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Wie seid ihr zum Buddhismus gekommen?

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Wie seid ihr zum Buddhismus gekommen?

Beitragvon asoka » 23. Januar 2015 17:29

Mich würde mal intressieren wie ihr zum Buddhismus gekommen seit?
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Re: Wie seid ihr zum Buddhismus gekommen?

Beitragvon Sherab Yönten » 24. Januar 2015 14:02

Der Einstieg zum Buddhismus begann mit dem Ausstieg aus der Kirche :lol:
Das ist schon länger her. Ich wollte mit dem christlichen Schöpfergott und seinen Stellvertretern nichts mehr zu tun haben, dennoch hatte ich eine gewisse Sehnsucht nach Spiritualität. Irgendwann las ich ein Buch von dem Dalai Lama. Damit fing es an. Aufgrund einer Urlaubsreise nach Thailand habe ich mich mehr und mehr für den Buddhismus interessiert. In der VHS dann der erste Kontakt mit Achtsamkeitsmeditation bei einer buddhistischen Nonne. Zeitgleich Probleme mit einem Kollegen. Ich habe gespürt, wie Meta - Meditation half, dass ich gegenüber dem Kollegen sanfter wurde. Allerdings war mir dieser VHS Kurs zu einseitig, zu viel Meditation, kaum Erklärungen. So suchte ich nach weiteren VHS Kursen und wurde im Jahre 2008 direkt im Ort fündig. Es gab einen Kurs "Tibetisch buddhistisches Mentaltraining". Die Kursleiterin verstand es sehr gut, uns den tibetischen Buddhismus zu erklären. Ich verstand, dass es möglich war, Spiritualität auch ohne einen wie auch immer gearteten Glauben an einen Schöpfergott praktizieren zu können (Anmerkung: Ich besuche immer noch diesen Kurs, die Kursleiterin öffnete mir die Tür zum Frankfurter Tibethaus wo ich im Jahre 2012 Zuflucht nahm).
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Re: Wie seid ihr zum Buddhismus gekommen?

Beitragvon Tobias » 24. Januar 2015 14:06

Ich habe mit ca 9 jahren die 4 edlen Wahrheiten in einem Buch gelesen und hatte natürlich keinen Plan was Begierde ist. Ich dachte nur au weija ich glaube das stimmt mit dem leiden aber ich habe keinen Plan wie man das ändern kann.

Mit 13 lernte ich Meditation(Atem-Achtsamkeit) und mit Anfang 20 nahm ich auch bei einem Lama Zuflucht im Rahmen des Phowa-Retreats.

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Re: Wie seid ihr zum Buddhismus gekommen?

Beitragvon Sherab Yönten » 24. Januar 2015 16:31

Tobias hat geschrieben:Ich habe mit ca 9 jahren die 4 edlen Wahrheiten in einem Buch gelesen und hatte natürlich keinen Plan was Begierde ist. Ich dachte nur au weija ich glaube das stimmt mit dem leiden aber ich habe keinen Plan wie man das ändern kann.

Mit 13 lernte ich Meditation(Atem-Achtsamkeit) und mit Anfang 20 nahm ich auch bei einem Lama Zuflucht im Rahmen des Phowa-Retreats.

Liebe Grüße
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Wow ! Wie kam es dazu, dass Du schon mit 13 Jahren meditieren durftest ?
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Re: Wie seid ihr zum Buddhismus gekommen?

Beitragvon voom » 24. Januar 2015 17:15

Es reicht ja, wenn sie nichts dagegen haben... :) Ich habe auch früh mit Meditation experimentiert, mein Patenonkel ist Zennie und der hat mich da früh inspiriert - einfach durch sein Vorbild.
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Re: Wie seid ihr zum Buddhismus gekommen?

Beitragvon Tobias » 24. Januar 2015 21:26

Sherab Yönten hat geschrieben:
Tobias hat geschrieben:Ich habe mit ca 9 jahren die 4 edlen Wahrheiten in einem Buch gelesen und hatte natürlich keinen Plan was Begierde ist. Ich dachte nur au weija ich glaube das stimmt mit dem leiden aber ich habe keinen Plan wie man das ändern kann.

Mit 13 lernte ich Meditation(Atem-Achtsamkeit) und mit Anfang 20 nahm ich auch bei einem Lama Zuflucht im Rahmen des Phowa-Retreats.

Liebe Grüße
Tobias


Wow ! Wie kam es dazu, dass Du schon mit 13 Jahren meditieren durftest ?
Sind Deine Eltern auch Buddhisten ?


Nein sie sind Atheisten oder naja Religion ist ihnen egal. Meditation zu verbieten ist schwierig in dem Alter soweit ich weiß hat man mit 14 das Recht hat seine Religion selbst zu wählen. Also wäre auch eine rechtliche Einordnung schwierig. Meine Eltern haben davon auch nicht so viel mitbekommen was ich in meinem Zimmer machte darauf hatten sie wenig zugriff- Wir hatten eigentlich erst mit 20 wirklich längere Gespräche über Religion als ich zum Phowa-Retreat fuhr.

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Re: Wie seid ihr zum Buddhismus gekommen?

Beitragvon voom » 24. Januar 2015 21:57

Ich erlaube mir ausnahmsweise mal eine Konserve, weil ich das schon mal ausführlich geschrieben hatte anderswo:

Ich bin in einer evangelischen Familie geboren, in der Religion im Alltag keine grosse Rolle gespielt hat, aber meine Mutter fand es wichtig, dass ich als Kind Kontakt zur Gemeinde habe und ich bin dann auch aus eigener Entscheidung heraus konfirmiert worden. Mich hat aber an Religion immer eher der philosophische Aspekt interessiert, und da habe ich in der Schule je nach Lehrer den Religionsunterricht oder den Philosphieunterricht besser gefunden - wir konnten dazwischen wählen.

Mein Patenonkel war Zen-Buddhist und ich fand ihn immer sehr spannend, so dass ich generell ein Interesse für Meditation entwickelt habe, auch wenn meine ersten Versuche ohne Anleitung irgendwie "unbefriedigend" waren, weil ich ganz falsche Erwartungen hatte.

Im Studium habe ich den Kontakt zur Kirche ganz verloren, bin dann irgendwann ausgetreten, weil es für mich keine Rolle mehr spielte. Einige Zeit später bin ich durch persönliche Kontakte zu einer Meditationsgruppe gekommen, die auf einen indischen Guru meditierte. Man riet mir schon in der ersten Sitzung, doch gleich mit dem Studium aufzuhören und den Kontakt mit der Familie abzubrechen. Das war mir höchst suspekt, so dass ich im Internet recherchiert habe und zu dem Schluss gekommen bin, dass ich mit einer Sekte nichts zu tun haben will.

Meditieren wollte ich aber doch, zumal ich dort in dieser Gruppe bei der Meditation zum ersten Mal etwas ungewöhnliches, neues erlebt habe. Aber ich wollte sicher gehen, dass keine schräge Organisation oder Sekte dahinter steckt und so habe ich nach einer buddhistischen Gruppe gesucht - und eine Gruppe einer tibetischen Vajrayana-Schule an meinem Studienort gefunden. Als ich das erste Mal dort meditiert habe, hat es mich fast umgehauen und ich hatte das Gefühl, "nach Hause zu kommen" und etwas zu tun, was mir sehr vertraut war.

Ich habe jahrelang bei dieser buddhistischen Schule gelernt, das Zentrum massgeblich mit aufgebaut und oft die Meditation geleitet, die Einführungen für Neue gegeben und auch Schulklassen besucht, die gerade das Thema Buddhismus durchgenommen haben. In der Zeit habe ich viele intensive Meditationskurse gemacht, Einweihungen von tibetischen Lamas (Meistern) und westlichen Lehrern bekommen und mich stark weiterentwickelt.

Gleichzeitig habe ich mich weiterhin für andere Religionen und Philosophien interessiert und auch da intensiv recherchiert und auch mal schamanische Arbeiten ausprobiert oder an den Ritualen einer brasilianischen Kirche teilgenommen, die schamanische und christliche Lehren verbunden hat.

Interessanterweise hat mir der buddhistische Blickwinkel zurück auf meine eigene Herkunftsreligion, das Christentum, ein besseres Verständnis für das Christentum vermittelt und ich konnte mit neuen "Augen" in der Bibel lesen und generell diese Religion mehr wertschätzen.

Irgendwann wurde mir der Rahmen der buddhistischen Schule zu eng, so dass ich ausgetreten bin und meinen ganz eigenen Weg weitergegangen bin.

Die gemachten Erfahrungen sind dabei natürlich Teil meiner Persönlichkeit geworden und es ist kein Weggehen vom Buddhismus, sondern vielleicht mehr ein "sich über eine bestimmten vorgeschriebenen Weg hinaus bewegen"...

Dieser Schritt ist fester Bestandteil vieler buddhistischer Belehrungen, man bezeichnet den Buddhismus ja unter anderem deswegen als "Fahrzeug", weil dieses Fahrzeug einen eben auf einem bestimmten Weg begleitetet, man es aber selten ganz bis zum Ziel mitnehmen kann. (So wie ein Boot einen über den Fluss bringt, aber am anderen Ufer liegen gelassen wird, um weitergehen zu können...)

Die höchsten Belehrungen des Mahamudra und Dzogchen im Vajrayana-Buddhismus beschreiben immer wieder, dass man sich von allem Konzepten und festen Vorstellungen und Wegen lösen muss, um den letztendlichen Schritt machen zu können.

Was mir am Vajrayana-Buddhismus besonders gefällt, und warum er der im Westen am meisten verbreitete Weg ist, obwohl er im asiatischen Buddhismus eine eher kleinere mystische Schule darstellt, ist dass man ein ganz normales westliches Leben führen kann, ohne Einschränkungen, mit einer menschlich-ethischen Grundeinstellung, und trotzdem spirituell wachsen kann - indem man alles, was man erlebt, zu einem Schritt auf dem Weg macht. Man entscheidet auf Basis der eigenen gemachten Erfahrungen, mit denen man das Gelernte überprüft, was einem zuträglich ist und was nicht.

Ausserdem bin ich zu der Erkenntnis gekommen, dass die mystischen Schulen aller Religionen mehr miteinander gemein haben als die jeweilige mystische Schule mit ihrer eigenen organisierten und kulturell geprägten Religion.

So gesehen betrachte ich mich heute als Mystiker, und nicht als Anhänger einer bestimmten Religion, nenne mich nicht Buddhist, oder Christ oder sonst irgendwie - auch wenn ich aufgrund meiner Erfahrungen und der Tatsache, dass die mystischen Lehren im Buddhismus am vollständigsten erhalten geblieben sind, ich mich oft und gerne buddhistischer Techniken oder Quellen bediene, wenn ich eine spirituelle Ansicht die ich vertrete untermauern möchte.
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Re: Wie seid ihr zum Buddhismus gekommen?

Beitragvon Turmalin » 24. Januar 2015 22:05

ich habe mit 12 angefangen nach Spiritualität zu suchen. Ich traf einen Fake-Meister nach dem anderen. Dharma gab es nicht damals in Hannover. Später traf ich eine echte spirituelle Lehrerin, die mich 10 Jahre unterrichtet hat. Ich habe zwei Reiki-Einweihungen. Nach ca 8 Jahren traf sie Ringu Tulku Rinpoche und wir beide kamen zum Buddhismus. Sie ist inzwischen schon wieder weitergegangen, im Grunde ist sie wohl einen Schamanin, glaube ich. Oder sie unterrichtet einfach aus sich selbst heraus. Sie hat keine Neigung, sich irgendwo unterzuordnen. Allerdings als der Karmapa kam, da war sie auch dort. Ich bin dann hängen geblieben beim Vajrayana-Buddhismus.
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Re: Wie seid ihr zum Buddhismus gekommen?

Beitragvon Sherab Yönten » 24. Januar 2015 23:06

Tobias hat geschrieben:Meditation zu verbieten ist schwierig in dem Alter soweit ich weiß hat man mit 14 das Recht hat seine Religion selbst zu wählen.


Mit "dürfen" meinte ich kein Verbot aussprechen, sondern die Ehre zu haben, in dem jungen Alter schon mit Meditation in Kontakt zu kommen !
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Re: Wie seid ihr zum Buddhismus gekommen?

Beitragvon Tobias » 24. Januar 2015 23:19

Aus heutiger sicht ist es wohl gutes karma.
Damals wollte ich einfach mein bewusstsein erweitern. mein erstes buch hatte ich von tobin blake meditation. das ist so ein 20 tage kurs ich habe es letzlich verschenkt und kaum noch erinnerung daran.
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Re: Wie seid ihr zum Buddhismus gekommen?

Beitragvon Gambhiro » 25. Januar 2015 11:14

Es war die leidhafte Erfahrung des Daseins, die mich Mitte Zwanzig aus meinem egozentrischen Hedonismus katapultierte, in Form einer spontanen Einsicht in die Erbärmlichkeit meiner damaligen Lebensführung.
Es folgten einige Jahre einer beginnenden Selbstheilung mittels Bioenergetik, Yoga, Tai Chi etc, die schließlich in eine Reise nach Indien mündeten, mit der Zielsetzung, eine Methode zu finden, um meinen ruhelosen Geist zu bändigen.
Diese klare Absicht führte mich direkt zu einem Vipassana-Kurs von Goenka, der einen ganz und gar erschütternden Einfluss auf mich hatte: die Festung meines Ego begann zu bröckeln. Ich hatte die unmissverständliche Eingebung, mich endlich wieder auf 'dem Pfad' zu befinden.
Es folgten mehrere Jahre intensiver Meditation in Süd- und Südostasien: dutzende Intensivkurse von 10 bis 30 Tagen Länge, Aufenthalte in Meditationzentren, Ashrams, Klöstern, Einsiedeleien.
Schließlich der Eintritt in einen sehr asketisches Orden der thailändischen Waldtradition für einige Jahre.
Jahre später dann die Einführung in Dzogchen…
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Re: Wie seid ihr zum Buddhismus gekommen?

Beitragvon Sherab Yönten » 25. Januar 2015 14:25

Gambhiro hat geschrieben:Schließlich der Eintritt in einen sehr asketisches Orden der thailändischen Waldtradition für einige Jahre.Jahre später dann die Einführung in Dzogchen…


Es würde mich mal interessieren wie Du von der "thailändischen Waldtradition" zum Dzogchen gekommen bist !
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Re: Wie seid ihr zum Buddhismus gekommen?

Beitragvon asoka » 25. Januar 2015 21:03

So dann will ich auch mal.

Ich stellte mir vor 8 Jahren immer mehr die Frage ob es das wirklich sein kann das leben.
Man geht 5 Tage Arbeiten um """2 Tage""" Leben zu können und diverse ander Gedanken plagten mich.
Es war alles sehr in Depri Stimmung.

Dann sah ich im Schaufenster eine Buchhandlung ein Buch mit dem Titel Buddhismus für ungläubige.
Was da ich null Ahnung hat sich wie ein Wiederspruch gelesen hatte.
Damals dachte ich naja wir beten Gott an und die Asiaten Buddha.

Ich kaufte mir das Buch das ich an einem Tag durch hatte.
Bis dahin machte ich einen grossen Bogen um Bücher und meine erste Wahl waren DVDs.

Ich bestellte Bücher kreuz und quer zum Thema Buddhismus ich fühlte mich wie ein Schwamm.
Nach einem halben Jahr in dem ich mehr gelesen hatte als je ergab sich sein Seminar von Rigpa zum Thema Samatha.

Ich betrat das Zentrum und wusste ich bin daheim.
So begann meine Reise.

Heute schaue ich wenn es hochkommt 4 Std. Fernsehen.
Und das nur weil meine Frau mit mir einen Film anschauen möchte. :-)

Lese weitgehend nur noch.
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Re: Wie seid ihr zum Buddhismus gekommen?

Beitragvon Gambhiro » 26. Januar 2015 10:17

Sherab Yönten hat geschrieben:
Es würde mich mal interessieren wie Du von der "thailändischen Waldtradition" zum Dzogchen gekommen bist !


Mitte der 90er begann sich vor allem in der US-amerkanischen Vipassana-Gemeinde das Buzzword 'Dzogchen' zu verbreiten. Viele angesehene Vipassana-Lehrer begannen diese Sichtweise in ihre Unterweisungen einfließen zu lassen. Das hat mich damals so sehr angesprochen, dass ich selbst auf die Suche nach authentischen Dzogchen-Lehrern ging - zu jenem Zeitpunkt leider ohne Erfolg. Die Zeit war wohl noch nicht reif dafür. Ich musste noch viele Jahre warten, bis sich völlig unerwartet das Tor öffnete.
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Re: Wie seid ihr zum Buddhismus gekommen?

Beitragvon Samten » 26. Januar 2015 10:44

Hmmm…so `69/70 nahms die ersten Anfänge, war damals ja noch nicht so einfach, mangels Literatur und erstrecht noch keine Ansprechpartner. Angestossen wurden wir (hab meine Jugend im E-heim verbracht,was ein Glück) durch Bücher von Kerouac,(Gammler Zen und hohe Berge, wennich nicht irre)Lama Govindas „weg der weißen Wolken, Eugen Herriegel und sowas halt,aber mit 15/16/17 hatte man ja noch nicht so den Plan..
dann waren da ja noch die Beatles (mochte ich eigentlich nicht, bis auf die psychedelischen Sachen)mit ihrem Maharishi, die hare Krshna- Freaks, mista Leary...und Indische Musik, das zog alles in ne bestimmte Richtung, gen "Osten"...war halt alles noch seehr blumig und verraucht...naiv halt würde ichs heut beurteilen wollen aber 'n starker Bruch schaut man sich die Gesellschaft von damals an.
vor dem Buddhismus war nix anderes an "geistigem Überbau"...
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Re: Wie seid ihr zum Buddhismus gekommen?

Beitragvon raterZ » 26. Januar 2015 12:50

Gambhiro hat geschrieben:
Sherab Yönten hat geschrieben:
Es würde mich mal interessieren wie Du von der "thailändischen Waldtradition" zum Dzogchen gekommen bist !


Mitte der 90er begann sich vor allem in der US-amerkanischen Vipassana-Gemeinde das Buzzword 'Dzogchen' zu verbreiten. Viele angesehene Vipassana-Lehrer begannen diese Sichtweise in ihre Unterweisungen einfließen zu lassen. Das hat mich damals so sehr angesprochen, dass ich selbst auf die Suche nach authentischen Dzogchen-Lehrern ging - zu jenem Zeitpunkt leider ohne Erfolg. Die Zeit war wohl noch nicht reif dafür. Ich musste noch viele Jahre warten, bis sich völlig unerwartet das Tor öffnete.


das ist normal denke ich. wenn die karmafrüchte reif sind zu ernten, öffnen sich die pfade in die non-dualität. ich denke man kann dzogchen nicht praktizieren, ohne entsprechende vorerfahrungen.
im sinne der drei fahrzeuge müsste vipassana eigtl. die beste vorbereitung darauf sein. bei mir war es genau so.

ich saß in einer drogen-depression und wurde durch einen kumpel auf ein 10 tages retreat von goenka geschickt. wußte da gar nich so recht, was da passiert - aber danach war ich ca. 1 monat lang einer einer solchen permanenten glücks-phase, dass ich absolut angefixt war an meditation. seit dem komme ich nicht mehr davon los, und meditation ist meine neue sucht :mrgreen:

zum vajrayana kam ich allerdings über den schamanismus. ich war bei einem befreundeten schamanen in behandlung, und aus dieser session wurde mir ersichtlich, dass mein weg zum vajrayana führt. ich hab meinen lehrer und meinen yidam auch über schamanische vorhersage techniken gefunden ;)
- meine Aussagen bezüglich des Vajrayanas beziehen sich größtenteils auf eigene Erfahrung -
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Re: Wie seid ihr zum Buddhismus gekommen?

Beitragvon Ayu » 27. Januar 2015 17:14

Ich könnte das aus so vielen verschiedenen Perspektiven schildern, wie ich zum Buddhismus gekommen bin - dass ich eine richtige umfassende und somit wahrhafte Antwort gar nicht geben kann. Wäre zu lang.

Ganz kurz gesagt, hab ich eine Affinität zum Spirituellen. Wenn ich jemanden meditieren sah, auf einem Foto, dann hüpfte mein Herz schon in jungen Jahren. Als Kind war ich als "nachdenklich" aus der Art geschlagen und philosophierte und staunte über das Phänomen Zeit.
Nach einer längeren hinduistischen Phase praktizierte ich lange Zeit allein - bis ich schließlich irgendwie zum Buddhismus gezogen wurde. Es war wie so ein Sog und äußerte sich in der Meditation und in Büchern, die mir regelrecht zufielen.

Buddhismus ist für mich das Stimmigste und was am stärksten "funktioniert". Keine Hindernisse, die im Pfad oder der Philosophie eingebaut sind. Es ist die Wurzel meines Herzens.

Mögen alle Wesen die Ursachen des Glücks realisieren.
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Re: Wie seid ihr zum Buddhismus gekommen?

Beitragvon Wanderer » 1. Februar 2015 16:34

Hallo !

Hab mich gerade hier angemeldet !
Ich bin über das Hindu Tantra zum Buddhismus gekommen...genauer gesagt als ich Nachforschungen betrieben habe..
Aber die Indischen Gurus sind mir alle zu..."speziell"....und durch Zufall bin ich dann auf einen Tibetischen Buddhisten gestossen, welcher
mir auch ein paar grundlegende Dinge erklärt hat. Seitdem habe ich einen Altar, praktizire das "Āryatārā-dhāraṇī-arolika" (阿唎多羅陀羅尼阿嚕力經).
Heute habe ich die 25.000 Rezitationen Marke "geknackt"...

Bin aber ein "Freigeist"...bedeutet, dass der Buddhismus wahrscheinlich nicht meine "letzte Station" sein wird...


LG,
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Re: Wie seid ihr zum Buddhismus gekommen?

Beitragvon voom » 1. Februar 2015 16:49

Hallo Wanderer, willkommen! :)
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