Andere buddhistische Foren in Deutschland,
in denen wir aktiv sind:
Tibet. Zentrum Hamburg forum.tibet.de
Buddhaland - Ein Portal für Buddhismus

Wie sehr stört Alkohol?

Luzides Träumen; Klarträume aus buddhistischer Sicht

Wie sehr stört Alkohol?

Beitragvon 84ck80n3 » 24. Juli 2016 19:00

Hallo!
Ich stehe jeden Morgen um 03.00 auf und übe mich im Meditieren.
Freitag ging absolut GAR NICHTS. Ich habe mich nicht konzentrieren können, kam nicht ins Meditieren rein, und auch sonst war der ganze Tag voller Aggressionen geprägt. Ich war unruhig, genervt, und alles ohne Grund. Abends dann noch der Anschlag in München, und irgendwie hat mir das den Rest gegeben. Ich hab mir ne gute Flasche Wein geöffnet, mich auf eine rosa Wolke geschossen, und nach einem berauschten Schlaf, klappte es auch wieder ganz toll mit dem Meditieren.
Klar, dass man das nicht jeden Tag machen kann. Aber wie sehr stört der Alkohol bei Traumyoga & Co? Sollte man ruhig ab und an seinen Gelüsten nachgeben? Oder doch völlig enthaltsam leben?
Wie macht Ihr das?
84ck80n3
Themenstarter
Neugierig
Neugierig
Beiträge: 8
 
Buddh. Richtung: Schankatahuda
Gender: Männlich

Re: Wie sehr stört Alkohol?

Beitragvon voom » 25. Juli 2016 11:50

Ich habe noch nie besonders positiv auf Alkohol reagiert und inzwischen fühle ich mich generell nüchtern wesentlich wohler als in irgend einer Weise berauscht. Daher kann ich Dir persönlich eher allgemein sagen, was ich dazu im tibetischen Buddhismus gelernt habe.

Grundsätzlich - wenn es in einem nach gesundem Menschenverstand gesunden Maß ist - kann man jeden Zustand in die Praxis integrieren. Aus tibetisch-buddhistischer Sicht ist auch das Tantra - man nimmt eben was ist und transformiert es. Ein Fehler wäre es jedoch, eine Gewohnheit daraus zu machen, bestimmte unerwünschte Emotionen durch Drogen (das meint auch Alkohol) zu manipulieren. Letztlich gibt es keinen "meditativ erwünschten Emotionszustand" - die Emotion ist eben im Tantra auch das, was ist. Dann nimmt man das als Meditationsobjekt und übt sich zumindest darin, inneren Abstand zu dieser Emotion zu bekommen und sie nicht zu Handlungsimpulsen ausweiten zu lassen, die nicht heilsam sind.
"Die tägliche Praxis des Dzogchen ist einfach das tägliche Leben selbst.
Wir sind aus uns selbst heraus erleuchtet und es fehlt uns nichts."

(Dilgo Khyentse Rinpoche)
Benutzeravatar
voom
Schreibt sehr viel
Schreibt sehr viel
Beiträge: 4879
 
Buddh. Richtung: Vajrayana
Mystiker

Re: Wie sehr stört Alkohol?

Beitragvon Turmalin » 6. August 2016 18:41

Enthaltsam. Sex und Eis essen gehen noch, aber nicht Alkohol.
Deine Unruhe war möglicherweise wegen des Anschlags. Hatte meine Tochter auch, Agressionen vorher.
"Gehen wir voller Pessimismus an eine Sache heran,
werden wir gar nichts erreichen."
Dalai Lama

>> Mein Designshop
Benutzeravatar
Turmalin
Schreibt sehr viel
Schreibt sehr viel
Beiträge: 1872
 

Re: Wie sehr stört Alkohol?

Beitragvon voom » 6. August 2016 19:05

Guter Gedanke - Unruhe wegen des Anschlags. Das kenne ich auch, da staut sich was auf, wie vor einem Gewitter die Ladung in der Luft.
"Die tägliche Praxis des Dzogchen ist einfach das tägliche Leben selbst.
Wir sind aus uns selbst heraus erleuchtet und es fehlt uns nichts."

(Dilgo Khyentse Rinpoche)
Benutzeravatar
voom
Schreibt sehr viel
Schreibt sehr viel
Beiträge: 4879
 
Buddh. Richtung: Vajrayana
Mystiker

Re: Wie sehr stört Alkohol?

Beitragvon Turmalin » 6. August 2016 20:01

Es werden halt immer mehr Leute immer sensibler. Einerseits wird einem im Traum erklärt wie man mit dem PC oder im Job klar kommen kann. Andererseits macht man eben auch vieles mit, was so an unerfreulichem passiert....
Viele "Esos" haben ja die Theorie, dass sich grade die Erdschwingung erhöht, daher die Veränderung bei vielen....
"Gehen wir voller Pessimismus an eine Sache heran,
werden wir gar nichts erreichen."
Dalai Lama

>> Mein Designshop
Benutzeravatar
Turmalin
Schreibt sehr viel
Schreibt sehr viel
Beiträge: 1872
 

Re: Wie sehr stört Alkohol?

Beitragvon voom » 6. August 2016 20:37

Die Theorie habe ich auch sehr lange Zeit verfolgt; es könnte Sinn machen. Denn das würde den gleichzeitigen Anstieg sehr positiver Dinge wie sehr negativer Dinge erklären. Es kommt alles ans Licht.
"Die tägliche Praxis des Dzogchen ist einfach das tägliche Leben selbst.
Wir sind aus uns selbst heraus erleuchtet und es fehlt uns nichts."

(Dilgo Khyentse Rinpoche)
Benutzeravatar
voom
Schreibt sehr viel
Schreibt sehr viel
Beiträge: 4879
 
Buddh. Richtung: Vajrayana
Mystiker

Re: Wie sehr stört Alkohol?

Beitragvon Samten » 4. September 2016 10:19

Alkohol....warum nicht, man muss damit umgehn können wie mit allem anderen auch....aber das sollte jeder für sich entscheiden, da muss kein besonderes Regelwerk bevormunden.....(ausser vllt. , bei bestimmter/spezieller Praxis,wo enthaltsam und fleischlos gelebt werden muss)
"mögen die Früchte meiner Meditation zum Wohl aller fühlenden Wesen sein"
Samten
Sehr aktiv
Sehr aktiv
Beiträge: 426
 
Buddh. Richtung: Shambhala
Gender: Männlich
Wohnort: Alpenblick

Re: Wie sehr stört Alkohol?

Beitragvon om.a » 6. September 2016 20:08

Turmalin hat geschrieben:Viele "Esos" haben ja die Theorie, dass sich grade die Erdschwingung erhöht, daher die Veränderung bei vielen....


Manchmal stehe ich so sehr unter Spannung, dass ich gerne eine geringe Menge Alkohol zu mir nehme,
oder die
Säure von etwas Weißwein mit viel Wasser mir gut tut.

Ich beobachte mich dabei relativ genau.

Zitronenwasser, Kräuter und je nach Blutzuckerspiegel Zucker, Fruchtzucker oder Honig,
können mir den Durst auch gut löschen.

Für eine gute Meditation ist es bei wichtig, ganz klar und ausgeglichen zu sein.
----
Derzeit passieren "unglaubliche" Dinge in meinem Leben, alles geht sozusagen "Schlag auf Schlag", -
Lösungen kommen ganz von selbst.
Die Zeit der Internet-technologie ist ein Zeitalter der transparenten Kommunikation, und alte
Verkrustungen lösen sich / Machtgefüge brechen zusammen.

Alkohol sollte wie ein Medikament betrachtet, bzw. reflektiert eingesetzt werden.
Auch die Nachwirkungen am nächsten Morgen sind sehr verschieden, bestimmte Alkohole hinterlassen eine menge Giftstoffe im Körper. Auch der Schwefel ist mitunter beträchtlich.
Wer schon mal selbst Wein hergestellt hat, kennt die Menge an ungesunden Chemikalien, die da drinnen sein können.

Man soll seinen Körper freundlich behandeln.

mfg. Om.a
om.a
Sehr aktiv
Sehr aktiv
Beiträge: 554
 

Re: Wie sehr stört Alkohol?

Beitragvon Günther E. » 20. November 2016 21:05

Also erstmal Hut ab, dass du einen regelmäßigen Termin gefunden hast. Mir ging es jahrelang so, dass ich meditiert (Zazen) habe, wann immer es mir passte. Erst aufgrund der Regelmäßigkeit zeigt sich allmählich eine Wirkung. Aber trotzdem eine Anmerkung: Kann es sein, dass 3.00 Uhr nicht ein klein wenig zu früh ist? Bitte verstehe mich nicht falsch, aber möglicherweise enthältst du deinem Körper die Tiefschlafphase vor... Als arbeitender Mensch kann das fatale Folgen haben.
Günther E.
Neugierig
Neugierig
Beiträge: 2
 
Buddh. Richtung: Zen
Gender: Männlich


Zurück zu Buddhistisches Traumyoga

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 1 Gast