
lg
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Re: bodhisattva-gelübde

Beitragvon voom » 6. August 2016 17:19

Probier doch einfach was aus, den Eindruck vor Ort kannst Du durch Vorüberlegungen nicht wirklich ersetzen... :)
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