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Sind Foren ein "Auslaufmodell"?

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Sind Foren ein "Auslaufmodell"?

Beitragvon Ayu » 6. Juni 2014 09:30

Ich hab zur Zeit das Gefühl, dass "Forum" im Allgemeinen ein Auslaufmodell ist. Diese Tendenz zu unnötigen (aus Missverständnis hervorkommenden) Streitigkeiten sehe ich weltweit, in großen und kleinen Foren. Und auch Facebook scheint mir bald überholt.
Mal gucken, wie es sich weiterentwickelt.

Jedenfalls: Daumen hoch für dieses zwar kleine aber überaus feine Forum. :thumbup:
:dankeschoen:

Mögen alle Wesen die Ursachen des Glücks realisieren.
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Re: Sind Foren ein "Auslaufmodell"?

Beitragvon voom » 6. Juni 2014 15:59

Ich glaube es gibt generell diesen Bedarf zu Streitigkeiten im Netz, nur das Medium ändert sich hin und wieder. Als ich mit "Online" angefangen habe, waren noch Mailboxen der Normalfall, die man mit einem Modem über die Telefonleitung direkt in regelmäßigen Abständen angerufen hat, um Daten auszutauschen. Das waren vor allem E-Mails und die sog. "Schwarzen Bretter" aus dem Usenet, Z-Netz, Fido usw. Im Grunde waren das Diskussionsplattformen zu den verschiedensten Themen, das Usenet gibt es heute noch. Das Diskussionsverhalten in den Brettern damals war nicht anders, als heute in den Foren. Trolle waren allgegenwärtig usw. Vielleicht liegt die Zukunft in virtuellen Begegnungsstätten, in denen man sich mit einem Avatar einloggt wie in Second Life oder den Multiplayer-Spielen. Die alte Technik wird aber sicher ihren Platz behalten - und die Menschen nehmen sich selbst und ihre Diskussions(un)kultur mit rüber in das neue Medium... :)
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Re: Sind Foren ein "Auslaufmodell"?

Beitragvon Turmalin » 6. Juni 2014 20:28

ich glaube nicht, dass Foren oder Facebook ein Auslaufmodell ist. Die Streitigkeiten sind da, weil die Menschen nicht netter sind. So im Durchschnitt.
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Re: Sind Foren ein "Auslaufmodell"?

Beitragvon asoka » 2. Dezember 2014 21:41

Ich gebe ihr Recht!
Im Grunde sind Foren nur noch Spielwiesen für diverse Egotrips.

Man eignet sich Wissen an und steigt in den Ring.
Dann geht es weiter, wieviel Einweihungen hast du ... Meine Zufluch, meine Yidam Sammlung und und...

Um was geht es überhaupt tatsächlich noch.

Der Buddhismus der so super toll ist und es einfach cool ist buddhist zu sein erleidet die selben Züge wie die Religionen von denen sie sich entfernt haben.

Und warum?

Weil es im Grunde zeigt man hat garnichts dazu gelernt.

Ich meine man müsste umdenken und achsamkeit bei sich selbst üben bevor man reagiert den dann würden die Super Buddhisten keine Plattform haben sich zu entfalten.

Gleichmut wer da der Schlüssel wie ich finde.

Also denke kleine Netzwerke die garnicht soviel Werbung machen sind der fruchtbarere Boden.

Daher freue ich mich schon wenn die ersten Alternativen zu Foren kommen.

Gruss asoka
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Re: Sind Foren ein "Auslaufmodell"?

Beitragvon voom » 2. Dezember 2014 22:17

Ich empfinde dieses Forum nicht so, wie Du es beschreibst. Und was sollte die bessere technische Lösung für ein Forum sein? Letztlich hängt es doch nicht von der Software ab, sondern von den teilnehmenden Menschen. Foren wurden schon oft totgesagt und leben sicher noch viel länger, als man denkt. Es gibt ja Alternativen, ich habe aber nicht sehen können, dass es da besser läuft. Communities oder Gruppen wie in G+ oder fb? Twitter? Da läuft es auch nicht besser, dafür ist eine Diskussion unübersichtlicher und blos anders formatiert, dargestellt. Die Diskussionen und Egos sind die gleichen.

Ich würde gerne daran arbeiten, hier ein Forum zu haben und zu erhalten, in dem ein respektvoller Umgang mit einander verpflichtend ist, nicht aber eine Sichtweise oder Meinung erzwungen wird. Das scheint mir in allen sozialen Systemen die Idealform des Umgangs. Alles natürlich auf der Grundlage des Bodens auf dem man steht - in Fall eines Forums z.B. ist dieses natürlich kein rechtsfreier Raum.

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Re: Sind Foren ein "Auslaufmodell"?

Beitragvon asoka » 2. Dezember 2014 22:24

Es geht nicht in meiner Aussage um "Das" Forum sondern Foren allgemein.

Denke da eher an Technik die es noch garnicht offensichtlich gibt.

Sondern vielleicht in Geistigerform bei irgend jemanden in der Welt aber noch nicht verwirklicht.
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Re: Sind Foren ein "Auslaufmodell"?

Beitragvon voom » 2. Dezember 2014 22:57

Das finde ich spannend - was schwebt Dir vor - in welche Richtung geht das? Ich bin ja u.a. Entwickler für Web-Plattformen (nicht Programmierer, das ist was anderes...) und kenne eine Menge Sachen, auch unbekanntere. Aber eine wirklich revolutionäre Idee, die etwas daran ändern würde, wie Menschen mit einander umgehen, die ist mir bisher nicht mal ansatzweise gekommen. Ich habe im Studium schon in Bezug auf die Entwicklung von Internet und virtueller Realität geforscht und bin zu dem Schluss gekommen, dass die Idee, dass man im virtuellen Raum irgend wie neu anfangen kann, nicht funktioniert, weil wir uns immer selbst mitnehmen. Irgendwie ist das Universum ja eh schon sowas wie eine virtuelle Realität, warum sollte eine solche, wenn sie auf Technik basiert, anders gelebt werden?
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Re: Sind Foren ein "Auslaufmodell"?

Beitragvon asoka » 2. Dezember 2014 23:23

Wir sind das Problem.
Nicht die Technik.

Wieviel %was wir schreiben Praktizieren wir tatsächlich?
Wer ist autentisch?

Wir leben im alltag nur eine Rolle so auch im Internet.
Obwohl man im Grunde gerade hier autentischer sein könnten.

Die Mittel werden somit immer und immer wieder falsch angewendet.

Wenn die Masken fallen brauchen wir weder das eine noch das andere.

Man geht in die Welt und tut was auch immer gemacht werden sollte um das leben auch mit leben zu füllen.

So ist das ein zirkus.

Zum thema technik, es müsste den menschen mehr in den mittelpunkt bringen und weniger die möglichkeit eine rolle einzunehmen.

Würde man das würden konflikte nicht in einem solchen umfang geschehen den jeder müsste dabei sich im spiegel betrachten.

Hoffe kommt verständlich rüber was ich meine ?!
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Re: Sind Foren ein "Auslaufmodell"?

Beitragvon voom » 2. Dezember 2014 23:30

Ok, dem kommen Communities mit Realnamen-Zwang ein bischen näher. Ich glaube aber nicht, dass das hilft. Auch da und ja sogar draussen im Leben schlagen sich die Leute auch die Köppe ein.

Ich persönlich schätze die Möglichkeit, meine Identität etwas zu verbergen und Rollen einzunehmen. Gerade das ermöglicht es mir, authentisch zu sein, so paradox das klingen mag. Für mich ist die Real-Life-Identität ebenso eine Rolle, wenn nicht sogar mehrere Rollen, je nach Umfeld.

Mir ist aber schon klar, dass für andere das Bedürfnis nach einer gewissen Anonymität andere Hintergründe hat und das Netz-Verhalten negativ beeinflusst.
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Re: Sind Foren ein "Auslaufmodell"?

Beitragvon asoka » 2. Dezember 2014 23:54

Wir sind uns garnicht so fern von der sicht.
Du bist nur mehr mystiker als ich.

Aber sonst sind deine sichtweisen mit meinen von der essenz schon stimmig.
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Re: Sind Foren ein "Auslaufmodell"?

Beitragvon raterZ » 3. Dezember 2014 18:07

buddhaland.de ist ein auslaufmodell :giggle:
- meine Aussagen bezüglich des Vajrayanas beziehen sich größtenteils auf eigene Erfahrung -
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Re: Sind Foren ein "Auslaufmodell"?

Beitragvon asoka » 3. Dezember 2014 18:41

Man sollte aber dieses Forum nicht für irgendwelche Hetzkampagne verwenden wie ich finde.

Gruss asoka
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Re: Sind Foren ein "Auslaufmodell"?

Beitragvon voom » 3. Dezember 2014 19:09

asoka hat geschrieben:Man sollte aber dieses Forum nicht für irgendwelche Hetzkampagne verwenden wie ich finde.

Sehe ich auch so, bis jetzt kann ich das noch als spontanes Bedürfnis nehmen, den Gefühlen Ausdruck zu verleihen. Aber bei Fortsetzung würde ich das auch moderieren...
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Re: Sind Foren ein "Auslaufmodell"?

Beitragvon raterZ » 3. Dezember 2014 19:57

keine sorge, das war nur ein witz, der gut hier hinein gepasst hat. lachen ist angesagt :lol:
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