Andere buddhistische Foren in Deutschland,
in denen wir aktiv sind:
Tibet. Zentrum Hamburg forum.tibet.de
Buddhaland - Ein Portal für Buddhismus

Spendenaufruf für das neue Tibethaus

Buddhistische Seminare, Veranstaltungen, Meditationskurse usw.

Spendenaufruf für das neue Tibethaus

Beitragvon Sherab Yönten » 9. Dezember 2015 18:24

„Das tibetische Kulturerbe ist für alle da.“

(S.H. der Dalai Lama)

“Ein Haus zur Bewahrung und Förderung der tibetischen Kultur”:

Wir haben es endlich gefunden; jetzt ist Ihre Unterstützung wichtig!

Liebe Mitglieder,

wir haben jetzt - kurz vor Weihnachten – offiziell ein Haus in der besten Lage Frankfurts zu einem fairen Preis zum Kauf angeboten bekommen. Das Gebäude ist baulich gut in Schuss, eine ehemalige Professorenvilla der Universität. Sie liegt im Westend in unmittelbarer Nähe des Senckenberg Museums, der Frankfurter Messe und am Rande des geplanten Kultur-Campus.

Das Haus ist perfekt geeignet für die Schaffung des ersten umfassenden tibetischen Kulturinstituts in Europa, das sowohl die traditionelle als auch moderne Kunst, Philosophie und Literatur Tibets präsentiert, das “Forum Buddhismus im Dialog“, die Arbeitsgruppe „Wirtschaftsethik“ und vieles mehr. Darüber hinaus wird es eine Heimat für Tibeter und alle Menschen mit „Feuer im Herzen“ sein, welche die Botschaft des Schirmherren S. H. Dalai Lama, umsetzen wollen.

Die Gesamtkosten des Objekts belaufen sich auf 2,4 Millionen €. In kurzer Zeit konnten bereits Spenden und Bürgschaften im sechsstelligen Bereich akquiriert werden.

Um das von der Bank für die Finanzierung geforderte Eigenkapital darstellen zu können, benötigen wir kurzfristig Spenden in Höhe von bis zu 500.000 Euro.

Jeder Spender - ab einer Größenordnung von 1.000€ - wird im neuen Tibethaus auf einer großen Wandtafel mit Namen eingetragen werden.

Zur Eröffnung und Einweihung des neuen Tibethauses, zu welcher alle Spender herzlich willkommen sind, wurde bereits eine Einladung an den Dalai Lama ausgesprochen. Seine Anwesenheit an diesem Tag wäre das größte Dankeschön für alle, die sich einsetzen und für seine Version auch unterstützen.

Weitere Möglichkeiten: Darlehen mit niedrigem Zinssatz, oder Finanzierung z.B. mit Hilfe einer Leih- und Schenkgemeinschaft (die von manchen Banken für gemeinnützige Banken zur Verfügung gestellt wird)
•Abschluss eines Kreditvertrages zur Vorfinanzierung von Spenden
•Kreditbetrag mind. 500€; max. 3.000€ pro Mitglied der Leih- und Schenkgemeinschaft (z. B. GLS Bank )
•gleicher Beginn und gleiche Laufzeit (max. 5 Jahre) der einzelnen Verträge
•Beispielsrechnung: Bei einer monatlichen Rate von 50€ und einer Laufzeit von 5 Jahren unterstützt ein Mitglied das Tibethaus jeweils mit insgesamt 3.000€.

Bei dem 10 Jahresjubiläum haben wir diese Möglichkeit angekündigt und sehr gute Resonanz von unseren Mitgliedern erhalten. Mit dem Gemeinschaftsgeist “Gemeinsam schaffen wir es!” und genau nach 10 Jahren werden wir eine neue Bleibe bekommen.

Unser spiritueller Leiter und Gründer des Tibethauses S. E. Dagyab Rinpoche hat folgende Stellungnahme am Sonntag bezogen:

“Und wir haben gestern schon überlegt, dass es verschiedene Möglichkeiten gibt, das Haus zu erwerben. Puntsok hat mehrere Optionen vorgestellt. Und es könnte auch so sein: wir sind hier heute 80-90 Personen im Raum, und jeder von uns kennt wieder zwei, drei Personen in seinem Bekanntenkreis, darunter sind vielleicht potentielle Geldgeber. Entweder könnt ihr solche Leute kontaktieren oder uns ihre Adresse geben.

Da gibt es viele Möglichkeiten, man muss nicht so engstirnig oder nervös sein, denke ich mir. Ihr könntet eure Ohren aufsperren und die Antennen ausfahren und schauen, wer in eurem Bekanntenkreis uns evtl. unterstützen könnte, und Informationen verteilen.

Letztendlich ist dieses neue Tibet-Haus nicht nur für uns als Organisation gedacht, sondern für uns alle als Menschen. Wir wollen für uns und für andere Nutzen bringen. Deshalb sollen wir alle, jeder von uns, Verantwortung für das Gelingen übernehmen”

Wir halten euch auf dem Laufenden

Jede Spende von 50 bis 5000 Euro und mehr sind herzlich willkommen.

Wir bitten um Eure Spenden!

Spendenkonto*: Frankfurter Volksbank

BLZ: 501 900 00, Kontonummer: 7800 0166 60

BIC: FFVBDEFF

IBAN: DE24 5019 0000 7800 0166 60

Für weitere Informationen schreibt bitte eine E-Mail an unser Büro: info@tibethaus.com oder kontaktiert

Puntsok Tsering: tsering@tibethaus.com, Mobile 0171-9432805.

Gemeinsam schaffen wir es!

Herzliche Grüße

Elke Hessel und Puntsok Tsering

-----------------------------------------------


Puntsok Tsering


འདུས་བྱུང་ཕུན་ཚོགས་ཚེ་རིང་།


Geschäftsführender Vorstand


Managing Director





Tibethaus Deutschland e.V.


Kaufunger Str. 4


60486 Frankfurt l Germany


Fon +49(0)69.71913595


Fax +49(0)69.71913596


Mob. +49(0)171 9432 805





web: www.tibethaus.com


web: www.gebengestaltet.de


eMail: tsering@tibethaus.com





Schirmherrschaft S.H. des XIV. Dalai Lama


Spirituelle Leitung S.E. Dagyab Kyabgön Rinpoche
"Im Buddhismus gibt es keinen Punkt. Im Buddhismus gibt es immer ein weil."

(Dagyab Rinpoche)
Benutzeravatar
Sherab Yönten
Themenstarter
Schreibt sehr viel
Schreibt sehr viel
Beiträge: 2178
 
Buddh. Richtung: Vajrayana

Re: Spendenaufruf für das neue Tibethaus

Beitragvon Sherab Yönten » 9. Dezember 2015 18:25

Wenn es gewünscht wird kann ich noch Fotos vom neuen Tibethaus einstellen.
"Im Buddhismus gibt es keinen Punkt. Im Buddhismus gibt es immer ein weil."

(Dagyab Rinpoche)
Benutzeravatar
Sherab Yönten
Themenstarter
Schreibt sehr viel
Schreibt sehr viel
Beiträge: 2178
 
Buddh. Richtung: Vajrayana

Re: Spendenaufruf für das neue Tibethaus

Beitragvon voom » 9. Dezember 2015 18:56

Ja, mach mal, warum nicht :)
"Die tägliche Praxis des Dzogchen ist einfach das tägliche Leben selbst.
Wir sind aus uns selbst heraus erleuchtet und es fehlt uns nichts."

(Dilgo Khyentse Rinpoche)
Benutzeravatar
voom
Schreibt sehr viel
Schreibt sehr viel
Beiträge: 4881
 
Buddh. Richtung: Vajrayana
Mystiker

Re: Spendenaufruf für das neue Tibethaus

Beitragvon Sherab Yönten » 9. Dezember 2015 19:06

Anbei ein Foto vom neuen Tibethaus:
Dateianhänge
Neues Tibethaus.png
Neues Tibethaus
Neues Tibethaus.png (151.81 KiB) 3601-mal betrachtet
"Im Buddhismus gibt es keinen Punkt. Im Buddhismus gibt es immer ein weil."

(Dagyab Rinpoche)
Benutzeravatar
Sherab Yönten
Themenstarter
Schreibt sehr viel
Schreibt sehr viel
Beiträge: 2178
 
Buddh. Richtung: Vajrayana

Re: Spendenaufruf für das neue Tibethaus

Beitragvon Sister Kinky » 10. Dezember 2015 18:56

Sherab Yönten hat geschrieben:
Jeder Spender - ab einer Größenordnung von 1.000€ - wird im neuen Tibethaus auf einer großen Wandtafel mit Namen eingetragen werden.




Konsequenterweise sollten die Namen in ein Mandala geschrieben und dann gleich nach der Einweihungsfeier zerstört werden. ;)
Hätte ich die Kohle, würde ich, edel wie ich bin, auf Nennung meines Namens verzichten. :angel:


Ein riesengroßes Foto von mir, gut sichtbar in der Eingangshalle, würde mir völlig reichen. :frech:

Aber im Ernst: Ist die Aussicht, in kurzer Zeit 500.000 Euro für das Tibethaus an Spenden aufzutreiben, realistisch? Gibt es wirklich so viele gute, finanzkräftige Gönner für diese Angelegenheit?
Alle Religionen und alle Heiligen Schriften bergen ein Gewaltpotenzial. Deshalb brauchen wir eine säkulare Ethik jenseits aller Religionen.
(Dalai Lama)
Sister Kinky
Sehr aktiv
Sehr aktiv
Beiträge: 265
 
Buddh. Richtung: Nix is fix, aber wenn, dann Zen
Gender: Weiblich
Wohnort: Bayern

Re: Spendenaufruf für das neue Tibethaus

Beitragvon voom » 10. Dezember 2015 19:48

Ich denke das kann klappen... Gerade wenn der Dalai Lama involviert ist.
"Die tägliche Praxis des Dzogchen ist einfach das tägliche Leben selbst.
Wir sind aus uns selbst heraus erleuchtet und es fehlt uns nichts."

(Dilgo Khyentse Rinpoche)
Benutzeravatar
voom
Schreibt sehr viel
Schreibt sehr viel
Beiträge: 4881
 
Buddh. Richtung: Vajrayana
Mystiker

Re: Spendenaufruf für das neue Tibethaus

Beitragvon Sherab Yönten » 10. Dezember 2015 19:55

Hi Sister ;)

Sister Kinky hat geschrieben:Ist die Aussicht, in kurzer Zeit 500.000 Euro für das Tibethaus an Spenden aufzutreiben, realistisch? Gibt es wirklich so viele gute, finanzkräftige Gönner für diese Angelegenheit?


Das Problem ist wohl wirklich, dass es kurzfristig beschafft werden muss. Ich habe überlegt ob ich meinen Bruder kontaktieren sollte. Der interessiert sich zwar nicht für Buddhismus hat aber Geld und Kontakte. Was meint Ihr ?

Ich denke, Kleinvieh macht auch Mist, daher werde ich im Rahmen meiner Möglichkeiten das Projekt unterstützen und weiterhin Tara Mantras rezitieren.

Eine weitere Antwort auf Deine Frage kommt von Dagyab Rinpoche:

Da gibt es viele Möglichkeiten, man muss nicht so engstirnig oder nervös sein, denke ich mir. Ihr könntet eure Ohren aufsperren und die Antennen ausfahren und schauen, wer in eurem Bekanntenkreis uns evtl. unterstützen könnte, und Informationen verteilen.
"Im Buddhismus gibt es keinen Punkt. Im Buddhismus gibt es immer ein weil."

(Dagyab Rinpoche)
Benutzeravatar
Sherab Yönten
Themenstarter
Schreibt sehr viel
Schreibt sehr viel
Beiträge: 2178
 
Buddh. Richtung: Vajrayana

Re: Spendenaufruf für das neue Tibethaus

Beitragvon Sherab Yönten » 10. Dezember 2015 19:56

voom hat geschrieben:Ich denke das kann klappen... Gerade wenn der Dalai Lama involviert ist.


Das wäre schon toll wenn er zur Eröffnung persönlich kommen würde. :perfect:
"Im Buddhismus gibt es keinen Punkt. Im Buddhismus gibt es immer ein weil."

(Dagyab Rinpoche)
Benutzeravatar
Sherab Yönten
Themenstarter
Schreibt sehr viel
Schreibt sehr viel
Beiträge: 2178
 
Buddh. Richtung: Vajrayana

Re: Spendenaufruf für das neue Tibethaus

Beitragvon Ayu » 11. Dezember 2015 18:05

In Frankfurt sitzt doch das Geld. Das muss doch was werden. :thumbup: Ich drück die Daumen. :knot:

Mögen alle Wesen die Ursachen des Glücks realisieren.
Benutzeravatar
Ayu
Schreibt viel
Schreibt viel
Beiträge: 1022
 

Re: Spendenaufruf für das neue Tibethaus

Beitragvon Sherab Yönten » 30. Dezember 2015 18:23

Bitte weiter die Daumen drücken:

"Ein Haus für das Kulturerbe Tibets": Wir haben es endlich gefunden!
Ein Zwischenbericht zur Jahreswende!

Liebe Freunde, liebe Unterstützer, liebe Interessierte,

wie wir in den letzten Newslettern angekündigt haben, haben wir kurz vor Weihnachten offiziell ein Haus in bester Lage Frankfurts zu einem fairen Preis zum Kauf angeboten bekommen. Es ist perfekt geeignet für die Schaffung des ersten umfassenden tibetischen Kulturinstituts, in dem Sie alle herzlich willkommen sein werden!

In den letzten Wochen haben wir zur finanziellen Unterstützung dieses großartigen Objektes aufgerufen.Die Spendenbereitschaft ist bisher grandios gewesen. Auch die Tibeter in ganz Deutschland haben für das Haus gesammelt, da sie sich so sehr freuen, ein Stück Heimat zu erhalten.

Bis zum 29. Dezember haben wir von der Gemeinschaft der Tibethaus-Freunde an die 170.000 Euro an Spenden überwiesen bekommen.

Dafür möchten wir unseren großen Dank aussprechen!
"Im Buddhismus gibt es keinen Punkt. Im Buddhismus gibt es immer ein weil."

(Dagyab Rinpoche)
Benutzeravatar
Sherab Yönten
Themenstarter
Schreibt sehr viel
Schreibt sehr viel
Beiträge: 2178
 
Buddh. Richtung: Vajrayana

Re: Spendenaufruf für das neue Tibethaus

Beitragvon asoka » 30. Dezember 2015 19:14

Habe daa ganze Thema auch mitverfolgt in einem anderen Forum und finde die Kritiken nachvollziebar.
Daher sehe ich das auch eher kritisch den lehrete Buddha nicht eher Bescheidenheit?!
asoka
Inaktiv
Inaktiv
Beiträge: 1746
 
Buddh. Richtung: Vajrayana
Gender: Männlich

Re: Spendenaufruf für das neue Tibethaus

Beitragvon voom » 30. Dezember 2015 19:45

Ich finde die Kritik wenig nachvollziehbar, weil man nicht die Bedingungen zu Buddhas Zeiten auf unsere Gesellschaft heute übertragen kann. Ausserdem ist damit ein kulturelles Projekt verbunden.

Wenn man dem Buddhismus heute lebendig begegnen können will, braucht es Strukturen. Und diese Strukturen müssen den Erwartungen der Gesellschaft ein Stück weit entgegen kommen, erstmal. Man merkt auch, dass ein buddhistisches Zentrum in München anders aussieht, als in Berlin oder in einer Universitätsstadt.

Welche Bescheidenheit man an den Tag legt, kann man individuell als Praktizierender überlegen. Wenn jemand viel Zeit und Energie in Reichtum steckt, und so nicht zum Praktizieren kommt, ist das nicht Sinn der Sache - so interpretiere ich ganz pragmatisch die buddhistische Bescheidenheit. Die meisten buddhistischen Lehrer leben auch durchaus bescheiden, was das Persönliche angeht. Sogar dann, wenn ihre Zentren teilweise nicht bescheiden aussehen. In dem Sinne würde ich das unterscheiden.

Damit spreche ich jetzt nicht für oder gegen das Projekt in Frankfurt im Einzelnen, es gibt ja auch immer viele Kriterien nach denen man etwas kritisieren oder gutheissen kann.
"Die tägliche Praxis des Dzogchen ist einfach das tägliche Leben selbst.
Wir sind aus uns selbst heraus erleuchtet und es fehlt uns nichts."

(Dilgo Khyentse Rinpoche)
Benutzeravatar
voom
Schreibt sehr viel
Schreibt sehr viel
Beiträge: 4881
 
Buddh. Richtung: Vajrayana
Mystiker

Re: Spendenaufruf für das neue Tibethaus

Beitragvon asoka » 30. Dezember 2015 19:51

Das stimmt so nicht wenn man andere Zentren in München vergleicht ist da wohl der Diamantweg eine Ausnahme.

Daher trifft dein vergleich mit München auf den Diamantweg zu und kann nicht pauschal als Argument dienen.
asoka
Inaktiv
Inaktiv
Beiträge: 1746
 
Buddh. Richtung: Vajrayana
Gender: Männlich

Re: Spendenaufruf für das neue Tibethaus

Beitragvon voom » 31. Dezember 2015 13:51

Das mag in München so sein, aber in anderen Städten kann man das auch bei anderen Linien beobachten. Somit entkräftet Deine Beobachtung meine Kritik an der Kritik nicht ;) Ohnehin geht meine Aussage ja noch deutlich darüber hinaus: generell braucht es Strukturen, um innerhalb einer neuen Gesellschaft mit den Menschen in Kontakt zu kommen. Eine Gemeinschaft von zugezogenen Praktizierenden die genau so wie in ihrer Heimat auftreten ziehen niemals so viele Interessenten aus der neuen Heimat an, wie eine Linie die sich im jeweiligen Land den Gegebenheiten anpasst. Das hat ja auch den Erfolg des Buddhismus in Tibet ausgemacht, dass eben der tibetische Buddhismus entstanden ist der wesentlich besser in die Gesellschaft passte, als wenn man alles importiert hätte was in Nordindien vorher funktioniert hat. Gleichzeitig musste natürlich auch sich die tibetische Tradition an den Buddhismus anpassen. Was neu entsteht ist immer eine Mischung wenn es weitreichenden Erfolg haben will und nicht eine kulturelle Nische bleiben soll.
"Die tägliche Praxis des Dzogchen ist einfach das tägliche Leben selbst.
Wir sind aus uns selbst heraus erleuchtet und es fehlt uns nichts."

(Dilgo Khyentse Rinpoche)
Benutzeravatar
voom
Schreibt sehr viel
Schreibt sehr viel
Beiträge: 4881
 
Buddh. Richtung: Vajrayana
Mystiker

Re: Spendenaufruf für das neue Tibethaus

Beitragvon asoka » 31. Dezember 2015 14:20

Meine Aussage bezieht sich auf München da du bezug auf München genommen hast ganz klar.

Deine weitere Ausführung solltest du mit Beispielen mal benenen von welchen Zentren ausserhalb des Diamantweg du überhaupt sprichst.

Gruss asoka
asoka
Inaktiv
Inaktiv
Beiträge: 1746
 
Buddh. Richtung: Vajrayana
Gender: Männlich

Re: Spendenaufruf für das neue Tibethaus

Beitragvon Sherab Yönten » 31. Dezember 2015 14:36

Bei diesem Thread geht es um einen Spendenaufruf für das neue Tibethaus, das nicht nur Dharmazentrum sein soll, sondern eine kulturelle Einrichtung. Alles andere ist O.T. Ich fand es sehr interessant, dass wohl viele in Deutschland lebende Tibeter dieses Projekt finanziell unterstützt haben, da sie darin ein Stück ihrer Heimat wiederfinden würden.
"Im Buddhismus gibt es keinen Punkt. Im Buddhismus gibt es immer ein weil."

(Dagyab Rinpoche)
Benutzeravatar
Sherab Yönten
Themenstarter
Schreibt sehr viel
Schreibt sehr viel
Beiträge: 2178
 
Buddh. Richtung: Vajrayana

Re: Spendenaufruf für das neue Tibethaus

Beitragvon voom » 31. Dezember 2015 14:42

Die Liste wäre extrem lang, das macht wenig Sinn weil das einfach für jeden leicht zu beobachten ist... Mir geht es ja auch nicht nur um das Beispiel eines Zentrums, das wegen des Reichtums einer Stadt etwas nobler ausgestattet ist. Es geht mir grundlegend um die Anpassungsleistung, die besonders der Mahayana-Buddhismus in allen Ländern, in denen er heimisch wird, vollzieht und die sich natürlich auch in der Art wiederfindet, wie Zentren oder Tempel aussehen und eingerichtet sind. Das als Gegenargument zu der Aussage, dass der Buddha Bescheidenheit gelehrt habe und es daher "unbuddhistisch" wäre, Zentren oder Tempel einzurichten, deren Bau, Anschaffung oder Unterhaltung nun mal viel Geld kosten. Es wäre schön, wenn Du in der Argumentation zu dieser Kernaussage zurückkehren würdest, statt Dich in Nebenschauplätzen zu verlieren und vermeintliche Fehler in den Beispielen "aufzudecken" obwohl das die Aussage um die es eigentlich ging gar nicht mehr berührt. Wenn ich ein schlechtes oder irreführendes Beispiel gebracht habe, nehme ich das gern zurück, ich habe aber keine Lust (und sehe keine Notwendigkeit darin) ein solches vllt. schlechtes Beispiel stundenlang verteidigen zu müssen und dabei das Wesentliche aus den Augen zu verlieren. ;)

Bei diesem Thread geht es um einen Spendenaufruf für das neue Tibethaus, das nicht nur Dharmazentrum sein soll, sondern eine kulturelle Einrichtung. Alles andere ist O.T. Ich fand es sehr interessant, dass wohl viele in Deutschland lebende Tibeter dieses Projekt finanziell unterstützt haben, da sie darin ein Stück ihrer Heimat wiederfinden würden.

Das ist eben ein ganz wesentlicher Punkt: es geht auch um ein Kulturzentrum. Buddhismus gehört natürlich untrennbar zur tibetischen Kultur, aber man kann schlecht mit ur-buddhistischer Bescheidenheit begründen, warum man keine Spenden für ein tibetisches Kulturzentrum aufbringen sollte um dieses in einem ansprechenden Rahmen präsentieren zu können. Immerhin ist die tibetische Kultur in ihrer Heimat fast komplett zur Folklore degradiert worden.

"Bessere" oder "schlechtere" Verwendungszwecke liegen immer im Auge des Betrachters. Das kann man nicht wirklich gegeneinander aufwiegen.

(Ich kenne einen Westler, der blos aus Sammelleidenschaft unzählige antike Buddhastatuen besitzt. Gesamtwert liegt bei mehreren Millionen. Er ist nicht mal Buddhist, er findet die einfach schön. Kann man das bewerten? Hätte er die Millionen xyz spenden müssen? Weiss man, ob es nicht langfristig einen Nutzen hat, weil die Sammlung vielleicht doch nochmal für die Öffentlichkeit zur Verfügung stehen wird? Wo wären die vllt. ansonsten gelandet?)
"Die tägliche Praxis des Dzogchen ist einfach das tägliche Leben selbst.
Wir sind aus uns selbst heraus erleuchtet und es fehlt uns nichts."

(Dilgo Khyentse Rinpoche)
Benutzeravatar
voom
Schreibt sehr viel
Schreibt sehr viel
Beiträge: 4881
 
Buddh. Richtung: Vajrayana
Mystiker

Re: Spendenaufruf für das neue Tibethaus

Beitragvon asoka » 31. Dezember 2015 15:44

Schlechter Vergleich.

Und ich finde es durchaus angebracht das man so etwas kritisch betrachten sollte.
Kann nichts finden das Buddha jemals in irgend einer Form so etwas legitimiert hätte.

Der Punkt ist doch der um was geht es dabei?

Es erweckt den Eindruck als würde man vorweg den Buddhismus als Aushängeschild verwenden.
Um noch eine Schippe drauf zu setzen wird der Dalai Lama ins Spiel gebracht.

Entweder geht es um die Kutur oder eben um den Dharma.
Genauso wenig wie Politik nicht vermischt werden sollte mit dem Dharma sollte es auch mit der Kultur sein.

Spenden mag wer will steht jeden frei.

Das ist nur meine Beobachtung und einiger anderer und wieder andere sehen ganz anderst.

So ist das nunmal in Samsara. :dualitaet:
asoka
Inaktiv
Inaktiv
Beiträge: 1746
 
Buddh. Richtung: Vajrayana
Gender: Männlich

Re: Spendenaufruf für das neue Tibethaus

Beitragvon voom » 31. Dezember 2015 15:58

asoka hat geschrieben:Kann nichts finden das Buddha jemals in irgend einer Form so etwas legitimiert hätte.

Super Argument, wenn es mir gerade darum geht, dass es - zumal in diesem Zusammenhang - nicht relevant ist, was Buddha zu Lebzeiten legitimiert hätte.

Ganz besonders wenn gerade die besondere Kritikfähigkeit des Buddhismus daher kommt, dass der Buddha selbst dazu aufgerufen hat, nichts einfach zu übernehmen, blos weil er es gesagt hat.

Da beisst sich die Katze in den Schwanz: Deine weitreichende Möglichkeit, den Buddhismus "rebellisch" zu kritisieren kommt eben daher, dass Buddha keinen Fundamentalismus gefördert hat. Und jetzt begründest Du Deine Kritik damit, dass "Buddha sowas nicht legitimiert hätte"?! Buddhistischer Fundamentalismus ist eigentlich ein Widerspruch in sich. Was nicht heisst, dass es sowas nicht gäbe.

Entweder geht es um die Kutur oder eben um den Dharma.
Genauso wenig wie Politik nicht vermischt werden sollte mit dem Dharma sollte es auch mit der Kultur sein.

Nun haben wir es aber mit einer Kultur zu tun, die genau diese Trennung eben nicht vollzogen hat. Das ist ein zutiefst prägendes Element dieser Kultur. Das kann man so oder so finden, aber das ist ein Fakt. Man kann also die tibetische Kultur nicht bewahren, wenn man den Buddhismus heraustrennt. Das heisst ja noch lange nicht, dass wir den Buddhismus in Deutschland mit dem deutschen Staat oder der deutschen Politik vermischen müssen, das wäre dann wieder fundamentalistisch gedacht. Aber tibetische Geschichte und Buddhismus gehören untrennbar zusammen.
"Die tägliche Praxis des Dzogchen ist einfach das tägliche Leben selbst.
Wir sind aus uns selbst heraus erleuchtet und es fehlt uns nichts."

(Dilgo Khyentse Rinpoche)
Benutzeravatar
voom
Schreibt sehr viel
Schreibt sehr viel
Beiträge: 4881
 
Buddh. Richtung: Vajrayana
Mystiker

Re: Spendenaufruf für das neue Tibethaus

Beitragvon asoka » 31. Dezember 2015 16:05

So hast du deine Meinung und ich meine.

Sarva Mangalam
asoka
Inaktiv
Inaktiv
Beiträge: 1746
 
Buddh. Richtung: Vajrayana
Gender: Männlich

Re: Spendenaufruf für das neue Tibethaus

Beitragvon Sherab Yönten » 31. Dezember 2015 16:41

voom hat geschrieben:Mir geht es ja auch nicht nur um das Beispiel eines Zentrums, das wegen des Reichtums einer Stadt etwas nobler ausgestattet ist.


Redest Du davon, dass die reiche Stadt Frankfurt den Bau des neuen Tibethauses unterstützen würde ? Wenn dann, höchstens indirekt über Förderungen, die das Land Hessen gegenüber dem Kulturcampus aufbringt. Die Zeiten wo der Ministerpräsident des Landes (angeblich) eine besondere Beziehung zum Dalai Lama unterhält, sind jedoch vorbei. Die Finanzierungslücke muss ausschließlich durch private Sponsoren geschlossen werden - und das sind weder Banken noch Versicherungen noch andere großherzige Unternehmen.
"Im Buddhismus gibt es keinen Punkt. Im Buddhismus gibt es immer ein weil."

(Dagyab Rinpoche)
Benutzeravatar
Sherab Yönten
Themenstarter
Schreibt sehr viel
Schreibt sehr viel
Beiträge: 2178
 
Buddh. Richtung: Vajrayana

Re: Spendenaufruf für das neue Tibethaus

Beitragvon voom » 31. Dezember 2015 17:33

Nein, sowas meine / meinte ich gar nicht. Sondern einfach, dass sich oft auch die buddhistischen Zentren ihrem Umfeld im Erscheinungsbild anpassen. Das passiert dann aus mehreren Gründen, die auf einander aufbauen. Reichere grössere Städte haben ein grösseres Einzugsgebiet und einen höheren Anteil an Besuchern, die auch mehr Geld dafür zur Verfügung stellen können. Das wiederum kann sich auf die Besucher auswirken die sich davon angesprochen fühlen. Sowas hat auch schon zu Spaltungen gefühlt, weil sich teilweise Leute mit weniger Geld und bescheideneren Vorstellungen nicht mehr in einem "reichen" Zentrum wohlgefühlt haben. (Sowas wurde ja auch von "Axel" im Buddhaland-Thread geschildert als eigene Erfahrung...)
"Die tägliche Praxis des Dzogchen ist einfach das tägliche Leben selbst.
Wir sind aus uns selbst heraus erleuchtet und es fehlt uns nichts."

(Dilgo Khyentse Rinpoche)
Benutzeravatar
voom
Schreibt sehr viel
Schreibt sehr viel
Beiträge: 4881
 
Buddh. Richtung: Vajrayana
Mystiker

Re: Spendenaufruf für das neue Tibethaus

Beitragvon Buddhaghosa » 31. Dezember 2015 18:08

Hallo,

weil es ja um ein Kulturzentrum geht, ist es nicht ganz offtopic. Ich spreche direkt voom an, bin aber natürlich an der Meinung von allen interessiert. Mal sehen, ob ich voom richtig interpretiere:

kann man als Deutscher tibetischen Buddhismus nur praktizieren, wenn man auch die tibetische Kultur - voom scheint ja von einer Einheit zu sprechen - inkludiert?

In Anlehnung und Abwandlung an Lama Anagarika Govinda also: wir wollen daher unsere Mitglieder zu kleinen Indern, Tibetern, Japanern oder Chinesen machen (http://www.payer.de/einzel/buddhwest.htm). Das wird sicherlich nicht gelingen: go native ist hart. Daher schreibt voom, wie ich finde auch richtig: "Eine Gemeinschaft von zugezogenen Praktizierenden die genau so wie in ihrer Heimat auftreten ziehen niemals so viele Interessenten aus der neuen Heimat an, wie eine Linie die sich im jeweiligen Land den Gegebenheiten anpasst".

Wenn aber wie voom schreibt, die tibetische Kultur "genau diese Trennung [von Kultur/Politik und Dharma] eben nicht vollzogen hat", wie kann man dann tibetischen Buddhismus anbieten und gleichzeitig "eine Linie die sich im jeweiligen Land den Gegebenheiten anpasst"? Das bekomme ich bisher nicht zusammen. Wenn es einem um den buddhistischen Tantrismus an sich geht, dann müsste man doch den Sprung machen, bevor der Tantrismus nach Tibet kam und mit der einheimischen Kultur ein Amalgam bildete.

Da der Tantrismus, wenn ich Zotz ich richtig verstehe, von Grund auf ein offenes System ist, muss daraus folgernd nicht nur die Aufnahme von Etwas ins System leicht fallen, sondern auch wieder die Abgabe. Was könnte das jetzt für deutsche Vajrayana-Buddhisten bedeuten - gerade auch im Kontext eines solchen Kulturinstituts. Ich habe u.a. Sinologie studiert und daher grundlegend Interesse an der Kultur. Von daher würde ich so ein Kulturinstitut schätzen und ggf. unterstützen. Aber nicht als Buddhist. Das Gleiche gilt für mich in Bezug auf den birmanischen Theravada. Für mich gilt daher auch wie bei asoka: Schnaps ist Schnaps und Dienst ist Dienst - oder Kultur/Politik und Dharma ist buten un binnen. Beide Themenbereiche sind interessant, aber getrennt.

Kann man aber in Deutschland jetzt schon einem gelebten und gesellschaftlichen Buddhismus nachgehen, der nicht asiatisch-kulturell geprägt ist? Ist der Prozess des Erkennens, was kulturelle Zutat ist, des Abscheidens davon vom Kern und ggf. durch etwas einheimisch-kulturelles ersetzen schon soweit?

Grundsätzlich gefragt: hat tibetischer Buddhismus, chinesischer Buddhismus oder thailändischer Buddhismus überhaupt eine Zukunft in Deutschland oder ist es das notwendige, aber auch vorübergehende Floss?

Gruß
Florian
Alle anders, Alle gleich
Benutzeravatar
Buddhaghosa
Inaktiv
Inaktiv
Beiträge: 281
 
Buddh. Richtung: Klassischer Theravada
Wohnort: München

Re: Spendenaufruf für das neue Tibethaus

Beitragvon Sherab Yönten » 31. Dezember 2015 23:07

Buddhaghosa hat geschrieben:kann man als Deutscher tibetischen Buddhismus nur praktizieren, wenn man auch die tibetische Kultur - voom scheint ja von einer Einheit zu sprechen - inkludiert?


Das hängt ganz davon ab, wie "Kultur" definiert wird. Ich habe jetzt nicht bei Wikipedia nachgeschaut aber unter Kultur versteht der eine das und der andere jenes. Die Definition des Kulturbegriffes ist wiederum von vielen Faktoren abhängig. Als Tibeter dürfte eine Chenrezig Statue sicherlich eher eine religiöse Figur repräsentieren, während sie in den Händen eines Kunstsammlers ein Teil des "kulturellen" Erbes ist. Als deutscher Buddhist, der eine "Religion" praktiziert, die aus Tibet stammt, sitzt man häufig dazwischen. Es ist sowohl als auch: Ich bin mir der religiösen Bedeutung dieser Statue bewusst, aber ich kann sie auch als kulturelles Kunstobjekt wertschätzen, solange sie im Museum nicht verfälscht dargestellt wird, was manchmal leider der Fall ist.

Buddhaghosa hat geschrieben:Wenn aber wie voom schreibt, die tibetische Kultur "genau diese Trennung [von Kultur/Politik und Dharma] eben nicht vollzogen hat", wie kann man dann tibetischen Buddhismus anbieten und gleichzeitig "eine Linie die sich im jeweiligen Land den Gegebenheiten anpasst"?


Es kommt darauf an, die Essenz des tibetischen Buddhismus herauszufinden. Die "Message" - frei von politischen und "kulturellen Aspekten". Das ist manchmal gar nicht so einfach, dabei helfen aber die klassischen Lamrim Texte.

Buddhaghosa hat geschrieben:Wenn es einem um den buddhistischen Tantrismus an sich geht, dann müsste man doch den Sprung machen, bevor der Tantrismus nach Tibet kam und mit der einheimischen Kultur ein Amalgam bildete.


Warum einen Sprung ? Gab es denn in Tibet schon die Sutra Ebene (rein historisch) bevor der tantrische Buddhismus dort etabliert wurde ?

Buddhaghosa hat geschrieben:Kann man aber in Deutschland jetzt schon einem gelebten und gesellschaftlichen Buddhismus nachgehen, der nicht asiatisch-kulturell geprägt ist?


Dazu sagte meine Kursleiterin mal: Buddhismus ist nicht abhängig von der Geographie. Wenn es nur auf die Essenz ankommt, dann gibt es weder einen westlichen noch einen asiatischen Buddhismus, sondern nur Buddhismus.
"Im Buddhismus gibt es keinen Punkt. Im Buddhismus gibt es immer ein weil."

(Dagyab Rinpoche)
Benutzeravatar
Sherab Yönten
Themenstarter
Schreibt sehr viel
Schreibt sehr viel
Beiträge: 2178
 
Buddh. Richtung: Vajrayana

Re: Spendenaufruf für das neue Tibethaus

Beitragvon voom » 1. Januar 2016 18:19

Ich halte es für fast unmöglich tibetische Kultur ohne Buddhismus authentisch darzustellen. Tib B. ohne kulturelle Elemente geht absolut und ich bin Vertreter eines so weit wie irgend möglich in die eigene Kultur integrierten Buddhismus.
"Die tägliche Praxis des Dzogchen ist einfach das tägliche Leben selbst.
Wir sind aus uns selbst heraus erleuchtet und es fehlt uns nichts."

(Dilgo Khyentse Rinpoche)
Benutzeravatar
voom
Schreibt sehr viel
Schreibt sehr viel
Beiträge: 4881
 
Buddh. Richtung: Vajrayana
Mystiker

Nächste Seite

Zurück zu Buddhistische Termine und Veranstaltungen

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 0 Gäste

cron