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[Text] Longchenpa: Der Elementarraum von Phänomenen

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[Text] Longchenpa: Der Elementarraum von Phänomenen

Beitragvon voom » 13. Mai 2014 17:28

Longchen Rabjam: Die kostbare Schatzkammer des Elementarraumes von Phänomenen

Die komplette zeitgemäße deutsche Übersetzung dieses wertvollen Dzogchen-Textes

von Michael H. Kambach

darf als PDF frei für private Zwecke weitergegeben werden....

longchenpa-coverkl.png
longchenpa-coverkl.png (162.02 KiB) 3222-mal betrachtet


Download:
https://db.tt/vUTwy0xb

(PDF, ca. 430k)
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Wir sind aus uns selbst heraus erleuchtet und es fehlt uns nichts."

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Re: Longchenpa: Der Elementarraum von Phänomenen (komplett,

Beitragvon voom » 14. Mai 2014 13:23

Mich würde sehr interessieren - der Text verzichtet ja auf gewohnte buddhistische Vokabeln, um allgemein verständlich zu sein. Wie kommt das bei Euch an?
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Re: Longchenpa: Der Elementarraum von Phänomenen (komplett,

Beitragvon Tobias » 14. Mai 2014 23:23

Hallo ich habe jetzt 2 Kaptiel gelesen-

Ich vergleiche diese Textkategorie jetzt vom Gefühl mit den 5 Dzogchenübertragungen des Vairotsana, oder mit Being Right Here: A Dzogchen Treasure Text Of Nuden Dorje Entitled The Mirror Of Clear Meaning.

Diese Texte haben einen ähnlichen Inhalt indem sie die Lehre von der höchsten Ebene aufrollen und einen nondualen Zugang haben usw.

Ich finde durch das Weglassen der Fachbegriffe wirkt der Text banal(das wort ist vielleicht zu hart aber mir fällt grad nichts besseres ein)
Ich meine dass es den autor(in den ersten 2 Kapiteln) zumindest nicht gelungen ist die spirituelle Essenz zu grefen./zu erhalten. Der Text wirkt wie besserere new age esoterik, die aber keine Erfahrung vermitteln kann.

Trotzdem erkenne ich deinen Wunsch nach einer Konfessionsfreien ausdrucksweise/übersetzung solcher texte.
Vielleicht wäre es hilfreich für ein solches Projekt die buddhistischen Fachbegriffe bzw. den Überbau den du zu entfernen versuchst in Klammern hinter eine mögliche "konfessionsfreie Übersetzung" zu schreiben. So hat der Leser beide Bezugspunkte und kann sich anschauen was ihm in dem Moment am meisten inspiriert.


Liebe Grüße
Tobias
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Re: Longchenpa: Der Elementarraum von Phänomenen (komplett,

Beitragvon voom » 15. Mai 2014 10:23

Danke für Deine Einschätzung. Mit dem Einfügen der buddhistischen Begriffe in Klammern hatte der Übersetzer das Projekt angefangen, aber es sollte eben möglichst ohne zu viel Beteiligung des Kopfes eingängig lesbar sein. In die deutschen Begriffe ist viel Überlegung eingeflossen, am Ende sind es ja gar nicht so viele Begriffe, die ausgetauscht wurden und die sind am Anfang vor dem Text aufgeschlüsselt. Im Wesentlichen sind das die Kayas, die eh meistens zu mehr Verwirrung führen, als zu Klarheit, und die Begriffe "Samsara" und "Nirvana" die auch meistens missverstanden werden, vor allem wenn sie in einem Dzogchen-Bezug gemeint sind als die gleiche Welt, nur verblendet oder erleuchtet wahrgenommen.

Was ein anderer Aspekt ist, ist inwieweit der Segen, die Energie des Textes noch transportiert wird, wenn er so stark verändert wird. Das scheint bei Dir in den ersten Kapiteln nicht anzukommen. Ich halte den Übersetzer für sehr inspiriert und er hat ein starkes Band zum Autor Longchenpa. Bei mir kommt die Energie bei diesem Text jetzt an, wobei ich sagen muss, dass das am Anfang auch nicht so war. Aber da ich jetzt auch recht viel Zeit mit dem Text verbracht habe (als "Lektor") kommt es jetzt an.

Wenn Du noch weiter Lust hast zu lesen, dann würde ich mich freuen zu hören, ob es hilft, wenn man sich nach ein paar mehr Kapiteln an den Stil und die Begriffe des Textes gewöhnt hat. Ausserdem interessiert mich natürlich, wie jemand das wahrnimmt, der nicht den Vergleich zu anderer Dzogchen-Literatur im Hinterkopf hat und sich der Thematik frisch nähert... :)
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Re: Longchenpa: Der Elementarraum von Phänomenen

Beitragvon Ipek » 20. Mai 2014 16:22

ist es diese textübersetzung wo es so ein tam tam in BL drum gibt ?
was ist der urprüngliche begriff, der hier mit elementarraum übersetzt wurde ?

:smilestill: viele güße !
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Re: Longchenpa: Der Elementarraum von Phänomenen

Beitragvon voom » 20. Mai 2014 17:58

Ja, das ist der gleiche Text...

Der Titel ist im Dokument in mehreren Sprachen angegeben:
in Sanskrit: Dharmadhātu ratna koşa nāma
in Tibetisch: Chos dbyings rin po che’i mdzod ces bya ba
in Englisch: The Precious Treasury of the Basic Space of Phenomena

Also "Basic Space" oder "Dharmadhatu" - der Sanskrit-Begriff ist da wohl eher geläufig als der Tibetische...
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Re: Longchenpa: Der Elementarraum von Phänomenen

Beitragvon Ipek » 20. Mai 2014 23:53

Bei "Elementarraum" regt sich bei mir nichts-
Aber das muss ja nichts heißen. Bin halt nicht so die Naturwissenschaftliche.
Sonst finde ich den Text gar nicht mal so übel, an sich sehr klar, aber nicht zu trocken. Gestelzt finde ich den Stil nicht.
Zen würde so wie "glänzende Perle" sagen. Auf jeden Fall würde es Bussho nicht direkt mit den Elementen( Skandha ) begrifflich in Verbindung bringen. Eher mit etwas mystischem, verklärtem, so wie "Mondlicht" Auch das Wort RAUM ist im Zen und Dao ganz unüblich. Glaub ich. Wüsste ich jetzt nicht wo ich das schon mal da gelesen oder gehört hätte...

Aus dem Dao, aber mit dem Zen Sprech beinahe identisch:

Wang Ching-yangs Gedicht "Gedanken zum dao":

"Kennt man die wahre Leere nicht,
So rede man nicht davon.
Beim Erfassen der Leere
Verliert man sein altes Ich.
Will man die Wahrheit der Leere wissen:
Sie liegt im Ununterschiedenen.

Hohl sind die zehntausend Dinge,
Doch leer ihr Wesen.
In wahrer Leere ist Schöpfung;
Kein Platz für ein Staubkorn.
In der Halle goldenem Licht
Zeigt sich die Zauberperle.

Zu lernen das dao
Muß man Leben und Tod wissen.
Sonst ist es vergebens
Unsterblichkeitsstreben.
Wer Leben erfährt,
Weiß auch um Tod.
Lebt fortan frei
Durch sich selbst.

Im Ursprung ist Tod nicht,
Nicht Leben.
Ein einziger Gedanke
Schafft zahllose Formen.
Weiß man, wo Gedanken werden,
Wo sie vergehen,
Strahlt der Mond
In der Tempelhalle.

Klar vor Augen,
Wie sinnlos das Streben:
Von selbst ist, daß die Berge grünen,
Von selbst ist, daß Wasser fließen.
Bewahre in allen Stunden
Diesen einen Gedanken.
Zu denken ohne Gedanken:
Das ist die Übung, der Weg."

()

Schön, wa?
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Re: Longchenpa: Der Elementarraum von Phänomenen

Beitragvon voom » 21. Mai 2014 09:57

Ja, das stimmt, da sind die Sprachen etwas verschieden. Im Vajrayana ist oft vom "Raum" als Metapher die Rede. "Elementar" meint hier aber nicht "auf die Elemente bezogen" sondern eben wie im Englischen "basic" - grundlegend, elementar. Wie in: Mitgefühl ist ein elementarer Bestandteil der buddhistischen Lehre. Ich finde es bei der spirituellen Sprache oft schwierig, Alltagsverständnis eines Wortes von der genau definierten Bedeutung in einem spirituellen Text abzugrenzen. "Geist" kann so Vieles heissen, wie auch "mind" im englischen, im deutschen aber sogar "ghost". Einen spirituellen Text halte ich dann für gelungen, wenn er es schafft, diese spezifische Bedeutung möglichst ohne Kommentare oder Fussnoten im Laufe des Textes verständlich zu machen.
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