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Umgang mit schwierigen Praktizierenden

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Re: Umgang mit schwierigen Praktizierenden

Beitragvon take care » 6. August 2014 04:49


Mir ist klar,dass ich mich auf Glatteis begeben,wenn ich von Angst spreche. Je nach Typus mag das Schutzinstinkt oder Verachtung generieren; andererseits bin ich ganz für ( spirituelle,emotionale ) Öffnung. Angst ist m.M. nach die Basis für alle resultierenden Emotionen und auch für die Suche des Geistes nach Befriedigung ( Befriedung ) durch "äußere Objekte". Ich glaube,dass der Mensch voller Angst ist, so wie Ringu Tulku sagt:
" Unsicherheit und Furcht und all unsere Ängste entstehen aus dem Gefühl, etwas schützen zu müssen,
etwas, das geschädigt oder verloren werden kann, das unerfüllt ist "


Liebe Grüße
Ipek


:namaste:

So versuche ich es auch zu halten.
Und alles, was dabei hilft die Angst freizulegen und ihr zu begegnen, was hilft, Impulse nicht mehr auszuagieren, ist mir willkommen.

Auch wenn das mal Spiegel und Projektionen sind :lol:
Aua Aua! :devil:
Liebste Grüße und take care ...
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Re: Umgang mit schwierigen Praktizierenden

Beitragvon voom » 6. August 2014 05:11

So, habe ein Geschlechter-Profilfeld eingerichtet. Man hat etliche Optionen, einfach mal reinschauen. Wenn es freigelassen wird, steht da nichts, Standard ist "Sag ich nicht". Weitere Optionen neben "weiblich" und "männlich": Beides, Alles, Einfach Ich, Neutral, Keines usw.

Es wird angezeigt, wenn man das gesamte Profil anschaut. Wer schon angemeldet ist, kann es nachträglich im Profil aktivieren. Neue User bekommen das bei der Anmeldung angeboten. Eigentlich sollte es auch neben den Beiträgen erscheinen, aber bisher sehe ich da nichts. Evtl. nach einer Cache-Löschung des Forums-Themes. Schau ich gleich noch mal...
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Re: Umgang mit schwierigen Praktizierenden

Beitragvon leuchtkraft » 1. November 2015 23:17

Ipek hat geschrieben:Haben hier einen Katampa, der mir Sorgen macht.Offensichtlich ist er Mega-Gekränkt. Hatte wohl "andere Vorstellungen". Nun necke ich ihn auch noch. Männer, die sich so hängen lassen in wehleidiger Selbstbepinselung konnte ich irgendwie noch nie ernst nehmen.Mit den katampa ist das ja auch so eine Sache. Sie lehnen die vier edlen Wahrheiten ab. Würde er die erste leidlich kapiert haben, stünde es wohl nicht so schlimm. Ich hab das Gefühl er fährt unbewusst ziemlichen Aggro. Gibt es eine schnelle Methode um einen Katampa zu entschärfen? Gleichmut scheint ihn noch mehr aufzubringen.


Achtsamkeit zeigt sich dann, wenn man auf Menschen trifft , die man subjektiv als schweirig empfindet. Es ist keine Kunst unter achtsamen Menschen achtsam zu sein. Deshalb freue dich, dass du einen so guten Lehrer für Deinen Weg gefunden hast. ;-)

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Re: Re:Umgang mit schwierigen Praktizierenden

Beitragvon leuchtkraft » 1. November 2015 23:25

Tobias hat geschrieben:Hallo Ipek,

Also erstmal habe ich Schwierigkeiten mit dem Begriff Katampa. Ich kenne die Kadampa-Tradition. Bzw. die neue Kadampa Tradition.
Ich habe grad noch mal geguckt diese lehnen die vier edlen Wahrheiten nicht ab.

http://kadampa.org/de/reference/buddhas-unterweisungen

Bei Katampa kommt bei mir auf Google ne Region im Kongo.

Also wenn er Buddhist ist, kann er die vier edlen Wahrheiten im Kern nicht ablehnen.

Nun wenn er aber kein Buddhist ist dann ist er genau dumm/unwissend. wie alle anderen die die Lehre Buddhas nicht erkennen. Nun davon gibt es ja sehr viele. Z.B. Christen Juden Moslems. Nun damit müssen wir doch täglich umgehen.

findest du es richtig dass du ihn neckst wenn er schon gekränkt ist. Ist vielleicht nur Teil deines Zenni-Humors(wie der Meister der den Schüler mit dem Stock piekst weil er krumm sitzt).

Nun zu einer schnellen Methode um ihn zu entschärfen; ZAZEN :shock:

Alles ist von deiner Wahrnehmung abhängig wenn sie durch Zazen in Ordnung kommt, empfindest du auch keinen Stress mehr.
Die andere ebene wäre eine Mitgefühlspraxis. übrigens, gibt es eigentlich eine formale Mitgefühlsmeditation im Zen?

Mache dir die Gemeinsamkeiten zwischen euch klar. Nicht nur dass ihr leidet weil ihr nicht erleuchtet seid, sondern auch andere Gemeinsamkeiten. Diese musst du ggf. erst suchen.
Dadurch fühlt er sich respektiert und nicht gekränkt. Wechsle doch einfach das Thema oder ist dir Buddhismus so wichtig? Zazen/Satori ist doch potenziell überall bzw. "Triffst du den Buddha unterwegs dann töte ihn" :D

Ja ja so viele Zitate und Gleichnisse :shy:
Ich hoffe das was ich sagen wollte ist angekommen.

Liebe Grüße
Tobias


ist er wirklich dumm, wenn er kein Buddhist ist? Oder erinnert er uns nur daran die Lehre nicht als Konzept zu sehen und sie am Ende sogar loszulassen? Sogar der Dalai Lama sagt: " Buddhismus ist keine Religion, sondern eine Wissenschaft des Geistes". Jeder Moslem, jeder Christ kann demnach im Buddhismus praktizieren, ohne seinen Gott zu verraten. Ich kenne sogar einen Moslem der im Zen übt. "triffst du den Buddha unterwegs dann töte ihn" . das bedeutet auch für uns: Keine Vortsellungen, Konzepte.... @Ipek: die Frage ist auch, warum regt Dich dieser Mensch so auf? Was hat das mit Dir zu tun? Sieh ihn als Lehrer und als Weg Demut zu üben und dein Ego loszulassen. ;-)
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Re: Umgang mit schwierigen Praktizierenden

Beitragvon Tobias » 1. November 2015 23:58

Hallo Leuchtkraft,

Willkommen im Forum:) ,

du bist ja noch nicht so lange im Forum, darun kennst du meine Position wahrscheinlich nicht. Ich bin sehr für interreligiösen Dialog, ich persönlich glaube auch an Transreligion, also dass es Aspekte/Prinzipien gibt die sich in allen Religionen wiederfinden. Ich würde auch nicht sagen dass Muslime dumm sind, sondern mich mit ihnen über ihre spirituelle Praxis unterhalten.

mit "unwissend" meinte ich ein spezifisches buddhistisches Prinzip nämlich das Fehlen von Weisheit ( ausdrücklich im Buddhistischen Sinne) Im Buddhistischen Kontext führt felehende Weisheit zur Aufrechterhaltung des leidvollen Daseins.

Die Frage ist also nicht ob jemand Buddhist ist oder Christ oder Moslem, sondern ob seine Handlungen/Verhalten/Denken eher dazu führen, dass Leid entsteht oder eher dazu führen, dass Leid abgebaut wird. In diesem Zusammenhang passen dann auch die äußerungen des Dalai Lama oder das Zen Zitat, dass du angeführt hast.

Liebe Grüße
Tobias
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Re: Umgang mit schwierigen Praktizierenden

Beitragvon voom » 2. November 2015 00:11

Nur ein kurzer Hinweis: Ipek ist nicht mehr im Forum aktiv und kann nicht mehr antworten. Obwohl sie es möglicherweise lesen wird, da es im offenen Forum ist.
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Re: Umgang mit schwierigen Praktizierenden

Beitragvon leuchtkraft » 2. November 2015 10:57

Tobias hat geschrieben:du bist ja noch nicht so lange im Forum, darun kennst du meine Position wahrscheinlich nicht. Ich bin sehr für interreligiösen Dialog, ich persönlich glaube auch an Transreligion, also dass es Aspekte/Prinzipien gibt die sich in allen Religionen wiederfinden. Ich würde auch nicht sagen dass Muslime dumm sind, sondern mich mit ihnen über ihre spirituelle Praxis unterhalten.

mit "unwissend" meinte ich ein spezifisches buddhistisches Prinzip nämlich das Fehlen von Weisheit ( ausdrücklich im Buddhistischen Sinne) Im Buddhistischen Kontext führt felehende Weisheit zur Aufrechterhaltung des leidvollen Daseins.

Die Frage ist also nicht ob jemand Buddhist ist oder Christ oder Moslem, sondern ob seine Handlungen/Verhalten/Denken eher dazu führen, dass Leid entsteht oder eher dazu führen, dass Leid abgebaut wird. In diesem Zusammenhang passen dann auch die äußerungen des Dalai Lama oder das Zen Zitat, dass du angeführt hast.


:perfect: alles klar! ;-)
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Re: Umgang mit schwierigen Praktizierenden

Beitragvon leuchtkraft » 2. November 2015 10:58

voom hat geschrieben:Nur ein kurzer Hinweis: Ipek ist nicht mehr im Forum aktiv und kann nicht mehr antworten. Obwohl sie es möglicherweise lesen wird, da es im offenen Forum ist.



ach so, macht nichts :)
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