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Gelübde im Forum?

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Gelübde im Forum?

Beitragvon Tobias » 26. Dezember 2014 18:41

Hallo
ich möchte hier eine Umfrage beginnen. Das Forun ist ja auf der einen Seite sehr offen. Mit der Ausrichtung auf Buddhismus und Spiritualität meine ich.

Viele von euch zumindest die Mahayanis haben wahrscheinlich irgendwelche Gelübde abgelegt.

Wie haltet ihr das mit den Silas oder Bodhisatva-Geboten im Forum? Sind sie euch wichtig oder sollte das Forum im Sinne der spirituellen Entwicklung auf soetwas komplett verzichtet werden? Ich äußere meinen Standpunkt später.

Liebe Grüße
Tobias
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Re: Gelübde im Forum?

Beitragvon asoka » 26. Dezember 2014 19:15

Ich habe kein Gelübde abgelegt in irgend einer Form.
Verstehe aber auch nicht ganz auf was du hinaus möchtest?! *Grübel*

Könntest du das ganze etwas genauer erläutern Bitte.
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Re: Gelübde im Forum?

Beitragvon Turmalin » 26. Dezember 2014 19:43

ich habe das auch nicht verstanden, worauf du hinaus willst... :think:
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werden wir gar nichts erreichen."
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Re: Gelübde im Forum?

Beitragvon Tobias » 26. Dezember 2014 20:05

ist doch gar nicht so schwer dachte ich (habe ich falsch gedacht)?

Die Frage z.B. an Turmalin Voom Rater Z ist ob das Bodhisattva gelübde hier im Forum eingehalten werden sollte, oder ob das zu formal ist.

Ich nehme mal ein Beispiel was hier im Forum glaube ich noch nicht diskutiert wurde:

Es wäre durchaus möglich Bodhichitta herabzusetzen und jemanden indem man z.B. das Bodhisattvagelübde an sich kritisiert bzw, an seiner Wirksamkeit zweifelt. als spritituelle Diskussion ist es durchaus möglich das Pro und Kontra einer pratyekabuddhaschaft(also das Streben nach Erleuchtung ohne dabei zu berücksichtigen dass alle fühlenden Wesen erleuchtet werden müssen bevor man selbst die Erleuchtung erlangt)

Die pratyekabuddhaschaft stände also im Widerspruch zum Bodhichita.

Müüsten solche Diskussionen also durch die Admins unterbunden werden weil hier gegen das Bodhisatvagelübde verstoßen wurde oder sind wir so losgelöst dass wir das ganze als spirituelle Offenheit sehen?

Das ganze könnte auch für andere Gelübde Silas betreffen
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Re: Gelübde im Forum?

Beitragvon asoka » 26. Dezember 2014 20:23

Naja sind nicht im Kloster.
Wo ein Abt jemanden auf die Finger klopft.

Würde das nicht unterbinden.
Zuletzt geändert von asoka am 26. Dezember 2014 21:03, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Gelübde im Forum?

Beitragvon Sherab Yönten » 26. Dezember 2014 20:25

Wenn ich Gelübde genommen habe, dann versuche ich auch, sie einzuhalten. Sowohl in einem Forum als auch in der realen Welt. Ich habe allerdings das Problem, dass ich noch längst nicht alle Gelübde verinnerlicht habe. Das heißt, ich übe mich darin, sie zu verinnerlichen.
"Im Buddhismus gibt es keinen Punkt. Im Buddhismus gibt es immer ein weil."

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Re: Gelübde im Forum?

Beitragvon raterZ » 26. Dezember 2014 20:50

quatsch man wird doch wohl über gelübde jeder art diskutieren können? ich selber sehe das bodhisattva gelübde ja auch nicht unkritisch. ^^
- meine Aussagen bezüglich des Vajrayanas beziehen sich größtenteils auf eigene Erfahrung -
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Re: Gelübde im Forum?

Beitragvon voom » 26. Dezember 2014 21:50

Ich persönlich möchte sowas individuell entscheiden, schon weil man die Gelübde verschieden interpretieren kann. Das Bodhisattva-Gelübde betrachte ich als sehr weich, so habe ich es auch bekommen. Als Bsp.: Belehrungen zum Mahamudra sollte man nur geben, wenn man einigermaßen stabil im Geist ist.
"Die tägliche Praxis des Dzogchen ist einfach das tägliche Leben selbst.
Wir sind aus uns selbst heraus erleuchtet und es fehlt uns nichts."

(Dilgo Khyentse Rinpoche)
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Re: Gelübde im Forum?

Beitragvon Ayu » 26. Dezember 2014 21:51

Die Gelübde, die ich genommen habe, werden nicht verletzt, wenn jemand anders sie kritisiert oder herabsetzt.
An die Gelübde, die ich genommen habe, halte ich mich, wo auch immer. Kein Unterschied zwischen Forum, Alltag, Retreat oder Urlaub. Ob ich sie verletze, kann niemand beurteilen außer ich selbst.

Zusammengefasst: die Frage ist mir immer noch unverständlich.

Sinnvoll finde ich aber die Frage nach herabsetzender und respektloser Rede im Allgemeinen. Da braucht ein Mod/Admin sicherlich idealerweise klare Grenzlinienziehung: Ab wann wird eine buddhistische Sichtweise in schädlicher Weise herabgesetzt? Und bis wann handelt es sich lediglich um kritisches Hinterfragen?

Meiner persönlichen Auffassung nach hat jemand, der Buddhismus nicht verstehen sonden nur bashen will, in einem buddhistischen Forum nichts verloren. Er vertreibt sich ja nur die Zeit und zieht andere Leute damit herunter.

Andererseits kann gerade eine kontroverse aber konstruktive Diskussion über Gelübde das Verständnis der Gelübde festigen.
(Übrigens verstoßen Pratimoks'a Gelübde nicht gegen Bodhicitta oder Bodhisattvagelübde. Viele Tantriker halten alle drei Arten von Gelübden.)

Mögen alle Wesen die Ursachen des Glücks realisieren.
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Re: Gelübde im Forum?

Beitragvon Ipek » 7. Januar 2015 09:44

@ Tobi:
Die pratyekabuddhaschaft stände also im Widerspruch zum Bodhichita.

Äh nein. Nicht doch. :smilestill:
Es besteht, Mönche, das Ungeborene, Ungewordene, Ungeschaffene, Unzusammengesetzte.
Wenn dieses Ungeborene, Ungeschaffene, Unzusammengesetzte nicht bestünde,- nicht wäre dann ein Entrinnen
aus dem Geborenen, Gewordenen, Geschaffenen, Zusammengesetzten zu erkennen.
Ud.VIII.3.
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Re: Gelübde im Forum?

Beitragvon Tobias » 7. Januar 2015 09:53

Ipek hat geschrieben:@ Tobi:
Die pratyekabuddhaschaft stände also im Widerspruch zum Bodhichita.

Äh nein. Nicht doch. :smilestill:


Ich meinte das ernst. Wo siehst du den Denkfehler?
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Re: Gelübde im Forum?

Beitragvon Ipek » 7. Januar 2015 13:05

Mein Denkfehler. Hab mit Sravakabuddha verwechselt. Allerdings bin ich nicht sicher, ob dem Pratyekabuddha nicht eigentlich die Fähigkeiten ( Qualitäten ) zu Lehren fehlen, bzw. soll er ja, soweit ich mich erinnere, ein aus sich selber Erwachter sein, der die Lehre zuvor nicht vernommen hatte ? Bitte korrigieren, wenn falsch. Strikt nach Mahayana soll ihm der Instinkt oder das Mitleid zu den Gelübden fehlen, das stimmt, aber ist das dann nicht eher ein "Handicap" ? Wir könnten hier sowieso niemanden so bezeichnen und es ist nach den Gelübden auch verboten Hinayana herabzusetzen. Nach Zen steigt so jemand -Metapher - den Berg bis zur Spitze, der Entsagung, Askese, hinauf und bleibt dann in Höhlen, Hütten und im Wald hocken bis zum Verlöschen, weil ihm der Impuls fehlt, den Mahayana Pfad hinunter zu gehen.Ob der Begriff Arhat hier immer zutrifft, weiß ich nicht.

„Es wurde gesagt: ‚Nur durch das Zusammenleben kann
man die Tugend einer Person erkennen, und dann auch nur nach
langer Zeit und nicht schon nach kurzer Zeit; nur durch Beo-
bachtung und nicht ohne Beobachtung; nur dadurch, dass man
verständig ist und nicht unverständig’:
Und in Bezug worauf
wurde dies gesagt?“

„Und auf welche Weise ist eine integre Person in ihren Wün-
schen integer? Da wünscht sich eine integre Person weder sich
selbst Leid noch einer anderen Person Leid, noch für beide Leid.

Auf diese Weise ist eine integre Person in ihren Wünschen integer.“

„Nun, welche Eigenschaften sind typisch für eine Person ohne
Integrität? Eine Person ohne Integrität ist undankbar und erweist
sich für die gewährte Hilfe nicht erkenntlich. Diese Undankbar-
keit, dieser Mangel an Erkenntlichkeit sind unter Menschen ohne
Integrität bezeichnend. Sie sind der Grundzug tugendloser Men-
schen.
Eine tugendhafte Person ist dankbar und erweist sich für
die gewährte Hilfe erkenntlich. Diese Dankbarkeit, diese Erkennt-
lichkeit sind unter integren Menschen bezeichnend. Sie bilden den
Grundzug von integren Menschen.“

http://www.dhamma-dana.de/buecher/Thani ... m_Buch.pdf

Die Übersetzung und Zusamenfassung stammt von Thanissaro. Dem Text fehlt mal wieder Sutten-Teile zu ( liebevollem ) Mitgefühl, Mitleid und Güte. Thanissaro Bikkhu favorisiert, er ist damit nicht allein, die Übersetzung von Metta mit Freundlichkeit,Freundschaftlichkeit. Ich merke schon, ich sollte es lassen solche einseitigen Texte einzustellen. Aber für das Thema ist es vielleicht ok.
Es besteht, Mönche, das Ungeborene, Ungewordene, Ungeschaffene, Unzusammengesetzte.
Wenn dieses Ungeborene, Ungeschaffene, Unzusammengesetzte nicht bestünde,- nicht wäre dann ein Entrinnen
aus dem Geborenen, Gewordenen, Geschaffenen, Zusammengesetzten zu erkennen.
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