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Einfache Fragen und Antworten (nicht nur) für Buddhismus-Neulinge

Zocken

Beitragvon asoka » 16. Mai 2015 18:25

Computer Games, xbox, Ps und Co.

Wie ordnet man aus spiritueller Sicht dieses Thema ein.
Wenn ich mich nicht irre sagte der 17 Karmapa in einem Gespräch mit jugendlichen Buddhisten das er auch spielt oder zumindes gespielt hat.
In seinem Fall Assassin's Creed.

Bin auf eure Meinung gespannt oder was ihr zu berichten habt was andere oder eure Lehrer dazu für eine Meinung haben.

Gruss asoka
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Re: Zocken

Beitragvon Sherab Yönten » 16. Mai 2015 18:31

Solange es niemandem schadet, ist es o.k.
Ich kann darin nichts Spirituelles entdecken.
Ich selbst spiele Schach, würde das aber nicht als
Zocken bezeichnen. Mit anderen "PC Games"
habe ich keine Erfahrung.
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Re: Zocken

Beitragvon voom » 16. Mai 2015 18:33

Ich konnte mich bei aller Computeraffinität nie fürs Zocken begeistern. Ich denke, man muss die Balance halten zwischen RL und virtueller Welt. Über die Spiele selbst kann ich kein Pauschalurteil abgeben, es macht ja schon sehr was aus, was und wie man spielt.
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Re: Zocken

Beitragvon Tobias » 16. Mai 2015 18:43

Das kommt erstmal auf die Spiele an und dann auf die Geisteshaltung.

Ich finde z.B. Spiele von David Cage(Quantic Dream)wirklich phantastisch.Es ist wie als würde man einen guten Film schauen. Ich finde es nicht problematischer als jedes andere Medium.Computerspiele können zur Anhaftung werden, Sie können aber auch großes Mitgefühl auslösen.
Wir sind das, was wir denken. Alles was wir sind, entsteht mit unseren Gedanken. Mit unseren Gedanken erschaffen wir die Welt. Sprich und handle mit reiner Gesinnung Und Glück wird dir folgen, wie dein unteilbarer Schatten.
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Re: Zocken

Beitragvon voom » 16. Mai 2015 19:20

In Multiplayer-Spielen kann man auch viel über Teamgeist usw. lernen. Manche Dinge kann man nur gemeinsam schaffen, wenn jeder seine speziellen Stärken einbringt.
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Re: Zocken

Beitragvon Wanderer » 16. Mai 2015 20:13

Hallo !

Also es gibt sehr wohl Spiele welche gewisse Botschafften vermitteln...allerdings sind diese nicht immer richtig ! ;)
Eines der besten Beispiele ist das Asiatische Computer Spiel "Asura's Wrath" (Asura's Zorn/Wut)

Es geht um den Rachefeldzug eines Halbgottes (eben den von "Asura"). Er wird verraten und ermordet...jedoch "lommt er wieder" und sinnt auf Rache..

Es kommen viele bekannte mythologische Gotttheiten in dem Spiuel vor, z.B "Durga" und "Mithra"...auch wenn diese von Geschlecht und den Eigenschafften her nicht immer
"korrekt" dargestellt sind.

Auch Buddhistische Elemente gibt es.

Eben z.B die "Asuras", dann den Endgegner "Chakravartin",...e.t.c.

Das Computerpsiel ist eindeutig von "negativen Kräften" inspiriert worden...z.b sieht "Chakravartin" aus wie ein friedlicher Bodhisattva (inklusive der vielen Arme), aber von der Art her ist er arrogant und sehr bösartig...gibt vieler solcher "Hints"...


Hier z.B der Endkampf von Asura gegen "Chakravartin"...Asura will seine Tochter befreien...
Link:
Video direkt über Youtube aufrufen

Ist nur ein Beispiel...

Alleine der Kampf ist schon eine Lüge...Ein ""Chakravartin" (ein Titel !!) ist jemand der Gütig und Gerecht ist, ein Weltherrscher....ein Asura, egal wie "motiviert" würde
nicht mal eine 1/100000000000000000 Sekunde gegen so ein Wesen standhalten...die Erklärung, warum das so ist bzw. wäre, findet Ihr etwas weiter unten

Im Pali Kanon wird der Titel "Chakravartin" häufig mit "Buddha" gleichgesetzt....

"....In den Schriften des buddhistischen Pali-Kanons wird der Chakravartin häufig mit Buddha parallelisiert. Buddha wird in seiner ersten Lehrrede im Wildpark bei Isipatana als Lehrer dargestellt, der das Rad der Lehre in Bewegung setzt (Pali dhammacakkappavattana sutta). Im Pali-Kanon wird der Chakravartin als Herrscher dargestellt, der Recht walten lässt, Mittellose unterstützt und der für sein Herrschaftshandeln den Rat der Mönche einholt (D 3,26), sowie als Gebieter, der sein Reich auf Grundlage des Gesetzes lenkt (A 3,14)...."


Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Chakravartin


Nichts desto trotz.....ein sehr geiles Spiel....solange man es nicht "glaubt" !! :mrgreen: :mrgreen:



LG,
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Re: Zocken

Beitragvon Ayu » 16. Mai 2015 20:36

Mit Computerspielen kenne ich mich selber nicht aus, aber als Mutter von pubertierenden Jungs trage ich einen jahrelangen Kampf um die Verringerung ihrer Bildschirm-Zeiten aus. Jedes Fußballspiel draußen, jeder Spaziergang etc ist mein Sieg.
Eine Zeitlang hatte ich das Gefühl, auf verlorenem Posten zu sein, als ob mir die Kinder entgleiten in eine teilweise angstauslösende und auch passiv machende Welt, zu der ich keinen Zugang habe und in der ich ihnen nicht helfen kann.
Aber jetzt, wo sie allmählich größer werden hab ich den Eindruck, es war gut niemals aufzugeben. Ich glaube, die Kuh ist vom Eis und sie sind nicht mehr so sehr Spielsucht-gefährdet wie noch vor ein paar Jahren.

Mögen alle Wesen die Ursachen des Glücks realisieren.
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Re: Zocken

Beitragvon voom » 16. Mai 2015 21:00

Die Spiele verhackstücken gerne mythologische Inhalte, eines wo diese "realitätsgetreu" verwendet werden, habe ich aber bisher nicht gefunden...
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Re: Zocken

Beitragvon Ypsen » 16. Mai 2015 22:14

Ich spiele mal mehr mal weniger PC Games. Am liebsten Shooter oder RGP. Ich sehe darin nichts spirituelles nur einen mehr oder weniger sinnvoller Zeitvertreib. Liegt wohl auch bisschen an meinem Beruf (Informatiker). Viele meiner Arbeitskollegen spielen auch.
Ich denke, so lange man es als Unterhaltung (wie Filme, Bücher, Musik ...) ansieht wird man nicht negativ beeinflusst. Sonst wär ich ja von Amokläufern umgeben :mrgreen:
Willst du wissen wer du warst, schau wer du bist.
Willst du wissen wer du sein wirst, schau was du tust.
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Re: Zocken

Beitragvon Tobias » 24. Mai 2015 00:32

Zum Thema einen interessanten Fernsehtipp:

Videospiele - Revolution einer Generation Mittwoch 27..05.2015 21:05 Uhr auf 3sat

Videospiele führen in vielen Familien zu Spannungen. Manchmal sind sie die Ursache für Schulversagen. Viele Eltern verteufeln sie. Doch die Game-Industrie birgt auch kreatives Potenzial.

Der Film deckt das Erfolgsrezept dieser Industrie auf und berichtet nicht nur von den negativen Einflüssen, sondern auch von den Chancen dieses Megatrends.

Heute sind Videospiele die am meisten verkauften Kulturprodukte weltweit. 2013 wurden für 65 Milliarden Franken Games inklusive Ausrüstung verkauft. Die Spiele sind allgegenwärtig und durchdringen die Medien, sei es auf Konsolen, Computern, Telefonen oder im Internet. In Montreal, wo die weltweit führenden Unternehmen beheimatet sind, gibt es Ausbildungsgänge, die auf Spieldesign spezialisiert sind. Ebenso wichtig wie die Entwicklung der Software ist die Bindung der User an die Spiele. Studenten erforschen die psychologischen Profile der Spieler und analysieren Bindungssysteme. Die weltweite Explosion der Gamification ist ein Phänomen. Dieser Trend interessiert auch Psychologen, Psychiater und Neurowissenschaftler. Sie untersuchen unter anderem die Auswirkungen auf das Gehirn.


Quelle:3sat.de
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Re: Zocken

Beitragvon asoka » 24. Mai 2015 10:02

Psychologisch intressiert es sicherlich die Game Industrie auch.
Siehe das Spiel Skyländers.

Psychologisch so durchdacht das die Kinder animert werden die Figuren zu kaufen zum Spiel.
Marketing technisch natürlich genial eingefädelt.

Selbst Lego bringen Spiele, Filme usw auf den Markt das ist Psychologisch alles geführt.

Und kann das absolut bestätigen das Schulisch das auswirkt.

Aber die Eltern nutzen das ganze natürlich auch aus.

Früher wurde mit den Kindern Gesellschaftsspiele gemacht was das zwischen Menschliche und familäre geprägt hat.

Heute wird bevorzug ein Fernseher ins Kinderzimmer gestellt Konsole und schon hat man seine Ruhe.
Und die Eltern können in Ruhe ihre Geschichten betreiben medial.
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Re: Zocken

Beitragvon Karma Pema » 26. Mai 2015 13:40

Namaste

wenn es um Geschicklichkeitsspiele oder Denkspiele geht kann man schön beobachten, wie man nur das spielt was man schaffen kann.
Und dann stellt man plötzlich fest wie gelenkt das ist, den Spieler bei Laune zu halten. Es geht viel schwieriger, aber das mögen wir dann nicht.
Wenn man sich dann noch als Sieger fühlt ist das denkwürdig.

Gute Wünsche,
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Re: Zocken

Beitragvon Klara » 28. Mai 2015 21:57


Meine Familie hat früher nächtelang gepokert,
das nannten wir Zocken.
17 und 4 gehörte auch noch dazu.

Ich spiele sehr gerne !

Skat, Siedler, Halma, Mensch ärgere Dich nicht, Mühle
Alhambra usw.
harmlose Sachen halt


:grin:
Es kursiert das Gerücht, ich hätte Gott gefunden. Ich denke, das ist unwahrscheinlich, weil ich genug Schwierigkeiten habe, meine Schlüssel zu finden; und es gibt empirische Beweise, dass diese existieren."
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Re: Zocken

Beitragvon Sherab Yönten » 30. Mai 2015 10:03

Kennt jemand den Song "Der Spieler" von Achim Reichel ?
Ein geniales Lied, das den Seelenzustand eines Spielers widerspiegelt !
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