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Steuern und Boddhichitta

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Steuern und Boddhichitta

Beitragvon Turmalin » 2. April 2015 11:28

Mal ein kleiner Tip von meinem Rinpoche: Wenn Steuern zahlen muss, kann man das bewusst in die Boddhichitta-Praxis einbauen. Dass man bewusst an die Leute denkt, für die es ist. Alte Leute, Kinder usw sich vorstellen. Es ändern von dem, dass man es automatisch tut zu einer bewussten freiwilligen Handlung.
Ich muss zwar noch keine Steuern zahlen, sondern bekomme welche. Trotzdem muss ich eine Steuererklärung machen, was mich stresst. Ich versuche, von dem Stress runterzukommen indem ich mir klarmache, dass ich jetzt damit zu tun bekomme, weil ich demnächst, oder spätestens wenn mein Kind groß ist, etwas für andere tun möchte. Um schon mal gute Energie zu erzeugen, wenn später die komplizierten Steuererklärungen kommen. Runter zu kommen von dem Trip: "Ich arme, muss diese furchtbare Steuererklärung ausfüllen." Das ist ja wieder nur: Ich, ich, ich....
Mit dem Jobcenter ist es jetzt auch schwieriger als früher, wo ich drauf geachtet habe, immer nur 100 € zu verdienen. Die sind anrechnunsfrei und man hat keine Abrechnung zu machen. Alle diese Abrechnungen sind jetzt, damit ich die Allgemeinheit weniger belaste und später auch etwas tun kann für alte Leute und andere alleinerziehende Mütter. Damit denen geholfen wird, wie mich geholfen wurde.
Rinpoche erwähnt sogar: " Für die Kirche"- oh Mann, da muss ich echt noch an mir arbeiten. Er meint wahrscheinlich Caritas usw. Während ich gleich wieder denke: "Für Bischhöfe, schrecklich, ich arme, dafür will ich nicht arbeiten... "Trotzdem bei der Caritas auch nicht alles toll ist, nicht immer nur das negative sehen....oder die Hospitze: Wenn ich sauer bin, dass die christlich sind und nicht buddhistisch, dann entwickle ich nur Aversionen, die gar nichts nützen.
:grouphug:
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Re: Steuern und Boddhichitta

Beitragvon Sherab Yönten » 2. April 2015 11:44

Wenn ich meine Steuererklärung mache versuche ich mir auch immer vorzustellen, dass das Geld ja zum größten Teil für Zwecke genutzt werden, die mir und anderen auch zu Gute kommen. Z.B. wenn Straßen repariert werden. Teile der Steuern fließen aber auch in den Verteidigungshaushalt, der finanzielle Mittel für Kriegsgeräte zur Verfügung stellt, die unter anderem in Kriegsgebiete exportiert werden. Unter diesem Gesichtspunkt fällt es mir dann schon schwer die Steuererklärung mit dem Bodhicita Gedanken zu vereinbaren. Es ist halt eine unvermeidbare Aufgabe, die gemacht werden muss. Bei unvermeidbaren Aufgaben nützt es nichts, sich darüber zu ärgern (Shantideva).
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Re: Steuern und Boddhichitta

Beitragvon om.a » 2. April 2015 11:51

Liebe Turmalin!
Ja, ich kann mitfühlen. Normalerweise werden Steuern einfach auf den zu erwarteten Lohn vorerst dazugerechnet,
dh. du führst etwas ab, was zuerst ganz einfach aufgeschlagen wurde, dh. du hast es gar nie als "Deines" betrachtet, es ist sowas wie ein
Durchläufer.
Das Ganze fällt auch unter Konstenrechnung. Wichtig ist, die Freude an der Arbeit, du schaffst einen Mehrwert, der Käufer bezahlt damit die Steuer, welche Du an den Fiskus ablieferst.
Ja, das ist Bodhichitta, zum Wohl des großen Ganzen tätig geworden zu sein.
Darüber darf frau sich freuen.

om.a (muß ja verdient auch worden sein, ist der Wahlspruch bei der Steuererklärung)
Also nie Einnahmen mit Verdienst oder Gewinn verwechseln.
Und ja, den Stundenlohn vorsichtig kalkulieren.
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Re: Steuern und Boddhichitta

Beitragvon raterZ » 2. April 2015 12:05

ich würde es eher wie jesus halten: "gibt dem kaiser, was dem kaiser gehört"..

ich find es auch ein bisschen einseitig bodhicitta so zu praktizieren, weil geld eben was neutrales ist und von den leuten abhängt, die es benutzen. klar man kann an das gute denken, aber man sollte deshalb nicht das schlechte ausblenden, was damit betrieben wird. das wäre ziemlich naiv und hat auch nichts mit weisheit zu tun.
also wenn man dann sowas tut, sollte man auch an das leid denken, was durch das eigene geld verursacht wird und diesen gedanken mit einbauen entsprechend - sowas wie: mögen die lebewesen, die durch mein geld sterben eine bessere wiedergeburt erlangen oder so ;)
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Re: Steuern und Boddhichitta

Beitragvon om.a » 2. April 2015 12:13

raterZ hat geschrieben:.. sollte man auch an das leid denken, was durch das eigene geld verursacht wird und diesen gedanken mit einbauen entsprechend - sowas wie: mögen die lebewesen, die durch mein geld sterben eine bessere wiedergeburt erlangen oder so ;)


was ist deine Alternative, bist du mehr unentgeltlich tätig? :goovibes:
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Re: Steuern und Boddhichitta

Beitragvon Turmalin » 2. April 2015 12:47

raterZ hat geschrieben:ich würde es eher wie jesus halten: "gibt dem kaiser, was dem kaiser gehört"..

war mir klar, dass du Rinpoches positive Sätze über die Kirche nicht teilst. :mrgreen:
Ich möchte auch lieber kritisch zu dieser Machtinstitution stehen. Nur fällt mir das Leben in diesem Staat dann nicht leichter. Es kommen dann Wünsche, auszuwandern.
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Re: Steuern und Boddhichitta

Beitragvon voom » 2. April 2015 12:57

Obwohl ich keine Kirchensteuer bezahle seit ich mit 20 ausgetreten bin, fand ich immer die Arbeit der Kirche auf dem sozialen Sektor unterstützenswert. Ich habe sogar mal für die Diakonie zur Unterstützung ihrer IT-Systeme und mit Designprojekten gearbeitet.

Ansonsten denke ich dass das Hauptproblem mit der Steuererklärung mehr damit zu tun hat, dass das etwas ist was keiner gerne macht. Ich war da auch immer sehr blockiert, gar nicht mal weil ich vielleicht Geld bezahlen muss (das mir wie om.a richtig sagt ja von Anfang an eh nicht gehörte), sondern weil dem einfach "so eine Energie anhaftet". Meistens ist es derzeit so, dass ich sogar was zurückbekomme, allerdings nach Verrechnung mit den Kosten des Steuerberaters kommt das dann meist etwa auf Null raus. Den gönne ich mir, weil das mit der Mischung aus fester Anstellung und selbständigen Einnahmen mir einfach zu kompliziert ist um mich da rein zu denken und weil das Finanzamt die Abrechnung eines Steuerberaters in der Regel eher mal unhinterfragt übernimmt. Alle Einnahmen und Ausgaben des Jahres muss ich natürlich trotzdem mal zusammenstellen, was auch keinen Spass macht, aber in der Regel an einem Arbeitstag geschafft ist. Seit ich nicht mehr Papier generell aufhebe wie früher und ein Grossteil der Rechnungen per E-Mail kommt ist es auch einfacher geworden, durchzublicken. So habe ich fast schon ein papierloses Büro geschafft. Sehr angenehm, denn alles was elektronisch vorliegt kann ich einfach filtern und durchsuchen. Regelmäßige Ausgaben packe ich einfach in eine Tabelle, bei den Einzelrechnungen lass ich den SB entscheiden, was er davon absetzen kann und gebe nur Hinweise, in welcher Art sich das auf meine Arbeit bezieht.
"Die tägliche Praxis des Dzogchen ist einfach das tägliche Leben selbst.
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Re: Steuern und Boddhichitta

Beitragvon raterZ » 2. April 2015 13:06

om.a hat geschrieben:
raterZ hat geschrieben:.. sollte man auch an das leid denken, was durch das eigene geld verursacht wird und diesen gedanken mit einbauen entsprechend - sowas wie: mögen die lebewesen, die durch mein geld sterben eine bessere wiedergeburt erlangen oder so ;)


was ist deine Alternative, bist du mehr unentgeltlich tätig? :goovibes:


na es ist halt des kaisers (merkels) sache und ich kümmere mich geistig nicht darum, was die damit alles beklopptes anstellen. das ist was jesus damit meinte: keinen gedanken an den irrsinn verschwenden und sich lieber mit höheren geistigen sphären beschäftigen ^^)
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Re: Steuern und Boddhichitta

Beitragvon om.a » 2. April 2015 13:16

raterZ hat geschrieben:.. ich kümmere mich geistig nicht darum, was die damit alles beklopptes anstellen. das ist was jesus damit meinte: keinen gedanken an den irrsinn verschwenden und sich lieber mit höheren geistigen sphären beschäftigen ^^)


In meiner jugend war ich eher eine "leistungsverweigerin", aber
gutes karma ermöglichte mir ein studium, reisen und stipendien, sowie kunstankäufe durch die "Öffentliche Hand", und dann haben mich "die" noch als kunstlehrerin auf die kinder los gelassen, da hatte ich dann die möglichkeit dem staat etwas zurückzugeben, momentan zahlen mir "die" sogar noch eine pension.
Ich habe meine beruf sehr ernst genommen, und wirklich versucht, was GUTES daraus zu machen.
Und bei bedarf tue ich als steuerzahler = mündiger bürger meine meinung kund.

Auswandern soll, wer auch immer meint, dass er es sich verbessern kann. Da gäbe es sicher eine lange Liste an Beispielen, (ofshore :goovibes:, kanste bleiben, machst nur einen briefkasten in delavare )
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Re: Steuern und Boddhichitta

Beitragvon Samten » 2. April 2015 16:23

hab ich's doch gerochen.....
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Re: Steuern und Boddhichitta

Beitragvon voom » 2. April 2015 17:23

Samten hat geschrieben:hab ich's doch gerochen.....

:scratch:
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Re: Steuern und Boddhichitta

Beitragvon Samten » 3. April 2015 12:00

Lehrer/in.....:)
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Re: Steuern und Boddhichitta

Beitragvon Ayu » 4. April 2015 10:17

Samten hat geschrieben:Lehrer/in.....:)

Und ich "rieche", Du bist Tischler. 8-)

Mögen alle Wesen die Ursachen des Glücks realisieren.
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Re: Steuern und Boddhichitta

Beitragvon Samten » 4. April 2015 23:17

Ayu hat geschrieben:
Samten hat geschrieben:Lehrer/in.....:)

Und ich "rieche", Du bist Tischler. 8-)


nee nich ganz...ich hab zwar ne "Stihl" und kann Bäume fällen (auch am steilen Hang) und auch viel mit (Edel)- Hölzern gearbeitet,aber eher im "feineren Bereich" und mit Kleinteilen....aber mein Herz hängt am (Schwer)-Metall....
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Re: Steuern und Boddhichitta

Beitragvon Samten » 4. April 2015 23:31

Turmalin,
du wirst nicht nur der Kirche den "Rachen stopfen", sondern noch ganz andere unsinnigen Projekte "unterstützen".....aber das ist ja ganz allgemein bekannt, warum sollte da irgendwas "schöngefärbt" werden. Dass Politiker nicht mit dem Ihnen anvertrauten Geld- und Machtmitteln umzugehn wissen, zum "Wohle des Volkes", ist 'n anderer alter Hut, weilse halt alle nur Theoretiker waren, sind und bleiben werden, egal welcher Partei sie nun mal angehören...

http://www.steuerzahler.de/Home/1692b637/index.html
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Re: Steuern und Boddhichitta

Beitragvon Samten » 4. April 2015 23:35

Turmalin:
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Bodhicitta hat meiner Meinung nach nix mit selektiver Wahrnehmung am Hut so wie es da offensichtlich empfohlen wird, das halt ich nicht für ne "gesunde Haltung".
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Re: Steuern und Boddhichitta

Beitragvon take care » 5. April 2015 07:09

Man kann glaub ich nicht verallgemeinern, was der Rinpoche Turmalin sagte.
Es wird zwischen den beiden schon seinen speziellen Grund gehabt haben!
(mir sagt der Hinweis nichts und das ist auch ok so).
Liebste Grüße und take care ...
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Re: Steuern und Boddhichitta

Beitragvon Samten » 5. April 2015 10:57

ich bezieh mich auf das was da steht, ich interpretiere nicht,was evtl.gemeint oder auch nicht ,war....peace.....
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Re: Steuern und Boddhichitta

Beitragvon asoka » 5. April 2015 11:04

@Samten, wenn ich Turmalin richtig verstehe geht es darum selbst vermeindlich schlechten Sachen oder die man nicht wirklich beeinflussen kann etwas positives mit geben kann und zumindest für einen selbst etwas positives abgewinnen kann.

Ähnlich dem Tonglen.

Finde was ihr Rinpoche gesagt hat ein geschicktes Mittel für einen selbst und im Idealfall sendet man dadurch etwas positives mit.
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Re: Steuern und Boddhichitta

Beitragvon Samten » 5. April 2015 11:26

das ergibt in meinen Augen ein rumgeeiere, nix anderes und nicht die "Sicht auf die Dinge, wie sie sind", was "hier" doch immer soo hochgehalten wird.
"Man" führt einfach sein dualistisches Verhalten weiter....wozu und wie lange.......(noch)?
macht in meinen Augen nich wirklich SINN.
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Re: Steuern und Boddhichitta

Beitragvon Sherab Yönten » 5. April 2015 11:31

Habe gerade meine Steuer (fast) fertig gemacht und festgestellt, dass ich einige Jahre zu viel Steuern bezahlt habe. Mal schauen ob das Finanzamt da kulant ist und ob es rückwirkend was erstattet, wenn nicht nehme ich es als Dana und spende es an das Finanzamt :lol:
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Re: Steuern und Boddhichitta

Beitragvon asoka » 5. April 2015 11:38

Samten hat geschrieben:das ergibt in meinen Augen ein rumgeeiere, nix anderes und nicht die "Sicht auf die Dinge, wie sie sind", was "hier" doch immer soo hochgehalten wird.
"Man" führt einfach sein dualistisches Verhalten weiter....wozu und wie lange.......(noch)?
macht in meinen Augen nich wirklich SINN.



Es geht doch eben darum die Dinge zu sehen wie sie sind.
Erst wenn ich es erkannt habe kann ich dem eine andere Richtung geben.

Buddha machte ja nichts anderes.

Selbst die Sicht das es keinen Sinn für dich hat zeigt doch das du die Dinge nur aus deinem Blickwinkel betrachtest.

Wenn du damit klar kommst ok!

Wenn jemand sich sagt ok so ist das aber ich will es transformieren auch ok!
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Re: Steuern und Boddhichitta

Beitragvon om.a » 5. April 2015 12:18

Samten hat geschrieben:das ergibt in meinen Augen ein rumgeeiere, nix anderes und nicht die "Sicht auf die Dinge, wie sie sind", was "hier" doch immer soo hochgehalten wird.
"Man" führt einfach sein dualistisches Verhalten weiter....wozu und wie lange.......(noch)?
macht in meinen Augen nich wirklich SINN.


bist du anarchist ?
magst du uns deine persönliche praktische lösung bzw. anwendung in dieser "steuersache" genauer beschreiben?
hast du tipps?

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Re: Steuern und Boddhichitta

Beitragvon voom » 5. April 2015 12:25

Ignoranz ist auf der einen Seite nicht Sinn der buddhistischen Sache, aber sich drüber aufzuregen auf der anderen Seite auch nicht. Auch im Sinne von Shambhala kann ja nur gemeint sein, etwas zu tun, wo man was tun kann, und sich nicht drüber aufzuregen, egal ob man was tun kann oder nicht.
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