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Silben beim Einschlafen

Luzides Träumen; Klarträume aus buddhistischer Sicht

Silben beim Einschlafen

Beitragvon Turmalin » 6. November 2014 19:09

Dzogchen Ponlop Rinpoche stellt mehrere Visualisierungen vor, die man machen kann, um einen luziden Traum zu haben.
Die Anweisungen sind von Padmasambhava.
Ich habe mich für die Silben-Visualisation entschieden. Und dann festgestellt, dass ich diese Silben im Internet nicht finde. Sie sind OM Ah Nu Ta Ra.
Also ich suche das Nu, das Ta, das Ra. Das Ra würde ich mal sagen ist das Ra aus dem Mo. Aber das Ta ist eventuell nicht das Tam. Weiß jemand eine Quelle, wo ich die Silben finden kann? Bei Tenzin Wangyal Rinpoche?
Ich kann mich aber erinnern, dass bei Namkay Norbu Rinpoche auch etwas steht, dass man nur das A nehmen kann.
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Re: Silben beim Einschlafen

Beitragvon voom » 6. November 2014 19:47

Tenzin Wangyal ist ja Bönpo, da sind die Silben und Zuordnungen mitunter anders als bei den Nyingmapas. Vielleicht solltest Du für so eine Praxis eine Einweihung haben, wo Du dann die konkreteren Hilfsmittel genau erklärt bekommst. Ansonsten würde ich immer sagen: Keep it simple. Sich auf das AH zu konzentrieren ist erstens einfacher, und zweitens genauso effektiv.

Generell macht man sich das Leben unnötig schwer, wenn man ständig verschiedene Systeme und Linien mischt. Alle Symbole, Silben, Farben und auch Energiebahnen und Chakren usw. haben keine implizite spirituelle Bedeutung, sondern werden in verschiedenen Systemen verschieden belegt. Wenn man dann ein bischen Kagyü / Mahamudra macht, ein bischen Bön-Dzogchen, ein bischen Nyingma-Dzogchen, dann muss man schon 3 komplexe Systeme lernen und bei der Praxis auseinander halten. Man aktiviert verschiedene Energiebahnen für die gleiche Energie usw. So bekommt man nicht nur einen Eierkopf, sondern bringt auch noch das Körper-Energiesystem durcheinander.

Man kann sich durchaus philosopisch mit den verschiedensten Richtungen auseinandersetzen. Aber in der Praxis sollte man sich für eine Sache, ein System, entscheiden und dabei bleiben. Systeme mit verschiedenen Energiebahnen sollte man nicht vermischen. Lediglich wenn die Energiesysteme SEHR verschieden sind, kann man ausnahmsweise schon mal 2 Sachen mischen, die man dann aber mit erheblichem zeitlichen Abstand von einander praktizieren sollte.

Klar kann man eine tantrische Sadhana, Trekchöd und Traumyoga nebeneinander machen. Aber dabei sollte man im Nyingma- oder Bön-System bleiben. Und auch wenn Essenz-Mahamudra und Dzogchen zur immer-gleichen Erleuchtung führen, sollte man sich auf dem Weg besser für das Eine oder das Andere entscheiden, bis man verinnerlicht hat, wie die Dinge zusammenhängen.
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Re: Silben beim Einschlafen

Beitragvon Turmalin » 6. November 2014 20:08

o.k. ich halte mich einfach an Namkay Norbu Rinpoche, Nyingma. Tobias hat ein kleines Buch, über Traumyoga von ihm. Da steht das drin.
Allerdings verstehe ich nicht, was du meinst mit verschiedenen Systemen. Da es ja von Padmasambhava kommt. Das dürfte doch keiner Schule wiedersprechen?
Aber was Tenzin Wangyal Rinpoche betrifft verstehe ich das.
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Re: Silben beim Einschlafen

Beitragvon voom » 6. November 2014 20:28

Guru Rinpoche ist der Begründer der Nyingma-Schule. Er wird nirgends derart innig als lebender Buddha verehrt, wie bei den Nyingmas. Wenn mehrere Schulen sich auf einen historischen Lehrer berufen, müsste man sich idealerweise anschauen, wo die entsprechende Technik dann weiterhin übertragen wurde und ob die Systeme kompatibel sind. Das ist leichter, wenn man sich an einem Lama orientiert. Wenn man Selbststudium von Originalquellen betreibt, muss man sehr viel mehr selbst auf die Dinge achten.

Es gibt natürlich Techniken, die universell sind oder wo es nicht so wichtig ist, wenn man mal die einen und mal die anderen Zuordnungen verwendet. Man darf sich davon nur nicht verwirren lassen. Wer noch gewohnheitsmäßig sehr an der äußeren Realität anhaftet, hat die Neigung, Zuordnungen als implizite Eigenschaften von Objekten zu betrachten. Mit der Zeit weicht diese starre Sicht auf die Realität auf, gerade auch durch solche Techniken wie Traumyoga. Man begreift immer mehr, was "Leerheit" bedeutet: alle Eigenschaften von Objekten sind ultimativ Zuschreibungen, erst recht wenn es um Symbolik geht.

Aber zurück zu Dir und Deinem Text: wenn es ein alter Originaltext ist mit einer Beschreibung der Technik, ist die Wahrscheinlichkeit sehr hoch, dass die Beschreibung unvollständig ist. Dann hat man mehrere Möglichkeiten: man kann versuchen, sich selbst zu ermächtigen, indem man den Lehrer - in diesem Fall Guru Rinpoche - um die entsprechenden Informationen bittet. Diese können dann heute auf verschiedenen Wegen zu einem kommen, durch Visionen, Träume - oder auch durch einen Zufallsfund im Internet. Oder man findet einen lebenden Lama, der einem zu dieser oder eine vergleichbaren Technik eine Einweihung und Erklärungen gibt.
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Re: Silben beim Einschlafen

Beitragvon Turmalin » 6. November 2014 21:39

voom hat geschrieben:
Es gibt natürlich Techniken, die universell sind oder wo es nicht so wichtig ist, wenn man mal die einen und mal die anderen Zuordnungen verwendet. Man darf sich davon nur nicht verwirren lassen. Wer noch gewohnheitsmäßig sehr an der äußeren Realität anhaftet, hat die Neigung, Zuordnungen als implizite Eigenschaften von Objekten zu betrachten. Mit der Zeit weicht diese starre Sicht auf die Realität auf, gerade auch durch solche Techniken wie Traumyoga. Man begreift immer mehr, was "Leerheit" bedeutet: alle Eigenschaften von Objekten sind ultimativ Zuschreibungen, erst recht wenn es um Symbolik geht.

eben daher ist es bei mir so, dass es relativ egal ist, was ich visualisiere um mich in DEN Zustand zu versetzen. Hab aber immer wieder Zweifel an meinem krassen Weg. Ich denke eben oft, ich brauche gar nichts. In DEN Zustand versetzen, mehr nicht. Vielleicht noch etwas tantrische Visualisierungen, aber ob das nun so wichtig ist, welche ich mache, weiß ich noch nicht.
Das Dzogchen A ist gut.
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Re: Silben beim Einschlafen

Beitragvon raterZ » 16. Januar 2015 11:56

das dzogchen A in weiß strahlend im herzen, anstatt wie bei den bönpos im hals, visualisieren beim einschlafen ist auch gut - führt zu angenehmen träumen und einem heiteren erwachen. hatte diese nacht einen lachflash im traum - ich gehe davon aus, dass es mit der praxis zusammen hängt, die ich bisher unregelmäßig mache.
werd ich aber mal weiter führen. was gibt es besseres als gut in den tag zu starten durch angenehme träume? ;)
- meine Aussagen bezüglich des Vajrayanas beziehen sich größtenteils auf eigene Erfahrung -
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