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westlicher Buddhismus

Buddhismus und buddhistische Praxis in allen Schulen und Richtungen

Re: westlicher Buddhismus

Beitragvon voom » 4. Januar 2016 23:31

Ich versteh das Video nicht... Der Lama hat ja nicht mal einen - verbalen - Kommentar abgegeben und man kann kaum was erkennen...
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Re: westlicher Buddhismus

Beitragvon Sherab Yönten » 5. Januar 2016 08:38

voom hat geschrieben:Ich versteh das Video nicht... Der Lama hat ja nicht mal einen - verbalen - Kommentar abgegeben und man kann kaum was erkennen...


Kann man James Low denn als "Lama" bezeichnen ?
Ich dachte, er wäre Übersetzer.
Ab wann ist man (im Westen) ein Lama ?
Diese Frage ist insbesondere bei den verschiedenen Einweihungen/ Übertragungen wichtig.
Gibt es schon westliche Lamas (ausgenommen vielleicht Lama Ole), die einen Wang an die Schüler weitergeben dürfen ?
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Re: westlicher Buddhismus

Beitragvon Samten » 5. Januar 2016 15:15

voom hat geschrieben:Ich versteh das Video nicht... Der Lama hat ja nicht mal einen - verbalen - Kommentar abgegeben und man kann kaum was erkennen...

ich denke, es ist auf den Typen im Auto bezogen, der von da aus den Dharma auf bequeme (amerikanische?) Art "empfangen" möchte...?!?
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Re: westlicher Buddhismus

Beitragvon Samten » 5. Januar 2016 15:19

raterZ hat geschrieben:mach ich aber nicht, weil das hier in einem forum zu keiner diskussion beiträgt. das ganze muss schon schriftlich hier zusammen gefasst werden. ist ja kein youtube channel hier ;)
da du ja fan von james low bist, gebührt dir die ehre seine ansicht dazu in der diskussion beizutragen. :clap: :D


rater, ich bin nu echt ausm fan-sein-Alter raus, wenn de was wissen willst musste dich selbst in Bewegung setzen...du weisst doch: nur selbst erarbeitetes zählt letztlich.....und du hast (hoffentlich) noch einiges Meehr an Zeit als ich...:)
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Re: westlicher Buddhismus

Beitragvon raterZ » 5. Januar 2016 15:36

Sherab Yönten hat geschrieben:Gibt es schon westliche Lamas (ausgenommen vielleicht Lama Ole), die einen Wang an die Schüler weitergeben dürfen ?


die frage ist nicht dürfen, sondern können! gibt ja nen paar, die das machen.
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Re: westlicher Buddhismus

Beitragvon Samten » 5. Januar 2016 16:14

Sherab Yönten hat geschrieben:
voom hat geschrieben:Ich versteh das Video nicht... Der Lama hat ja nicht mal einen - verbalen - Kommentar abgegeben und man kann kaum was erkennen...


Kann man James Low denn als "Lama" bezeichnen ?
Ich dachte, er wäre Übersetzer.
Ab wann ist man (im Westen) ein Lama ?
Diese Frage ist insbesondere bei den verschiedenen Einweihungen/ Übertragungen wichtig.
Gibt es schon westliche Lamas (ausgenommen vielleicht Lama Ole), die einen Wang an die Schüler weitergeben dürfen ?



James fühlt sich der Nyingma-Tradition des tibetischen Buddhismus zugehörig. Seit 1992 hält er auf Ersuchen seines Lehrers regelmäßig Dharma-Vorträge und -Seminare. Neben der Vermittlung grundlegender buddhistischer Anschauungen sowie tantrischer Lehren gilt sein Hauptinteresse der Dzogchen-Sicht und -Praxis. Dabei kombiniert er in seiner ihm eigenen frischen und lebendigen Art die östliche mit der westlichen Philosophie sowie die Sicht und Meditation von Dzogchen mit seiner Erfahrung in der modernen Psychotherapie.

Quelle:
http://www.khordong.de/DE/index.php/edition/james-low54
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Re: westlicher Buddhismus

Beitragvon voom » 6. Januar 2016 00:41

Sherab Yönten hat geschrieben:
voom hat geschrieben:Ich versteh das Video nicht... Der Lama hat ja nicht mal einen - verbalen - Kommentar abgegeben und man kann kaum was erkennen...


Kann man James Low denn als "Lama" bezeichnen ?
Ich dachte, er wäre Übersetzer.

James Low ist doch ein anderer Thread. Ist das in dem Video nicht Trungpa?
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Re: westlicher Buddhismus

Beitragvon Sherab Yönten » 6. Januar 2016 07:49

voom hat geschrieben:James Low ist doch ein anderer Thread. Ist das in dem Video nicht Trungpa?


Keine Ahnung, ich habe das Video nicht gesehen, sondern das Zitat von RaterZ

raterZ hat geschrieben:mach ich aber nicht, weil das hier in einem forum zu keiner diskussion beiträgt. das ganze muss schon schriftlich hier zusammen gefasst werden. ist ja kein youtube channel hier ;)
da du ja fan von james low bist, gebührt dir die ehre seine ansicht dazu in der diskussion beizutragen. :clap: :D


so verstanden, dass es sich bei dem Video um James Low handeln würde.
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Re: westlicher Buddhismus

Beitragvon Samten » 6. Januar 2016 12:11

Sherab Yönten hat geschrieben:
voom hat geschrieben:Ich versteh das Video nicht... Der Lama hat ja nicht mal einen - verbalen - Kommentar abgegeben und man kann kaum was erkennen...


Kann man James Low denn als "Lama" bezeichnen ?
Ich dachte, er wäre Übersetzer.
Ab wann ist man (im Westen) ein Lama ?
Diese Frage ist insbesondere bei den verschiedenen Einweihungen/ Übertragungen wichtig.
Gibt es schon westliche Lamas (ausgenommen vielleicht Lama Ole), die einen Wang an die Schüler weitergeben dürfen ?


Ole sieht sich selbst ja wohl (schon) eher als Vidyadhara, als Träger/Verwirklicher "verrückter Weisheit".......
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Re: westlicher Buddhismus

Beitragvon voom » 6. Januar 2016 15:15

Ole wurde jedenfalls sehr früh ausdrücklich vom 16. Karmapa darum gebeten, sich "Lama" zu nennen, und die Ermächtigungen um Einweihungen zu geben, hat er von verschiedenen hohen Lamas erhalten. Ich sehe ihn noch nicht wirklich als einen Vertreter eines "westlichen Buddhismus", er ist in vielen Dingen auch sehr traditionell, ich denke das ist eine Zwischenstufe. Die aber offensichtlich einen Nerv getroffen hat überall auf der Welt.
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Re: westlicher Buddhismus

Beitragvon Buddhaghosa » 6. Januar 2016 17:36

Moin,

raterZ hat geschrieben:ich denke, wenn sich ein authentischer vajrayana im westen entwickeln soll, braucht es verwirklichte westliche lehrer. es nützt nichts immer nur in abhängigkeit von ein paar rinpoches zu bleiben. dadurch entsteht nichts neues.


dies sehe ich auch so. Allgemein den Buddhismus betreffend, nicht nur den Vajrayana. Und ein wirklicher westlicher Buddhismus hat auch nichts Exotisches mehr an sich. Das muss auch raus. Ich würde aber behaupten, dass nicht wenige deutsche Buddhisten gerade über die Exotik - ach, wie ist das so schön fremd - zum Buddhismus gekommen sind.

Da Deutschland 2016 ein ziemlich säkularisiertes Land ist, wird auch ein deutscher Buddhismus in hohem Maße säkularisiert sein: die religiösen Aspekte treten in den Hintergrund oder werden gar nicht mehr vermittelt und die philosophischen - und natürlich möglichst wissenschaftlichen - Aspekte treten in den Vordergrund. Dies entspricht ja auch der Art der Buddhismus-Übermittlung des Dalai Lamas. Daher auch die bereits in den USA sehr starke Verknüpfung von Dharma und Psychologie, wie man sie z.B. bei Jack Kornfield vorfindet.

Ein weiterer Punkt des Säkularismus ist die Säkularisation, also "die Aufhebung kirchlicher Institutionen". Damit meine ich hier eine Abkehr vom Mönchstum/Hauslosenleben - also die Aufhebung der Sangha als Orden - und Verschiebung hin zum Laientum.

Das ist jetzt alles nicht ausschließlich neu und auch nicht ausschließlich westlich. Ähnliches gibt es in Myanmar seit dem Ende des 19. Jahrhunderts und auch in Sri Lanka, was dort bekannt wurde als 'protestantischer Buddhismus'. Diese Bewegungen in Theravada-Ländern wurden durch den Kolonialismus veranlasst. Hier versuchten asiatische Buddhismuslehrer, den aufgeklärten, aber vor allem wissenschaftlich-fortgeschrittenen Westlern den Buddhismus im Wettstreit der Religionssysteme als wissenschaftlich und philosophisch zu verkaufen.

Und genau so - meine ich - wollen die meisten Westler den Buddhismus auch verkauft bekommen.

Was ich für mich erkannt habe ist, dass bevor ich etwas anpasse, weglasse oder hinzufüge, erst einmal gründlich verstanden haben muss, was der Buddha selbst eigentlich gelehrt hat. Für mich ist das auch ein Schritt hin zu Autonomie und Freiheit - dann auch von Mönchen und Gelehrten und durchaus auch ein Schritt der Säkularisation. Ich muss mir nicht mehr erklären lassen, was der Buddha gelehrt hat oder nicht, sondern weiß es selber. Untergeordnet gehört auch die akademische Auseinandersetzung mit dem Buddhismus dazu: historisch, anthropologisch etc.

Gruß
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Re: westlicher Buddhismus

Beitragvon Sherab Yönten » 7. Januar 2016 10:52

Buddhaghosa hat geschrieben:Und ein wirklicher westlicher Buddhismus hat auch nichts Exotisches mehr an sich. Das muss auch raus. Ich würde aber behaupten, dass nicht wenige deutsche Buddhisten gerade über die Exotik - ach, wie ist das so schön fremd - zum Buddhismus gekommen sind.


Das war für mich eigentlich eher ein Hemmnis und kein Grund, zum Buddhismus zu kommen.
Nur hatte ich das Glück, eine Lehrerin gefunden zu haben, die mir diese "Exotik" in westliche Sprache übersetzt hat.

Buddhaghosa hat geschrieben: die religiösen Aspekte treten in den Hintergrund oder werden gar nicht mehr vermittelt und die philosophischen - und natürlich möglichst wissenschaftlichen - Aspekte treten in den Vordergrund.


Hier stellt sich für mich die Frage: Wo ist da die Grenze zwischen Religion einerseits und Philosophie andererseits ?
Zum Beispiel bei dem Aspekt der Non - Dualität, ein Aspekt, der erlebt, der erfahren werden muss und nicht mit Worten beschreibbar ist: Ist das ein religiöser Gedanke oder ein philosophischer ? Dagegen könnte das "abhängige Entstehen" bis zu einem gewissen Punkt wissenschaftlich erklärt werden. Sind symbolische Handlungen im Tantra "religiös" und damit nicht essentiell oder sind sie einfach Teil der tantrischen Praxis, die als Instrument der Transformation genutzt werden ? Ich finde es schwer, eine eindeutige Grenze zu ziehen.

Buddhaghosa hat geschrieben:Damit meine ich hier eine Abkehr vom Mönchstum/Hauslosenleben - also die Aufhebung der Sangha als Orden - und Verschiebung hin zum Laientum.


Das findet ja teilweise schon statt. Dagyab Rinpoche war da durchaus ein Vorreiter und hat sein Dasein als Mönch (im Westen) aufgegeben und gibt aber weiter Unterweisungen als "Laie" und als "Rinpoche".
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Re: westlicher Buddhismus

Beitragvon voom » 7. Januar 2016 12:48

Sherab Yönten hat geschrieben:Dagyab Rinpoche war da durchaus ein Vorreiter und hat sein Dasein als Mönch (im Westen) aufgegeben und gibt aber weiter Unterweisungen als "Laie" und als "Rinpoche".

Vorreiter in der Hinsicht kann man glaube ich nicht sagen. Dass tibetische Mönche im Westen ihre Mönchsgelübde aufgegeben haben gab es davor schon oft. Man könnte da eher Trungpa Rinpoche als Vorreiter bezeichnen. Die Mönchsgelübde sagen ausserdem generell nicht so viel darüber aus, ob der Lehrstil "traditionell" oder "modern", "asiatisch" oder "westlich" ist. Es gibt ja auch noch die Ngakpas, wenn auch nicht so oft, und hier habe ich den Eindruck, dass sogar die westlichen Ngakpas oft recht traditionell auftreten.
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Re: westlicher Buddhismus

Beitragvon Buddhaghosa » 7. Januar 2016 13:17

Hallo,

eine Konsequenz aus der Säkularisierung des Buddhismus ist das ein neues Heilsziels entstanden ist. Wir im Westen haben grob gesprochen nicht das Gefühl an das Rad des Lebens gebunden zu sein - immer und immer wieder. Uns fehlt diese zyklische Weltanschauung. Aber im letzten Schritt ist genau dies Ausdruck, was Buddha unter duhkha verstand: wiedergeboren werden.

Durch die Säkularisierung/Psychologisierung wird der Buddhismus zunehmend zu einem Mittel für die Optimierung des jetzigen Lebens. Kann ich mit dem Buddhismus mein stressiges Leben besser leben? Ja. Benötige ich dafür Wiedergeburt usw. Nee, ist nicht nötig.

Von all dem bin ich aber kein Freund. Von daher werde ich von dem westlichen Buddhismus, der meiner Meinung nach kommen wird, auch nicht richtig begeistert sein.

Dies ist aber nicht die erste Verschiebung des Heilsziels. Im Mahayana/Vajrayana hat es ja schon eine gegeben ohne, dass die Welt untergegangen ist.

Gruß
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Re: westlicher Buddhismus

Beitragvon Sherab Yönten » 7. Januar 2016 13:29

voom hat geschrieben:Es gibt ja auch noch die Ngakpas, wenn auch nicht so oft, und hier habe ich den Eindruck, dass sogar die westlichen Ngakpas oft recht traditionell auftreten.


Was sind denn Ngakpas ?
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Re: westlicher Buddhismus

Beitragvon voom » 7. Januar 2016 14:42

"Haushälter-Lamas"
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Re: westlicher Buddhismus

Beitragvon raterZ » 7. Januar 2016 15:05

voom hat geschrieben: Es gibt ja auch noch die Ngakpas, wenn auch nicht so oft, und hier habe ich den Eindruck, dass sogar die westlichen Ngakpas oft recht traditionell auftreten.


für mich immer ein grund zum fremdschämen. :eh:

was halt aber noch fehlt sind die hauslosen yogis/bettler. hab schon öfters die idee gehabt, das mal zu machen. es gibt durchaus leute, wie straßenmusiker und so, die auf der straße leben. hab auf la gomera auch schonmal einen yogi in einer höle getroffen - der war aber vom kriya yoga.
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Re: westlicher Buddhismus

Beitragvon voom » 7. Januar 2016 15:12

raterZ hat geschrieben:für mich immer ein grund zum fremdschämen. :eh:

Kann ich nachvollziehen, das mutet fast immer sehr merkwürdig an. Aber auf der anderen Seite fällt es vermutlich westlichen Ngakpas schwer, überhaupt "erkannt" zu werden, wenn sie auch noch normal auftreten.
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Re: westlicher Buddhismus

Beitragvon Turmalin » 7. Januar 2016 15:25

raterZ hat geschrieben:was halt aber noch fehlt sind die hauslosen yogis/bettler. hab schon öfters die idee gehabt, das mal zu machen.

ich finde nicht, dass das hier fehlt, es solche geben müsste. Erwasene Tibeter waren früher die, welche die Kindheit überlebt hatten. Unter den Bedingungen dort. Die Leute hatten zehn Kinder, die zwei mit den stärksten Körpern erreichten das Erwachsenenalter. Hier überleben fast alle. Seit Generationen pflanzen sich Leute fort, die nur unter den Bedingungen hier leben können. Immer Schutz vor Wärme und Kälte, nie Hunger, beste Medizin. Mein Körper kann glaub ich nur in einer Wohnung leben.
aber was jetzt aufkommt, ist dass Leute winzige Häuser haben, oder so Art Wohnmobile. Damit der Körper warm hat, braucht man ja nicht für eine 60 qm-Wohnung arbeiten.
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Re: westlicher Buddhismus

Beitragvon raterZ » 7. Januar 2016 15:55

kindersterblichkeit hat vor allem etwas mit hygiene zu tun.

hauslosigkeit heißt auch nicht, dass man immer nur unbedingt draußen pennen will, sondern dass man frei ist wie ein vogel und sich komplett der meditation widmen kann und nichts anderes mehr.

das lehrte buddha himself. seine mönche liefen ja teilweise in lumpen rum. warscheinlich haben sie auch gestunken ^^)
außerdem lungerten sie viel auf friedhöfen, bzw. leichenstätten rum.

fänd ich irgendwie geil :rofl:
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Re: westlicher Buddhismus

Beitragvon Turmalin » 7. Januar 2016 16:09

nicht nur Hygiene, ich glaub, tibetische Kinder mussten schon was aushalten. haben sie die Neugeborenen nicht in Eiswasser getaucht?
Du, ich kenne soviele Leute die Zimmer leer stehen haben. Ich würd nicht lange auf der STraße bleiben, glaub ich. meine Familie würde zwar den Kopf schütteln, wenn ich nur noch rumsitzen würde und meditieren, aber da die insgesamt bestimmt 12 Zimmer irgendwo leer stehen haben, wär es ihnen dann bestimmt lieber ich meditier mit Dach überm Kopf. Mir wurde sogar angeboten besuchsweise. in einer Wohnung der Schwiegereltern meines Ex zu wohnen. :lol: Also bei derart weitläufiger "Verwandschaft" und dann noch dem ganzen Platz der echten Verwandschaft wird das nichts mit der Straße.
Das hier ist ein steinreiches Land....daher landet so schnell kein "Einheimischer" auf der Straße.
Aber wenn du dann stinkst, wie willst du das restliche Geld bekommen für essen? Du kriegst stinkend ja keinen 400 € Job. Den bräuchte man schon. Da kann man immer noch den halben Tag meditieren.
Zuletzt geändert von Turmalin am 7. Januar 2016 16:30, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: westlicher Buddhismus

Beitragvon raterZ » 7. Januar 2016 16:29

als hausloser arbeitet man gar nicht, sondern bettelt nur (bzw. meditiert nur). bissl arbeiten hier, bissl meditieren dort ist nicht das selbe wie 100% meditation von morgens bis abends.

es gibt so viele spirituelle traditionen, die das als grundvorraussetzung für erleuchtung überhaupt ansehen. hatten wir ja mal letztens, dass laut palikanon eigtl. nur mönche (also im übertragenen sinne: penner :mrgreen: ) die erleuchtung schaffen.
padmasambhava war penner. sehr viele der mahasiddhas waren penner.

jesus lehrte ja auch das pennertum ^^)
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Re: westlicher Buddhismus

Beitragvon Turmalin » 7. Januar 2016 16:31

o.k. aber hier ist betteln halt schwierig, weil dann sagen dir die Leute wo das nächste Jobcenter ist, statt dir Geld zu geben. Es kommen Sozialarbeiter und bieten ihre Hilfe an usw. Ich denk, schon viele würden mit dir ins Gepräch kommen wollen. Das ist dann auch Geschäftigkeit, die Fragen zu beantworten.
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Re: westlicher Buddhismus

Beitragvon raterZ » 7. Januar 2016 16:36

ach das würd gehen. man müsste das am besten nicht alleine machen und sich dafür eben ein outfit ausdenken. irgend ne robe oder so. so dass die leute wissen, dass man spiritueller bettler ist und kein alkoholiker.

meine idee war allerdings einfach von rainbowgathering zu rainbowgathering zu ziehen und in der natur zu leben für jeweils ein monat und sich dort mitversorgen zu lassen.
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Re: westlicher Buddhismus

Beitragvon Turmalin » 7. Januar 2016 16:38

na, wenn du meinst... deine jährliche Dusche würd ich dir kostenfrei ermöglichen.
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